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Lil Wayne angeklagt

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Lil Wayne wurde nun von einem Juwelier aus New Orleans wegen einer größtenteils unbezahlten Rechnung verklagt. Jack Sutton, der Besitzer von Jack Sutton Fine Jewelry, verkaufte Weezy einen 138 Tausend Dollar Ring und eine mit Diamanten besetzte Goldkette im Wert von 32  Tausend Dollar (6. Oktober 2006).

Das Geschäft wurde über das Telefon abgeschlossen, wobei eine monatliche Ratenzahlung vereinbart wurde. Sutton erhielt auch eine erste Zahlung über einen 24 Tausend Dollar Check, danach war es still und das obwohl nach 10 Jahren, in denen er den Rapper schon bediene, noch nie irgendwelche Probleme auftraten: “He spent a lot of money with me,” sagte er. “I thought we have a really good relationship. I don’t know what happened, unless it’s a misunderstanding.”

Waynes Anwalt dazu: ”This is clearly a misunderstanding. If, in fact, the allegations are true, then it will be resolved. My client is very responsible.”

Der Fürst Des Lichts schlägt wieder zu

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Boba Fettt, ehemals Royalbunker und Edit-Entertainment Zögling, bringt nun endlich am 17.11 2007 den dritten Teil der „Die Fetten Jahre Fangen An“ Mixtapereihe an den Mann. Gäste sind unter anderem Taktlo$$, K.I.Z, Wakka und Justus. Der DJ, der bereits für Fuat, Savas, Taktlo$$ und andere die Platten zum Rotieren brachte, veröffentlicht über No Peanuts das Mixtape wie auch sein zuletzt erschienenes Album „Meisters Des Universums“, welches meines Erachtens nach ein wenig untergegangen ist. Wollen wir nun hoffen dass dieses Kunststück des Herrn mit dem unverwechselbaren Reimstil diesmal mehr Beachtung findet. Verdient hat er es definitiv.

The Mirror Release verschoben

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Ja Rules heiß erwartetes Album The Mirror, wird nicht wie geplant im November erscheinen. Nach eigenen Aussagen wartet Ja noch bis sich die Marktlage entspannt, der Wettbewerb sei im Moment einfach viel zu groß: "I was going to put the album out November 13 but I decided to wait. The new year is fresh. It’s only a couple of months away. So, since everything is fresh and new, what I’m doing, I felt, I’ma let it linger. Plus, [there’s] a lot of traffic right now. It’s that fourth quarter traffic, you know what I mean? It’s gonna be real heavy out there… ." MurderInc-Online hingegen rechtfertigte die Release-Verschiebung der Platte auf das neue Jahr, ohne festen Termin, mit Problemen bei der Genehmigung einiger Samples.

Colos raus aus Deutschland

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Colos, dessen Album „Leben Im Exil“ landesweit für Aufsehen sorgte, vor allem auch durch die Single „Ausländer raus…raus aus dem Ghetto!“, hat bekannt gegeben, dass er sich seit knapp drei Jahren illegal in Deutschland aufhält. Während der gesamten Entstehungs-,  und  Promotionphase des Albums hatte er keine Aufenthaltserlaubnis, absolvierte aber trotzdem fast alle öffentliche Auftritte, ständig mit der Angst, erwischt oder verraten zu werden. Man stelle sich vor: Eine routinemäßige Personenkontrolle hätte jederzeit zur Verhaftung führen können.
Nun soll dieser Zustand ein Ende finden: Colos wird sich den Behörden stellen und zum 10. November Deutschland verlassen, natürlich mit der Hoffnung, eines Tages legal hier leben zu können. Der gebürtige Kosovo-Albaner sagt: „Ich wollte unbedingt das Album vollenden, welches man mit dem Wissen um die Hintergrundgeschichte nun mit anderen Ohren hören kann. Mit gemischten Gefühlen aber gutem Gewissen verlasse ich Deutschland.“

