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Visionaries und Beatjunkies Show in 2BE Club verlegt!

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Die morgige Visionaries und Beatjunkies-Show, mit Support durch D-Flame, Dean (Spezializtz), Charnell und seine 030-Gangxta-Clicc, Gin & Mic Wrecka, Beatfabrik, Mr. Knight (KMC), DJ Desue, DJ Raz-Q (JamFM), DJ Hype, DJ MK1 (Beatfabrik) etc. findet nun doch nicht wie geplant im Russischen Haus, sondern im 2BE Club statt. Außerdem findet – in selbiger Location – am kommenden Montag ein weiteres großartiges Event statt: Blackalicious live in Concert a.k.a. Soul mit groovigen Funk- und Jazzsamples a.k.a. HipHop-Konzert der X-tra-Klasse! Für morgen sollte nichtsdestotrotz Visionaries und Beatjunkies – veranstaltet durch PX-Records und Simplyneed – auf dem Plan stehen!

Casting für Musikvideo

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PR Kantate und DOA21 (Spreepatienten) sind auf der Suche nach attraktiven Damen für ihren nächsten Videodreh. Schwungvolle Hüften und sexy Fähigkeit im Umgang mit dem Tanzbein sind Voraussetzung um dabei zu sein. Das Casting der beiden Rapper findet am Donnerstag, den 17.Juni 2004 ab 20 Uhr im FAB Public Studio am Breitscheidplatz (Budapester Str. 42) statt. Da nach über 20 Mädels gesucht wird, sieht die Chance für jede Teilnehmerin sehr gut aus. Also auf in die City!

Qualo and the Movement –

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Eine Bewegung hat begonnen und nimmt ihren Lauf. Sie kommt aus einer Stadt, die erst seit kurzem auf der Landkarte des Rap entdeckt wurde. Doch reihen sich Qualo weder neben Kanye West und Twista, noch neben All Natural oder J.U.I.C.E. ein. Eher stehen sie an der Revolutionsfront direkt neben Dead Prez. Und mit ihrem gewaltigen Paukenschlag „Chi Bangin“ bereichern sie ihre Stadt mit einem weiteren Style… „revolutionary prose, equal parts thug posturing, political insight, ghetto philosophizing and sharp political commentary“… was wohl alles bedeutet, außer inhaltslos.

Das Quartett, welches sich aus den Mitgliedern Shala Esquire, Optimyst, Chicago Shawn und Preast zusammensetzt, formierte sich Anfang der 90er zu gemeinsamen High School-Zeiten. Unter der Flagge des „Movement“ wird hier nun zudem das erweiterte Umfeld der Gruppe präsentiert. In der Tradition von Public Enemy stehend, untermalen sie seither ihre krachenden Beats mit nicht weniger gewichtigen Lyrics. Inspiriert zeigen sie sich hierbei unter anderem von den Black Panthers oder auch der Nation of Islam. Nach eigener Aussage machen sie nicht Musik für die Industrie, sondern für die Leute – „ihre“ Leute – und gehen daher auch keine Kompromisse ein. Denn auch wenn Conscious-Rap nicht gerade in „Mode“ ist, lassen sie sich nicht von ihrem Kurs abbringen.

Dies kann man auch musikalisch nachvollziehen, wenn man „Chi Bangin“ nur etwas genauer betrachtet. Hier gibt es kein normales Intro, endlose Standard-Songs im Vers-Hook-Vers-Schema oder ellenlange Feature-Listen. Sie halten halt alles in der Familie und schrecken auch vor keinem musikalischen Experiment zurück, und schon gar nicht vor kritischen-zynischen Inhalten. Natürlich darf auch gebouncet und genoddet werden, denn trotz der ernsten Aussagen machen sich Qualo überraschend locker.

Auf mehrere Songs einzugehen, würde wohl definitiv den Rahmen sprengen, doch sollen hier ein Paar Anspieltipps genannt werden:

Bei „Chicago-Gittas“ wird ein für allemal deutlich unterstrichen, woher die Herren nun genau kommen. Eine Abrechnung mit allen „Fake-Gangstas“ bringt Royal mit dem sich ins Ohr schmiegenden Song „Mind, Body And Soul“. (Das er hier etwas nach Joe Budden klingt, war wohl eher ungewollt.) Humor beweisen Qualo dann auch gemeinsam auf dem Track „I Ain`t A Pimp“. Und zu guter Letzt wäre dann noch die Revolutionshymne „The Beginning“ zu nennen, die wohl am besten repräsentiert, wofür Qualo stehen.Seid ihr also auf der Suche nach einem eigenwilligem Album, welches sich nicht beim ersten Hören erschließt sowie mit jeder Menge Abwechslung und Inhalt auftrumpft, könnt ihr hier nichts falsch machen.

