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M.O.P. releasen doch noch?

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Bei Roc-A-Fella wurde es nichts und auch bei G-Unit scheinen die Jungs gefreezt zu sein. Deshalb haben sie beschlossen die ‚Wartezeit auf ein eventuelles G-Unit-Release mit dem seit drei Jahren angekündigten "Ghetto Warfare" zu überbrücken. Die Scheibe soll über Coppertop-Records erscheinen. Nur ein genaues Datum steht wiederum nicht fest. Also, alle da draußen, Daumen drücken, dass diese News hier nicht einfach mal umsonst war.

Brot für die Welt

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Def Jam Mitbegründer Russel Simmons möchte etwas dazu beitragen, dass die Welt ein wenig besser wird. Der Bruder von Reverend Run von Run DMC ist schon lange sozial angagiert. Mr. Simmons ist Vegetarier, kämpft für eine qualfreie Tierhaltung und unterstützt eine  Kampagne  gegen Antisemitismus. Jetzt hat er die Möglichkeit bekommen sein Engagement Global auszuweiten.

Er wurde zum UN-Botschafter ernannt, die genaue Bezeichnung für seinen Posten, als Überwacher einer  Welthunger-Organisation, ist ‚Permanent Observer Missionary for CISRI-ISP‘. Seiner Äusserung nach, ist der Grund, warum er diesen Posten anstrebte der, dass er keine Lust mehr hätte, tatenlos dabei zu zusehen, wie 40.000 Menschen am Tag verhungern müssen.

Lisi

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Ende Juli veröffentlicht Lisi mit „Eine Wie Keine“ ihr zweites Album über Four Music. Der im Vorfeld des Releases ausgelöste Buzz ist bereits beachtlich und der labelseitig betriebene Aufwand lässt erkennen, dass man der Lady aus Berlin bei Four hohe Priorität einräumt. Mit dem Signing von Lisi hat man das Artist-Roster letztes Jahr um einen Künstlerin erweitert, die so nah am aktuellen Bild von HipHop in Deutschland ist, wie bei Four schon lange niemand mehr. Die Beats des Longplayers stammen aus sehr unterschiedlichen Federn, darunter die Jungs von Bock Auf ´n Beat, DJ Rocky und mit großem Anteil auch Sebastian Wohlgemuth. Unter den Vokalgästen sticht vor allem Afrob hervor, der für Lisi bei der Produktion quasi die Stellung eines Mentors einnahm. 

rap.de: „Eine Wie Keine“ ist dein zweites Album nach einer Pause von mehreren Jahren. Wann hast Du Dich entschieden, die Sache wieder anzugehen und wie verlief die Produktion? 

Lisi: Die Entscheidung für das Album fiel vor gut einem Jahr. Das Demo dafür habe ich allerdings erst im Herbst aufgenommen – darauf waren fünf oder sechs Tracks. Das Album ist dann letztlich in drei Sessions entstanden, die alle ungefähr vier Wochen lang waren, während derer ich geschrieben und aufgenommnen habe. Die reine Arbeitszeit war also recht kurz. Das Demo entstand dabei schon in erster Linie für Four Music, weil die Lust auf ein Album von mir zu haben schienen, und sie mir auch angeboten hatten, das Demo im Studio 4 zu machen.  

rap.de: Deine Geschichte als Female-MC begann ja bereits vor sechs Jahren auf dem Label Raw Zone, auf dem Du zuerst eine EP und dann Dein Debüt-Album veröffentlicht hast. Weshalb hast Du das Label damals verlassen? 

Lisi: Es ist einfach nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich war damals ja der erste Künstler auf Raw Zone, die gerade neu angefangen hatten, und sollte das Zugpferd sein. Später kamen noch Rhymez und Prok und als ich schon weg war auch noch Hecklah und Koch. Es gab damals ja noch weniger Rapperinnen als heute und ich hatte einfach gehofft, dass da etwas mehr geht. Das trat aber nicht ein, was ziemlich frustrierend war. Also habe ich mich vom Label und meinem Management getrennt, so dass ich anschließend erst mal alleine stand.  

rap.de: Wie ging es danach weiter? 

