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Max Herre Single-Download

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Lange hat es gedauert, doch jetzt kann es eigentlich nur noch gut werden! Max Herre, Frontmann des Stuttgarter Freundeskreis-Mobs, meldet sich zurück – und zwar mit ordentlich dickem Material. Bevor er jedoch sein Album an den Start bringen wird schickt er vorab, am 1.Juni diesen Jahres, noch seine erste Single Auskopplung „Zu Elektrisch“ in`s Rennen. Der Beat für „Zu Elektrisch“ wurde übrigens von Sholar fabriziert. Ob das Teil nun auch tatsächlich hält, was die Vorankündigung verspricht? Macht euch hier selbst ein Bild und hört einfach mal rein! Max wird natürlich auch touren und zwar den lieben langen Sommer über. Die Dates könnt ihr in unserem Veranstaltungskalender nachlesen.

Biz Markie – Tour abgesagt

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Freunde – leider, leider muss ich euch mitteilen, dass Mouth Man a.k.a. Biz Markie in dieser Woche doch nicht nach Deutschland kommen wird. Warum? Nun da gibt es derzeit verschiedene Ansatzpunkte, die heiß diskutiert werden. Im Grunde spielt das alles aber auch nicht wirklich eine Rolle, denn Fakt ist: Biz kommt einfach nicht und so sieht`s – leider Gottes – eben aus.

Splash! – once again

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Hawkeye – der amüsanteste unter den jamaikanischen Deejays und nebenbei auch der mit dem fittesten Flow – dürfte wohl auch für diejenigen unter Euch interessant sein, die eigentlich nur über HipHop Artist ihre Hand halten. Und damit ihr euch auch endlich mal ein Bild davon machen könnt, dass es weitaus freshere Hawkeyes gibt, als das deutsche Pendant, kommt Ersterer eben einfach mal zum Splash! und zeigt wo und vor allem wie der Hase läuft! In gleicher Mission, nur ein völlig anderes Yard (nennen wir es Royal Bunker) vertretend, dürfte dann wohl auch Rhymin Simon („…oder wie ich mich gerne nenne: der geilste Stecher aller Zeiten…“) unterwegs sein. Auch seine Teilnahme ist inzwischen safe und amtlich. Soweit – im Moment – zum Thema Splash!

Kool Savas – Die besten Tage sing gezählt

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„Der King is Back, King of Rap“, mit dieser Ansage auf seinem Remix-Album „Die besten Tage sind gezählt“ meldet sich Kool Savas kraftvoller denn je zurück. Dieses Album besteht aus Remixen von seinem Debüt-Album „Der beste Tag meines Lebens“. Es sind keine normalen Remixe, denn die Tracks sind nicht nur mit neuen Instrumentals versehen, sondern auch mit komplett neuen Lyrics, welches rein theoretisch gesehen ein völlig neues Album ergibt. Das Album erscheint selbstverständlich über Optik Records, dem Label von KKS.

Komme ich nun zu einigen Songs auf dem Album. Der „Alle in einem RMX“, welcher von Samy Deluxe produziert wurde, ist sehr hörenswert. Der Beat pumpt und ist ein echter Banger, auf dem Savas sehr gut rapt. Dass es SAV egal ist, was die Kids darüber denken, dass Sammy den Beat gemacht hat, stellt er bereits in der ersten Zeile klar. Bei dem „Geb Auf RMX“ featuret Kool Savas seinen aus FFM stammenden Homie Azad, der auch gleich den Beat für den Song mitbringt. Auf dem für Azad typisch deepen Beat sagen die beiden Jungs in alter „Wir ficken jeden“-Manier allen den Kampf an, die es noch nicht wahr haben wollten, dass die beiden in der ersten Liga spielen.Für den Remix von „Keep It Gangsta“ produzierte der King selbst einen Westcoast-Beat mit Handclaps und Kick wie in alten Zeiten. Hier erzählt er davon, dass er früher nur Gangsta-Rap gehört hat, während alle anderen auf Public Enemy, A Tribe Called Quest oder KRS-One unterwegs waren, und dass ihn der Westcoast-Style stark beeinflusst hat. Tighter Song „Back in the Days“.

Mit diesem Album beweist Savas ein weiteres Mal, dass er einer der Besten in Deutschland ist und es auch für lange Zeit noch bleiben wird. Doch ist das 11 Track starke Remix-Album nicht alles, was man beim Kauf der CD (auch als 4LP-Vinyl erhältlich) erhält, sondern kommt gleich die Mix-CD „Euer bester Freund“ mit in die Hülle der CD.

