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Rettet das Splash!!

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Wie hier schon berichtet, steckt das Splash, Europas größtes und bekanntestes HipHop-Festival,  sehr tief in der Krise. Das schlechte Wetter und unprofessionelle US-Acts machten den Veranstaltern einen gewaltigen Strich durch die Rechung. Die genauen Hintergründe und aktuellesten Infos könnt ihr auf www.splash-festival.com nachlesen. Morgen fällt eventuell schon eine Vorentscheidung, ob das Festival 2007 zum zehnten Mal stattfinden kann. In Chemnitz findet morgen, also am 3.11.2006, ein Benefiz-Konzert auf dem Messegelände statt. Einlass ist ab 18:00 Uhr. Mit dabei sein werden Künstler wie Curse, Samy Deluxe, Azad, Torch& Toni L, Dean& Harris von den Spezializtz, die Absoluten Beginner sowie Tefla& Jaleel dabei sein. Unterstützt werden sie von der Chemnitzer Robert Schumann Philharmonie, man kann sich also auf einen musikalischen Leckerbissen gefasst machen. Im Vorprogramm geben sich unter Anderem D-Flame und Dendemann die Ehre, um das legendäre Festival zu retten.
Nun seid aber auch ihr gefragt! Liebt ihr HipHop? Dann kauft euch noch ein Ticket und unterstützt mit eurem Beitrag das Organisationsteam des Splash. An der Abendkasse könnt ihr euch noch Stehplatzkarten zum Preis von 20€ und Sitzplatzkarten für 25€ sichern. Wir wünschen allen Fans viel Spaß, den Organisatoren viel Glück und Erfolg! Möge das Splash auch nächstes Jahr stattfinden….

50 goes Hollywood

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50 Cent und Robert de Niro werden voraussichtlich im Polit-Thriller "New Orleans" mitspielen. Die Verhandlungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Der Film dreht sich um die Südstaatenstadt und den Hurricane Katrina, der einen riesigen Schaden verursachte und die US-Regierung in eine Regierungskrise stürzte. Ursprünglich sollte der Film in LA gedreht werden, nun aber doch in New Orleans. Drehbeginn wird nächstes Jahr im Februar sein, dann werden wir sehen, ob Fifty mit von der Rolle sein wird…

DAM – Dedication

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Der arabische Markt möchte jetzt auch Europa erreichen. DAM, HipHop-Pioniere in ihrem Heimatland Isreal, versuchen jetzt über das englische Label redcircle mit "Dedication" Europa zu erorbern. Da Arabian Mc`s, bestehend aus den drei Mc`s Tamer, Mahmoud und Suhell, sind in den "Slums" von Jerusalem aufgewachsen und dort mit HipHop in Kontakt gekommen. Aufgrund ihrem palästinischen Ursprung und der Situation in ihrem Lied ist ein politisch motiviertes Album enstanden, soweit ich das sagen kann. Denn: bis auf einen französischen Text sind alle Lieder in arabischer Sprache gehalten, was mir das Verständnis erschwert hat. Das Verständnis des Textes erfolgt also leider nur über die vom Label mitversandten Übersetzungen. Einige der Lieder finden sich mit ihren Übersetzungen auch im Booklet wieder.

