T-Ser & Akashic Recordz schildern den Ablauf der rassistischen Polizei-Aktion

Das österreichische Künstler-Kollektiv Akashic Recordz rund um die Musiker T-Ser, Sidney, Joel, Law und Meydo wurden am 14. Oktober Opfer einer mutmaßlich rassistisch motivierten Polizei-Kontrolle im Josef-Strauß-Park in Wien. Nun veröffentlichen sie ein Statement auf Youtube, in welchem sie detailliert die Ereignisse des besagten Nachmittags schildern. Dabei erzählen die Jungs abwechselnd, was ihnen widerfahren ist. Aussagekraft erlangt das Video mit selbstgedrehten Filmausschnitten des Vorfalls.

So haben sie ganz normal im Park ein Meeting abgehalten, als sie plötzlich von Polizisten ins Visier genommen wurden, die die Ausweise der Jungs sehen wollten. Nach der Personenkontrolle sind diese dann aber nicht wieder verschwunden – sondern blieben provokant neben der Gruppe stehen. Auch nach mehrmaligen Fragen, ob sie noch etwas bräuchten, verneinten die Polizisten das und sagten, sie ständen rein „zufällig“ dort. Aufgrund der Belästigung verließen T-Ser, Sidney, Joel, Law und Meydo den Park, um anschließend jedoch wieder zurückzukehren, als sie realisierten, dass sie sich soeben grundlos von einem öffentlichen Platz vertreiben lassen haben.

Daraufhin holten die zwei Polizisten Verstärkung, bis eine großer Trupp im Josef-Strauß-Park versammelt war. Die Situation verschärfte sich weiter, da die Polizisten plötzlich handgreiflich wurden, erneut die Personalien aufnehmen wollten und versuchten die Gruppe zu trennen.

Die beim Vorfall beteiligten Mitglieder von Akashic Recordz erhielt daraufhin für 12 Stunden einen Platzverweis für den Park. Ungläubigkeit und Entsetzen über die Situation spiegeln sich auch knapp einen Monat später noch in den Erzählungen wider. Sie etablierten den Hashtag #Nichtmituns, welcher seit dem Vorfall ein Zeichen gegen Rassismus setzen soll.

In Österreich herrscht seit einiger Zeit ein verstärkter Rechtsdruck: Bundeskanzler ist der rechtskonservative Sebastian Kurz, welcher in der Regierungskoalition mit der FPÖ, einer Partei mit rechtsextremen Wurzeln, schon vermehrt für Schlagzeilen sorgte. So verkündete er vor Kurzem den Ausstieg Österreichs aus dem UN-Migrationspakt, ein Bündnis der UN-Staaten, mit dem versucht wird, das Thema Migration besser zu organisieren.

Einen Tag nach dem Ereignis hatte T-Ser bereits den Track „F.D.F.“ veröffentlicht, welcher sich mit dem Vorfall auf künstlerischer Ebene auseinandersetzt.

3 KOMMENTARE

  1. Liebes rap.de team!
    Beim ersten Artikel über den Vorfall gab es schon einen
    Hintergrund –> jetzt in Form des vorletzen Absatzes….
    Was soll das !?
    Geht Ihr davon aus, das ich als rap.de-Leser sowas nicht weis…oder
    soll mir suggeriert werden das es sowas in Ländern, in denen
    keine „Rechten“ in der Regierung sind nicht gibt…….!??!

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here