SDP – Räuberpistolen

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SDP – Stonedeafproduction – ist Dag Alexis und Vincent. Die beiden Berliner gehen auf ein Spandauer Gymnasium und musizieren zusammen. Sie begannen damit, Telefonstreiche aufzunehmen und zu bearbeiten und machten in einer Band Deutschrock.Nun machen sie Musik mit selbsteingespielten Gitarren und Bass, programmierten Beats und Scratches, singen und rappen und verschmelzen dabei die unterschiedlichsten Musikstile. Dass dabei gewöhnungsbedürftige Lieder rauskommen, liegt nah.

Vor mir liegt nun die CD „Räuberpistolen“ von SDP.Und ich bin beim Reinhören positiv überrascht. Allerdings haben die meisten Lieder außer Sprechgesang herzlichst wenig mit dem klassischen HipHop zu tun.

Man findet auf der CD die dämlichsten, unsinnigsten Texte, aber auch sehr politische, nachdenkliche Lyrics. „Angriff“ zum Beispiel vereint einige der Eigenschaften, ein Track mit Babygesang gegen die aktuelle Popmusik. In „HipHop ist scheiße“ bekommt die HipHop-Gemeinde erstmal ihr Fett weg. Natürlich hat dieser Track ebenfalls nicht viel mit HipHop zu tun, ist aber sehr musikalisch und wie ich finde: ein Highlight. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sich viele Rapper bei diesem Lied ans Bein gepinkelt fühlen. „Ein Soldat“ folgt und ist ein sehr gelungener politischer Track, bei dem das Handeln eines Soldaten in Frage gestellt wird. Sehr guter Text mit sehr schöner musikalischer Gitarren-Begleitung.„Bananensaft“, ein Track, der witzig und nicht ganz so ernst gemeint ist, erklärt das Geheimnis, warum die beiden unter anderem bei Frauen so gut ankommen. Der Track ist in Form eines Radiointerviews aufgebaut.Sehr unterhaltsam ist auch „Knicklicht“, bei dem die Technoszene erstmal richtig verarscht wird.„Streitwagen“ ruft zur Zerstörung der Top10 auf – was im Grunde ja keine schlechte Idee ist.

Insgesamt gefällt mir diese verrückte Art der beiden. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, diese CD zu hören, und ich habe viel gelacht. Mit Sicherheit gibt es viele, die dieses Album hassen werden, aber ich finde, es ist endlich mal etwas komplett anderes. Nichts, was für die Charts konzipiert ist. Auch wenn diese Musik nicht komplett im HipHop anzusiedeln ist. Jungs, macht weiter eure Musik und trinkt euren Bananensaft.

Various Artists – Sweet Love Volume 7

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Mikey Spice veröffentlicht nicht unbedingt viele Tunes. Wenn er aber ein Lied singt, dann geht das zweifelsohne unter die Haut! Wenn ich also in der folgenden Besprechung des „Sweet Love Volume 7“-Samplers eine Top3 aufstellen wollte, Spice wäre mit seinem hypnotischen Titel „Step In The Name Of Love“ definitiv dabei. Ihr erinnert euch an Barry White? Nun, ich würde sogar so weit gehen und behaupten: Mikey Spice ist der Barry unter den Jamaikanern – denn mehr Soul geht fast nicht in einen Lovers-Tune zu packen.