DAM legen mit dem ersten Lied gleich gut los: "Mali Huriye", aufgefrischt mit arabischen Klängen, haut gleich voll rein. Es hat einen kräftigen Beat und bei allen Rappern einen durchgehend gelungenen Flow. Ein besonderer Reiz wird dadurch gegeben, dass die Hook am Ende am Ende nochmal von Kindern gesungen wird. Textlich gesehen dreht sich das Lied um das Bedürfnis nach Freiheit, die ihnen in Israel nicht zuteil kommt. Der Einstieg ist mehr als geglückt. Mit den Kinderstimmen wird auch im nächsten Lied gespielt: "Ng’ayer Bukra". Solider Beat, angenehmer Kinderchor im Refrain und guter Flow. Textlich geht es um eine bessere Welt, für die es sich zu kämpfen lohnt und die vor allem vonnöten ist. Das nächste Lied "Warde" hat leider einen auf der Dauer anstregenden Pfeif-Beat, der mich trotz eines bedeutend angenehmeren Refrains weiter skippen lässt. "Inkilab", der nächste Track, ist ein Bob-Marley-Wyclef-Jean-HipHop-Track, der mich nicht von den Sitzen reißt und textlich passend um das Thema Revolution geht. Ich bleibe lieber sitzen und höre mir das Liebeslied "Ya Sayidati" an, was sich durch einen schönen Refrain auszeichnet: "Take me, from my night, to the light in your eyes". Danach kommt  dann das nächste Highlight der Platte: das ruhige "Al Huriye Unt’a" feat. Safa Hathoot. Eingeleitet wird es von einem Text, in dem es im Allgemeinen um die Diskrimination von Minderheiten geht und in dem die Araber aufgerufen werden, sich nicht auch noch gegenseitig zu diskriminieren. Das Besondere an dem Lied ist für mich aber die arabische Gast-Rapperin, die einen gesunden Flow besitzt und das Lied so abrundet. Weiter geht es mit dem sehr schnellen "Da Dam", wobei der Refrain fast nur aus ihrem Namen DAM in Kinderversen (dadadadam) gesungen besteht. Das Wort ‚dam‚ steht im Hebräischen für Blut und im arabischen für ‚unsterblich‘. Ihr Name soll für das Herzblut stehen, was sie in ihre Musik sowie dieses Lied investieren. In dieses Stück ist auf jeden Fall genügend Herzblut geflossen, da durch den schnellen Rhythmus und Rap ein guter Track enstanden ist. "Hibuna Ishtruna", das Folgelied, beginnt mit einer opernartigen Sängerin und geht leider in eine vollkommene Reizüberflutung über, was die Stimmen und Beats angeht. Unter diesen vielen Reizen finden sich auch vereinzelt coole, die aber leider in der Menge untergehen. Nach dem französischen "Mes Endroits" und "Usset Hub" kommt dann mein persönliches Lieblingslied: "G’areeb Fi Bladi" feat. Amal Bsharat. Es wirft die immer aktuelle Frage auf, warum sie in Advanced Chemistry-Manier fremd im eigenen Land sind. Unterstützt wird das Ganze durch eine wunderschön-traurig gesungene Hook: "Where can i go, when my Land is occupied?". Nach den beiden mäßigen Liedern "Kalimat", eine Hommage an die Sprache, und "Sawa Al Zamari" folgt das Abschlusslied der CD "Ihda" bzw. "Dedication", der Albumtitel. Ein für das Album typisches Stück: ruhiger Beat, routinierte Raps und ein schöner Refrain.

Meine erste Berührung mit arabischem HipHop war erfolgreich. DAM und das Arabische haben einen guten Flow und vor allem ein Gespür für schöne Musik und Melodien, das Hauptplus dieser CD. Das ganze ist sicherlich noch steigerungsfähig und abwechslungsreicher zu gestalten, aber insgesamt ist das ein gelungener Anfang.

Gimme Mo Records – Streettape Vol. 1

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Ein weiteres Label startet mit einer Streettape-Serie durch: Gimme Mo Records. Das Hannoveraner Label  hat vor einer Woche mit Vol. 1 den Startschuss für ihre neue Serie gegeben. Auf diesem Sampler sind deutschsprachige Künstler wie Benjie, Phrase, MB1000, Moe Mitchell aber auch englischsprachige Rapper wie !Bazz, Mr. GrandZdriddler, oder INI Mighty Lockdown oder spanisch rappende wie Niko Noki vertreten: eine bunte, gelungene Mischung, die durch variantenreiche Musik glänzt.

