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Gris stellt Bilder aus

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Der Berliner Rapper Gris ist bekanntlich nicht nur ein Meister am Mikrofon, sondern schwingt auch gerne den Pinsel. Also, den Malerpinsel – nachzulesen unter anderem in einem bereits etwas älteren rap.de-Interview mit Gris.

Farben spielten in Gris Welt schon immer eine große Rolle. Natürlich auch in Form von Characters und Skizzen, doch bereits vor seiner Graffiti-Phase hatte Gris mit dem Malen begonnen. Seit einigen Jahren studiert Gris Kunst.

Im privaten Freundeskreis hatte Gris immer wieder mal Bilder verschenkt. Ab Dezember hat nun auch eine etwas breitete Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich seine Werke von ihm in Berlin anzusehen. "Bilderausflug" nennt sich die Ausstellung, die ab dem 2. Dezember in der Galerie Alix, Mohriner Allee 70 zu sehen sein wird.

Glaubt man Gris' Ankündigung auf Facebook, so führen seine Werke ein erstaunliches Eigenleben. "Gris´ Bilder haben sich auf den Weg gemacht und haben folgenden Ort gewählt, um sich interessierten Besuchern zu präsentieren", heißt es da. "Als Vernissagetermin haben sie den 2.Dezember 2011 gewählt." Das Werk, so sagt man, ist eben oft klüger als der Künstler.

Einen ersten Einblick in die Bilderwelten von Gris könnt ihr euch hier verschaffen.

 

Greckoe

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Eigentlich war Greckoe schon "Ein Level weiter" – wie es der Titel seines Mixtapes auf Sektenmuzik einst verkündete. Doch seit dem Debütalbum "Typisch Griechisch" sind mittlerweile drei Jahre vergangen, drei Jahre, in denen nicht viel vom jungen Tempelhofer zu hören war. Doch vor kurzem änderte sich das: Das neue Album "Scheinwelt" wurde angekündigt und soll am 9. Dezember erscheinen. Welche Schwierigkeiten auf dem Weg dorthin beseitigt werden mussten, wie er das Aus für Sektenmuzik erlebt hat und wer eigentlich an der verdammten Schuldenkrise schuld ist, erklärte Greckoe im Interview mit rap.de.

rap.de: Du warst längere Zeit weg. Ich nehme an, das Ende von Sektenmuzik hat dich aufgehalten.

Greckoe: Das war natürlich total Absturz. Mein Album war damals so gut wie bereit zum Releasen. Es klang damals natürlich anders, ich habe da ja inzwischen einen langen Entstehungsprozess hinter mir. Aber wenn es hart auf hart gekommen wäre, hätte ich releasen können. Auch vom Gefühl her. Ich hätte vielleicht noch zwei Songs hinzugefügt, aber sonst wäre ich bereit gewesen. Auf einmal hieß es aber, dass da nichts mehr geht. Ich hatte fest damit gerechnet, dass wir das Album noch releasen. Ich wusste zwar, dass es bei Sektenmuzik Probleme gab, aber ich wusste nicht, wie ernst die Probleme waren. Das war das Einzige, was ich an der ganzen Sache so beschissen fand: Dass man mich einfach nicht darüber informiert hat, mir nicht klipp und klar gesagt hat, wie es aussieht. Dadurch habe ich auf jeden Fall Zeit verloren. Hätte man mir früher gesagt, was Sache ist, hätte ich dementsprechend planen können. Ich wäre auch nicht böse gewesen. Wenn es nun mal anders kommt, als man denkt, ist es halt so. Ich bin der letzte, der dafür kein Verständnis hat.

rap.de: Du standest also erstmal vor dem Nichts?

Greckoe: Das war auf jeden Fall kacke. Ich hatte wie gesagt ein fertiges Produkt in der Hand und stand auf einmal ohne ein Label da, das es veröffentlichen kann. Ich hatte zwar die CD in der Hand, aber leider null Plan, wie man so etwas überhaupt rausbringt. Insgesamt sind es ja auch echt drei Jahre, seit "Typisch Griechisch" rauskam. Zwei Jahre habe ich mich intensiv damit beschäftigt. Ich würde auch nicht sagen, dass ich da besonders fähig bin, da ist ein absolutes Chaos in meinem Kopf und ich hasse so einen Scheiß.

rap.de: Business, meinst du?

