Start Blog Seite 2998

Haftbefehl: Album und Tour

0
Es ist eines von gar nicht so wenigen sehnsüchtig erwarteten Alben des noch jungen Jahres 2012: Haftbefehls "Kanacki?" (sprich: Kanackisch). Am 10. Februar soll es soweit sein. Bereits vor einigen Wochen hatte Haftbefehl ausgeplaudert, dass ein Jan Delay-Feature auf dem Album enthalten sein soll – falls das nicht ein Witz war. (rap.de berichtete: Haftbefehl: Jan Delay-Feature)

Kurz nach dem Veröffentlichungsdatum wird sich der Offenbacher Rapper mit seinen Frankfurter Kollegen Celo & Abdi zusammen auf Tour begeben. Die Termine der "Azzlackz drehen durch"-Tour wurden nun veröffentlicht:

23.02. Hamburg
25.02. Berlin
26.02. Kassel
28.02. Frankfurt
03.03. Hannover
04.03. Stuttgart
05.03. Nürnberg
07.03. München
08.03. Augsburg
09.03. Osnabrück
10.03. Bielefeld
12.03. Dortmund
13.03. Weinheim
15.03. Köln
24.03. Koblenz

Das Album "Hinterhofjargon" von Celo & Abdi steht ebenfalls bald an. Ursprünglich angekündigt war es bereits für Herbst 2011, dann jedoch war es auf das erste Quartal dieses Jahres verschobene worden. Ein genaues Releasedate steht noch nicht fest. Haftbefehl hat aber bereits verraten, dass "Hinterhofjargon" komplett von m3 & Noyd produziert wurde.

Hier seht ihr den Trailer zum "Kanacki?"-Album sowie zur "Azzlackz drehen durch"-Tour:
 

Stimmungstief bei 50 Cent

0
Bei US-Rapper 50 Cent beginnt das neue Jahr mit einem Stimmungstief. Das lassen zumindest seine Nachrichten via Twitter glauben, in denen er sich unzufrieden und depressiv äußert – und verwirrend.

So teilte er mit, dass er das Vertrauen zu seinem Lable Interscope Records verloren habe und er seine Musik nicht mehr dort promoten wolle."I have lost all the faith in the team I'm on. I having nothing left to say I will not be promoting my music."

Bereits im Mai 2011 gab es eine Ausseinandersetzung mit dem Verantwortlichen  der Plattenfirma, wo Fiddy beschuldigt worden, sich zu viel Zeit bei den Arbeiten an seinem neuen Album zu lassen. Darauf legte er die Veröffentlichung seines Albums auf Eis.

Doch dann verkündete er via Twitter, dass er sein fünftes Album doch über Interscope Records rausbringe,nicht verärgert sei und sich nun voll und ganz auf sein neues Filmprojekt konzentrieren wolle. "I'm going to deliver this album then. I have a film I wrote to focus on I'm not upset, I'm just convinced this is not how I want to remembered."

Rätselhaft auch, was 50 sonst so twitterte. So teilte er mit, dass er nicht glaube noch lange zu leben. Dies solle jedoch keine Selbstmordgedanken darstellen, stellte er klar. Er habe lediglich deutlich machen wollen, dass er sich darüber bewusst sei, wie kurz das Leben sei und er, wenn er heute sterben würde, mit sich im Reinen wäre, da er sich um die Menschen gekümmerte habe, die sich um ihm kümmerten als er das nicht konnte. "To be conscious that life is short is not suicidal. I'm good if I die tonight Iv taken care of the people who took care of me when I couldn't take care my self."

Und deshalb habe er das Street King Projekt gestartet, so 50 weiter. Sein Wohltätigkeitsprojekt soll Millionen hungernder Afrikaner helfen. Alles also nur, um Aufmerksamkeit für seine Charityprojekt zu gerieren? Nicht ganz unwahrscheinlich.

Auf Twitter könnt ihr die offenkundige Verwirrtheit des 50 Cent selbst verfolgen

Kool Savas auf #4

0

Kool SavasAura“ war nicht nur die erste Nummer 1 für den selbsternannten King of Rap. Es ist offensichtlich auch sein bislang verkaufsstärkstes Album.

Die Media Control Independent-Jahrescharts 2011 sehen ihn auf Platz 4, direkt hinter Adele, die alle drei ersten Plätze belegt – und vor allen anderen Rappern, die dieses Jahr independent veröffentlicht haben. In der Liste berücksichtigt werden ausschließlich Alben, die nicht über ein Majorlabel (z.B. Sony, Universal, Warner) oder ein daran angeschlossenes Sublabel (z.B. Four Music) erschienen sind.

In der rap.de-Redaktion haben wir diese Nachricht jedenfalls gleich doppelt erfreut zur Kenntnis genommen. Zum einen darüber, dass ein deutscher Rapper es schafft, sich direkt hinter globalen Megasellerin Adele zu behaupten. Und zum anderen, dass Savas‚ Rückhalt in der Szene sich endlich auch in nackten Zahlen ausdrückt. Herzlichen Glückwunsch!

Nas zahlt Gage zurück

0
Nachdem gestern im Internet berichtet wurde, nach einer abgesagten Neujahrs-Show des Queens-Rappers Nas in Angola sei es zu einer Entführung des Konzert-Promoters sowie dessen Sohnes gekommen, hat Nas laut seinem Umfeld angekündigt, Entschädigung für das ausgefallene Konzert zahlen zu wollen.