Lisi: Ich habe schon weiterhin Musik gemacht und auf Beats geschrieben, weil ich das einfach brauche. Nach dem Album habe ich aber vor allem erst Mal meine Schule beendet. Ich hatte damals insgesamt vier Anläufe in der elften Klasse, weil ich immer geschwänzt habe. Also musste ich da erst Mal regelmäßig auftauchen.  

rap.de: Hast Du die Schule dann durchgezogen?

Lisi: Ja, ich habe Fachabitur auf der Anna Freud-Schule für Sozialwesen gemacht. Ich wollte danach eigentlich auch eine Zeit lang Psychologie studieren. Mich interessiert das und irgendwie scheine ich auch schon immer psychisch kranke Leute angezogen zu haben, für die ich dann auch den Therapeuten gespielt habe. Leider gibt es aber nur eine einzige Fachhochschule in ganz Deutschland, auf der man Psychologie mit Fachabitur studieren kann, und die ist zu weit weg. Da ich mich von Berlin nicht trennen kann, kam das nicht wirklich in Frage. Ich habe dann allerdings später auch wieder angefangen aufzunehmen – zuerst mit Derezon, dann auch mit Rodney, der früher DJ bei den Aphrodelics war.  

rap.de: Wann war das und was ist aus den Songs geworden? Auf dem Album sind sie ja nicht gelandet. 

Lisi: Ich habe 2003 wieder angefangen. Viele der Songs, die in der Zeit entstanden sind, waren aber einfach nicht verwertbar. Ich hatte so viele verschiedene Gefühle und hatte so viele Erfahrungen gemacht, die ich verarbeiten wollte, dass viele meiner Texte etwas wirr wurden, weil ich sie einfach überladen habe. Außer mit Derezon habe ich auch mit Rocky gearbeitet, aber das hat sich wegen verschiedener Interessen und aus Zeitgründen wieder aufgelöst. Außer „Ich Sterb Für Dich“, den ich Ende 2004 noch mit Rocky aufgenommen habe, ist von dem damals entstandenen Material jetzt auch tatsächlich nichts auf dem Album.  

rap.de: Du hast eben schon erwähnt, dass du aus Berlin nicht weg willst. Einen der Songs des neuen Albums hast Du ja auch nach Deiner Heimatstadt benannt. Was bedeutet Berlin für Dich? 

Lisi: Zunächst mal bin ich in Berlin geboren, hier aufgewachsen und auch nie aus Berlin weggezogen. Ich bin in Lankwitz und Marienfelde groß geworden, meine Schule war in Steglitz. Außerdem war ich auch ein bisschen in Schöneberg unterwegs, weil ich dort sechs Jahre Leichtathletik gemacht habe. Und gerade was HipHop angeht, hat sich für Berlin ja eine Menge geändert. Früher war es fast ein Makel aus Berlin zu kommen, weil da nichts ging. Heute ist Berlin die HipHop-Metropole, und so gesehen ist die Entwicklung der Stadt auch in der Hinsicht absolut positiv. Für mich ist Berlin aber definitiv mehr als nur die Berliner Rapszene, und das merkt man in meinem Song „Berlin“ sicher auch.  

rap.de: Du bist über Afrob zu Four gekommen, der bei Deinem Album auch als Executive Producer fungierte. Wie habt Ihr Euch kennen gelernt? 

