Der zweite Labelsampler von Baba Saads Halunkenbande “Beuteschema 2” erscheint am 3. April – nun gib es schon mal das Snippet. Dieses Mal werden nicht nur Baba Saad, EstA und Punch Arogunz vertreten sein, sondern auch die beiden Neuzugänge Cashisclay und McTwist.
Inhaltlich ist bereits klar, wohin die Reise geht. “Jeder von uns hat mit mindestens einem Rapper eine Rechnung zu begleichen und wenn Beuteschema II erscheint, wird abgerechnet“, wird Saad zitiert. Der erste Teil von “Beuteschema” war 2013 erschienen. Im Interview sprachen Saad, EstA und Punch Arogunz mit uns über den Sampler.
Der Boy versorgt seine Fans wieder mit neuem Stuff. „Wien City Banger“ ist 1 echter Clubhit, der auf dem neuen Free Mixtape „Ich kann mein Gesicht nicht fühlen“ erscheinen wird. Das kann man sich ab dem 23. März auf Money Boy’s Website coppen.
MBeezy hat mit „Trap Baby“ die Erwartungen an das neue Albung bereits vorher angeheizt. Scurr.
Kay One veröffentlicht ein Infovideo, in dem er konkrete Infos zu „Borderline“ gibt. So soll das Album bereits fertig recordet sein, vielleicht will Kay aber noch ein bis zwei Songs hinzufügen. Die Promophase zu „Borderline“ soll jedenfalls bald anlaufen – im Video wird ohnehin schon einiges an Promo gemacht. Sein „persönliches Meisterwerk“ soll das Album darstellen. Das Video „AMG“ mit Al Gear befindet sich laut Kay ebenfalls bereits im Schnitt.
Schon seit letztem Sommer hat Kay Oneangekündigt, dass sein neues Album weitaus härter als der Vorgänger “Rich Kidz” werden solle. Den Disstrack “Tag des jüngsten Gerichts” gegen Bushido hatte er bereits Ende letztes Jahr veröffentlicht, er wurde allerdings inzwischen offenbar aufgrund einer Unterlassungsklage von Bushidos Frau gelöscht.
In einer Videobotschaft verkündeten die Jungs von Witten Untouchable, dass Lakmann momentan wohl an einem neuen Album arbeitet. Darum müssen die Wittener geplante Konzerte verschieben, sie scheinen sich also voll in der Produktionsphase zu befinden. Zu Titel, Releasedate oder ähnlichem gibt es noch keine Informationen.
Nach dem Album „It Was Witten„, das er gemeinsam mit Mess & Kareem als Witten Untouchable aufnahm,wird dies also Lakmann’s drittes Soloalbum. Das letzte Soloprojekt erschien 2012 und trug den Titel „2 Gramm gegen den Stress“ in Anlehnung an den eigenen Creutzfeld Jakob-Klassiker „2 Mann gegen den Rest„.
John Webber gibt den Befehl „Twerk“ und seine als Vögel verkleideten Bitches wackeln mit dem Arsch für ihn. Soweit, so, äh, fly. Den Clubbanger hat J. Boger produziert. Für das Video war Dramedy Films verantwortlich. Im Video tauchen wohlbekannte Gestalten wie Cro oder Spongebozz auf. Unser Redakteur Skinny hat sich letztens ausführlich mit diesem Phänomen befasst. Den Text kannst du hier lesen. Angeblich verbirgt John Webber sich hinter Patrick Bang, dem Äquivalent zum rappenden Schwammkopf, hinter dessen gelber Maske sich wiederum sein Homie SunDiego verstecken soll. Sei’s drum. “Playermodus im Hatefokus“, das neue Album von John Webber und Juri, ist ab dem 27. März erhältlich.
Raekwon gibt das Releasedate von seinem kommenden Album „Fly International Luxurious Art„, kurz „F.I.L.A.“ bekannt. Nachdem das Album seit seiner Ankündigung mehrfach verschoben wurde, steht nun der 28. April als Releasedate fest. Auch das Cover wurde veröffentlicht – es zeigt den Chef als, ja gut, Sphinx. Okay.
Das 13 Tracks starke Album soll sich weniger am, von Raekwon bekannten, Mafia-Rap als viel mehr am Glamourösen Lifestyle des Wu-Tang-Members orientieren. Ein Interview mit Raekwon und eine Review zum Album auf rap.de werden folgen.
Raekwons Solodebüt „Only Built 4 Cuban Linx“ erschien 1995 und ist allgemein als Kokainrap-Klassiker anerkannt. „Fly International Luxurious Art“ ist sein sechstes Soloalbum. Das letzte „Shaolin vs. Wu-Tang“ erschien 2011.
Earl Sweatshirt hat heute unerwartet so einiges rausgehauen. Er veröffentlicht nun das Video „Grief“, nachdem er schon früher am Tag unvermittelt ein neues Album namens „I Don’t Like Shit, I Don’t Go Outside“ angekündigt hat, dass bereits am 23. März erscheinen soll.
