Gerade haben sie die Jam-Session in Wiesbaden gewonnen, davor haben sie im Internet Ihre Free-EP veröffentlicht, jetzt erscheint ihr Album „Machtverschiebung“. Das Video zur dazu passenden Single „Nicht Bereit“ gibts es wo zuerst zu sehen? Natürlich auf Deutschlands No.1 HipHop Page.. rap.de!!!
Spektakulärer Zugang
Soll man das als wegweisendes Zeichen werten? Selfmade Records kann in den ersten Wochen des neuen Jahres mit einem interessanten Neuzugang aufwarten: Jan Mehlhose. Es handelt sich hierbei um den Gründer des Sony BMG Sublabels Subword, bei denen er sich u.a. für die Erfolge von Kool Savas, Curse oder Eko Fresh verantwortlich zeigte und dort zuletzt erfolgreich am Album von Savas & Azad mitarbeitete. Selfmade-Gründer Elvir Omerbegovic zeigte sich über seinen neuen Teilhaber erfreut: "Ich bin von Jan’s Persönlichkeit und Kreativität beeindruckt und davon überzeugt, dass die Partnerschaft mit ihm ein wichtiger Schritt ist, um Selfmade Records zum erfolgreichsten deutschen HipHop-Label zu machen".
Das wird die Zeit dann zeigen: jetzt kommt nächsten Freitag erstmal das Album von Favorite.
Hälfte kommt doppelt
Mobb Deep-Fans können sich freuen: eine Hälfte des Duos, Prodigy, kommt in diesem Jahr noch mit zwei Soloalben über Koch Records auf den Markt. Das erste, "Return of the Mac" betitelte Album ist eine erneute Zusammenarbeit mit dem Produzenten The Alchemist und soll am 27. März erscheinen. Nach diesem Appetitanreger soll dann das Zweite, namentlich H.N.1.C.2., den Musikmarkt erobern.
"Alchemist and I put this CD together to get people ready for my new solo album H.N.I.C.2. I’m ‘bout to turn it up hot with H.N.I.C.2. I decided to ride with KOCH Records cause I got a lot of sh*t to do and say, and I know KOCH won’t hold me back or censor my shit plus the entire company will push the CDs to the maximum because they truly love and respect my music. We’re all very excited about the whole thing.", gab er dazu in einer Pressemitteilung zu verstehen.
Das macht doch Appetit!
Mixtape draußen
Seit gestern, Freitag, den 19.01.07, ist ein neues Mixtape draußen. Das Xrevolution DJ-Team Harry Dee & Mad Zee präsentieren ihr eigenes HipHop-Desaster. Auf der CD werden u.a. Kaisa, Frauenarzt und Joe Rilla mit exklusiven Tracks vertren sein. Hierzu die Tracklist:
1. Intro
2. Grüne Medizin – Penis Mix
3. Manny Marc und DJ Reckless – Gangster rappen nicht
4. Xrevolution DJ TEAM Frauenarzt Megamix
5. Malle skit I
6. Manny Marc – Freiheit für Bogy
7. Sido – ArschF+cksong (Harry Dee Remix)
8. Xrevolution DJ Team – Aggro Berlin Megamix
9. B- Tight – Früher
10. Blokkmonsta ft. Dr. Faustus & Dr. Jekyll – Musik aus der Klapse Remix (*)
11. DiZo – Zeig was du kannst Boy Remix
12. Alpa Gun – Big Boss
13. Kaisa – Xrevolution Exclusiv
14. Xrevolution DJ Team – Taichi Megamix
15. Taichi – Sorgenkind Remix
16. Xrevolution DJ Team – Fler „Trendsetter“ Megamix
17. Fler feat. G- Hot – Nach eigenen Regeln
18. Skinny Al – Mieser Ausländer
19. DiZo – Geht aus dem Weg
20. Malle skit II
21. Joe Rilla – Mein Geschäft
22. Blokkmonsta ft. Dr. Faustus, Kaisa, Skinny Al & Abusex – Geistig gestört
23. Frauenarzt & Chuky – Xrevolution Exclusiv
24. MC Basstard – Krieg mit uns 2007
25. Outro
Bestellen kann man das Ganze auf ihrer Seite
Wegen großer Nachfrage
Seeed-Fans aufgepasst: Aufgrund der großen Nachfrage für die Open Air-Show der Jungs auf der Berliner Waldbühne am 25. August dieses Jahres werden die Mannen von Seeed einen Tag vorher eine weitere Show spielen. Tickets für dieses Zusatzkonzert gibt es u.a. hier oder unter der Tickethotline: Nr. 01805 – 570020.
Seeed in Berlin, das sollte man sich doch nicht entgehen lassen!
