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D and D Studios schließen, Equipment wird verkauft

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Am 1. März schloss die wohl bekannteste Soundschmiede New Yorks, die D&D Studios, für immer ihre Pforten. Die Besitzer, Doug Grama und Dave Lotwin, wollen sich in Zukunft mehr um ihr Label, D&D Records, kümmern.

„Dies ist nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang für uns“, erklärte Lotwin, „wir sind eins der wenigen wirklich unabhängigen HipHop-Labels, also unterstützt uns und kauft Platten von D&D Records!“

Wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann sich ab Montag einen Teil HipHop-Geschichte sichern: Plattenspieler, Sampler, Drummachines und anderes Equipment aus Premos Wohnzimmer werden online an den Meistbietenden versteigert. Wer sich über den Verkauf informieren will, schickt eine E-Mail an dndrecords2003@hotmail.com

Das nächste Album, das bei D&D Records erscheint, wird übrigens Graig G’s „This Is Now“ sein (Veröffentlichungs-Termin: 20. Mai).

Def Jam-Chef Lyor Cohen verliert vor Gericht

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Lyor Cohen, Vorsitzender der Island/Def Jam Music Group, hat den Prozess gegen TVT Records in erster Instanz verloren. Gegenstand des von TVT angestrebten Rechtsstreits war das für 2002 vorgesehene Album des Trios Cash Money Click, bestehend aus Ja Rule, O-1 und Chris Black.

Die achtköpfige Jury machte Cohen persönlich verantwortlich für das Scheitern des Projekts und befand ihn des Betrugs, des Verstoßes gegen das Urheberrecht und des ungerechtfertigten Vertragsbruchs für schuldig. Das zuständige Gericht wird am 28. April erneut zusammentreten, um die Höhe der Entschädigung festzulegen. Die Anwälte von TVT Records forderten übrigens 30 Millionen Dollar Schadensersatz.

„Die Beweislage war eindeutig“, hieß es von Seiten der Kläger, „das Urteil gegen Mr. Cohen wegen Betrugs bedeutet, dass große Probleme auf Def Jam und Universal zukommen.“

Ja Rule, O-1 und Chris Black hatten 1994 einen Vertrag mit TVT Records unterschrieben. Zwar produzierten CMC einige Singles für ihr damaliges Label, ein Album kam wegen der Inhaftierung von Chris Black aber nicht zu Stande. 1998 wechselte Ja Rule dann zum Def Jam-Tochterlabel Murder Inc., seine alten Weggefährten Black und O-1 hielten hingegen TVT die Treue.

Murder Inc.-Boss Irv Gotti schloss 2001 einen Deal ab, der es TVT erlaubte, eine von Gotti produzierte LP des Trios zu veröffentlichen, die eigentlich im Frühling 2002 hätte erscheinen sollen. Obwohl bereits Werbung für die Platte gemacht wurde, warten Fans bis heute vergebens auf ein CMC-Album.

Doch Cohen soll nicht nur die Fertigstellung der LP blockiert, sondern außerdem zwei für das CMC-Album produzierte Tracks ohne Zustimmung von TVT Records verwendet haben. Die Titel „The Reign“ und „Get Tha Fortune“ sind auf dem im Juli 2002 erschienen Compilation-Album “Irv Gotti Presents: The Inc“ zu hören.

PEACE CHANT IN BERLIN

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„…educated for war; you must strive for peace; warfare never has made, and can´t never make, an affirmative contribution to the wellfare of mankind; good can not grow out of evil…..“ Haile Selassi I Seid beim großen Soundsystem gegen den Irak Krieg dabei! Heute, 26.03., zwischen 19.00 Uhr und 23.00 Uhr vor der Amerikanischen Botschaft (Mittelstreifen), Unter den Linden – mit Open Air Reggae Soundsystem! Spread the word…