Lisi: Wir sind in Berlin bei den „Highnachten“-Veranstaltungen immer beide aufgetreten und haben uns da öfter gesehen. Er kam nach einer Show mal vorbei und hat mir Props gegeben. Ein halbes Jahr später hat er dann auch angerufen und fragte, ob ich Lust hätte, einen Song mit ihm zu machen. Leider hatte ich damals aber keine Zeit, weil ich gerade zu sehr mit meiner eigenen Platte beschäftigt war. Für sein Album „Hammer“ hat er dann ja aber mit Rocky zusammen gearbeitet, mit dem ich auch zu tun hatte, und so kamen dann die beiden gemeinsamen Songs für „Hammer“ zustande.  

rap.de: Wie lief die Zusammenarbeit zwischen Dir und Afrob bei Deinem Album ab?

Lisi: Wir haben ein paar Songs gemeinsam geschrieben, aber er hat dem Album auch ein wenig den roten Faden gegeben. Immer wenn er in Berlin war, habe ich ihn besucht und ihm meine neuen Texte vorgerappt. Ich wollte einfach seine Meinung und sein Feedback hören – Afrob war mein Ansprechpartner in allen musikalischen Fragen. Manche Leute haben eben eine Posse oder sind in einer Gruppe, in der es noch andere Rapper gibt. Dafür war Afrob mein Ersatz. Es hat sich schon bei den Arbeiten an „Hammer“ gezeigt, dass wir gut zusammen schreiben. Er hat meistens sofort verstanden, was ich sagen möchte oder in welchen Flow ich etwas rappen will. Wir sind auf einer Wellenlänge, und deshalb war es war cool, mit ihm auch bei meinem Album über die Songs reden zu können.  

rap.de: Hat der Song „Payback“ einen realen Hintergrund?

Lisi: Der Song beruht auf mehreren Erfahrungen, die ich mit verschiedenen Leuten gemacht habe, mit denen ich eng befreundet war, und von denen ich verarscht wurde. Payback ist so ein Girl-Fight-Song, so wie bei Kill Bill. Der Song beruht auf jeden Fall auf konkreten Erfahrungen, wobei es aber in erster Linie eher um Erfahrungen mit Frauen als mit Typen geht.  

rap.de: Du sprachst gerade Kill Bill an. Das Artwork Deines Albums wirkt generell etwas Tarantino beeinflusst…

Lisi: Ich finde eigentlich alle Tarantino-Filme geil, mag aber Jackie Brown besonders, weil Pam Grier in dem Film so cool ist. Jackie Brown ist auf jeden Fall auch der Tarantino, den ich am häufigsten gesehen habe.  

rap.de: Wo sind die Bilder für das Booklet denn entstanden?

Lisi: An verschiedenen Orten. Die Bilder mit den Glühbirnen im Hintergrund sind z.B. im Club des Spindler & Klatt entstanden, wo ich nebenbei auch arbeite. Die Fotos mit dem lilafarbenen Hintergrund haben wir dafür in der Carecas-Bar gemacht. Andere Fotos stammen aus dem Video von „Es Geht Hoch“. 

rap.de: Einer der Songs auf Deinem neuen Album heißt „Juicy“ und soll ja auch eine Hommage an Biggie Smalls sein. Was hat es damit auf sich? 

Lisi: Biggie ist einfach einer meiner Lieblingsrapper und „Juicy“ war für mich immer sein geilster Song überhaupt. Schon wie der anfängt – ausverkaufte Sitzplätze, um mich sprechen zu hören, Salt ´n Peppa an der Wand… Man kann sich das eben alles sehr gut vorstellen. Mein Text fängt ja nun auch mit „Es waren Träumereien…“  an, die nächste Strophe dann mit „Super Nintendo Playstation hat ich nicht…“.  

rap.de: Du featurst auf der Single „Interessiert Mich NichtShe-Raw. Wie kam es zu der Zusammenarbeit? 

Lisi: She Raw habe ich über Harris´ Frau Bintia kennen gelernt, die mir von ihr immer vorgeschwärmt hat. Wir waren dann mal zu dritt aus und das war sehr entspannt. Danach haben wir uns mal getroffen und sie hat mir ihre Sachen vorgespielt. Den Song, der nun auf dem Album ist, haben wir dann großteils bei mir zu hause geschrieben, der Refrain entstand im Studio.      