Greckoe: Ja, genau, den Kram halt, den machen muss, damit so ein Album rauskommt. Das war für mich deswegen besonders beschissen. Aber ich habe es irgendwie hingekriegt. Jetzt ist es soweit! Und jetzt ist es auch geiler, als es damals war. Ich sage gerne: Das Album hat sich sein Releasedate selbst ausgesucht. Ich hatte eigentlich keinen Einfluss darauf. Ich habe während der ganzen Zeit daran gearbeitet, immer wieder Songs rausgeschmissen und verbessert. Aus der Arbeit heraus ist dann der Titel entstanden. Ich hatte einige Dinger, die voll in die fiktive Richtung gehen, ein bisschen abgespacete Themen. Dann habe ich den jetzigen Titelsong mit She-Raw gemacht, und da dachte ich mir, das ist es, das wird der Aufhänger. Dann habe ich noch ein paar Songs gemacht, die das Ganze komplettiert haben.

rap.de: Bei deinem letzten Album "Typisch Griechisch" hat das Griechending noch eine sehr große Rolle gespielt. War das auf Wunsch des Labels? Auf "Scheinwelt" kommt das jedenfalls höchstens noch am Rande vor.

Greckoe: Nee. Das wurde mir nicht aufgedrückt oder so. Es war schon meine eigene Entscheidung. Es gab aber natürlich Vorschläge und das war einer davon. Ich habe mir das aber gründlich überlegt und wusste auch, was dann passieren würde. Nämlich, dass man mich dann eben als diesen Griechen wahrnehmen würde und das an mir haften bleiben würde. War aber cool, dadurch habe ich die ganze griechische Community in Berlin und ganz Deutschland, die relativ groß ist, auf den Plan geholt und auch von denen sehr viel positive Resonanz bekommen. Insgesamt habe ich das so empfunden, dass man das sympathisch fand. Also, um deine Frage noch mal kurz und knapp zu beantworten: Es war meine eigene Entscheidung und es war cool so. Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht.

rap.de: Man hatte bei Sektenmuzik trotzdem nie das Gefühl, dass du da hundertprozentig reingepasst hast mit deinem Style.

Greckoe: Ich habe eben mehr Wert auf Technik gelegt. Das hat sich damals schon abgezeichnet, dass ich viel Wert auf Themensongs lege und mir Gedanken mache, um Konzepte und so.

rap.de: Hast du noch Kontakt zu den anderen Sektenmuzikanten?

Greckoe: Ja, erst gestern habe ich Grüne Medizin getroffen, wir waren zusammen bei Kralle. Rako und Kralle machen gerade ein Album zusammen und auf dem gibt es einen Riesen-Posse-Track, auf dem wir auch drauf sind.

rap.de: Ein Shrödaz-Song?

Greckoe: Ja. Ich bin ja auch ein Shröda, die Jungs haben das dann ein bisschen größer aufgezogen. Eigentlich ist es ja aus einer Schnapsidee heraus entstanden, im wahrsten Sinn des Wortes. Irgendwie haben die es dann ernster genommen als ich. Aber ich habe es immer gefeiert. Eigentlich habe ich jedenfalls auch dazu gehört, habe es aber dann ein bisschen gut sein lassen.
 

Südberlin Maskulin 2 kommt

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Es hatte sich bereits angedeutet, dass es eine Fortsetzung von Südberlin Maskulin geben wird. Nun steht es fest.

Gestern Mittag gab Fler via Twitter bekannt: "Maskulin präsentiert: Fler und Silla Südberlin Maskulin 2". Release Date ist der 24.02.2012.
Etwas rätselhaft fügte er noch hinzu "Irgendwann kommt alles zurück". Wer oder was damit gemeint sein könnte, ließ Fler offen. Bis jetzt war weder Fler noch Silla für ein Statement erreichbar. Sobald es Neuigkeien gibt, werden wir euch ein Update geben.

Der erste Teil von Südberlin Maskulin erschien vor drei Jahren über Aggro Berlin und chartete auf Platz 22.

Jan Delay: Bio unauthorisiert

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Jan Delay hatte letzte Woche in einem etwas launigen Statement via Facebook dazu aufgefordert, weiter fröhlich illegal zu donwloaden (rap.de berichtete).

Nun hat er diese Aussage etwas differenziert. Am Freitag schrieb er, wiederum bei Facebook: "Ich rufe nicht dazu auf, grundsätzlich Musik zu klauen! Ich rufe dazu auf, sich nicht beim Saugen von schlechter – oder ohne Herzblut gemachter – Musik erwischen zu lassen! Und ich rufe dazu auf, Künstler, die man für gut befindet, zu supporten indem man ihre Musik kauft."