Mellow Mark im Delta Radio

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Mellow Mark – Weltweit Single-VÖ Bei Delta-Radio kann man im Internet für den Song „Weltweit“ seine Stimme bis Donnerstag früh abgeben, damit „Weltweit“ häufiger gespielt wird. Also nehmt eure Maus in die Hand, klickt ein mal hier drauf https://www.deltaradio.de/start.html, sucht im „Schnellklicker“ rechts oben im Bild nach „Countdown“ und gebt eure Stimme Mellow Mark! Und ab 31.03.03 steht das Teil dann im Laden! Mehr info bei www.mellowmark.de

Prince Paul schlägt neue Richtung ein

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Der vielseitige New Yorker Produzent Prince Paul wird demnächst seine dritte Solo-LP veröffentlichen. „Politics Of The Business“ soll etwas kommerzieller ausgerichtet sein als Pauls frühere Alben, „Psychoanalysis: What Is It?“ und „Prince Among Thieves“.

Als Gäste holte sich Paul diesmal Ice-T, The Beatnuts, Gangstarr, Chris Rock, Erick Sermon, Biz Markie und Chuck D ins Studio. Inhaltlich konzentriert sich der Erfinder des Album-Skits auf den Status Quo der Musikindustrie. „Politics Of The Business“ soll ab dem 6. Mai in den Läden stehen.

Mit De La Souls revolutionärem „3 Feet High And Rising“ feierte Paul 1989 seinen großen Durchbruch, nachdem er zuvor als DJ der Old-School-Crew Stetsasonic aktiv war. Seitdem war Paul Mitglied der Gravediggaz und Handsome Boy Modeling School, außerdem produzierte er unter anderem für Del, Big Daddy Kane, BDP und 3rd Bass.

Casino94 – Casino94

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Casino aus Hamburg kommen, um zu repräsentieren. Über die beiden Hamburger wurde ja bereits schon heftigst in unserem Forum diskutiert, aber auch dort haben sie überwiegend positive Kritik eingefahren. Wer denkt, dass es vor dem Album still um Casino gewesen ist, der liegt eindeutig falsch – denn es wurden bisher in Eigenregie eine 12″ und ein Tape veröffentlicht. Außerdem waren Casino auf dem „HipHop Fabrik 2“, wo sich u.a. auch MC Rene oder ABS im Tracklisting wiederfanden, sowie auf dem „Decks’n’Mics“ Sampler zu hören.

Für die Beats ist Adjib zuständig, während sich Topa Inca für die Lyrics verantwortlich zeigt. Die Themen, die behandelt werden, sind wirklich abwechslungsreich und geben einen guten Einblick in das lyrische Repertoire Inca’s. Dass verschiedene Styles auf dem Album zu hören sind, soll man eher als Abwechslung und nicht als „Schwindel“ sehen. Das erfährt man in „was wollt ihr hören“, dem wohl ehrlichsten Track auf dem Album.
Der Tune beschäftigt sich mit so manchen aufgesetzten Attitüden einiger deutscher MCs, dass die Jungs von Casino da nicht mitspielen, dürfte schnell klar werden. „En France“ widmet sich der engen Beziehung und der Liebe der beiden Cousins zu Frankreich. Der Besuch dort ist fast schon Tradition. Vom Represent- bis zum Tanzflächen-Tune ist alles vertreten…

Einen wirklichen Ausfall gibt es auch hier nicht zu verzeichnen, lediglich der Gesang von dem Feature-Artists „Florijan“ will nicht den richtigen Weg in den Gehörgang finden, stört aber nicht weiter und tut dem Gesamtbild keinen Abbruch.
Alles in allem, ein wirklich gelungenes Debüt der Hamburger Außenseiter (im positiven Sinne). Und vor allem eine willkommene Abwechslung zu dem momentanen Einheitsbrei in Sachen Deutschrap. Wenn ihr interessiert seid, solltet ihr unbedingt www.casino94.de auschecken, denn dort könnt ihr nicht nur in das komplette Album, sondern auch in das ältere Material reinhören.

