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Blutzbrüdaz Making Of

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Nur noch etwa eine Woche – dann läuft Sidos erster Kinofilm "Blutzbrüdaz" in den Kinos an. Die bisherigen Reaktionen derer, die den Film schon gesehen haben, sind durchweg positiv. Auch rap.de-Chefredakteur Oliver Marquart attestiert dem Streifen in der aktuellen Ausgabe der JUICE, der erste authentische Hiphop-Film mit der Chance, ein Mainstream-Publikum zu erreichen, zu sein. 

Um sich schon mal auf "Blutzbrüdaz" einzustimmen, gibt es hier ein etwa zehnminütiges Making Of.

Hardsoul pumpen wieder

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Vor etwas mehr als drei Jahren machte die Öffentlichkeit erstmals Kontakt mit der Gruppe Hardsoul aus Bielefeld. "Pumpen" hieß das sensationelle Video, das musikalisch, aber vor allem ästhetisch völlig neue Wege einschlug. in den ersten Einstellungen sah man einen Haufen harter Burschen, zum Teil mit Nationalflaggen aus dem Libanon, Tunesien, dem Kosovo etc. bewaffnet. Man erwartete einen Song über das Leben auf der Straße oder Kumpels im Knast. 
 
Doch weit gefehlt. Was folgte war ein reinrassiger Partysong, mit ordentlich Electrofunk im Arsch. Bild und Ton wollten einfach nicht den herkömmlichen Seh- und Hergewohnheiten entsprechen – dieser scheinbare Widerspruch machte das Ding so einzigartig und erinnerbar.
 
Das alles ist aber wie gesagt schon gut drei Jahre her. Inzwischen gab es noch ein paar weitere Glanztaten der Bielefelder, aber der große Durchbruch ließ bislang auf sich warten.

Nun haben die Hardsoul-Jungs kurz vor Weihnachten noch mal ein neues Video vorgelegt. "Party Piraten" nennt es sich. Hier könnt ihr es euch reinziehen:

 

Prinz Pi und die Literatur

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Im rap.de-Interview und Jahresrückblick gab Prinz Pi dem geneigten Leser noch einen ganz besonderen Literaturtipp mit auf den Weg. „Es gibt wirklich ein Buch, das mich grade sehr bewegt hat„, erklärte er in seinem Schlusswort. „Dieses Buch ist von Stefan Berg und heißt “Zitterpartie“. Der Autor hat selbst Parkinson, der schreibt eine Liebesgeschichte, in der jemand seine neue Partnerin kennen lernt und genau in dem Moment beginnt auch seine Krankheit. Das ist ein sehr bewegendes Buch.“

Nun ist es nichts ungewöhnliches, dass Prinz Pi Literaturtipps gibt. Er tut dies immer wieder mal. Ungewöhnlich ist jedoch die Geschichte, die sich hinter diesem Literaturtipp verbirgt. Der Autor von „Zitterpartie“ erzählt sie selbst und zwar der Onlineausgabe des Chrismon-Magazins, evangelisch.de. In einem von ihm selbst verfassten Artikel beschreibt der Spiegel-Autor, wie er beim Schreiben seines Buches unfreiwillig die Musik von Prinz Pi gehört hatte, und zwar dank seines 18jährigen Sohnes Lukas.

Lukas hörte Prinz Pi, mich störte Prinz Pi, der Berliner Rapper„, beschreibt Berg seinen ersten Eindruck. Doch schnell änderte sich seine Meinung über den iGod. „Aber er störte nur, bis ich richtig hinhörte. Ich hörte genauer hin, noch genauer. Und war begeistert. Da waren Texte voller Poesie und Dramatik, Texte aus dem Sehnsuchtsland, das in uns ist„, fährt Berg fort. Er entschied sich, einige von Pis Zeilen für sein Buch zu verwenden: „Kaltes Licht, kaltes Ich, Seele in Zellophan. Druck ist groß, Brust ist schwer, denk mich weg.

Sohn Lukas nahm schließlich Kontakt zu Pi auf, Berg schickte ihm das Buch mit einer Widmung „Danke für deine Lieder„. Dass Prinz PiZitterpartie“ in mehreren Interviews lobend erwähnte, freute ihn, erklärt Berg. „Mein Sohn Lukas, Prinz Pi und Prinz Parki. Scheißkrankheit, aber trotzdem ein Anfang„, so der an Parkinson erkrankte Berg trotzig. Am vergangenen Sonntag war er bei Pis Akustik-Livegig im Berliner Lido. Geschichten, die das Leben schreibt…

Du willst sein wie MC Fitti?

