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Rap in Frankreich 2017: Immer noch der große Bruder von Deutschland

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Künstler wie Booba, Sefyu und Rim K sind Rapper, die man hierzulande kennt und die einige deutsche Rapper nachhaltig in ihrem Style und Sound geprägt haben. Während in Deutschland alle in Richtung Amerika blicken und Namen wie 2Pac, BIG und NWA als Referenz in Sachen Vorbilder und Einflüssen nutzen, gibt es noch ein weiteres Land, das uns in vielen Dingen einen Schritt voraus ist: Frankreich.

In einer Zeit, in der bei uns Rapgruppen wie MOR und Aggro Berlin von der breiten Masse als nicht zumutbar und geistig sowie politisch als verwerflich eingestuft und eher Crews wie die Fantastischen Vier und Die absoluten Beginner gepusht wurden, liefen in den Banlieues zeitgleich Rapgruppen wie NTM und Lunatic auf dem Ghettoblaster vor dem Hochhaus rauf und runter.

Rap in Frankreich hatte schon seit seinem Beginn immer einen härteren, raueren und authentischeren Touch. Die Texte behandelten den Struggle in der Vorstadt und die politische Unterdrückung der Nord- und Westafrikaner.

Nach und nach hat sich der Sound in Paris und Marseille verändert. Booba fing gegen Ende der 2000er Jahre an, Autotune in seinen Songs einzusetzen und der Klang der Tracks wurde in fast der gesamten Szene etwas melodischer. Heute dominieren Künstler wie JuL, PNL und SCH die Rapszene in Frankreich. Allesamt Künstler und Gruppen, die in ihre Musik viele Richtungen einfließen lassen. Trap, Dancehall, straighter Rap, Autotune und unterschiedliche Instrumente fließen zusammen. „Le rap français“ hat sich selbst ein Upgrade verpasst. Alles wurde melodiöser und die kulturelle Vielfalt wurde in Kreativität umgewandelt. Statt mit einem Auge nach Harlem, Compton oder Atlanta zu blicken, haben die Rapper in und um den Banlieues stets die Inspiration aus ihren eigenen Reihen gewonnen. Algerier, Tunesier, Marokkaner, Senegalesen, Kameruner und Malier leben allesamt zusammen auf engstem Raum in den Vororten von Paris und bauen die musikalischen Merkmale der einzelnen Länder geschickt in ihre Musik ein.

Deutsche Rapper hingegen, suchen ihre Inspiration weiterhin in Blaupausen, die meist Übersee, aber eben auch bei unseren unmittelbaren Nachbarn entstehen:

Bushido hat beispielsweise auf dem Track „H.E.N.G.Z.T“ den Beat von Boobas „Mauvais garçon“ benutzt. Der Song „Löwenherz“ von Massiv ist auf Boobas „N°10“ gerappt und auch Capo hat sich mit seinem Song „Das hier geht“ an einem Beat von Booba Boîte vocale“ ausprobiert. Eko hat auf seinen „700 Bars“ für eine temporäre Zeit den Beat von „Izi monnaie“ ebenfalls von Booba eingespielt. Es sind aber nicht nur die Beats von B2O. Nachdem lange im Netz diskutiert wurde, ist auch beim Song „Ohne mein Team“ von Raf Camora und Bonez MC, eine klare Ähnlichkeit im Sample zu MHDs „Afro Trap Part. 5“ zu erkennen. Das sind keine Einzelfälle und diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Auch in Sachen Style sind gewisse Parallelen deutlich. Wenn man sich zum Beispiel die Hook von „Mon chéri“, dem neuen Track von Nimo und Capo, anhört und im Anschluss auf die Hook von JuL auf „Mon bijou“ achtet, ist der Refrain in Sachen Stil und Umsetzung sehr ähnlich. In beiden Songs läuft im Hintergrund ein Akkordeon, was im Rap per se eher unüblich ist. Dessen Akkordfolge sowie die Tonlage und Grundstimmung sind in beiden Songs beinahe identisch.

Dass sich einzelne Künstler aus Deutschland von französischen Produktionen, Flows und stilistischen Mitteln inspirieren lassen und sich eine Scheibe abschneiden wollen, ist nicht verwerflich und die illustrierten Beispiele sind keine Bitingvorwürfe. Sie sollen lediglich aufzeigen, dass der Rap in Deutschland kreative Unzulänglichkeiten aufweist und noch nicht ganz auf eigenen Beinen steht, auch wenn er auf dem allerbesten Weg ist, dort anzukommen.