T.I.

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T.I. ist ein Mann der Arbeit und der großen Taten, so viel steht fest. Er hat mit seiner Musik jahrelang um jeden Cent gekämpft, um sich heute, weithin respektiert für seine Musik, seine Filme und seine eigene Produktionsfirma, nicht etwa auf die faule Haut zu legen, sondern sich noch höhere Maßstäbe zu setzen und überall der Beste zu sein. T.I. ist ein Mann, der über sich nachdenkt, die Chance wahrnimmt Sachen zu ändern und noch verdammt viel vorhat:

rap.de: Mit deinem Album „King“ und dem Film „ATL“ draußen, war es dein Plan, der erste Rapper zu sein, der ein Nummer Eins Album und einen Nummer Eins Film hat. Leider ging die Rechnung nicht ganz auf ( ATL landete nur auf dem dritten Platz).  

T.I: (lacht) Ja, leider. Doch ich bin entspannt, schließlich bin ich der erste Rapper, der Dinge so gemacht hat, wie ich es tat. Ich werde es aber mit meinen nächsten Projekten auf jeden Fall wieder versuchen.  

rap.de: Überhaupt scheinst du ein großer Filmfan zu sein. Du warst Co-Executive Producer zu dem Hustle and Flow Soundtrack und hast eine eigene Produktionsfirma. Im Gegensatz zu anderen Rapper/Schauspielern ist die Schauspielerei bei dir also auf jeden Fall etwas, das du direkt verfolgst.  

T.I: Definitiv, ich nehme das alles sehr ernst. Es ist mehr, als nur ein Nebenjob.

rap.de: Hast du für ATL Unterricht genommen?

T.I: Nah (lacht). Ich hab einfach hundert Prozent gegeben! Außerdem konnte ich mich gut mit dem Charakter, den ich spiele, identifizieren. Überhaupt repräsentiert „ATL“ meine Stadt sehr gut, wodurch es alles sehr natürlich geworden ist.

rap.de: Erst haben Tip der Hustler und T.I der Rapper sich bekämpft. Nun kommt ein dritter Charakter, Tip Harris, der Schauspieler dazu. Baust du dir diesen Druck absichtlich auf?  

T.I: Schon. Schau, mein nächstes Album wird „T.I vs. T.I.P“ heißen und es wird ein erbitterter Kampf bis zum Schluss werden. Also hab ich bald ein Problem weniger. (lacht)  


rap.de:Hm, du bist nicht vielleicht ein wenig schizophren?  

T.I: (lacht) Du fragst, ob ich schizophren bin? Keine Ahnung, was meint ihr dazu Jungs? (spricht mit seinen imaginären Homies). Nein man, ich mach nur Spaß. Ich bin nicht verrückt. Vielleicht ein wenig, aber wer ist das nicht.  

rap.de:Eine letzte Frage zur Schauspielerei: Blockbuster oder Indie-Filme?

T.I: Definitiv Blockbuster. Das sind die Filme für die du den Respekt bekommst. O.k, vielleicht bringen sie nicht soviel wie Indie Filme, an denen du dann alle Rechte besitzt, aber es sollen auf jeden Fall Blockbuster werden. Letztlich stellt sich die Frage: Geld oder Respekt, Indie oder Blockbuster. Ich will den Respekt.  

rap.de: O.k, kommen wir zu deinem Album. Ich hatte den Eindruck, dass „King“ dein bisher souveränstes und selbstständigstes Album ist, was den Stil betrifft. Auf „I’m Serious“ hattest du noch eine gewissen Big Boi Einfluss,oder?  