Colos kam mit 13 Jahren nach Deutschland, weil er mit seiner Mutter vor dem Krieg im Kosovo geflüchtet war. Bis zum Alter von 21 Jahren wurde er hier geduldet. Als die Duldung abgelaufen war, wurde er jedoch verraten und saß bis zu seiner Abschiebung 2002 in Haft, kehrte 2003 aber wieder nach Deutschland zurück, wo er um Asyl bat, was von den Behörden abgelehnt wurde. Daraufhin tauchte er in Berlin unter. In der Folge entstand das Album, welches für ihn, laut eigenen Angaben, auch eine Art Abschluss mit dem alten Leben in der Illegalität darstellt.
„Ich wollte mit meiner Musik Menschen erreichen und bin stolz darauf, etwas Positives geschaffen zu haben. Ich habe immer an das Gute geglaubt. Ab und an musste ich in meiner Lage als Illegaler etwas Illegales tun, um am nächsten Tag essen zu können. Ich habe dies nicht getan, um als ausländischer Rapper einem Image zu entsprechen, sondern um ernsthaft  zu überleben.“
Zum Abschluss gibt es nun noch ein Video mit dem Titel „Glaub An Dich / Identität“, welches zwei weitere tiefgründige Songs aus seinem Album vorstellt.
Wir bewundern Colos’ Standhaftigkeit und Courage und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute – und die baldige Rückkehr nach Deutschland.

Snoop als Autoritätsperson

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Snoop Dogg, dem seit dem letzten Jahr die Einreise nach Großbritannien untersagt ist, ist der Ansicht, dass er das dort stetig wachsende Gang-Problem lösen könnte. Er hält sich für die ideale Person, um zu der Jugend zu sprechen und sie zu demotivieren, in Gangs einzutreten: “I really wanted to be a voice to stop gang members, ’cause they respect me enough to get into a room with me“, sagte Snoop. “By not permitting me, they’re saying they just don’t want me to solve this situation.” Das Einreiseverbot resultierte aus einer Rauferei zwischen Snoops Gefolge und den Beamten des Heathrow Airports im April 2006, sowie seiner beachtlichen  Strafakte. “It’s not the fans, it’s just a few people in white wigs and members of parliament. They got a problem because the judicial law is from the 1800s.”

„Blockschrift“ featured Rakim!

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Nachdem der gute Azad es mit der „Prison Break Anthem“ an die Spitze der deutschen Charts geschafft hat, hofft er nun auch mit seinem bald erscheinenden Album „Blockschrift“ an diesen Erfolg anzuknüpfen. Da seine Eltern ganz entzückt von dem Erfolg ihres Sohnes sind, Azad O-Ton: „Ich liebe es dieses Leuchten in den Augen meiner Eltern zu sehen“, hat der Frankfurter Jung’ mit einer Featureliste die sich recht erfolgsversprechend liest mit Namen wie Joy Denalane, Jonesman und Gentleman einen weiteren großen Namen auf sein Album geholt und zwar  niemand geringerem als Rakim höchstpersönlich. Na wenn dieser Käse nicht auch die letzten Mäuse aus den Löchern lockt…

Patrick Mit Absicht – Jack Is Back

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Patrick Mit Absicht, diesem Namen begegnet man eigentlich durchweg in positivem Zusammenhang. Seit 1999 im Rapbusiness aktiv, hat er sich mit den Jahren zu einem äußerst talentierten Rapper gemausert, der nach diversen Streetalben, EPs und Mixtapes nun am 2.11.2007 sein Debut „Jack Is Back“ veröffentlicht. Im Comicstyle mit Gummipuppe, Skeletor und leicht debil dreinschauendem PMA gespickt kommt das Cover daher. Die Ironie schlägt schon beim Betrachten des guten Stücks mitten ins Gesicht. Und auch beim Anhören  weicht sie nicht zurück. Die Ironie als roten Faden genutzt, findet man sie in jedem Stück, durch lustige Reime und fein gespittete Parts in den Gehörgang transportiert.

Raptechnisch spielt Patrick Mit Absicht mindestens im UEFA Cup mit. Gute Technik, gutes Timing bei feinen Flexes sogar deutlich gerappt, was viele versuchen doch kaum einer wirklich kann, scheint er im Schlaf zu beherrschen. Gleich im Intro „Jaque Je T’aime“, das eigentlich als voller Track zu werten ist, kommt PMA mit jeder Menge Energie und hammer Flexpart rein, der Track von B79 produziert, wird durch ein dickes Gitarrensample und Bass perfekt ergänzt. Auch „Zu Ill“ ist rap-, und produktionstechnisch ein sehr guter Track, feinstes Gebattle, schöne dunkle Synthies, die Hook mit „Ich Bin Einfach Zu Iiiilllll“ sehr aussagekräftig.