Ebenfalls im Top-Ranking der Compilation: der leider Ende Januar verstorbene Roman Stewart. Dieser wagt(e) sich mit „Wolverton Mountain“ an einen wirklichen Country-Klassiker (wie auch Josey Wales mit „Cowboy Style“ auf dem Sleng Teng-Riddim – aber das nur nebenbei…) und besingt Clifton Powers und seinen zauberhaften Nachwuchs. Beide jedoch gehören jedoch zu der Kategorie von Leuten, von denen man sich besser fernhalten sollte und deshalb: niemals über die Berge gehen und den beiden einen Besuch abstatten – so schön das Kind auch sein mag… Eine sagenhafte Nummer und gleichzeitig ein herrlicher Nachlass des Reggae-Singers. Mit „Cheater“ befindet sich erfreulicherweise ein weiteres seiner herrlichen Stücke auf dem mir vorliegenden Sampler.

Auch Stewarts Bruder Tinga, ebenfalls ein Veteran im Reggae-Business, ist mit dem Titel „You Let Me Down“ auf der „Sweet Love“-Compilation vertreten, zeigt aber bei weitem nicht, was aus ihm herauszuholen ist. Ähnlich sieht es mit den anderen alten Haudegen aus. Auf keinen Fall möchte ich behaupten, dass Titel wie „Forever“ (Tony Tuff), „Soul & Inspiration“ (Freddie McGregor) oder „The Best“ (Hopeton Lindo) nicht gelungen wären, und doch, oft gehen die Produktionen nicht wirklich über einen guten Standard hinaus.

George Nooks hingegen vermag mich mit „God Bless Your Love“ wieder einmal zu begeistern. Ach was, ich möchte sagen, ich liebe dieses Stück! Wobei ich eigentlich fast alle Releases von Nooks ihrem regelrecht verschlinge und mein Lob hierbei eigentlich in Richtung der für die Selection Verantwortlichen schicken will. Meine drei Top-Favoriten sind also benannt.

Bleibt noch zu erwähnen, dass die Riddims bis auf wenige Ausnahmen Joe Frasier– oder Stone Love-Produktionen sind, was Lovers-Rock-Reggae zwar gut zu Gesicht steht, aber Innovation ist für mich etwas anderes. Diese Meckerei passiert, zumindest was mich betrifft, nur auf Grund meiner inzwischen recht hoch angesetzten Maßstäbe, in Bezug auf neuerliche Reggae-Releases, und muss aber nicht unbedingt für jeden zum Maß aller Dinge werden.

Und so kann dennoch getrost behauptet werden, dass „Sweet Love Volume 7“ ein ziemlich nettes, 17 Tunes umfassendes (12 Titel auf Vinyl) Sammelsurium an wohlklingenden, geschmeidigen Love-Song ist – ich hab jetzt schon Lust auf Volume 8!

Ehemalige Mitglieder von Da Band auf Solopfaden

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Nachdem das Castingprojekt "Da Band", unter den Fittichen von P. Diddy und MTV, wegen mangelnder Arbeitsbereitschaft der Künstler aufgelöstwurde, melden sich zwei der Bandmitglieder mit Soloplänen zurück. Dylan versucht sich an einem Disstrack gegen seinen ehemaligen Mentor Mr. Combsund möchte weitere Sachen an den Start bringen. Und Chopper, nach eigenem Bekunden New Orleans` finest, hat sich mit dem aufstrebenden Nachwuchsproducer Akira zusammengetan, und schon einige Tracks eingespielt – unter anderem den recht frischen Battletrack "That`s Me", mit coolem Vocalsample von R.E.M.. Man darf gespannt sein, was die sechs Faulpelze aus ihrem durchaus vorhandenen Talent in Zukunftnoch machen werden…

Samy – Snippet zum Album

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Der „beste deutsche MC“, Samy Deluxe, hat ein Snippet zu seinem bald erscheinenden Soloalbum „Verdammt Noch Mal“ rausgehauen. Der Appetithappen lässt definitiv Erwartungen aufkommen. Insbesondere die Beats scheinen jene vom ASD-Album an Brillianz noch zu übertreffen, und genügend internationalen wenn nicht gar amerikanischen Standards. Samys Flow wirkt nochmals um ein Quentchen reifer und variabler, die Texte werden wohl neben der gewohnten Selbstdarstellung auch nachdenkliche Statements beinhalten. (…Mein Leben ist wie ein Riesenpromotermin, da ist SamyDeluxe, schnell mach mal ein Foto von ihm! Ich will einfach für mich sein, einfach mal ich sein, einfach mal Samy, und nicht Samy Deluxe sein…). Hot Shit! Die Wartezeit wird durch eine Tour verkürzt, welche für Juni angedacht ist und einige Hamburger Kollegen featuren wird.