T.I:Big Boi und ich waren schon weit vor meiner Rapkarriere cool, es kann also schon einen gewissen Grad an Einfluss gegeben haben. Aber letztlich wollte ich den Leuten nur zeigen, dass ich rappen kann. Zu der Zeit bestand die Musik im Süden nur aus Gebrüll und lauten Hooks. Ich wollte den Leuten beweisen, dass wir im Süden es auch wirklich drauf haben.  

rap.de:Du hast in früheren Interviews immer betont, dass du für deine Musik respektiert werden willst. Ich schätze mit „King“ hast du deinen Respekt nun endgültig sicher…

T.I: Naja, die Verkaufszahlen stimmen endlich. Schau, die Leute von der Straße haben meine Musik immer schon respektiert, nur war es mir auch wichtig, dass die Leute im Business mir Respekt zollen. Das tun sie aber erst, wenn die Verkaufszahlen entsprechend sind.  

rap.de: Wo wir gerade von Verkaufszahlen sprechen: „King“ hat in der ersten Woche in etwa soviel wie Kanyes Album verkauft. Wie hoch schätz du also den Wert von „King“ für den Süden ein?  

T.I: „It’s the biggest selling debut record in Southern Rap history“. Es gab keinen vor mir, der soviel in der ersten Woche verkauft hat, es ist also schon sehr groß.  

rap.de: Du hast dem Süden scheinbar einen neuen Weg gezeigt.  

T.I: Nee, ich glaube nicht dass sie meinen Weg wählen werden. (lacht) Die werden versuchen ihren eigenen zu gehen und damit meine Verkaufszahlen zu überbieten. Aber das auch völlig in Ordnung. Sie sollen ja nicht byten, sondern neue Ideen bringen. Ich mache es genauso.  

rap.de: Von außen betrachtet macht es den Eindruck, dass der Süden sich nun vollends etabliert. Dennoch hört man Jungs wie beispielsweise Lil Wayne sagen, dass MCs aus dem Süden nach wie vor mehr tun müssen, als die Jungs aus New York um hoch zu kommen.

T.I: Zu allererst ist Wayne ein phänomenales Talent und einer meiner Lieblingsrapper. Weißt du, manchmal sagen wir solche Dinge, um uns und die jungen aufstrebenden Künstler zu motivieren. Wenn du es nämlich endlich geschafft hast, dein Geld verdienst und auf Tour bist, musst du dich trotzdem weiter inspirieren. Und eine gute Inspirationsquelle ist nun mal der Zweifel anderer. Wenn du unbedingt auf ein Cover wolltest, es aber an einen anderen gegeben wurde, arbeitest du automatisch härter, um dann beim nächsten Mal drauf zu sein. Ich verstehe Lil Wayne da auf jeden Fall.  

rap.de: O.k, aber ist es tatsächlich noch so, dass du härter arbeiten musst, bloß weil du aus dem Süden bist? Steht der Süden immer noch unter der East- und West Coast? Durch den ganzen Dirty South Hype könnte man meinen, dass es genau umgedreht ist.  

T.I: Man solche Dinge nicht nur von Außen betrachten. Weißt du, die meisten Rap-Magazine haben ihren Sitz in New York. Somit kriegen die MCs aus New York nach wie vor mehr Aufmerksamkeit als Künstler aus dem Süden. Es ist auch nach wie vor so, dass New Yorker Alben bessere Kritiken als Südstaaten Alben kriegen. 

rap.de: Als Jay-Z seinen Rücktritt bekannt gab, wurden einige kritische Stimmen laut, die prophezeiten, dass diese Lücke nicht gestopft werden könnte. Wenn man nun aber auf dich, Wayne, Jeezy und Juelz schaut, sollte man meinen, dass die neue Generation in nicht allzu schlechten Händen liegt.  

T.I: Ich mach mir da auch überhaupt keine Sorgen (lacht). Aber was dieses Generationsding betrifft: Wenn man es genau nimmt, herrscht sogar zwischen uns vieren ein Generationsunterschied. Wayne und ich sind einfach schon länger dabei als Jeezy und Juelz. Wayne hatte schon Mitte der Neunziger seine ersten großen Erfolge. Da war er gerade mal 15!   

rap.de: Du siehst euch also schon als Teil einer neuen Bewegung von jungen Platinkünstlern?  

