Während die amerikanische HipHop Community noch um den am Montag letzte Woche ermordeten Rapper Stack Bundles trauert, wurde gestern der erste Mordverdächtigte gefunden – tot.
Der 20jährige Charles White, ein aufstrebender Rapper, wurde auf einem Sofa in einem leer stehenden und seit Monaten zum Verkauf angebotenen Haus in Queens entdeckt, mit einem Kissen über dem Kopf, einer Beinwunde und zwei Schusswunden hinterm Ohr. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Morden ist der Polizei zufolge sehr wahrscheinlich. White soll nach dem Mord an Stack in seinen Heimatstaat Virginia gefahren, letzten Samstag aber mit einem Freund zurück nach New York gekommen sein, so die Polizei. Berichten zufolge habe dieser Freund, Kevin Brown, die Wohnung gerade verlassen gehabt, als er die Schüsse hörte und daraufhin schnell zurück kehrte und die Polizei rief. Ein Zeuge aus der Nachbarschaft hatte Sonntagnacht drei Männer auf der Veranda der Wohnung gesehen, die er als sehr höflich beschrieb: „Einer von ihnen sagte ‚Happy Father’s Day’ zu mir“.
Bisher wurde noch niemand in dem Mordfall verhaftet. Es bleibt nur zu hoffen, dass er sich nicht in die vielen anderen ungeklärten Rappermordfälle der US-amerikanischen Geschichte einreiht.
Selbstjustiz in Queens
Heaven´s Fury
Als ob er mit seiner Musik, Filmen, Klamotten, dem Energygetränk Formula 50 und wer weiß was noch alles nicht schon genug Kohle an Land schaffen würde, hat 50 Cent im Januar 2007 in Kooperation mit MTV / Pocket Books seinen eigenen Buch-Vertrieb an den Start gebracht. G-Unit Books hat jetzt einen Vertrag mit Meta Smith ausgehandelt, einem früheren Video Model, die inzwischen als Autorin tätig ist. Nachdem Smith Auftritte in über einem Dutzend HipHop Videos gehabt hatte, hat sie bereits zwei Romane veröffentlicht „The Rolexxx Club“ (2006) und „Queen of Miami“(2007). Meta Smith wird ihr neues Buch „Heaven’s Fury“ diesen November über G-Unit Books veröffentlichen. Es handelt von einem Mädchen, das in einen brutalen Drogenkrieg hinein gerät.
Marco Polo
Es gab mal eine Zeit, in der die Welt noch in Ordnung schien. HipHop wurde nicht für tot befunden, New York war DIE Stadt und jeder neue Release aus dem Hause Rawkus wurde frenetisch gefeiert und avancierte zum instant sureshot.
Dass die Welt sich jedoch schonungslos weiter dreht und keinen Halt vor Fortschritt macht, mussten sowohl HipHop, NYC als auch Rawkus erfahren.
Doch nun scheint es wieder ein wenig Licht am Ende des Tunnels zu geben. Nachdem sich das Indie-Imperium faktisch selbst zerstörte und Jahre vor einem Scherbenhaufen stand, ist es bereit für einen Rückschlag. Dass sich das ehemalige Lieblingslabel aller Backpacker dabei ausgerechnet Schützenhilfe von einem Kanadier holt, scheint vorerst verwunderlich. Doch der Wahl-New Yorker Marco Polo tritt mit nicht weniger an, als dem Plan, den Osten wieder zurück zu bringen.
Wir sprachen mit Rawkus’ neuem Mann hinter den Reglern über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Labels und natürlich über den tot geglaubten Patienten HipHop.
Let’s take it back to the east!
rap.de: Da du dich Marco Polo nennst ist es nahe liegend, dass du viel reist, oder?
Marco Polo (lacht): Ja, ich versuch es zumindest. Ich pendle viel zwischen New York und Toronto.
rap.de: Woher beziehst du deine Inspiration?
Marco Polo: Vor allem aus den Platten, die ich digge. Dann natürlich HipHop. Klassiker wie D.I.T.C., Pete Rock, Erick Sermon…
rap.de: Also ist es vor allem die Musik und weniger der Ort?
Marco Polo: Es ist ein wenig von allem. Das Leben, die Musik, die Orte, an denen ich mich befinde. Ich lasse mich von allem möglichen inspirieren.
rap.de: O.k. Wie kam es eigentlich dazu, dass du von Rawkus gesigned wurdest?