Die Mix-CD wurde von DJ Katch zusammengetragen und besteht aus vielen exklusiven Parts, die extra für diese CD recordet wurden, und aus einem „Best of Savas“-Mix. Neben Songs wie Neongelb, Fehdehandschuh und That Smut gibt es sogar das rap.de/radio Freestylezu hören, welches er vor einiger Zeit bei uns live preformt hat.

Diese Sammlung von Savas‘ Strophen ist wirklich einmalig, und als Fan sollte man auf jeden Fall zugreifen.

Murs – 3:16

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Schon das erste, im Februar 2003 erschienene Murs-Album „The End Of The Beginning“ war ein Meilenstein für das New Yorker Label DefJux. El-P hatte mit Murs von den Living Legends den ersten West-Coast-Rapper verpflichtet, und gemeinsam hatte man dem Longplayer mit der 12-Inch „God´s Work“ (b/w Def Cover) eine der Maxis des Jahres vorausgeschickt.

Während „The End Of The Beginning“ auf Produzentenseite keine einheitliche Handschrift trug, stammt beim rund 35-minütigen „3:16“ die gesamte Produktion von 9th Wonder, einem der angesagtesten Sampleschleifer dieser Tage. Besondere Aufmerksamkeit wurde ihm zuteil, als er vor wenigen Monaten von Jay-Z gebeten wurde, auch einen Track („Threat“) zu dessen „Black Album“ beizusteuern. Nun versorgt 9th Murs mit 10 Instrumentals, denen der anstehenden Jahreszeit entsprechend die Sonne aus dem Arsch scheint. Im Detail variieren die Zutaten: Während das Intro etwas elektronischer angehaucht ist, kommt „Bad Man!“ mit leichtem Reggae-Touch, woraufhin „3:16“ dann wieder etwas straighter stampft. Gemeinsames Band fast aller Beats sind gepitchte Soulstimmen, die der Platte die gewisse Grundatmosphäre verleihen.

Murs kommt im gewohnten Stil ganz überwiegend im Storytelling und ist dabei so gewitzt, dass Weg- bzw. „Nur-So-Nebenher“-Hören quasi ausgeschlossen ist. Die Geschichten ziehen einen in ihren Bann und machen das Album zu einer Ansammlung von großartigen Kurzfilmen. Ob in „Bad Man!“: „… she got me screamin´ in public in the middle of the mall “ I lightly touch her arm, what the bitch do“ Fall! “ now they call security, it´s about to be drama “ i would never hit a woman, I was raised by my mama “ but I kinda feel bad even though I didn´t do shit “ now I gotta waste time to find a new chick…“ oder in „Walk like a Man“, der Geschichte über einen erschossenen Freund – immer geht es um ein spezielles Thema, dem Murs mit der eigenen humorvollen Note in Form einer Story begegnet.

Schon jetzt ist klar, dass „3:16“ eine der Platten des Jahres sein wird. Zwischendurch war das Gerücht zu hören, dass es sich bei diesem Album möglicherweise um Murs´ letztes handeln könnte. Wir sollten alles dafür tun, ihn umzustimmen.

Kanye West – The College Dropout

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Kanye West hat mit dem Jay-Z-Track „Encore“ gerade neulich definitiv ein Killer-Brett und sicher auch einen der Beats dieses Jahres geschaffen. Die Erwartungen an sein eigenes Album „The College Dropout“ waren daher hoch, was durch die Wertschätzung, die Kanye teilweise auch im Underground entgegenschlägt (siehe beispielsweise unser DJ Babu-Feature), nur verstärkt wurde.

Ich hab´ mir das Album inzwischen mehrfach angehört und versucht, zu verstehen. „I don´t get it“ würden die Amis wohl sagen. Kein einziger Track des College Dropouts kann „Encore“ auch nur annähernd das Wasser reichen. Der einzige Titel, der mitreißt, ist das bereits als Single ausgekoppelte „All Falls Down“, der mit Syleena Johnson eine Frau featuret, die wirklich ganz böse sexy singt und aussieht. Auf „All Falls Down“ klingt sie reichlich nach Mary J – wer sie mal ohne Kratzen in der Stimme hören möchte, der checke den Song „Ici Ou Ailleurs“ auf dem I Am-Album „Revoir Un Printemps“, hammer.