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So gut wie jeder kennt das. Man wacht morgens auf, fährt sich verschlafen durch den Bart (oder andere Körperhaare) und beschließt, sich nochmal umzudrehen. Doch irgendwo im Hinterkopf rumort es die ganze Zeit: Warum kann ich nicht so sein wie MC Fitti? An Schlaf ist nicht zu denken, Pillen helfen nicht, Baldrian erst recht nicht, aber der hilft ja sowieso nie.

Doch halt: Warum soll nicht jeder wie MC Fitti sein können? Oder wenigstens so aussehen? Das wäre doch gelacht. Und deshalb, und weil Weihnachten ist, bald, und Silvester, auch bald, hat sich MC Fitti etwas feines in seinem nicht immer ganz gesunden Hirn ausgedacht: Verkleide dich als MC Fitti, mach ein Foto von dir oder noch besser, einen Videofilm und schicke das ganze an win@rap.de (alle gängigen Formate, YouTube-Links etc. auch möglich).

Unter den Gewinner verlosen wir ein paar wertvolle Preise (s.u.). Außerdem besteht die Chance, in MC Fittis neuem Videoclip gezeigt zu werden – also, wenn das nichts ist.

Die wertvollen Preise sind im einzelnen:

1 digitaler Bilderrahmen
5 MC Fitti-T-Shirts
5 MC Fitti-Autogrammkarten
10 MC Fitti-Aufklebersammlungen

Wer zur Hölle dieser MC Fitti eigentlich ist? Na, wer schon. Der hier, natürlich:

UMG: Geheimvertrag mit YouTube

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Erst kürzlich hatte rap.de berichtet, dass ein YouTube-Video, in dem u.a. Snoop Dogg, Alicia Keys, Game, Diddy und Kanye West ihre Unterstützung für die Filesharing-Seite MegaUpload bekundeten, gelöscht wurde. (News: Rapper für Megaupload)

Statt des Videos bekamen die YouTube-User einen Hinweis zu sehen, der besagte, der Clip sei wegen Urheberrechten, die beim Major-Riesen Universal Music Group lägen, gesperrt. Das hatte für allerlei Spekulationen gesorgt, denn schließlich ist in dem Clip kein urheberrechtsgeschütztes Material von Universal verwendet worden. Universal hatte auf Anfrage erklärt, einige der gezeigten Stars seien mit der Verbreitung nicht einverstanden.

Dem wiederum hatte MegaUpload widersprochen und gegen die Sperrung des Clips in Amerika geklagt. Alle Künstler, die dort zu sehen sind, hätten ihr Einverständnis erklärt, so der Betreiber der Filesharing-Seite. Als Beleg legte man eine Vereinbarung mit will.i.am vor. Und siehe da, plötzlich war das Video bei YouTube wieder zu sehen.

In einer Eingabe bei Gericht erklärte die Universal Music Group nun laut dem Nachrichtenmagazin Spiegel, man habe die Sperrung gar nicht bei YouTube beantragt. Vielmehr habe man eine Vereinbarung mit YouTube, selbsttätig Videos zu löschen und zwar nicht nur bei Urheberrechtsverletzungen, sondern in einer Vielzahl von möglichen Fällen, die vertraglich festgehalten seien.

Der Eigentümer von YouTube, Google, erklärte daraufhin seinerseits in einer knappen Stellungsnahme: "Unsere Partner haben keine weitreichende Rechte, alles aus unserem Angebot zu entfernen, was ihnen nicht gefällt." In bestimmten Fällen könnten Partner (wie z.B. die Universal Music Group) Live-Aufnahmen von Künstlern, mit denen dies vereinbart sei, löschen. Der genaue Inhalt der Verträge sowie die "Partner", mit denen diese geschlossen wurden, bleiben aber vorerst unbekannt. Es darf also bis auf weiteres munter weiterspekuliert werden…

eou: Video und Gratis-EP

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Weihnachtszeit, Zeit der gar nicht mal so milden Gaben… Das haben sich auch die Newcomer Crusoe und Snew aus Hamburg bzw. Kiel gedacht. Seit dem gestrigen Sonntag gibt es ihre EP "immernochso" zum kostenfreien Download und zwar hier.