Marco Polo: Eigentlich bin ich bei Soulspazm gesigned, die ein Joint Venture mit Rawkus haben, um ihre Sachen zu veröffentlichen. Es ist also mehr ein 50/50 Projekt. Doch der Name Rawkus war der Grund, warum ich mich überhaupt für Soulspazm entschieden habe. Auf der einen Seite ist es ein bekannter Name, wodurch ich mir mehr Aufmerksamkeit verspreche und außerdem denke ich, dass mein Sound ganz gut zu dem Image von Rawkus passt.
rap.de: Bisher bist du als Producer ja eher ein unbeschriebenes Blatt. Wieso jetzt schon ein Producer Album?
Marco Polo: Ich hab es vor allem für mich als HipHop-Fan gemacht, denn der Sound, den ich liebe, wurde schon lange nicht mehr veröffentlicht. Also dachte ich mir, mach ich es einfach selbst.
rap.de: Was genau vermisst du denn momentan im „Game“?
Marco Polo: “You know, I’m missing the beats and the rhymes. That “digging in the crates” with samples. The original HipHop like it was.” Meiner Meinung nach repräsentieren die Sachen im Radio und TV nicht das komplette Spektrum. Das Spiel ist momentan nicht ausbalanciert genug. Und ich hoffe mit meinem Album die Ära der realen Heads wieder zurückbringen zu können.
rap.de: Es ist dir also zu glatt geleckt?
Marco Polo: Das ist nicht einmal das Problem. Ich kann nur einfach keine Beziehung zu dieser Musik aufbauen. Ich will nicht haten, aber es inspiriert mich nicht.
rap.de: In deiner Presseinfo steht, dass dein Sound „fresh, timeless and progressive“ ist. Inwieweit würdest du dieser Beschreibung zustimmen?
Marco Polo: Naja, ich glaube nicht, dass jemand in der Presseabteilung die Musik im Vornherein so bezeichnen darf. Das sollten schon die Hörer entscheiden. Ich bin nicht so der Fan von Marketingstrategien, die versuchen, dich mit allen Mitteln von einer Sache zu überzeugen, bevor du es überhaupt gehört hast. „When people – hearing my album – saying, that it is timeless, I’m going to appreciate it. That’s love and they are the ones who making it a classic.”
rap.de: Was hast du dir mit diesem Album zum Ziel gesetzt? Oder sind deine Ziele schon allein
mit der Veröffentlichung des Albums erreicht?
Marco Polo: Natürlich war eines meiner Ziele, das Album mit jemand wie Rawkus zu veröffentlichen. Aber ich will auch so viele Leute wie möglich damit erreichen. Mir ist es egal, ob sie es kaufen oder runterladen. Hauptsache, sie hören meine Musik und lernen mich und meine Sicht auf HipHop kennen. Es ist mir zu einem gewissen Grad egal, ob es sich gut oder schlecht verkauft. Ich hab ein dopes Album gemacht und stehe zu 100 Prozent dahinter. Das Wichtigste ist mir, dass die Leute meine Musik hören. Damit wäre ich schon glücklich.
rap.de: Dein Album ist im Gesamten gesehen sehr kompakt. Es lässt sich jedoch nicht wirklich eine Single, die für heutige Verhältnisse immer wichtiger wird, feststellen. Wodurch erhoffst du dir die nötige Aufmerksamkeit?
Marco Polo: Die eigentliche Single für das Album ist der Song „Nostalgia“ mit Masta Ace, die wir auch als 12" released haben. Und für heutige Vinylverkäufe läuft sie auch recht gut hier drüben. Du weißt ja, der Markt für Vinyl wird immer kleiner. Wir haben auch ein Video zu dem Song gemacht, das ihr euch auch auf meiner Seite oder youtube ansehen könnt. Ihr solltet es unbedingt checken, allein schon wegen Masta Ace, der ja schon lang kein Video mehr geschossen hat.
rap.de: In deinem Intro ist zu hören, dass du es zurück an die Ostküste holen willst. Um ein wenig auf die aktuelle Diskussion einzugehen: Glaubst du, dass New York seinen Stand im HipHop verloren hat?
Marco Polo: Nein, ich glaube nicht, dass New York jemals wirklich seine Ausnahmeposition verloren hat. Es wurde nur ein wenig der Fokus verloren. Die Corporates haben eben das Ruder übernommen und pushen momentan einen Sound, der nicht wirklich den originalen NY Sound repräsentiert. Deshalb habe ich auch mein Album eher im klassischen, old-school BoomBap gehalten.
rap.de: Dann gleich die obligatorische Anschlussfrage: Was hältst du vom Südstaaten-Hype?