Außerdem ging er mit gutem Beispiel voran und machte selbst einige konstruktive Vorschläge für den Umgang mit dem vieldiskutierten Download-Problem, z.B. eine Art allgemeine Flatrate: "Eine Musik-Steuer auf alles, was Musik wiedergeben kann. Rechner, mp3-Player, Boxen, Anlagen, USB-Sticks, etc.. die Erlöse gehen über eine dafür geschaffene Institution an Newcomer, Plattenlabel, Studios, Produzenten, Komponisten, Video-Regisseure, usw…" Gutverdiener sollen aber davon nicht profitieren: "An alle unter einer festgesetzten Einkommensgrenze. Dieter Bohlen und ich kriegen davon nix!"

"Oder", so Jan Delay weiter, "eine selbstbestimmte, erweiterte Radiohead-Variante. Die Musikschaffenden gründen einen Verein mit einem konto, und jeder der was saugt kann sein schlechtes gewissen mit einem selbstbestimmten Betrag frei kaufen." Seine Kritik an Abmahnungsanwälten, die er bereits im ersten Statement geäußert hatte, erneuerte er: "Mal konsequent die ganzen Anwälte statt auf mittellose Kids, auf all die "Taff"s und "Explosiv"s dieser Welt ansetzen. Die sollen mal gerne und viel dafür zahlen, daß sie ständig unsere Musik kommerziell ausbeuten."

Desweiteren stelle Jan klar, dass die Anfang Dezember erscheinende Biographie über ihn nicht authorisiert sei. "Das ist so ein zwielichtiger Bahnhofs-Buchhandlung Schreiberling, der sich meinen Lebenslauf zusammengegooglet hat. Ich habe nie mit dem gesprochen, ihn auch gebeten, das zu unterlassen, weil ich selber irgendwann mein eigenes Buch schreiben möchte. Aber verbieten kann ich`s leider nicht."

Bizzy Montana hat neues Label

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Bizzy Montana, früher bei Bushidos Label Ersguterjunge unter Vertrag, wo er zwei Alben veröffentlichte, hat ein neues Label: Freunde von Niemand.

Das gaben gestern übereinstimmend Freunde von Niemand und Bizzy selbst auf ihren jeweiligen Facebook-Accounts bekannt. "Ich habe am Wochenende meinen Vertrag unterschrieben und bin jetzt offiziell bei Freunde von Niemand", so Bizzy Montana. Es sei keine schwere Entscheidung gewesen, denn: "Jeder in der Szene weiß, wie es um die Jungs steht und dass sie die größten Ambitionen haben, die Spitze zu erklimmen."

Freunde von Niemand wiederum betonte, stolz über den Zuwachs zu sein. "Wir sind sehr froh darüber, einen solch namhaften Künstler in unseren Reihen zu wissen. (…) Hadi (El-Dor, Anm. d. Red.) hat am Wochenende mit Bizzy den Vertrag unterschrieben, der Vertrag sofort, also könnt ihr euch nach "Vincent" (das kürzlich angekündigte Album von Vega, rap.de berichtete) auf ein weiteres Album aus unserem Haus im Frühjahr 2012 freuen."

Außerdem, so erklärte man weiter, habe Bizzy sogar Opfer für den Deal gebracht: "Bizzy hat auf viel Geld verzichtet, um bei uns zu unterschreiben und das zeigt, dass er zu uns passt."

Marc Reis arbeitet an neuem Album

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Der gebürtige Mannheimer Marc Reis, der früher unter dem Namen Sprachtot unterwegs war, hat bereits im rap.de-Interview vergangenen Februar sowie mit seinem letzten Album "Monolog" (zur Review geht es hier) angedeutet, dem (wenngleich unfreiwilligen) Namenswechsel auch veränderte musikalische Prioritäten folgen zu lassen.

Nun hat Marc erstmals bekannt gegeben, wer bei den bereits laufenden Aufnahmen zu seinem neuen Projekt sein musikalischer Partner ist: Niemand geringeres als Sascha Bühren alias Busy, der seit 1997 als Produzent und Engineer eine feste Größe im deutschen Rap darstellt – und längst nicht nur da. So masterte er u.a. auch für Lena Meyer-Landrut.