Selbstverständlich schauen auch Acts wie Booba, Lacrim und Kaaris nach Amerika und holen sich neuen Input, aber sie übernehmen nicht ganze Styles, sondern einzelne Elemente und bauen es dann in ihr eigenes Gerüst mit ein. Natürlich funktioniert Trap erfolgreich in Frankreich und ist aus Amerika kopiert, aber Trap wird nicht als Richtung, sondern als ein einzelnes Element von ganz vielen angesehen und fließt in einem natürlichen Prozess in die musikalische Entwicklung der Künstler. Kreative Eigenleistung ist das Zauberwort.

Afro Trap ist das perfekte Beispiel dafür, dass in Frankreich eigenständige Styles kreiert und von uns zwar gut nachgeahmt, aber unterm Strich dennoch nur kopiert werden.

Deutscher Rap hat im letzten Jahrzehnt einen gewaltigen Sprung hingelegt und ist mittlerweile mehr als nur salonfähig geworden. Crews wie Genetikk und die 187 Strassenbande spielen heute auf weltbekannten Festivals wie Rock im Park und verkaufstechnisch ist Rap mit anderen Genres mindestens gleichgezogen. Dass Rap in Frankreich 2017 noch die Nase vorn hat, ist der Tatsache geschuldet, dass Video- und Trackproduktionen noch auf einem höheren Level stattfinden. Auch Deutsche Künstler wie Fler, Bushido und Mortel haben für einzelne Videos auf die Skills von Chris Macari gezählt. Der französische Regisseur hat schon Videos für Snoop Dogg gedreht und war von 2009 bis 2014 für fast alle Videos von Booba zuständig. In Frankreich werden neue Styles entdeckt und/oder in ihren eigenen Kontext eingebaut und davon ist Deutschland leider ein kleines Stück entfernt. Noch.

Prinz Pi erzählt Real Rap Stories über Sentino, verrückte Rentner und Stürze beim Splash!

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Prinz Pi erzählt Real Rap Stories, also drei wahre Geschichten, die ihm im Laufe seiner Karriere widerfahren sind. Statt prägender Momente oder Schlüsselszenen entscheidet Pi sich für drei überaus unterhaltsame Anekdoten, die er lebendig zu erzählen weiß. Eine handelt von Social Media Kontakt zu Sentino, die zweite von einem Splash!-Auftritt, der vom Pech verfolgt zu sein schien. Das Highlight ist aber definitiv die dritte Geschichte, von der an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten sein soll.

https://www.youtube.com/watch?v=Fe27XWflu_Q

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Prinz Pi und Skinny diskutieren über die Review zu “Nichts war umsonst“

Einfach mal über eine Review diskutieren, statt zu schmollen.

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KDM Shey feat. KDM Karat – Scheiße Gold [Video]

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KDM Shey bekommt Unterstützung von seinem Kumpel KDM Karat. Den gemeinsamen Song „Scheiße Gold“ inklusive Visualisierung gibt’s jetzt auf die Augen und Ohren. Der Track ist auf dem Album „Dadash mit Verlängerung“ vertreten.

Im Schlabberlook mit Unterhemd und Jogginghose lässt es sich gemütlicher über seinen Werdegang singen. Das scheint sich jedenfalls KDM Shey gedacht haben. Dabei schlägt er dennoch ernstere Töne an, die sich im Mix mit Sonne, Palmen und Autotune aber nicht auf  Anhieb danach anhören. Die Kunst, dass sich alles leicht anhört, hat Shey auf jeden Fall verinnerlicht.

Juicy Gay & KDM Shey – Einhorn mit Verlängerung EP Snippet (Mixed by Lars Lichtgestalt) [Video]

Definitiv keine Märchenerzählung.

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Disslike mit Celo & Abdi [Video]

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Es wird wieder gedissliket und diesmal sind Celo und Abdi dran. Kein Debüt für das Duo. Vor etwas mehr als zwei Jahren haben sie schon mal die hasserfüllten Kommentare der User über sich ergehen lassen.

Die Jungs aus Frankfurt bleiben entspannt, nehmen fast alles mit Humor und von Beleidigungen gegen Mütter wurde abgesehen. Eher untyptisch für „Duo Numero Uno“ aber laut eigener Aussage sind sie derzeit etwas „erkältet“ und nicht so ganz in Topform.

Das liegt vielleicht auch daran, dass den Jungs mit ihrem neuen Album „Diaspora“, den Singles, Videos und Interviews mächtig viel Arbeit in den Knochen steckt.

https://www.youtube.com/watch?v=LwM4O4P4KXI

Celo & Abdi bei Disslike (Video)

Gewinne Tickets für die „20 Jahre JUICE“ Party mit Megaloh, Haiyti, Ahzumjot uvm.

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Die JUICE feiert ihr 20. Jubiläum. Eine Party, bei der wir 20 Jahre Printmagazin und HipHop-Kultur hochleben lassen. Dass so eine Party nicht ohne Live-Acts auskommt, ist jawohl keine Frage. Mit am Start sind Haiyti, Ahzumjot, Torky Tork, Megaloh, Ghanaian Stallion, AsadJohn, Bluestaeb, Kuso Gvfi und das JUICE DJ-Team.