Allgemein sind auf diesem Album jede Menge Synthiesounds und dicke Bässe zu finden. „Axteffekt“ nimmt sich dem Metzgerrap an, dessen Interpreten gerne Hackfleisch aus vorher entnommenen, menschlichen Organen machen oder „Ein Ernster Song“ der Pseudoliteraten mit Weltverbesserinstinkt auf ihre Heuchelei aufmerksam macht. „Die Welt ist so gemein, gemein und kaputt, so unfassbar gemein, mir fällt keine Hookline ein, nein, ich muss weinen“. Man schmunzelt immer wieder über die blasphemischen Karikaturen des Hatertums, der VIP-Groupies, Sozialkritiker und Splatterboys, mit jedem gängigen Klischee wird auf humoristische Art und Weise abgerechnet.

Alles in allem kann man „Jack Is Back“ als gute Alternative zum allgemeinen Deutschrapsperrmüll sehen, sauber gerappt und durchproduziert allerdings sucht man auch auf diesem Album vergeblich nach Neuem, noch nie da gewesenem.  Ein bisschen mehr Mut zu neuen Styles, seien sie  musikalischer oder gar raptechnischer Art, hätte Jack noch ein viel  freudigeres Wiedersehen beschert.

King Orgasmus One – Imbiss Bronko

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King Orgasmus One hat riesigen Output, das wissen wir alle. Diesmal kommt er unter dem Synonym Imbiss Bronko daher und Imbiss Bronko hat eine ganz eigene Geschichte: Er betreibt seinen Imbiss, ist in Wirklichkeit Millionär und lebt sein Millionärsleben aber nur nach Feierabend aus. Zum Glück hat Imbiss Bronko für seine Freunde „zwei fette Bassboxen“ vor dem Imbiss angebracht und macht inzwischen neben Currywurst auch Musik. Musik für die Kundschaft und für Atzen. Nun gut, man darf gespannt sein.

„Currywurst Im Darm“ ist ein Konzeptalbum, auf dem das Alter Ego Imbiss Bronko beinahe straight durchgezogen und nur ab und zu von Lanola Bombalock, DJ Irmgard und BassOrakel übernommen wird. Auf 18 Tracks, inklusive 3 Skits, wird vor allem über Fleisch, Essen im Allgemeinen und Frauen gerappt. Diese Thematik ist bereits in den Tracknamen ersichtlich und schon das Lesen der Tracklist lässt einen das erste Mal grinsen: Da wechseln sich klanghafte Namen wie „Ich Zieh Den Bauch Heute Nicht Ein“, „Penner Breakdance“ und "Senf Eier“ miteinander ab. Um einen ersten Eindruck zu bekommen lohnt es sich das sechseinhalb Minuten lange Intro komplett zu hören, wem da nicht klar ist, welcher Humor hier gefragt ist, kann getrost wieder abschalten, alle anderen werden sich großartig amüsieren. Über die ganze Stunde Musik steht Bronko im Dialog mit Wirtshaus Arnold, Mach One, Atze Bierbong, Darn, Vork und anderen, diese Unterstützung sorgt definitiv für Abwechslung und noch mehr Amüsement. "Currywurst Im Darm" ist ein Album, dessen Zitate in gewissen Kreisen Kultstatus erreichen werden und das zu recht: "Und hab ich mal Streit – mit Freundin die weint, dann mach ichs wieder gut und lade sie zu Bronko ein" oder "Fett, Fett – Wir brauchen Fett – was geht’n Alter?" werden natürlich nicht jedem zusagen, sollen sie aber auch gar nicht, die Zielgruppe ist bei Orgi Releasen ja eh eng gesteckt.

Die elektrolastigen Beats kommen von Serk, Eve Carter, Produes und Cymen und es darf sogar geschunkelt werden: „Im Bierzelt“ und „Wir Wollen Grillen“ haben auf jeden Fall Oktoberfest Potential, also rauf auf die Bierbänke und Tische und dann "Shalalala" gegrölt.

„Currywurst Im Darm“ darf nächstes Jahr auf keiner Herrentags Party fehlen, Atzenfaktor 100 %, im Spaßfaktor gibt es dann aber doch auch Abzüge, weil die bereits weit gedehnte Toleranz des guten Geschmacks ab und an übel überschritten wird.

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