Doch wieder zu Kanye West: Kanye West versucht witzig zu sein, und darauf verwendet er viel Energie. Das geht beim „Intro“ los und kulminiert unmittelbar danach das erste Mal in „We Don ´t Care“, einem Song, in dem ein Kinderchor in der Hook fröhlich „drug dealin´ just to get by“ singt. Leider sind Leute, die Witzig-Sein als Aufgabe verstehen, aber nie witzig, und weshalb sollte das bei Kanye West anders sein? Genau genommen ist Kanye West weitgehend humorfrei. Wer sich davon überzeugen möchte, lese nur das Interview im „Mass Appeal“-Magazin, Issue 25.

„The College Dropout“ versucht gezielt Mainstream und Underground anzusprechen. Für die MTV-Gucker gibt es Features von Jigga und Ludacris in „Never Let Me Down“ und „Breathe In Breathe Out“, für die Consciousness-Fraktion MCs wie Talib Kweli und Common in „Get Em High“ oder Mos Def in „Two Words“. Bedauerlicherweise klingt eine Legende wie Common in „Get Em High“ streckenweise so unmotiviert, dass es schon fast nervt. Im Übrigen liefert die Platte polierten Bubble-Gum-Sound für Bubble-Gum-Konsumenten. I don´t get it. Lasst uns wissen, wenn Ihr es anders seht!

Promoe – The Long Distance Runner

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Das Booklet von Promoes neuem Album „The Long Distance Runner“ fällt sehr sportlich aus. Man sieht den Mann, dem in Europa wie auch auf Jamaika, wo er einen Teil des Albums aufgenommen hat, gerne mal ein „Hey look at Jesus“ hinterher gerufen wird, in stylischem Jogginganzug durch die Landschaft laufen. Da bekommt man glatt ein schlechtes Gewissen und fühlt sich an die guten Vorsätze des nicht mehr ganz so jungen Jahres 2004 erinnert.Vielleicht wollte er ja auch so ein wenig wie Bob Marley rumlaufen, wenn eben schon ein Teil der LP auf Jamaika aufgenommen wurde. Fußball wäre dann natürlich etwas zu offensichtlich, also etwas, wofür man einen langen Atem braucht: Marathon.

Einen langen Atem hat Promoe aber auch, was seine Musik und sein Revoluzzer-Herz betrifft. Er gibt sich angriffslustig wie eh und je. Wie man bereits bei den Alben seiner Combo Looptroop und natürlich auf seinem Solo-Debüt „Government Music“ hören kann, lässt Promoe kein gutes Haar an staatlichen Institutionen, der Polizei oder Regierungen, die Kriege unterstützen. Warum sollte er daran auch etwas ändern, die andere Seite hat ja auch nicht viel Positives zu bieten. Aber auch sein großes HipHop-Herz schlägt kräftig und gesund in seiner Brust. Er bläst wieder einmal zur Attacke für alle Graffiti-Writer, was in der aktuellen Auskopplung „These Walls Don´t Lie“ deutlich zum Ausdruck kommt. Ihr solltet euch auch auf keinen Fall das Video entgehen lassen, leider zeigen es die Musikkanäle kaum, eine großartig produzierte Animation, in der Spraycans als Soldaten durch die Straßen fiktiver Städte marschieren (zu sehen auf der Seite www.burningheart.com).

Für den typischen, warmen, dieses Mal mehr Reggae/Dancehall-lastigen Sound sind neben seinem Heimproduzenten DJ Embee noch John John, Perry Roman und die Breakmecanix engagiert worden. Es gibt wieder viele eingängige Melodien zu hören, die sich direkt in die Gehörgänge graben und den „Gute-Laune-Alarm“ auslösen. Der größte Unterschied zu „Government Music“ liegt hier vor allem im bereits erwähnten jamaikanischen Einfluss, der dem ganzen einen wohltuenden Vibe verpasst.

„The Long Distance Runner“ umfasst insgesamt 13 Tracks, und es fällt mir nicht leicht, den einen oder anderen herauszupicken, denn es gibt hier keinen Füller, nur allererste Wahl. Fange ich doch einfach vorne an: Das Intro und der folgende Titelsong „The Long Distance Runner“ haben es bereits in sich. DJ Embee an den Reglern zeigt einmal mehr sein Gespür für Harmonien, während Promoe seine Seele erleichtert und davon rappt, wie er dem Alkohol entsagt hat und sein Leben ein wenig gesünder gestaltet, auf dass sein „Lionheart“ noch lange Kraft habe.