In Busys 175 qm großem TrueBusyness-Studio in Berlin werkeln die beiden nun an Marcs neuem Album, wie Busy kürzlich ein einer Pressemitteilung wissen ließ. "Busy hat nach vielen Jahren des Ruhestands als Produzent einen Künstler für sich entdeckt, der ihm wieder den Anreiz gegeben hat, sich in die Produktion zu stürzen."

Man kenne sich schon länger, habe aber erst im gerade zuende gehenden Jahr 2011 wieder Kontakt aufgenommen. "Anfangs waren es nur zwei Kumpels, die ab und zu das ein oder andere Bier zuviel getrunken haben. Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine kreative und ungezwungene Zusammenarbeit."

Was die musikalische Ausrichtung angeht, geht man zwar nicht ins Detail – doch allein die diesbezüglichen Andeutungen klingen vielversprechend. "Ein Projekt, das bereits viele Musiker in seinen Bann gezogen hat. Pianisten, Gitarristen, Streicher und Schlagzeuger ?nden auf diesem Werk zusammen", heißt es da. Und: "Wir sprechen hier von einer aufwendigen Produktion, besonderen Arrangements und einem breit?ächigen Soundteppich."

Veröffentlicht werden soll das ganze 2012.

DMX will anderen helfen

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Der  frühere Ruff Ryder-Chef DMX hat harte Zeiten hinter sich. Drogen, Knast, Vorstrafen – you name it. Seit einiger Zeit jedoch scheint es für den düsteren X-Man aus Yonkers, New York wieder aufwärts zu gehen.

Den Drogen hat er mittlerweile öffentlich abgeschworen, vor einigen Wochen verkündete er, Kokainfrei zu leben. In einem Interview mit dem Fernsehsender KPLR sprach er nun darüber, wie er sein Leben wieder in den Griff bekommen hatte. Es habe Zeiten gegebem, wo es ihm so vorgekommen sei, als gebe es nichts mehr, auf das er sich verlassen könne, nichts, was ihm helfen könne, all das (vermutlich meint er vor allem den Entzug) durchzustehen. "There were times where it appeared I had nothing to hold onto. Nothing to help me get through that." Er sei aber ein gläubiger Mensch, so DMX weiter. "I'm a man of faith."

Weiter sprache der New Yorker auch über seinen Auftritt bei der Show "Lifechangers", einem US-amerikanischem TV-Format, in dem ein gewisser Dr. Drew erbauliche Interviews mit Leuten führt, die ihr Leben umgekrempelt haben. Er sei dort aufgetreten, weil er hoffe, damit ein guter Einfluss für andere sein zu können. "I was on there because hopefully, I was able to change somebody's life and be a positive influence."

Von schlechten Vorbildern lernt man eben oft am meisten. 

DMX' Auftritt bei "Lifesafers" könnt ihr euch hier anschauen:
 

 

Blokk ist frei

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Die Nachricht verbreitete sich gestern schnell via Twitter: Der umstrittene Berliner Hirntot-Rapper Blokkmonsta ist seit gestern wieder frei. Sechs Monaten saß Blokk in Untersuchungshaft (rap.de berichtete). Gestern nachmittag twitterte er ein einziges, vielsagendes Wort: "Freiheit!".

Blokks Hirntot-Kollege Schwartz bestätigte in einem exklusiven Statement gegenüber rap.de, dass Blokk gestern freigelassen wurde. "Der Prozess ist vorbei, das Urteil ist gefällt." Weitere Details wollte er noch keine nennen, da das Urteil noch nicht rechtskräftig sei. Es sei nun aber endgültig klar, so Schwartz weiter, dass die Vorwürfe, wie sie u.a. von der Bild-Zeitung kolportiert worden seien, nicht stimmen könnten. "Sonst wäre er ja jetzt nicht draußen." Das ganze sei eine "miese Geschichte", bei der es vor allem um "Verrat" gehe.

Ebenfalls entlassen worden seien die beiden Rapper von Hässlich Rap, Scheusal und Kunstfehler. Diese seien von allen Vorwürfen freigesprochen worden, teilte Schwartz mit. Wenn das Verfahren von Blokk endgültig abgeschlossen sei, werde es ein ausführliches Interview geben, kündigte er außerdem an. "Da gibt es einiges zu erzählen. Was da vorgefallen ist, kann man fast schon als Justizskandal" bezeichnen, erklärte Schwartz.

Kurz nach seiner Freilassung ging Blokk anscheinend gleich wieder an seine Arbeit: Bereits gestern Nacht ging ein Video von Blokkmonsta online, das ihr hier sehen könnt:

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