Start Blog Seite 3679

F.R. – Mittelweg

0

Der MANN hat echt was zu sagen. Das war mein erster Eindruck, schon nach dem ersten Drittel der Platte. Und das hörte dann auch nicht mehr auf. 22 Tracks ist sein Angebot, für nur 80 Minuten uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Und die hat er sich wahrlich verdient. Er liefert uns Battle, Representer-Shit, Selbstreflexives, Storytelling, und und und, und alles ungeheuer souverän, glaubwürdig, abgeklärt und trotz der Zahlen in seinem Ausweis neiderweckend reif. Und das ist so erfrischend!

Er hat die ganz große Möglichkeit sich allen bekannten Genrekategorisierungen zu entziehen. Er ist zu weitsichtig für eindimensionalen Gangsta-Rap, zu vielseitig für schlichtweg hatenden Battle-Rap, zu uninteressiert für kurzweiligen Party-Rap und einfach zu Party, zu Gangsta und zu Battle für Backpacker-Rap. Außerdem ist er zu ehrlich, zu ehrlich für leicht zu konsumierenden Chart-Rap. Mit den richtigen Produzenten und dem richtigen Geld wäre mindestens ein monitärer Achtungserfolg drin, wie der von Eko mit seinen damaligen 16 Jahren! Er hält es aber bewusst unten, was ihn nur noch glaubwürdiger und hypenswerter macht.

Die textliche Bandbreite bedarf hiermit also keiner weiteren Erwähnung, außer: SIE IST GROß! Seine Technik ist sehr ausgefeilt und auf allen Tracks absolut souverän. Es lässt sich nirgendwo ein Schnitzer finden. Seine Stimme ist immer noch nicht ganz entwickelt und für den, der will, auf jeden Fall streitbar, aber wer sich davon abhalten lässt, diese Platte zu hören, ist einfach dumm. Die Stimme darf hier einfach nicht zum Argument werden! (zumal es einige gestandene Rapgrößen gibt, deren hohe Stimmchen in meinen Ohren wesentlich unangenehmer klingen)

Die Beats sind durch die Bank passend zu den Raps und gehen sehr nach vorne. Busys Mix und sein Mastering sind deutlich rauszuhören, denn klanglich gibt es hier da Parallelen zur "Sinnflut" von Curse. Der Sound ist trocken und straight und es fehlt manchmal einfach das letzte Quentchen Dicke. Aber das ist Busy-Sound und entweder es gefällt oder es gefällt nicht. Die Qualität der von Zwieback, CSP, Joe Rilla, Busy, Necrow und Brisk Fingaz produzierten Bretter lindert dies aber nicht.

Fazit: Replay

Wunsch: Beim nächsten Album mehr Varianz in den bpms.

DJ Shadow mit neuem Album

0

Outsider wird das neue Werk heißen und ab dem 1. September für jeden griffbereit sein. Die beiden rudimentären Einflüsse des Albums seien die mittlerweile mit gesunden Zwillingen belohnte Risikoschwangerschaft seiner Frau und ein fast tödlich geendeter Autounfall.

Bei iTunes gibt es mit "3 Freaks" ab sofort die erste Auskopplung auf die Ohren.

The Roots auf Welttournee

0

The Roots sind schon wieder am Start. Nach ihrem kürzlich veröffentlichten Best Of gibt es nun schon das nächste Release. Das mit "Game Theory" betitelte Werk wird ab dem 29. August in den Läden stehen.

Zu diesem Album darf natürlich auch eine Welttournee nicht fehlen, die die Jungs glücklicherweise auch nach Deutschland führen wird:
19.11. Köln, E-Werk
24.11. Hamburg, Grosse Freiheit
07.12. München, Muffathalle
o8.12. Berlin, Columbiahalle

Fettes Brot mal anders

0

Am 02.09.2006 ist es soweit. Die weltweite Brote-Fangemeinde ist eingeladen ins Hamburger JUKS zu Filmvorführungen, Interviews, Merchandise-Aktionen, Fan-Quiz, Karaoke und einer eventuellen Guided-Brote-Pilger-Tour mit den Broten durch Hamburg.

Danach werden Emel, Nico Suave und DJ exel. Pauly die Bude stürmen und dieser schrägen, aber freshen Idee die musikalische Krone aufsetzen.

Hunger?

0

Kannst du kochen? Hast du Lust es unter Beweis zu stellen und noch etwas dafür zu gewinnen? Na dann mal los!

Massive
Töne und Eastpak haben nämlich, unter dem Motto ‚Rap 4 Food‚, zu einem Kochkontest aufgerufen, bei dem man ein Wohnzimmerkonzert von und mit den Massiven gewinnen kann.

Wenn du Bock hast die Jungs zu bekochen und dir noch ein privat Konzert, alles exklusiv bei dir zu Hause, angucken/hören möchtest, dann denk dir ein Special-Menü aus und setz es mit einer coolen Speisekarte in Szene. Das ganze schickst du bis zum 15.09.06 an :

EASTPAK
‚Rap 4 FoodMassive Töne
Vogelsanger Str. 195a
50825 Köln

Viel Glück und noch mehr Spass!