Der Odd Future-Member war über die Veröffentlichung des Albums wohl nicht sonderlich begeistert. Auf Twitter schrieb er: “Es ist Mist, für die Fehler von jemand anderem bezahlen zu müssen” ärgerte er sich. In einem anderen Tweet heißt es konkreter: “Ich möchte mich persönlich bei Sony Music dafür bedanken, den Veröffentlichungsprozess von meinem Kram zu verkacken.”
Ähnliches ist Kendrick Lamar gestern passiert: Sein neues Album “To Pimp a Butterfly” war eine Woche vor Release bereits zum Download auf allen gängigen Portalen erhältlich – ebenfalls ein Fehler des Labels. Die Mutmaßung, dass Earl Sweatshirt sich lediglich über diesen Vorfall lustig macht, darf also durchaus angestellt werden – gerade da auch die erste Single “Grief” etwa zeitgleich veröffentlicht wurde.
Etwas Handfestes. Mal wieder ein bisschen auf die Fresse-Rap, abseits der Alben. Das ist es wohl, was Prezident mit seiner neuen EP geplant hat. Aber schafft er es, sich wieder zurück zu seinen Ursprüngen zu begeben, nach einem derart perfekt konzipierten Album wie „Kunst ist eine besitzergreifende Geliebte“?
Im „Intro“ macht der Prezi direkt klar, was er mit dem Hörer vorhat. Viel Whiskey, kein Wasser. Filmzitate. Ganz wie früher also. Auch der Sound ist von Anfang an durchzogen von düsteren Samples und rohen Drums. Man merkt schnell, dass hier teilweise alte Beats und Parts verwendet wurden. Saufzitate verbunden mit Representer-Lines, eine Thematik die sich auch im Weiteren fortführt. „Ausm Funkloch“ mit Elsta und Flip Fericious bleibt dieser Linie treu. Hier und da noch ein paar Battlelines und fertig sind die handfesten Tracks.
In „Oswald Spengler“ teilt der Wuppertaler dann ordentlich aus gegen die neue Generation Erwachsenen-Rapper und bietet Kontra mit seiner Indie-Ästhetik, die einen klaren Gegenentwurf zum ausproduzierten Mainstream darstellt. Auf dem Track zeigt Prezident wie so oft seine enorme Beobachtungsgabe, die er in kreativen Metaphern umsetzt.
„Denn sie wissen nicht, was Rap ist/ Beats werden wie schlecht geführte Interviews geglättet/ Prezident, keine Message in dem Sinn/ Nur ab und zu hochgezogene Augenbrauen beim Gähnen“
Der vorab als Video veröffentlichte Track „EinsNeunzigaufBühnen“ wiederum ist erneut ein typischer Representer-Track, der stellvertretend für die ganze EP steht. Der Whiskeyrapper macht dem Hörer nochmal klar, dass er es trotz seiner Absage an den Mainstream geschafft hat, während andere sich verstellen und am Ende verlieren werden. Deshalb kann er anscheinend immer noch bodenständige, „handfeste“ Tracks raushauen.
Auch „Barbecuesauce“ wurde bereits im voraus als Vorgeschmack veröffentlicht. Mit Haftbefehl– und Prodigy-Cuts wollen Prezident und R.U.F.F.K.I.D. sich in die Riege der Rap-Außenseiter der Gesellschaft einreihen. Der quasi-Posse-Track „Bonusstufe“ mit Elsta, Degenhardt und den Kamikaze-Brüdern fügt nochmal alles bisher gehörtes zusammen. Hier versucht sich keiner an die Norm anzupassen, stattdessen wird die Isolation sogar zelebriert und demonstrativ kein Fick gegeben.
„Hocherfreulich, und alle anderen hol’ der Teufel/ Ich zerknüll Posterboys mit meinen beiden hohlen Fäusten/ Bloße Däumlinge auf den Schultern von Konzernen/ und Erfolg kann man auf Pump haben, doch Soul kann man nicht lernen.“
Mit „Mount Average“ schließt Prezident seine EP dann mit einem etwas persönlicheren Track ab. Er reflektiert sich selbst und sein Verhalten als Künstler, ohne zu einem endgültigen Schluss zu kommen. Der Wu-Taler hat es also mal wieder geschafft, nach „KIEBG“ noch eine EP zu releasen, auf der es von Sauf-Metaphern und Ansagen nur so wimmelt. Auch wenn es flow- und aussagetechnisch wenig neues gibt,teilt der Bukowski des Raps ganz im Stile von „Alice“ und „Kleiner Katechismus“ gegen alle Standardrapper aus, in „Mount Average“ erklärt er dem Hörer auch seine Beweggründe für dieses Album. Die „Handfeste EP“ ist genau das, was sie sein soll, auf gewohnt hohem Niveau. Meiner Meinung nach aber hätte der ein oder andere Storyteller oder etwas deepere Track, Songs also, die die bisherigen Alben jeweils erst wirklich komplett gemacht haben, der EP nicht geschadet.
Die „Handfeste„-EP erscheint am 20. März auf Whiskeyrap zum Free Download und ist als 12“ über Vinyl-Digital erhältlich.