Marco Polo: Was soll ich sagen? Ich hab Respekt vor dem, was sie tun, denn letztlich haben sie sich diesem Hype mit ihrem eigenen Sound aufgebaut. Aber höre ich solchen HipHop? Nein, denn es spricht mich nicht wirklich an. Dennoch respektiere ich, dass sie ihr ganz eigenes Ding durchziehen.
rap.de: Wie sieht es bei dir aus? Hast du schon eine klare Vorstellung darüber, in welche Richtung du dich soundtechnisch entwickeln willst?
Marco Polo: “I’ll definitely stick to my formula: Digging in the crates and breaks“. Einfach diesen Produktionsstil beibehalten, denn das ist es, was ich liebe. Ich werde auch versuchen, mit größeren Artists wie zum Beispiel The Lox und Ghostface zusammen zu arbeiten. Doch wodurch ich mich wirklich auszeichne und ich mir auch weiterhin einen Namen machen will, ist das Produzieren von kompletten Alben. Ich vermisse dieses Element im aktuellen HipHop. Es geht meist nur noch um Singles. Schau dir doch einfach an, wie viele Klassiker damals produziert wurden, die du heute noch mit Liebe hörst. Einfach, weil es richtige Alben waren.
rap.de: Was ist für dich als Produzenten bei einem Artist am Wichtigsten?
Marco Polo: Eigentlich ist es eine Kombination aus allem. Die Stimme, der Flow, die Message. „I’m just a fan of good music“. Ich picke mir da nicht eine bestimmte Eigenschaft heraus. Hauptsache ich kann es fühlen. Aber es ist auch klar, dass ich meine Beats den Artist anpasse. Ein Kool G Rap wird von mir keinen fröhlichen Soulbeat bekommen, sondern den roughen Street Shit. Ich betrachte die ganze Sache auch als Fan. Somit gibst du dem Artist auch den Sound, für den du sie liebst.
rap.de: Wer steht denn ganz oben auf deiner Wunschliste?
Marco Polo: Wie vorhin schon erwähnt auf jeden Fall The Lox, Ghostface und Pharoahe. Aber ich würde mich auch auf eine Zusammenarbeit mit Amy Whinehouse freuen.
rap.de: Du hast ziemlich hochkarätige Leute auf deinem Album. Wie kamen die ganzen Verbindungen zustande?
Marco Polo: Masta Ace war der Erste von allen. Die Verbindung kam dadurch, dass ich ihm einen Beat für sein letztes Album gab, woraufhin er dann für „Port Authority“ den Song „Nostaligia“ aufgenommen hat. Mit Buckshot war es ähnlich. Da ich auf dem letzten BCC-Album mit drei Beats vertreten war, dachte ich mir, könnte ich Buckshot auch auf meinen Joint holen. Bei Leuten wie Large Professor waren es auch einfach gute Verbindungen zum Management.
rap.de: Ist HipHop tot?
Marco Polo: “HipHop is NOT dead, man!” (lacht). Ich verstehe Nas da schon ein wenig. Er hat damit ja auch eine riesige Kontroverse losgetreten. Aber ich bin der Meinung, dass HipHop nie wirklich sterben wird. „It might be wounded and hurt, but it’s never gonna die!”
rap.de: Wo wir gerade bei verwundet sind: Glaubst du, dass Rawkus in seinem eigenen langen Schatten überhaupt noch bestehen kann?
Marco Polo: Hm…Ich denke, dass es für Rawkus auf jeden Fall möglich ist, auch heute noch erfolgreich zu werden. Nur müssen sie extrem vorsichtig damit sein, welche Artists sie herausbringen. Schließlich haben die alten Rawkus-Fans große Erwartungen. Somit müssen sie wahrscheinlich mehr arbeiten als andere Labels und dürfen sich noch weniger Fehltritte leisten. Denn sobald die Qualität nicht stimmt, wird auch die Unterstützung der Fans verloren sein.
rap.de: Und das derzeitige Roster kann das schaffen?
Marco Polo: Mich zu signen und mein Album zu veröffentlichen war definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.
rap.de: Wie sieht es mit „Kids In The Hall“ aus? Gibt es schon Pläne für eine Kollaboration?
Marco Polo: Es gibt noch keine konkreten Pläne, da jeder gerade mit seinem eigenen Stuff beschäftigt ist. Naledge arbeitet momentan an einem Soloalbum und ich kümmere mich um mein Album.
rap.de: Für wie relevant hältst du Rawkus für den heutigen HipHop?
