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Ufo361 – Nice Girl 2.0 (prod. AT Beatz) [Video]

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Ufo361 veröffentlicht den Track „Nice Girl 2.0“ inklusive Video.

Im Video von „Nice Girl 2.0“ sieht man Ufos geliebten Plastikkopf, der immer überall mit dabei ist. Sein Name ist Tiffany. Quasi eine Metapher für eine Frau, die alles macht was er möchte und ihm nicht von der Seite weicht, willenlos und unterwürfig. Wer’s mag…

Vor kurzem war Ufo noch auf seiner „Ich bin 3 Berliner Tour“ und scheint unermüdlich zu sein, was das Arbeiten an neuen Tracks angeht. Man darf gespannt sein, was nach seiner „Ich bin 1/2/3 Berliner“-Trilogie kommt.

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Review: Ufo361 – Ich bin 3 Berliner

Ufo hat gerappt. Besser als bisher?

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Warum es nicht klar geht, als Weißer das N-Wort zu droppen [Kommentar]

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Ich hatte es bereits in meinem gestrigen Artikel zum Vorfall um DCVDNS kurz angerissen, warum es absolut nicht klar geht, als Weißer einfach so das N-Wort zu benutzen – auch nicht als Zitat oder ähnliches. Ein Blick in die Kommentarspalten zeigt mir aber, dass da noch erheblicher Klärungsbedarf besteht.

Zunächst mal: Das N-Wort ist ein durch und durch rassistisches Schimpfwort. Es stellt schwarze Menschen als Weißen unterlegen, als zur Sklaverei geborene, minderwertige Wesen dar. Jegliche Würde und Autonomie wurde und wird ihnen mit diesem Wort genommen. Aber sind doch nur Worte…? Nun, in diesem Wort stecken 500 Jahre Sklaverei, Kolonialismus, Völkermorde, schlimmste Verbrechen.

Daher ist es sehr verwunderlich, dass es überhaupt Leute gibt, die ernsthaft meinen, die Verwendung dieses Wortes rechtfertigen oder relativieren zu müssen. Jedenfalls, solange diese keine offen bekennenden Rassisten sind, denn die verwenden das Wort selbstverständlich.

Nun ist mir natürlich klar, was speziell im Rapkontext zu diesem Missverständnis geführt hat: Weißer Junge hört Rapmusik von Schwarzen, Schwarze benutzen das N-Wort, weißer Junge rappt die Texte nach – und benutzt ebenfalls das N-Wort.

Ich war mir selber lange nicht bewusst, dass das ein Problem ist. So, wie jemand, der nicht im Rollstuhl sitzt oder kein Kopftuch trägt, nicht weiß, was es bedeutet, sich unter diesen Umständen in der Öffentlichkeit zu bewegen.

Es gab für mich aber diesen einen Schlüsselmoment: Wenn ich betrunken bin, neige ich dazu, Zeilen von meinen Lieblingsrappern nachzurappen, gerne auch laut. Eines Abends saß ich vor einer Kneipe, ein Sommerabend. Es war das Jahr, als „Yeezus“ von Kanye West erschienen war, und ich hatte ständig Zeilen von diesem Album im Kopf. Nach ein paar Bier fühlte ich mich berufen, eine davon laut in die Nacht hinaus zu rappen. Rein zufällig kam auch das N-Wort darin vor.

Ein zufällig vorbei laufender schwarzer Mann schaute mich an. Ich würde nicht sagen wütend. Das auch, aber nicht nur. Sondern auch fassungslos. Ich war mir keiner Schuld bewusst, schaute einfach zurück. Er kam an meinen Tisch. Fragte mich, ruhig, gefasst: „Was hast du da gerade gesagt?“ Ich lachte verlegen, immer noch der Meinung, zu Unrecht kritisiert zu werden. „Na, gar nichts. Ich hab doch nur was nachgerappt“, murmelte ich. Sein Blick machte mich unsicher. Es steckte so viel Enttäuschung, so viel Wut darin.

Und er erklärte es mir. Geduldig. Erklärte mir, dass es für ihn wie ein Schlag ins Gesicht ist, wenn er dieses Wort von einem Weißen hören muss. Erklärte mir, dass es dabei scheißegal ist, ob das nur ein Zitat, nur eine nachgerappte Zeile ist, weil das verdammt noch mal keinen Unterschied macht. Mit diesem Wort wurden Millionen von Menschen entwürdigt, ihrer Menschlichkeit beraubt, versklavt, gefoltert, getötet. Von Weißen.