13 Jahre später
Damit haben wahrscheinlich nur wenige gerechnet. MC Serch, Mitglied des legendären Rap-Trios 3rd Bass, erwähnte im Zuge seiner neuen Fernsehshow, bei der er den neuen weißen Rap-Star sucht, dass er ein neues Album, "M.any Y.oung L.ives A.go: The 1994 Sessions", auf den Markt bringen möchte. Dabei handelt es sich um im Jahre 1994 für Def Jam aufgenommene Tracks, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden.
Rapper-Karrieren scheinen in Amerika wohl nie zu enden…
Data MC – Data Invasion
Ono? Da war doch was? An dessen Gruppe Walkin‘ Large erinnere ich mich noch, aber das ist lange her. Muss irgendwann in meiner Jugend gewesen sein. Ono ist jetzt mit einem neuen Projekt zurück: Data MC. Data MC besteht aus Ono, Walera Goodman (u.a. Produzent von The Tape) und San Gabriel (DJ). Dabei handelt es sich nicht mehr um eine reine HipHop-Formation, sondern es werden wild Einflüsse vor allem aus der Elektro-Szene, aber auch Elemente aus Funk, Punk oder Rock miteinander vermischt, und der Hörer so mitunter berauscht zurückgelassen. So erging es auch mir bei und nach Hören der CD.
Aber fangen wir am Anfang an: „Mad Ball“, das erste Lied. Nach dem Spannung erzeugenden kurzen Intro macht der erste Track gleich klar, womit wir es hier zu tun haben: elektrolastige Beats vs. Raps von Ono. Und das macht es nicht einfacher, die Beats bzw. die Musik von Data MC zu beschreiben: tanzbar und groovig sind sie auf alle Fälle, und das scheint das Hauptaugenmerk der drei Jungs auf musikalischer Ebene zu sein. Denn bis auf wenige Ausnahmen erwische ich mich immer wieder, dass ich mich bewegen möchte. „Handsome“, das zweite Lied, verbindet dann Elektro-Elemente mit einem groovigen Gitarren-Riff und Ono`s Rap. Generell zeigt sich bei Ono auch die langjährige Rap-Erfahrung und er rappt sich routiniert von Lied zu Lied. Aber wie erwähnt, scheint mir das Hauptanliegen dieser CD die Tanzbarkeit zu sein. Unter dieser Maxime sind Lieder wie "What about it", "Live Forever" oder "Grab Your Partner" feat. Maxx & Kimo Greene zu sehen. Bei "What about it" z.B. vermischen sich gekonnt der Rap von Ono ("Girl, what it is, girl, can you handle your fists, girl, this is real, no crystal" ) und der sanft, aber kräftig vor sich hingroovende Beat zu einer absolut tanzbaren Einheit miteinander. Etwas aus der Reihe fallen die ruhigeren "Bad girl" ("I love skinny and fat girls … you can’t survive in this world, unless you’re a bad girl, you’re livin‘ in an man’s world"), bei dem sich auch ein reggae-ähnlicher Beat einschleicht, und "Vanity" sowie das eher hiphop-lastige "Illegal Alien" feat. Zion-L, Deuce Eclipse und Paradox 720, bei dem die Gastrapper durch die Bank überzeugend sind. Irgendwie das einzige Lied, das ich als reines HipHop-Lied bezeichnen würde, auch wenn es durch einen sehr schrill-skrurilen Beat untermalt wird. Abgeschlossen wird die zehn Lieder lange CD mit einem rein musikalischen Outro, im DJ Friction-Remix. Auf diesem Track scheinen nochmal alle in der Einleitung erwähnten Elemente des Albums zusammengepackt zu sein und raus kommt ein bisweilen bizarrer, aber irgendwie doch immer reizvoller Elektro-Track: ein gelungener Abschluss.
Negativ muss ich konstatieren, dass diese CD leider nur zehn Lieder hat und deswegen nur 40 Minuten dauert. Aber das Besondere ist, dass ich bei keinem der zehn Lieder das Bedürfnis zu skippen oder wegzuhören habe. Wenn man aber sich einfach deren Anliegen zu Herzen nimmt und einfach nur tanzt, vergehen diese Minuten wie im Flug und man kann die CD einfach nochmal anmachen und weiter tanzen…
V.A. – Tacheles, Captain Gips, Damn
Wir kriegen viele CD’s zugesandt, mit vielen Raps und vielen Beats. Also viel HipHop-Material, dessen Sichtung es vielerlei Ohren bedarf. Ich habe mich jetzt mal mit meinen Ohren drei dieser Cd’s gewidmet und versuche, sie euch kurz vorzustellen.
Tacheles – Jetzt wird Tacheles geredet
Infos zum Künstler: Tacheles kommt aus Duisburg, sein Album "Jetzt wird Tacheles geredet" kommt am 17.02.07 raus und es wird eine Release-Party im Meidericher Parkhaus gegeben. Für Kaufinteressenten, sei die Internetweite www.deegree.info empfohlen, wo man das Album für 5 € checken kann.