Worum es auf dieser EP geht, beschreiben die beiden auf ihrer Facebook-Seite folgendermaßen: "Wir sind inzwischen Mitte 20. Um uns herum fangen alle an, krasse Jobs zu haben, Anzüge zu tragen und teure Autos zu fahren. Und wir? Machen eine EP, die von genau all dem nicht handelt, denn eigentlich hat sich seit unserer Kindheit nicht wirklich was verändert…"

Hier die Trackliste:

01. immernochso (prod. by eou & Levon Supreme)
02. Schwanzvergleich (prod. by eou)
03. Groß (prod. by Levon Supreme)
04. Scheißidee (prod. by elbis)
05. Zeit ist Geld, trotzdem pleite (prod. by eou)
06. immer noch so (Single Version)

Die EP soll das, Zitat "kleine Album" zum großen, richtigen Album "Kid Life Crisis" sein, das im Februar 2012 erscheinen soll und auf der Homepage von eou bereits vorbestellbar ist.

Ein erstes Video aus der EP gibt es auch schon:
 

 

Rap gegen Nazis

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Na, wer hat Bock auf Nazis? Niemand – außer vielleicht den Herstellern von Lichterketten, die sonst womöglich pleite wären – kleiner Schwerz, ernstes Thema.

Die Kampagne Kein Bock Auf Nazis jedenfalls druckt 500.000 Zeitungen, die ab Januar kostenlos in ganz Deutschland verteilt werden. Mit von der Partie sind u.a. Künstler wie Casper, K.I.Z. und Fettes Brot, die Statements gegen Nazis und Rassismus beisteuern.

So äußerte sich Maxim von K.I.Z. in einem gewohnt launigen Beitrag: "Nazis machen scheiß Musik. Deswegen können das nur schlechte Leute sein. Wir als Garanten hochwertiger Musikkultur rufen dazu auf, diesen Zellhaufen das Leben schwer zu machen. Wenn es wirklich nicht anders geht, auch friedlich." Dieses Mal also kein Sexismus, aber gegen rechts.

Neben Informationen über die Neonaziszene liegt der Schwerpunkt der achtseitigen Zeitung auf Straßenaktionen wie Blockaden gegen rechte Aufmärsche. Kein Bock Auf Nazis begrüßt den wachsenden Widerstand gegen Nazidemos ausdrücklich. Bands, Fans und Konzert-Veranstalter sind hiermit aufgerufen, beim Verteilen der Zeitung zu helfen. Gegen Porto kann die Zeitung in 250er-Paketen ab sofort bestellt werden und zwar hier.Die Pakete werden Anfang Januar verschickt.

Kein Bock auf Nazis ist ein nichtkommerzielles Projekt, das 2006 gestartet wurde. Weitere Infos findet ihr hier. Mit Hilfe von Spenden wurden in den letzten Jahren schon 250.000 kostenlose DVDs und mehr als eine Million Schülerzeitungen bundesweit verteilt.

Zum selben leidigen Thema hat kürzlich der in Mainz lebender Rapper form einen Track beigesteuert, den wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen:
 

Neues vom Xatar-Prozess

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Es gibt mal wieder neues vom Goldraub-Prozess, der sich nun bereits seit mehreren Monaten hinzieht (rap.de berichtete hier, hier und hier).

Hatte letztens noch ein Geständnis des Angeklagten Xatar, dessen Wahrheitsgehalt von der Staatsanwaltschaft in Zweifel gezogen wurde, Anlass zu allerlei Spekulationen um den tatsächlichen Tathergang gegeben, hat nun auch der Rapper Sami H., der noch vor einer Woche jegliche Beteiligung abgestritten hatte, gestanden, bei dem Überfall "anwesend" gewesen zu sein.
Damit ist er der vierte Angeklagte, der seine Beteiligung an der Tat eingeräumt hat. Ein fünfter möchte sich bisher nicht zu den Vorwürfen äußern, gegen einen sechsten Angeklagten wiederum wird seperat ermittelt.

Dem schweigsamen Angeklagten bzw. seinen Anwälten werfen die Verteidiger der übrigen Angeklagten und die Staatsanwältin eine "Verschleppungsabsicht" vor. Mit zahlreichen Anträgen hatten sie dafür gesorgt, dass die Beweisaufnahme immer noch nicht abgeschlossen ist.

Der Überfall hat sich vor fast genau zwei Jahren, am 15. Dezember 2009 in der Nähe von Ludwigsburg ereignet. Als Polizisten verkleidet hatten mehrere Männer einen Goldtransporter ausgeraubt und dabei Edelmetall in einem geschätzten Wet von 1,7 Mio Euro erbeutet.

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