Den Start auf dem 20 Track starken Sampler macht der Hannoveraner Jung Phrase; laut Label natürlich einer der begnadesten Newcomer. Wir sind alle noch nicht bereit für ihn: "Ich bin zu weit weg für euch, kein anderer Rapper rappt so fresh auf Deutsch". Dass das so ist, sehe ich zwar nicht so, aber "Bereit für mich" ist im Ganzen ein guter Battle-Track mit ansprechendem Flow und Beat. Danach folgen mit MB1000 erfahrenere Rapper, die mit "Teamplayer" ihre Gemeinschaftsarbeit loben: "Wir sind Teamplayer for life, es gibt keinen hier, der uns was vorschreibt". Ein zwar mit passabler Sportmetaphorik angereichertes Lied, aber das erste Highlight der Platte ist dann "On Fire" von !Bazz feat. Siamak. Der Amerikaner !Bazz und der Berliner Siamak ergänzen sich hervorragend und somit ist ein gelungener Rap-Song enstanden, bei dem man besonders Siamaks Flow anmerkt, dass er on fire ist.  Mit "A zu dem t zu dem Z zu dem E" von Atze M.  kommt dann ein Stück, was sich gerade durch einen sehr geilen "Kopfnick-Alarm-Beat" von Gee auszeichnet. Rap- und reim-technisch in Ordnung, disst Atze M. sich aber selber auf ironische Weise: "Ich bin die Nr.1 wie Robert Enke". Nach dem mäßigen "Load up da Clip" von Zdriddler feat. Phrase, was stark nach Standard-Ami-Musik klingt, folgt ein weiteres Highlight: "MC Koka" von Benjie. Der Reggaekünstler überzeugt mit mir einen Dancehall-skeptisch eingstellten Rap-Fan durch einen guten Flow und starken Text, der sich gegen das Gangster-Gehabe richtet: "Ich bin kein Moralapostel und kein Doktor Schlau, weiß auch nicht sonderlich viel, aber eins weiß ich genau, Fake-Gangster gehen mir auf den Sack". Es folgen einige gute Lieder wie "G.T.H.P.", was besonders am Gast Moe Mitchell mit seiner souligen Stimme liegt, das gechillte "Es ist mighty" von Mighty Mo, Benjies zweiter Track "Dancehall Shit" und einige nicht besonders starke Lieder wie "187" und "Sickness", typischer Battle-Rap,  von Phrase oder das langsame "Let it rain" von Mr. Grand. MB1000 setzen dann mein persönliches Highlight auf dieser Platte: "Gangsta". Coole Hook, guter Rap und vor allem ein sehr amüsanter Text: "Gangster, viel zu viele Gangster, mehr als du denkst, man, ob Schüler oder Rentner, jeder ist ein Verbrecher", denn "Ich bin ein Gangster, ein großer Gangster, ich schmeiß voll krass meine Kippen ausm Fenster". Mehr als empfehlenswert. Nach dem flowenden Battle-Lied "Phänomen" von Orginal Pheonix feat. Bockmist kommt mit "Sueno" ein weiteres starkes Lied. Jon D Jon und Niko Noki zeigen hier wieviel Groove und Flow HipHop gepaart mit kubanischen Rhythmen haben kann. Das Ende des Samplers ist leider nicht geglückt: ist "How we living" einfach nur ein langweiliges Lied, hat das letzte Stück der Platte "Oh nein, oh nein" im Refrain eine schreckliche Grusel-Gangster-Musik, die den Titel des Tracks wahr werden lässt. Oh nein, oh nein, bitte nicht mehr davon.

Fazit: Gutes Street-Tape mit einigen starken Songs und passender Musik. Für die Beats zeigten sich !Bazz, Lord Wax, Gee, Benjie, Drastic, Beneluxus, Touch Tone, Spekbeatz und viele mehr verantwortlich und haben so eine gute Grundlage gebaut. Ein besonderer Pluspunkt dieses Samplers ist die musikalische Vielfalt, die sich über das ganze Album erstreckt. Kein Lied klingt wie das andere. Mir hat es gefallen. Ich bin bereit für mehr.

Jay-Z vs. The Game?

