Montez – Schwarzlicht (Psaiko.Dino Remix)

Montez aus Bielefeld hat nicht nur den Newcomer-Contest 2011, den die Juice, hiphop.de und Audiomagnet gemeinsam ausrichteten, gewonnen, sondern kürzlich auch mit einem sehr ungewöhnlichen und vor allem coolen Video auf sich aufmerksam gemacht. Wir haben für euch einen exklusiven Remix seines Songs „Schwarzlicht“ klargemacht, den wir euch hier, zusammen mit einem kurzen Interview, vorstellen wollen. rap.de: Du konntest dich durch diesen gemeinsamen Wettbewerb von hiphop.de, juice und audiomagnet etwas bekannter machen. Wie lief das ab? Montez: Ich habe mich da angemeldet, da waren dann Kool Savas, Sido, Azad, K.I.Z., Melbeatz und Olli Banjo in der Jury und haben das bewertet. Erst war ich aufgeregt. Ich wusste ja nicht wie die mich finden würden, Savas war dann der erste, der mich bewerten sollte, und setzte mich da direkt auf Platz 1. Dann war ich total euphorisch und habe mir gedacht, dass auch die anderen mich wenigstens okay finden müssten. rap.de: Was hast du denn davor so alles gemacht? Montez: 2008 bin ich durch einen Freund dazu gekommen. Der meinte: „Lass uns doch einfach mal einen Track machen“ – nur so aus Spaß. Ein Jahr lang haben wir uns dann bei ihm im Keller verkrochen und allen möglichen Scheiß geschrieben. Das hat sich dann so weiterentwickelt, 2009 hatten wir unseren ersten Auftritt in Detmold. Dann hat man irgendwann nicht mehr nur aus Spaß gerappt, weil man eben auch seine Gefühle damit verbinden konnte und es dazu auch eine gute Möglichkeit war, dies der Masse zu erzählen. rap.de: Mit Bielefeld assoziert der gemeine HipHop-Hörer ja zur Zeit am ehesten Casper. Was geht denn sonst noch in Bielefeld? Montez: Ja, also Casper feiere ich auf jeden Fall auch. Aber ansonsten gibt es hier auch sehr viele gute, noch unbekannte Leute, wie zum Beispiel Maxat & Fist oder KaynBock, bei dem ich auch mein Album aufgenommen habe. rap.de: Du gehörst ja zu dieser neuen Generation Rappern, die hauptsächlich über das Internet erfolgreich wurden. Wie siehst du den Bruch zwischen alter Jam-Kultur und aktueller Facebook/MySpace Kultur? Montez: Das ist natürlich auf der einen Art schade, aber so entwickelt sich das eben. Ich glaube auch nicht, dass es noch einmal eine Renaissance dieser Jam-Kultur geben wird, dafür ist das Internet zu schnell und auch zu bedeutend geworden. Was nicht heißt, dass ich mich nicht immer noch auf Live-Auftritte freue und mir da Mühe gebe. rap.de: Dein Album heißt „Karneval“. Was bedeutet dieser Titel? Montez: Mit „Karneval“ meine ich die Maskenhaftigkeit der heutigen Gesellschaft. Jeder versucht, irgendetwas darzustellen, irgendetwas zu verkörpern. Natürlich macht man da selber auch immer irgendwie mit, aber ich versuche mich da zu bessern und immer mehr ich selber zu werden. Inspiriert werde ich, neben dem normalen Alltag, den jeder mitkriegt, vom Soziologieunterricht aus der Schule. Klingt vielleicht schräg, aber da erfährt man viel über den Menschen (grinst schelmisch). rap.de: Bist du denn auch so unterwegs von wegen „Rap braucht Abitur“? Montez: (lacht) Nein, das auf keinen Fall. Aber ich hoffe trotzdem dass die Leute durch meine Musik ins Nachdenken kommen und diesen „Karneval“ in der Gesellschaft etwas überdenken.

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