Marco Polo: Ich kann hier natürlich erstmal nur für mich sprechen. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass das was ich zu bieten habe sehr erfrischend ist. Ich denke, dass ich den Leuten mit meinem Album wieder das Gefühl dafür gebe, wie HipHop sicht einmal angehört hat. „I keep it pure and simple when I do my beats. It’s nothing crazy nothing overproduced. It’s just beats and good MCs.” Das sind meiner Meinung nach die Dinge, die im HipHop gerade fehlen und ich bringe sie zurück.
rap.de: Hast du Angst, dass Hater deinen Sound als ausgelutscht bezeichnen könnten?
Marco Polo: Absolut nicht! Das wäre einfach nur ignorant.
rap.de: Was hast du noch alles in der Pipeline?
Marco Polo: Es stehen einige Sachen an. Ich hab neue Tracks für Heltah Skeltah, Large Professor, J-Live, O.C, Copywrite und noch viele mehr produziert. Die Songs werden dieses bzw. nächstes Jahr released.
rap.de: Und wie sieht es mit einer Europatour aus?
Marco Polo: Ich würde mich auf jeden Fall riesig freuen. Wir stehen auch schon mit einigen Bookern in Kontakt. Mal sehen, was sich da ergibt.
rap.de: Alles klar. Vielen Dank für das Gespräch.
Endlich frei?
Der bei Roc-A-Fella gesignte Rapper Freeway lässt lange auf sein zweites Album „Free At Last“ warten. Eigentlich sollte es schon vor einem knappen Jahr raus kommen, doch bisher hat man nur die Single „Big Spenders“ mit Jay-Z gehört.
Freeway, frommer Muslim, begründet die Verzögerung mit seiner Religion. Er sei seiner religiösen Pflicht nachgekommen und nach Mekka gepilgert, sagte er in einem Interview mit MTV. In dieser Zeit habe er darüber nachgedacht, welche Rolle Musik, die der Islam ja eigentlich verbietet, in seinem Leben spielt. Er habe sogar in Erwägung gezogen, ganz aufzuhören.
"Me being Muslim, I’m not even supposed to be doing music. It takes away from the remembrance of God. For me and for the other [Muslims] in the world, the time they are listening to my music, they could be reading, studying the Koran. The time I’m doing music, I could be studying the Koran. Me knowing that’s the right thing to do and I’m doing something wrong, I had to buckle down and get myself together. ‚Do I really wanna do this? Do I really wanna go against my God like that?‘ "
Doch seine Liebe zur Musik und seine Pflicht, eine Familie zu ernähren, habe ihn veranlasst, weiter zu machen. Noch im Herbst soll das von Jigga und Fitty produzierte Album endlich raus kommen.
Q-Tip an der Uni
Jazz und HipHop liegen nahe beieinander. Ihre Verwandtschaft wurde oft genug bewiesen – nicht nur durch Gurus Jazzmatazz Reihe. Auch bei dem New Yorker HipHop-Trio A Tribe Called Quest war immer eine starke Affinität zu Jazz unverkennbar. Der MC der Gruppe, Q-Tip, der auch als Produzent (u. a. für Nas‘ "One Love") tätig war und ist, macht nun dieses Wochenende bei einem Seminar an der Hampton University mit, bei dem die vielfältigen Überschneidungen der beiden Musikstile erforscht werden. Dabei geht es natürlich größtenteils ums Sampling. Neben Q-Tip werden auch Musiker wie Easy Mo Bee, Lenny White und Jeff Lorber dabei sein.