Zusammenfassend läßt sich zu Tacheles sagen, dass man es hier mit Rap von der ruhigeren Sorte zu tun hat. Man hört ruhige Beats und darauf wird mit ruhiger, souveräner Stimme gerappt. Auch haben wir es nicht mit einem Gangster, Hustler oder sonstwas in dieser Richtung zu tun, sondern einfach mit einem MC: "Wir machen Musik aus der Seele … The Art of Storytelling-Rap ist wofür ich lebe".
Insgesamt gibt es hier 19 Lieder, die man alle getrost als Inhalts-Lieder bezeichnen kann. Tacheles behandelt die üblichen Themen wie "Gangstah Denkstah" ("Gangster, Gangster, einmal Knast und zurück … Gangster, willst du dir dein Leben verbauen, mach deine Eltern stolz oder gehe zurück in den Bau") , "Musik ist mein Leben" ("Musik fließt durch meine Adern, ich kann ohne sie nicht leben…) oder "Gib dich nicht auf". Generell finde ich seinen Auftritt positiv, doch auf 19 Tracks wäre mir ein bißchen mehr Abwechslung sowie Innovation lieb gewesen. Irgendwie hat man den ganzen Inhalt ("Gib dich nicht auf, egal wie weit der Weg ist … geh deinen Weg, ich glaub an dich") schon mal woanders gehört. Potential ist vorhanden, was den Rap und den Inhalt angeht, nur die Beats müssen (!) auch mal kräftiger sein, denn sonst beginne ich zu skippen, zu skippen und zu skippen.
Captain Gips – Von oben herab
Captain Gips ist ein MC aus der Gegend um Hamburg und hat jetzt nach einem halben Jahr Pause auf der See ein neues Album "Von oben herab" über Silberrücken Records am Start. Soviel sei zu seiner Person gesagt.
Im Gegensatz zu Tacheles haben wir es hier mit Battle-Rap zu tun und den findet man auf 12 Tracks (16 mit Intro und Skits), aber nicht ohne ein Schmunzeln auf der Lippe. Und zwar bei beiden. Bei ihm, da er das Ganze bestimmt nicht allzu ernst nimmt, und beim Hörer, da das Ganze mitunter amüsant sein kann: "Gegen uns seid ihr wie Clowns am Mic, Superhelden seid ihr nur bei Counterstrike" oder "Ohne mich wäre HipHop wie Reggae ohne Dreadlocks, unvorstellbar wie Karl Marx ohne Bart, wie ein Kranker ohne Arzt…" oder "Sie will mit mir zu Kai Pflaume zu "Nur die Liebe zählt", doch ich habe keine Zeit, denn nur die Liebe zählt". Raptechnisch hat der Captain beachtlich viel zu bieten, da er in seinen Liedern gekonnt zwsichen laut/leise bzw. schnell/langsam variiert. Produziert wurde das Album vom Captain selber und wohl vom oft in den Liedern zitierten Le Fou.
Zu kritisieren ist die Tatsache, dass sich das leider nicht durch das ganze Album durchzieht und ein bisschen Abwechslung zum Ende hin das Ganze noch abgerundet hätte. So verspüre ich einerseits am Ende bei mir selber eine gewisse Battle-Müdigkeit, so scheint es aber auch dem Gips zu gehen, da die Punchlines am Ende immer schwächer und redundanter werden. Ansonsten: das passt!
Damn – Damnolition Man
Jetzt befinden wir uns in Berlin bei Damn. Geboren und im amerikanischen Teil Berlins aufgewachsen, kam er schnell mit HipHop in Kontakt und ist nun mit seinem Album "Damnolition Man" über Evilmama Records da.
Gleich mit dem ersten "Warm Up" wird klar, dass es ganz interessant werden kann. Angenehme Rap-Stimme, guter Flow und gechillter Kopfnick-Beat: "Ich habe lieber hundert echte Heads auf meiner Seite, als 10.000 Fakes, die hören, aber nicht fühlen, was ich meine…". Damn möchte den HipHiop wieder in die richtige Bahn lenken und das gelingt ihm erst einmal auch ohne Weiteres. Doch was auch leider bei ihm noch fehlt, ist die Abwechslung. Denn die Beats des Albums hat man bald kennen gelernt und sie ändern sich auch nur noch in Nuancen. Ansonsten erinnert mich das alles mitunter ein bißchen an die Anfänge von Blumentopf (hoffe, das ist für ihn keine Beleidung): auf einen angenehmen, aber leider nicht allzu innovativen Beat treffen sich Inhaltsrap ("Zeit für mich"), nette Geschichten und Battle-Rap ("Ich hasse die Szene, die mehr Scheiße transportiert als Abwasserkanäle" oder "wie ein vercrackter Dieter Eilts" . Die 23 kurzen Lieder hätte man aber musikalisch sowie thematisch auch auf weniger zusammenfassen können, aber Potential und Talent ist allemal vorhanden!
Bis zum nächsten Mal.