Spätestens nach seinem Underground-Hit „Yes Ayah“ weiß man, dass Promoe auch Reggaeeinflüsse überzeugend in seine Songs einbauen kann. Auf der ersten Single dieses Albums „A Likkle Sumpn Sumpn“ hat er diese Idee weitergeführt. Überraschenderweise wurde der Track aber nicht auf Jamaika, sondern in Köln produziert und aufgenommen. Ja, so ist das manchmal, das Gute liegt gar nicht so fern, von uns aus gesehen, und der Vibe des Songs ist einmal mehr überzeugend. Wer sich für die CD-Version entscheidet, kann sich dann noch auf das Video zu diesem Track freuen, das leider nicht den Weg in die Musikkanäle gefunden hat. Letztlich möchte ich noch auf die Features hinweisen. So hört man z.B. Ward 21 auf „In The Jungle“, seinen Looptroop-Kollegen COS.M.I.C und den jamaikanischen Sänger Bushman springen bei „Fast Food World“ mit ein, und kein Geringerer als Anthony B toastet über „Justice“ seine Verse.

Schweden rockt! Und zwar vom Stockholm bis nach Jamaika, mit erwähntem Abstecher nach Köln. Promoe stellt ein Mal mehr seine Fähigkeiten als MC unter Beweis und erweitert sein Repertoire überzeugend mit einigen „Jamaican Vibes“. Ein Album, das keine Vergleiche mit anderen englischsprachigen Werken zu scheuen braucht. „The Long Distance Runner“ wird mich auf jeden Fall noch den ganzen Sommer begleiten, und ich kann es euch nur empfehlen.

LMNO – Economic Food Chain Music

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Mit „Economic Food Chain Music“, welches über Up Above Records erscheint, erreicht mich das zweite Solo-Album von Visionaries-Member LMNO, nachdem er ja bereits im Jahre 2001 sein Debüt-Album „Leave My Name Out“ über Battle Axe Records releaset hat.

Das aus 16 Tracks bestehende Album ist ein HipHop-Hörgenuss vom Feinsten. So kann man sich z.B. beim Song „LMNO“ von den Producer-Qualitäten von Evidence (Dilated Peoples) und den Turntable Skills von DJ Rhattmatic überzeugen. Doch sind die ebengenannten Elemente des Songs nicht die einzigen, die mich vollends überzeugen, denn LMNO rappt in gewohnt flowigem Style über den tighten Beat von Evidence.

Ein weiterer Beweis dafür, dass das Album eine echte HipHop-Bombe ist, ist der Song „1888“, der ebenfalls als 12“ Single Vinyl erschienen ist. Hier passen Beat und Raps hervorragend zusammen und bilden in Kombination eine starke Einheit, die in jedem HipHop-Fan das Herz höher schlagen lassen.Beim Song namens „Live is… a Come Up” featuret LMNO die Stones Throw Artists Wildchild und DJ Romes vom Lootpack Camp. Dass die Visionaries und Lootpack jahrelang befreundet sind und aus derselben Ecke des Landes kommen, ist ja bekannt, deshalb ist dieser Track sicherlich auch nur reine Formsache gewesen. Das sich das Ergebnis dieser Zusammenarbeit jedoch in meinem Gehörgang zu einem echte Ohrwurm entwickelt, mit einer extrem tighten Hookline und ebenso guten Verses, habe ich anfangs gar nicht vermutet, denn ich fand das Instrumental erst nicht so ansprechend. Diese anfängliche Meinung über diesen Track änderte sich jedoch bereits nach dem zweiten Hören, und er wurde so zu einem meiner Favoriten auf dem Silberling.

Das gesamte „Economic Food Chain Music“ Album von LMNO ist ein schlichtweg ergreifendes Rap-Album, welches den wahren Rap widerspiegelt. Dieses zweite Solo-Projekt vom Visionär LMNO ist eine gute Erweiterung meiner Up Above Plattensammlung und allen zu empfehlen, die das erste Album „Leave My Name Out“ bereits ihr Eigen nennen.

Da der gute LMNO ein sehr religiöser Mensch ist, befinden sich auf „Economic Food Chain Music“ wie schon auf „Leave My Name Out“ auch Songs über Gott und den Glauben an die Liebe zu Gott.Dieses Album ist ein absolutes Muss für alle Westcoast-Underground-Liebhaber und die, die wissen wollen, was echte HipHop-Musik ist.

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