T.I: Ja, auf jeden Fall! Wir unterstützen uns auch alle Gegenseitig und machen Tracks miteinander. Wir sind definitiv ein wichtiger Teil dieser Bewegung, doch die entscheidende Frage ist, wo unser Platz in ein paar Jahren sein wird.  

rap.de: Wenn man auf Pharrell und andere hört, scheinst du dann ganz oben zu sein, immerhin bezeichnete dich Pharrell als „Jay-Z des Südens“ und andere sagen dir nach, dass du die Ausstrahlung eins Pacs hast. Wie reagierst du auf solche Aussage? Bist du cool damit, oder ist es schon beängstigend. Immerhin sind das große Fußstapfen.  

T.I: Ich fühle mich auf jeden Fall geehrt und schätze das sehr, denn das sind sehr große Namen mit denen man mich vergleicht. Ich habe auch gehört, dass man Jeezy, Wayne und mich mit Pac, Big und Nas gleichgesetzt hat. Das sind riesige Fußstapfen. Aber ich bin nicht nervös. Im Gegenteil, ich werde alles versuchen, diesen Vergleichen mehr als gerecht zu werden.  

rap.de: Du spürst keinerlei Druck?

T.I: Nein. I ain’t pressured bout music, it’s nothing. To me it’s just too easy!  

rap.de: Neben der Musik bist auch sozial sehr engagiert. Das hat dir unter anderen Ehrungen von der Lisa „Left Eye Lopez“ Organisation eingebracht. Es scheint, als ob du sehr bewusst mit deinem Vorbild-Status umgehst.  

T.I: Ich versuche es auf jeden Fall. Sicherlich kann ich nicht immer ein gutes Vorbild sein, denn wie jeder Mensch mache ich Fehler, doch ich versuche mit allem was ich tue etwas Positives zu vermitteln. Ich glorifiziere auch nicht die ganze Scheiße die ich gemacht habe. Im Gegenteil, ich versuche die Menschen dazu zu bewegen, lieber einen anderen Weg zu gehen. Ob du dann auf mich hörst, oder meine Fehler wiederholst ist dann deine Sache. Meiner Meinung nach hat man immer die Wahl. Ich rappe über mein Leben als Hustler und Drogendealer, dennoch wirst du mich nie sehen, wie ich einem kleinen Kind dazu rate, sich endlich eine Waffe zu besorgen. Geschweige denn davon, sie zu dem Leben als Dealer zu ermuntern.   Doch unabhängig von den Lyrics, die man hört, oder den Szenen die man in Filmen sieht, ist das Wichtigste die Erziehung, die man von zu Hause aus mitbekommt. Mein Video läuft vielleicht drei Minuten und ist nur ein kleiner Teil einer zweistündigen Sendung. Die Eltern aber sind die ganze Zeit um das Kind herum, daher ist es wichtig was sie dem Kind beibringen und zeigen.  

rap.de: Der Fakt, dass du Vater von vier Kindern bist beeinflusst also auch deine Aktionen in der Öffentlichkeit?  

T.I: Klar, wobei ich mir aber letztlich mehr Sorgen um meine Kinder mache, als um die Kinder anderer Eltern…(denkt nach)…Weißt du, um wen ich mir wirklich Sorgen mache, sind die Kinder, die überhaupt niemanden haben. Keine Eltern, keine Familie. Niemand kümmert sich um diese Kids, also versuche ich sie mit meiner Musik zu erreichen und möglicherweise positiv zu beeinflussen. 

rap.de: Wo wir schon von zu wenig support sprechen: Ich habe gehört, dass die von der US Regierung groß angekündigte Unterstützung für die Katrina-Opfer nicht wirklich lange anhielt.  