Die Jubiläumssause steigt am Samstag den 11. November im Prince Charles in Berlin. Wenn Du bei großartiger Musik die JUICE gebührend feiern willst, aber schon Anfang des Monats knapp bei Kasse bist, dann schreib uns eine E-Mail mit dem Betreff „20 Jahre JUICE“ bis zum 10. November an win@rap.de. In die Mail packst Du deinen vollständigen Namen und mit etwas Glück bist Du dabei.

Die Gewinner werden unter allen Einsendungen ausgelost und per E-Mail informiert. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Alle Infos zu Veranstaltung gibt’s hier.

Gewinne 2×2 Tickets für die morgige Ghettogether-Party!

Abriss ist garantiert.

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Die 503 GmbH in einer Doku über organisierte Kriminalität im Knast [Video]

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https://www.youtube.com/watch?v=IRIXPHkrEy4

Die 503 GmbH wird in einer Doku des MDR genauer betrachtet. Der Film behandelt die organisierte Kriminalität im Knast, bei der auch einige Mitglieder der 503 GmbH im Fokus stehen. Wie gut die Kollegen recherchiert haben, vermögen wir nicht zu sagen – teilweise klingt aber zumindest ein gewisses Unverständnis von Rap an.

Neben der Reportage macht die 503 GmbH auch weiterhin mit ihrer Musik auf sich aufmerksam: das Coverartwork und die Tracklist der „Zum Shaitan Verurteilt“ EP wurde bekannt gegeben. Die EP enthält fünf Tracks, wobei davon schon vier inklusive Visualisierung veröffentlicht wurden.

Die EP, die von BTM35 und Subutex produziert wurde, soll noch diesen Monat kostenlos zum Download und Stream bereitstehen. Dabei ist das genaue Releasedate noch nicht bekannt.

01 Parkplatz
02 503
03 Tekiba
04 Faxn machen
05 Zum Shaitan verurteilt

503 GmbH – TEKIBA (prod. Kinshok & Subutex) [Video]

Auch dieser Sommer wird zu Ende gehen

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Gewinne 2×2 Tickets für die morgige Ghettogether-Party!

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Am Freitag, den 10. November wird das Musik & Frieden endlich wieder die Pforten für die Ghettogether–Party öffnen.

Nachdem in der näheren Vergangenheit bereits Untergrund-Größen à la Morlockk Dilemma, Shacke One oder Nate57 zu Gast waren, konzentriert sich das Lineup diesmal auf die gute alte Berliner Schule: Neben Liveshows von AKTEone, Luvre47 und MCNZI sind brutale Sets von Cratzmeister Calle und Djeez & HiFilLab zu erwarten. Abriss ist wie immer garantiert!

Ihr wollt dabei sein? Dann schickt uns bis morgen Abend eine Mail mit dem Betreff „Getthogether“ an win@rap.de!

Ruffiction kündigen neues Album „Ausnahmezustand“ für Februar an

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Ruffiction melden sich nach knapp drei Jahren Pause mit einem neuen Album im Gepäck zurück. Die LP „Ausnahmezustand“ wird ab dem 16. Februar erhältlich sein. Eine vollständige Tracklist sowie das Cover sind auch schon bekannt.

Das Trio Arbok, Crack Claus und Crystal F beschäftigt sich auf ihrem neuen Album damit, „was mit dieser Gesellschaft falsch läuft“. Bei den aktuellen Themen wie Rechtsruck, die anhaltende Flüchtlingsdebatte und Afro-Trap hat sich bei den Jungs laut Pressinfo ganz schön was angestaut, dem jetzt Luft gemacht werden muss.

Allein an den Titeln der Tracklist kann man erkennen, dass sich Ruffiction mit der gesamten Bandbreite der Gesellschaft beschäftigt hat.

Tracklist:

01 Schwarzer Block
02 Auf geht’s ab geht’s
03 Darknet
04 Ruffiction Armee
05 Allergisch gegen Menschen
06 Herr Kommissar
07 Kindersoldaten
08 Erzfeind
09 Schlechte Musik
10 Asoziale
11 Hässlich
12 Haltung
13 Loslassen
14 Crackstein

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Hirntot & Ruffiction – HT RUFF (prod. P.M.B.)

Hirntot Records und Ruffiction sind derzeit gemeinsam auf Tour. Da bietet es sich natürlich an, auch ein gemeinsames Video an den Start zu bringen. So rappen Blokkmonsta, Crystal F, Arbok84, Rako, Schwartz und Crack Claus zusammen auf einem Beat von P.M.B.. Die „Flaggen in die Luft“-Tour geht noch bis zum 25. Februar. Alle Dates findest […]

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