Lazy Youth – Gebe Nicht Auf

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In Sachen Reggae & Dancehallproduktionen aus deutschen Landen ist es wahrhaftig recht easy, die so genannte Spreu vom Weizen zu trennen, denn obwohl nuff Veröffentlichungen über uns Hörer hereinschwappen, gehört der Qualitätsstempel bei weitem nicht unter jeden Tune! Einer, der in jedem Fall die 100% verdient hat, ist der Wahlkölner Lazy Youth – und der ist auch nicht irgendwer, sondern Soundbwoy seit reichlich zehn Jahren. 1995 noch fester Bestandteil des Detmolder Soundsystems „Soundquake“, inzwischen Selector, an der Seite Rodneys – für „KingStone Sound Cologne“, hat der Youth vor nicht allzu langer Zeit ein mehr als beachtliches Debüt-Album, mit dem Titel „Gebe Nicht Auf“, hingelegt.

Generell gehe ich mit einer gesunden Portion Skepsis an Neu-Releases – sonst wäre ich ja mehrmals am Tag krass enttäuscht. Wer aber auf seinem Album mit einem maßgeschneiderten Bimma (Soundquake) Special-Intro aufwarten kann, hat die Hürde des ersten Eindrucks direkt und bravourös genommen.

Alles, was danach folgt, bedient problemlos jedweden Style, ob nun Badman-Toasting oder Gesang. Lazy flowt ziemlich versatile – weist lyrisch einen interessanten Aufbau seiner Tunes auf und kommt somit dem jamaikanischen Original weit näher als anfangs vermutet.

Der Titel-Track des Albums „Gebe Nicht Auf“ basiert, meines Erachtens nach, auf Dr. Albans „No Coke“-Riddim – was ich zwar nicht beweisen kann, doch ertappte ich mich dabei, wie ich, im Laufe des Anhörens, die „…Cocaine will blow your brain…“-Hook nebenher summte.

Anschließend folgt eine nette Homage an deutsche Riddim-Produktionen. „Alles Aber Nichts“ supportet den „OO7-Shanty Town“-Riddim aus dem Hause Pow Pow – ebenso wie der „Celebrate“-Riddim, welcher die Grundlage für den Titel „Mehr Liebe“ bietet. „Playerhater“ schwappt düsterst über die Seeed-Produktion „Pharao“. Der Homage-Reigen findet sein Ende mit einer unglaublich gut gelungenen Cover-Version eines alten Songs des verehrten Rio Reiser „Arbeitslosenreggae“ – eine Darbietung mit Kultcharakter!

Nach dem eher sozialkritischen Tune „Ghetto Youths“ gibt es wieder ordentlich Futter für alle beim Lachen anzustrengenden Muskeln – „Lahmacun und Döner“ feat. Dr. Ring Ding wird auf ewig Seinesgleichen suchen und jeder auch nur im Ansatz gewagten Beschreibung spotten. Für „Ladykiller“ wagte man sich, unter Mithilfe des Generals (Degree), an einen der wichtigsten Dancehallriddims überhaupt: Dave Kellys „Pepperseed“. Der gut gelungene „Umbau“ und die Umbenennung in „Mystic“-Riddim werden von Natural Mystic verantwortet. Und ja, verstecken muss man sich mit diesem Ergebnis keineswegs.

Ich weiß, es ist unüblich, in einer Rezension alle Tracks durchzukauen, aber ich kann nicht anders und muss somit auch noch den zwei Schlusslichtern „Ich Liebe Dich“ und „Heimweh“ Erwähnung schenken. Beide starten ziemlich geruhsam und rollen anschließend quasi die Sache von hinten auf. Ersterer beweist unumstößlich, dass auch ein Deutscher heftig Zungeschnalzen und wie Gregory seufzen kann – „Heimweh“ wiederum burnt mit der, wie ich es nenne, Land-Rap-Bridge.

Mir bleibt am Ende tatsächlich nur zu sagen, dass Lazy und sein „Basslabor“-Kompagnon Bazzazian keineswegs aufgeben sollten und sich Soundsystems durchaus mal an eine deutsche Dancehall-Scheibe wagen sollten. Es darf eben nur nicht die Falsche sein!

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