Various Artists – Ansage Nr.2

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In Zeiten, in denen die Musikindustrie eine Preispolitik in noch nie dagewesener Höhe rechtfertigt, legen Aggroberlin ihren zweiten Labelsampler Ansage Nr.2, den man für unter 10 ¬ erwerben kann, vor.
Die 33:04 Minuten, 12 Track starke (drei davon Skits) EP reflektiert das altbekannte und hervorragende Line Up mit Künstlern wie A.I.D.S, Bushido, Sonny Black und Frank White, und deren aktuelles Schaffen. So findet man auf der CD ausschließlich unveröffentlichtes Material. Einzig und allein Westberlin vom Alles ist die Sekte-Album sollte bekannt sein. Allerdings wird dieser Track im neuen Koka-Remix-Gewand präsentiert, der dermaßen überzeugt, dass keine Fragen mehr offen bleiben.

Ilan hat einen bombastischen Jungle Mix produziert, der den einen oder anderen Seufzer und Gedanken an die Mittneunziger hervorruft. Apropos Jungle und Mix: Der Electro Ghetto Mix von Sonny Black und Frank Whites Track Zukunft, den Bommer produziert hat, schlägt in die gleiche Kerbe. Sehr schön, Rap sollte immer so frei von Dogmen sein, dann kommt das Wort Stagnation gar nicht erst auf.
Die restlichen Titel befinden sich auf dem gewohnt hohen Aggrolevel, sprich gute Produktionen und tighte Raps. Doch damit nicht genug, denn es gibt nicht nur was auf die Ohren, sondern auch auf die Augen, und zwar in Form eines fünfminütigen Auszugs aus dem Ansage Tour Video Nr.1. Wer dabei war, entdeckt sich vielleicht wieder, und wer daheim war, sieht, was er verpasst hat.
Alles in allem viel Neues für wenig Geld: Es lohnt sich!

Bam Bam Soundsystem – Waan Back Waterpumpee

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Die meisten Tapes legen Wert auf Aktualität und Exklusivität, um die neuesten Tunes zu präsentieren – doch nicht bei diesem Tape vom Bam Bam Sound aus Berlin. Hier tummeln sich alte Foundation Tunes und geben einen schönen Einblick in Reggae und Dancehall aus einem anderen Jahrzehnt.

Nicht nur für alt-eingesessene Reggaefans sollte das Tape interessant sein, sondern auch für die, die gerade erst Bekanntschaft mit Reggae gemacht haben und wissen wollen, wie es früher in den Dancehalls abging und wer dort das Sagen hatte… Eine Unterrichtsstunde in Sachen Roots des Dancehalls quasi. Und so übernehmen Bam Bam Sound die perfekte Rolle des Teachers.

Den „Titeltrack“ liefert Anthony B mit „Waan Back“, der im letzen Jahr eine Neuauflage von Seeed erfahren hat, den man allerdings nicht zu hören bekommt, da hier wirklich ausschließlich alte Tunes den Weg ins Tracklisting gefunden haben.
Vertreten wird die „Oldschool“ u.a. von Veteranen wie Super Cat, Culture, Gregory Isaacs, Junior Reid, Sugar Minott, Johnny Osbourne…aber auch Artits wie Sizzla, Anthony B oder Elephant Man sind hier vertreten und geben einen Einblick in die Early-Dancehall. Auch sie reihen sich perfekt in das Tracklisting ein…

An der Trackauswahl gibt es wirklich nichts zu meckern, da wird jeder auf seine Kosten kommen. Das Tape ist solide von Anfang bis Ende und bietet eine willkommene Abwechslung zu anderen aktuellen Tapes. Vor allem ist die Lebensdauer dieses Tapes um einiges höher als bei brandneuen Mixes…
Für mehr Infos und Bookinganfragen solltet ihr www.bambamberlin.de auschecken.

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