T.I: Sie hielt nicht lange an, war nicht ehrlich und kam überhaupt viel zu spät! Doch was willst du dich auch auf diese Regierung verlassen. David Banner, Nelly, ich und weitere Künstler hatten es selbst in die Hand genommen und mehrere Charity-Konzerte und andere Aktionen veranstaltet, um unseren Leuten die Unterstützung zu geben, die sie brauchten.    

rap.de: Apropos David Banner: Was ist mit dem „Leaders Of The New South“ Projekt geworden?  

T.I: Wir arbeiten dran. Es ist leider nicht ganz einfach alle zusammen zu bekommen, da jeder von uns mit seinem Kram beschäftigt ist. Aber ich verspreche dir, dass wir das Projekt bis zum nächsten Jahr umgesetzt haben.  

rap.de: Ich nehme dich beim Wort. Noch eine letzte Sache: Hat sich deine Beziehung zu Bootleggern mittlerweile geändert?  

T.I: (lacht) Nee, ich bin nicht besorgt, was die Bootlegger betrifft. Schau, mit meinen Verkaufszahlen kann ich auch was abgeben, also können sie ruhig ein bisschen von dem Kuchen haben. Doch zum Anfang meiner Karriere brauchte ich einfach jeden Cent meiner CDs und hatte auch niemanden erlaubt mich zu bestehelen.   (Am Anfang seiner Karriere verfolgte T.I jeden, der seine Alben bootleggte und „überredete“ sie dieses zu unterlassen. Das diese Verhandlungen regelmäßig in Schlägereien und Shootouts endeten ist selbstredend.)  

rap.de: Danke für das Interview  

T.I: Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt.  

Jiggaboy mit Comeback

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Der Jiggaboy meldet sich ‚völlig unerwartet‘ mit einem neuen Album zurück. Produziert wird der Longplayer, der sich "Sean Carter" nennen wird, u. a. von Dr.Dre, The Neptunes, Cool&Dre, Timbaland und Kanye West. Also nur vom Besten der Besten.

Verlegt wird die Platte wohl nicht über Dres Aftermath Records, doch werden die beiden fleißig über e-Mails zusammen produzieren. Dre mailt den Beat, Jay mailt den Rap und Dre mailt den Mix. So einfach ist das.

Das Album soll wenn möglich schon zu Thanksgiving veröffentlicht werden, vielleicht aber auch erst Anfang 2007.

Shady Records-Mixtape

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Das Mixtape "The Re-Up" aus dem Hause Shady Records wird im Oktober erscheinen. Mit dabei sind neben Eminem selbst noch Fiddy, Nas, Busta Rhymes, Obie Trice und sogar der vor kurzem verstorbene Proof, dessen Song "Things Need To Change" auch die erste Single sein wird. Produziert wurde das Mixtape von DJ Whoo Kid, der das Mixtape auch zusammen mit Eminem moderiert.

44. HipHop-Modelinie

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‚Apple Bottoms‘ heisst das neue Modelabel von Country-Rapper Nelly. Er hat sich einen riesigen Keks gefreut, als er am letzten Samstag seine Linie in einer californischen Shopping Mall vor VIP’s präsentierte.

$ 2 Millionen  hat ihn sein neues Projekt gekostet, das er komplett aus eigener Tasche gezahlt hat.
Da ist der Stolz natürlich um so grösser. Die Kohle kommt aber bestimmt ziemlich schnell wieder rein, denn spätestens mit seinem Rappart auf Janet Jacksons Comeback-Single ‚Call On Me‘ wird bei ihm wohl die Kasse klingeln.

Monroe versteigert Beat über ebay

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Der Produzent Monroe versteigert die Exklusivrechte für einen brandneuen Beat auf dem kommenden "Your favourite rappers favourite producer"-Album. Im Preis enthalten sind das letztliche Arrangement und der Mix des fertigen Songs. Die Aktion geht noch ein paar Tage und das letzte Gebot ist: 251 Euro. Also checkt das Angebot mal aus. Den Beat könnte ihr euch bei ebay auch anhören.

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