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In der Vergangenheit machte sich The Game bei Jay-Z nicht gerade beliebt. Der ewige Beef mit Memphis Bleek, einem der besten Freunde von Jay, wurde lange Zeit von Hova nur beobachtet. Nun erscheint "rein zufällig" sein Comeback-Album "Kingdome Come" am selben Tag wie "The Doctor’s Advocate". Eine indirekte Kampfansage?
Abgesehen davon gab Hova ein exklusives Interview auf Hot 97. Hierbei kam es zu einem interessanten Dialog zwischen Sean Carter und der Moderatorin Angie Martinez:

Angie: Ich hab gehört, dass du irgendwie geschäftlich mit 50 Cent zu tun hast?
Jay-Z: hä? (klingt unangenehm berührt)
Angie: Ja, das erzählt man sich so…
Jay-Z: Ich weiß nicht
Angie: Oh, du willst nicht, dass ich es anspreche?
Jay-Z: Nein (lacht)
Angie: Okay, ich dachte nur… ich wusste bisher nicht wie du zu 50 stehst!?
Jay-Z: Business ist Business
Angie: Naja, nicht immer! Du würdest ja nicht mit jedem Geschäfte machen?!
Jay-Z: Nein, das stimmt…
Angie: Ich seh schon, ich glaube wir sprechen später nochmal darüber…
Jay-Z: Okay (lacht)

Alle gegen The Game? Tja, wer austeilt muss auch einstecken können…

EMA’s ohne Snoop?

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Am Donnerstag finden die alljährlichen MTV Europe Music Awards in Kopenhagen/ Dänemark statt. Vor einigen Monaten konnte MTV die Raplegende Snoop Dogg als Performer verpflichten, doch nun steht sein Auftritt in der Schwebe. Letzte Woche wurde Snoop wegen Drogen-/ und Waffenbesitzes am Flughafen von Burbank, Kalifornien verhaftet. Gegen eine Kaution von umgerechnet 27500€ wurde der Dogfather wieder auf freien Fuß gelassen. Gestern musste er sich nun vor Gericht zu den Vorwürfen äußern, allerdings konnte MTV die eingeplante Performance noch nicht zugesichert werden. Durchaus ist es möglich, dass die Behörden dem Künstler wegen laufenden Ermittlungen die Ausreise verweigern. Wollen wir hoffen, dass sich die Sache schnellstmöglich regelt und Snoop unserem ‚Good Old  Europe‘ einen Besuch abstatten darf…

Jay-Z bezieht Stellung

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„Ich halte das Album von Nas nicht zurück, sein Album ist noch nicht einmal fertig.“

Der langjährige Beef zwischen Nas und Jay-Z wurde schon vor einigen Monaten offiziell beendet. Def Jam-Präsident Jay-Z nahm Nas bei seinem Label unter Vertrag, nun warten alle auf dessen neues Album „HipHop Is Dead… The N“. Neuerdings wurde Jay vorgeworfen, er würde mit allen Mitteln das geplante Release verschieben und Nas somit einige Steine in den Weg legen. Aus diesem Grund nahm Hova nun persönlich Stellung und betonte, das neue Nas-Album sei noch nicht einmal komplett fertig, könne somit auch noch nicht veröffentlicht werden. Des Weiteren bereitete Sean Carter dem Gerücht, er würde Def Jam den Rücken kehren, ein schnelles Ende.

„Ich habe einen Drei-Jahres Vertrag unterzeichnet, es gibt also keine Pläne Def Jam zu verlassen“.

Damit scheint die ganze Sache geregelt zu sein. Am 21.November released Jay-Z sein Comeback-Album „Kingdome Come”, dann wird er bestimmt alle, bisher noch ausstehende Fakten auf den Tisch legen.

Die Schweiz liebt Curse

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Neuigkeiten bei ARR. Eine Studie von Sozioland.de hat ergeben, dass Curse des Schweizers liebster Rapper ist. In Deutschland schaffte er es "lediglich" auf Platz 5.
Anscheinend machen sich die zahlreichen Kontakte in die Schweiz bezahlt, eine treue Fangemeinde steht jedenfalls voll und ganz hinter dem Rapper aus Minden. Wer weiß, vielleicht zieht es Curse in naher Zukunft Richtung Schweiz, ein schweizer Bankkonto kann ja bekanntlich nicht schaden.

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