Saigon entschuldigt sich
Wie wir kürzlich berichteten hatte sich der New Yorker Rapper Saigon hart mit seinem Label Atlantic Records angelegt, da sich dieses scheinbar weigerte sein Debütalbum "The Greatest Story Never Told“ wie geplant zu releasen. Saigon drohte auch damit, das Album ohne die Genehmigung des Labels zu veröffentlichen, was zu einem Streit zwischen ihm und Just Blaze, dem ausführenden Produzenten des Albums geführt hatte. Der Streit trug sich glücklicherweise ausschließlich im Internet aus und beschränkte sich auf Blog-Einträge der beiden, die sich jeweils auf das zuletzt gesagte des anderen bezogen. Vergangenen Samsatag (16. Juni) entschied sich Saigon dem ganzen jedoch ein Ende zu setzen und entschuldigte sich bei dem Produzenten und Freund „…I know y’all see the back and forth shit between us and I admit I was stupid for my part in it…But its like 2 brothers fighting in the street when they could’ve went inside the house and shot 5 in their bedroom…You will NEVER see that again so I hope you enjoyed it…I love Just Blaze to death and I will bleed or make someone else bleed for that dude…Not because he makes good beats or he produced my album, but because he has a big heart…Im cool with his Mom, Brother and Auntie…” Im weiteren Verlauf des Statements, erklärt Saigon, dass das Internet sicher nicht die richtige Plattform war, um so einen Streit auszutragen “…Da ich dumm genug war an dieser online Geschichte teil zu nehmen, will ich jetzt auch das gleiche Forum nutzen, um mich bei ihm zu entschuldigen, anstatt einfach nur bei ihm an zu rufen. Wenn du das lesen kannst, es tut mir leid“. Saigon nutze das Blog auch um seine neue Situation in der Industrie bekannt zu geben. Er sei jetzt offiziell bei Violator Management unter Vertrag, der Firma, die auch 50 Cent, Busta Rhymes, Sean „Diddy“ Combs und andere betreut. Vielleicht sieht er hier seine Interessen besser vertreten.
Sha Money XL für Traxxpad
Traxxpad heißt die neue Software für Sonys PSP, die die Konsole in ein portables Musikstudio verwandelt. Seit der Veröffentlichung Anfang des Monats kann man also mit seiner Playstation Beats basteln. Das Programm enthält Drum Machines, Sampler, Sequenzer und eine Mini-Keyboard. Der G-Unit Produzent und Manager Sha Money XL, der 50 Cent raus brachte, hat einen Vertrag mit der Firma Eidos unterschrieben und wird Tracks für die Software produzieren.
„Mir ging es immer um die besten Beats, nicht nur um die größten Namen und das Traxxpad Portable Studio fokussiert die nächste Generation von Beatbastlern“, sagte Sha Money XL. "Traxxpad is gonna change the game."
Einen Trailer zur Software kann man hier sehen.
Standard Bearer
Zu Beginn des Jahres hatte sich Cosmic aus der schwedischen Gruppe Looptroop verabschiedet, da ihm das Leben im Rampenlicht zu viel wurde. Er kündigte aber trotzdem ein weiteres Studioalbum der Gruppe für den Winter an, auf dem er auch noch ein paar Features haben wird. Das DVSG-Camp bleibt bis zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht untätig und kam nun mit einem weiteren Solorelease von Promoe. Dieser veröffentlichte nämlich am 7. Juni seine DVD „Standard Bearer“ (bedeutet ungefähr soviel wie Fahnenträger), die reichlich Material für jeden Fan, und jeden, der es werden will, bereit hält. Zu aller erst einmal bekommt der Käufer alle sieben bisher veröffentlichten Promoe-Videos, ein komplettes Live-Konzert aus dem letzten Jahr, das im Rahmen der „White Mans Burden“-Tour mitgeschintten wurde, viele Studioaufnahmen zum letzten Album, das zu großen Teilen auf Jamaica entstanden ist und außerdem gibt es noch eine Bonus-CD mit 13 Tracks, die unveröffentlichte Songs, Features, oder Songs fürs Internet und für Sampler beinhaltet.
Auf die Frage nach seiner Motivation diese DVD zu veröffentlichen antwortete Promoe folgendes:
„I have wanted to release a DVD for a long time now. Simon Klose, the director of the movie, has been following me and looptroop around with a camera since 2000 (he made our first video "long arm of the law" that year). The plan was first to make a looptroop-DVD, but in 2005 we decided together that it was too expensive. But since i don’t really have any sense of budgets i still wanted to make a dvd – so i did one on my own instead.
And it’s definitely for the fans, but also for anyone that’s never heard my music to get an idea of how i work and think. And like i said, i also had to make it for myself since it has been a dream for a long time. I’ve always been interested in movies and i like watching music documentaries – especially when i’m on tour. it gives me alot of inspiration to see how other musicians do their thing.“
Und, dass es sich lohnt, seine Träume zu verwirklichen zeigt die Tatsache, dass die DVD in der ersten Woche direkt auf Platz eins der schwedischen DVD-Charts geschossen ist und solche Künstler wie Bruce Springsteen, Bob Dylan und Robbie Williams hinter sich gelassen hat. Also checkt das Teil aus. Mit lediglich 16 € hält sich das auch preislich sehr in Grenzen.