Chingy mit neuem Release

0

Chingys neues Werk "Hoodstar" steht ab dem 19. September in den Läden. Am Mic zu Gast sein werden Three 6 Mafia, Choppa und Chingys Cousin Spiffy. An den Reglern saßen unter anderem Jermain Dupry, Timbaland, The Trak Starz, Mannie Fresh und Mr. Colliepark.

Die Scheibe ist in zwei musiklaische Stile unterteilt, in einen Hood-Teil und einen Club-Teil. (Man darf gespannt sein, wie sich welcher Teil charakterisiert!) Die erste Single wird "Pullin Me Back" heißen und bittet Tyrese mit ans Mic. Das Brett für den Song stammt von Jermaine Dupri.

Prinz Pi – Instinkt EP

0

Bevor wir am 22. September das neue Album "Donnerwetter" vom Plattenregal in die CD-Player unserer Autos und Wohnungen befördern können, gibt uns Prinz Pi schon einmal einen kleinen Vorgeschmack, der gar nicht mal so klein ist. Ab dem 4. August ist seine neue Single/EP "Instinkt" auf dem Markt, welche 6, hauptsächlich von Biztram produzierte Tracks auf über 18 Minuten präsentiert und zusätzlich mit einem Video aufwarten kann.

Den Opener liefert natürlich die Single "Instinkt" selbst, die in einer gewissen Weise den absolut typischen Charakter eines Comeback-Songs hat. Altbekannte Inhalte werden zusammen gefasst aufgegriffen und in Ansätzen fortgeführt, selbstverständlich in gepflegtem Pi-Style. Der Track geht dem Prinzen wie gewohnt wunderbar locker von der Zunge und weckt beim Hörer das Gefühl, dass deutscher Rap mit Inhalt eventuell doch noch nicht verloren ist. Gepaart mit dem Remix, der etwas ruhiger gehalten ist, und dem ansprechend gut produzierten Video, bei dem der Weg eines 100 Euro-Scheins gezeigt wird und Pi in alle Rollen schlüpft, bildet das Ganze eine runde Sache.   

Auch die vier weiteren Lieder sind mehr als nur eine Randnotiz wert und bestätigen den Eindruck, dass diese Vorab-EP kein Alibiprojekt ist. "Keine Idole", der zweite Track, der auch auf dem Album zu hören sein wird, wird vielen Verzweifelten Recht geben. Über einen locker, orientalischen Beat schildert Pi die Probleme der "Generation Euro", um es sich beim nächsten Song, beeinflusst von Wladimir Kaminers Buch, mit Bobidze in der "Russendisko" gut gehen zu lassen. Die mit der Power einer AK gespitteten, russischen Verses des Nachwuchsrappers aus dem Hause No Peanuts, lassen auch die russlanddeutschen Fans Hoffnung schöpfen, dass diese Sparte in Deutschland endlich ans Licht dringt.

Die beiden letzten Tracks "Unertraegliche Leichtigkeit" und "Gute Karten" knüpfen nahtlos an den Rest der EP an, bei der dem Prinzen die schwierige Balance zwischen gleichbleibender Qualität und Abwechslungsreichtum nahezu perfekt gelungen ist. Diese Tatsache lässt die Erwartungen für das kommende Album natürlich noch einmal in die Höhe schnellen. Damit dürfte Pi, aufgund dieses souveränen Warm-Ups, aber wohl kein Problem haben.

Talib Kweli als Pazifist

0

Auf einer Free Performance am 18.07. im Apple Store in Manhattan NYC nahm sich Talib Kweli die Zeit, um seinen Kummer über den Nahost-Konflikt zu äussern.

‚Israel ist ein Pulverfass. Das war es schon immer. Allein die Entstehungsgeschichte von Israel ist sehr zwiespältig. Die Leute fühlen sich sehr stark und kämpfen, aber die Angelegenheit hält über Generationen an. Das geht viel tiefer als HipHop-Gezanke. Es ist ein trauriger Zustand, der von Generation zu Generation weitergeführt wird. Ich habe das Gefühl, dass die Araber, sowie die Israelis, in der Region viele schlimme Dinge tun. Es ist ein Krieg bei dem es nur Verlierer gibt. Ich denke einfach die Leute sollten jeder Gruppe gegenüber und ungeachtet, ob reich oder nicht, Respekt haben.‘

Doch trotzdem ging Talib noch auf die Bühne, um vor vollem Haus sein kommendes Album ‚Eardrum‘ zu präsentieren. Das Album soll im September/Oktober diesen Jahres erscheinen und wird von Rick Rubin, Kanye West, Kwame sowie Hi-Tech produziert. Die Künstlerfeatures sind Norah Jones, Jean Grae, UGK und Strong Arm Steady.

Featured