Mit fielen keine Gegenargumente ein. Es gab einfach keine. Dieser Mann hatte mir eine wichtige Lektion erteilt. Eine Lektion darüber, was es heißt, zu einer privilegierten Klasse zu gehören und gar nicht zu merken, was in anderen Menschen vorgeht. Wie man durch ignorantes Verhalten andere verletzt, ohne Sinn, ohne Grund.

Und seitdem ist mir ein für allemal klar, dass es keineswegs okay ist, als Weißer das N-Wort zu droppen. Es gibt ohnehin Stimmen, die sagen, dass es für niemanden okay sei – aber ganz ehrlich, ein Weißer wie ich hat das nicht für andere zu entscheiden. Dieses Wort richtet sich explizit gegen Schwarze und NUR gegen Schwarze. Also können auch nur Schwarze entscheiden, ob es für sie okay ist oder nicht. Weiße haben auf dieser Welt lange genug entschieden, was sie Nichtweißen so alles zumuten können, Beleidigungen sind da noch fast das harmloseste. Und doch lebt in solchen dämlichen und hässlichen Worten und ihrer unbedachten Verwendung die Schande von unvorstellbaren Verbrechen gegen die Menschlichkeit weiter. Und das muss nicht sein. Das darf nicht sein. Als allerletztes im Rap.

Und um nochmal konkret auf die Verwendung durch DCVDNS einzugehen: Ja, es war eine Anspielung auf Taktlo$$. Schön. Es ändert: absolut gar nichts. Er kann Taktlo$$ privat nennen, wie er möchte, solange dieser damit einverstanden ist. Aber: Sobald die Äußerung öffentlich fällt, ist es ein anderer Kontext. Und somit mindestens grob fahrlässig und unnötig. Ein Rassist ist er damit nicht. Aber ein Ignorant, der es besser wissen könnte.

 

 

KC Rebell & Summer Cem feat. Adel Tawil – Voll mein Ding (prod. Juh-Dee) [Video]

KC Rebell und Summer Cem veröffentlichen das Video zum Track „Voll mein Ding“, der auf dem gemeinsamen neuen Album „Maximum“ erscheint. Mit dabei: Adel Tawil. Produzent des Songs ist Juh-Dee.

„Maximum“ ist seit heute überall erhältlich. Man darf wohl zu Recht sagen, dass es sich um ein lockeres Sommeralbum handelt. Wer KC Rebell und Summer Cem live sehen möchte, kann das auf der „Maximum“-Tour machen.

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KC Rebell & Summer Cem – Maximum (Snippet) [Video]

Ähm, ja.

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Waving the Guns gehen auf „Eine Hand bricht die andere“-Tour.

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Waving the Guns gehen auf „Eine Hand bricht die andere“-Tour.

Nachdem Waving the Guns nach ihrem 2015 veröffentlichen Album „Totschlagargumente“ im Januar ihr neues Album „Eine Hand bricht die andere“ releasten, gibt es jetzt die aktuellen Tourdates.

 

Die Tourdates:

29.09.2017 Magdeburg – Knast Magdeburg
30.09.2017 Köln – Gebäude 9
01.10.2017 Darmstadt – Oetinger Villa
02.10.2017 Zürich (CH) – Dynamo Zürich (offiziell)
27.10.2017 Kiel – Die Pumpe
28.10.2017 Essen – Hotel Shanghai
10.11.2017 Wien (AT) – ARENA WIEN
24.11.2017 Dresden – Chemiefabrik Dresden (Chemo)
01.12.2017 Greifswald – IKUWO (Internationales Kultur- und Wohnprojekt)
02.12.2017 Bremen – Tower Musikclub
08.12.2017 Chemnitz – AJZTalschock
09.12.2017 Stuttgart – Schräglage Stuttgart
15.12.2017 Berlin – Astra Kulturhaus Berlin

 

Johnny Rakete – Gib Auf (prod. by HawkOne) [Video]


Johnny Rakete
präsentiert das Video seines Tracks „Gib Auf“, der sich auf seiner aktuellen EP „Machs gut und danke für den Fisch“ wiederfindet. Die EP erschien bereits Anfang April und ist zum kostenlosen Download verfügbar.

Produziert wurde der Song von HawkOne.

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Hier kannst du dir anschauen, wie Johnny sich in unserem Twitterquiz geschlagen hat:


Johnny Rakete – Endlich (prod. HawkOne)

Passend zum heutigen Release seiner neuen EP „Macht’s gut und danke für den Fisch“ droppt Johnny Rakete ein Video zu „Endlich“. In „Endlich“ reflektiert Rakete sein Verhältnis zu Erfolg und Selbstverwirklichung. Durch den Track zieht sich allgemeine Zufriedenheit ebenso auch Unsicherheit, die aber gar nicht so schlimm ist. Die Hook passt perfekt zum Song – es ein Sample aus […]

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John Known – Tagträumer (prod. Figub Brazlevič) [Video]


Neues von John Known: mit „Tagträumer“ liefert der Rapper einen entspannten Track zum Feierabend.

Der Song ist die zweite Auskopplung seiner kommenden EP „Staffel 1 Episode 1“. Zuerst lieferte John Known mit „Atmosphäre“ – laut eigener Aussage – „Atmosphäre mit Message“. Auch für „Tagträumer“ heißt das: unverkrampfter Rap auf Beats von Figub Brazlevic, der für das Soundbild der kompletten EP verantwortlich ist.

„Tagträumer“ ist Teil der EP „Staffel 1 Episode 1“, die voraussichtlich schon am 27. Juni erscheint.

rap.de präsentiert: Captain Gips & Johnny Mauser gehen auf Tour

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Captain Gips & Johnny Mauser gehen ab dem 9. September gemeinsam auf Tour.

Passend dazu werden jeweils die beiden Solo-Alben „Mausmission“ und „Klar zum Kentern“ der beiden veröffentlicht.

Unter anderem als ein Teil der Mitglieder von Neonschwarz machten die beiden schon mehr als einmal eine gemeinsame Sache und nun können sich die Fans auf Captain und Johnny im Doppelpack live freuen.

Die Tourdates:

09.09.2017 Wasted in Jarmen
30.09.2017 Köln – Gebäude 9
01.10.2017 Nürnberg – Z-Bau
02.10.2017 Leipzig – Werk 2
14.10.2017 Bern – Reitschule
27.10.2017 Kiel -Pumpe
28.10.2017 Hannover – Cafe Glocksee
10.11.2017 Berlin – about blank
11.11.2017 Dresden – Sabotage
24.11.2017 Würzburg – Kellerperle
25.11.2017 München – Feierwerk
08.12.2017 Hamburg – Knust

Johnny Mauser: Hamburger Polizei ermittelte wegen Anti-Nazi-Rap

Die Hamburger Polizei hat Ermittlungen gegen Johnny Mauser wegen seines gemeinsamen Songs mit Captain Gips, „Nazifreie Zone“ aufgenommen. Verdacht auf Aufruf zu Straftaten und Volksverhetzung war der Anlass. Um seine wahre Identität zu ermitteln, wollte man sogar sein Label Audiolith durchsuchen. Inzwischen wurde das Ermittlungsverfahren jedoch eingestellt. Der Song „Nazifreie Zone“ war bereits 2012 erschienen […]

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DCVDNS bestreitet Verwendung von N-Wort auf „Der erste tighte Wei$$e“

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DCVDNS hat auf Nachfrage abgestritten, in seinem Songtext „Der erste tighte Wei$$e“ das N-Wort benutzt zu haben. Auf Twitter war er zuvor von Mortel direkt darauf angesprochen worden.

„Hast du Ni**a gesagt?“ fragte Mortel den Saarländer. Durch einen grimmigen Smiley sowie den drohenden Unterton machte er deutlich, dass er damit nicht einverstanden wäre.

DCVDNS reagierte gewohnt lakonisch, stellte aber klar, dass er das N-Wort nicht verwendet habe. Als Antwort postete er ein Bild, auf dem das fragliche Zitat mit „Der erste tighte Weisse seit dem letzten tighten Nicker“ angegeben ist.

Eine Antwort von Mortel darauf blieb vorerst aus.

Ob man diese Erklärung nun glauben mag oder nicht – die Diskussion dahinter ist in Deutschland offenbar leider immer noch nicht angekommen. Viele Deutschrap-Fans haben immer noch nicht mitbekommen, dass es etwas völlig anderes ist, ob ein Schwarzer ganz bewusst ein gegen sich gerichtetes rassistisches Schimpfwort benutzt und damit umdreht, oder ob dies ein Weißer tut.

Dabei haben nicht nur in den USA, wo die Diskussion schon älter ist, sondern auch in Deutschland schon jede Menge dunkelhäutige Menschen darauf hingewiesen. Und nein, das wird nicht plötzlich etwas ganz anderes, nur weil es ein Zitat ist.

Stört aber offenbar einige Deutschrapper nicht groß – so gab es vor einigen Jahren ernsthaft eine Diskussionsrunde beim splash!, bei der ganz locker die Pros und Cons der Verwendung des N-Worts durch Weiße diskutiert wurde.

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