Angeblich soll Nas zusammen mit dem vorgesehenen Voract Jemiah Jai eine Gage von 315.000 Dollar für das Konzert erhalten haben. Beide, Nas und Jemiah, verpassten dann aber ihren Flug, so dass das im Vorfeld viel beworbene Konzert ausfiel. Er und sein Team hätten die Show auf jeden Fall spielen wollen, wegen Unklarheiten bezüglich der Reisepläne sei es dazu aber nicht gekommen. Er habe nie vorgehabt, das Geld zu behalten, sein Team wisse nur nicht, an wen sie den Scheck schicken sollen, berichtet tmz.com.

Nach dem abgesagten Konzert soll der Chef von AllGood Entertainment, der das Konzert promotet hatte, zusammen mit seinem Sohn von bewaffneten Männern entführt worden sein. Als Drahtzieher wurde der Finanzier des Konzerts, ein gewisser Henrique "Riquhino" Miguel verdächtigt. Inzwischen seien sie aber wieder in Freiheit und das Geld-Problem soll auch gelöst sein, berichtete The Boom Box gestern.

Statt in Angola verbrachte Nas die Silvesternacht übrigens in Miami, genauer im Nachtclub LIV, wo außer ihm noch so illustre Gestalten wie Lil Wayne, DMX, Rick Ross, Fabolous, Rihanna, Busta Rhymes, Red Cafe, Meek Mill und Flo Rida auftraten.

HipHop als Uni-Seminar

0
Rap als Fach an der Uni? Wer eine bevorstehende Renaissance des einst vielgeschmähten Studentenraps befürchtet, kann sich beruhigt wieder hinsetzen. Professor Michael Dyson befasst sich in seinem Seminar "Soziologie des HipHop" mit einem studentischer Aktivitäten gänzlich unverdächtigen Rapper, nämlich mit Jay-Z.

Dessen Werk und Karriere sind Thema des besagten Seminars, das Professor Dyson an der Georgetown-Universität in Washington anbietet. Diese ist eine jesuitische Hochschule, an der vor allem weiße Studenten eingeschrieben sind. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton zählt zu den bekanntesten Georgetown-Absolventen.

Im Vordergrund der Lehrveranstaltung stünden Themen, die in jedem Soziologie-Seminar behandelt würden: Rassen- und Geschlechterfragen, Sexualität, Kapitalismus und wirtschaftliche Ungleichheit, erklärte Dyson gegenüber der Tageszeitung taz. Wegen seiner zahlreichen Aktivitäten sei Jay-Z genau das richtige Studienobjekt, erklärte er weiter. Der Leiter der soziologischen Fakultät Timothy Wickham-Crowley stellte fest, das Seminar versuche zu zeigen, wie Jay-Zs Musik in die US-Gesellschaft passe. Auch Jay-Zs Buch "Decoded" gehört zur Pflichtlektüre der Seminarteilnehmer.

Natürlich bleibt bei in so einem Fall Kritik nicht aus. Die Soziologin Kris Marsh (Spezialgebiet: schwarze Mittleklasse) etwa sagte, sie erkenne die kulturelle Bedeutung Jay-Zs zwar durchasu an, ein ganzer Kurs nur über ihn sei aber zu viel des Guten. Rapper nähmen sich die künstlerische Freiheit, Fakten und Fiktion zu vermischen, woraus ein "weißes Publikum" mitunter die falschen Schlüsse ziehe…

Casper: Bielefeld > Berlin

0
Der Berlinhype, der jetzt seit etwas mehr als zehn Jahren ziemlich konstant anhält, gefällt nicht jedem. Die Kumpels von Kraftklub etwa sind sich sicher: "Ich will nicht nach Berlin!". Im Interview mit rap.de unterstrichen sie diese Aussage vehement. "Jetzt wäre ja gerade die Phase gewesen, nach Berlin zu ziehen. Aber ganz offensichtlich klappt es ja trotzdem auch so."

Und auch Casper zeigte sich in einem Interview wenig begeistert von Berlin. "Ich finde Berlin total overhyped und bin wirklich aus beruflichen Gründen nach Berlin gezogen", stellte er fest. "Beschissene Minimalraves" bei denen alle auf "Modedrogen" durch die Gegend laufen, seien ihm einfach "viel zu blöd". Fazit: "Berlin ist immer viel Gerede um nichts."

Ein warmes Bekenntnis hat Casper für seine Heimatstadt Bielefeld übrig. "Wenn es nach mir ginge, wäre ich in Bielefeld geblieben." Einen Seitenhieb für eine echte Berliner Institution hatte er auch noch parat: DJ Paul Kalkbrenner, dessen "Berlin Calling"-Film vielen als Kulturgut gilt, findet bei Casper keine Gnade. "Das ist schlimme Musik für Hinterwäldlernazis aus Brandenburg."

Eine Reaktion der militanten Anti-Zugezogenen-Fraktion blieb bislang aus.

Fuat über HipHop in der Türkei

0
Der türkische Rapper Fuat ist schlicht und ergreifend eine Legende – in Berlin, Deutschland und der Türkei. Früher war er der einzige türkischsprachige Rapper in Savas' M.O.R.-Crew, sein "Hassickdir"-Tape gilt bis heute als Meilenstein des türkischen Raps. 2004 verlagerte er seinen Hauptwohnsitz von Berlin an den Bosporus, seitdem lebt er hauptsächlich in Istanbul.

Doch auch dort läuft nicht alles immer glatt und einfach. Der Industrie-Hustle hört eben nie auf. Doch Fuat wäre nicht Fuat, wenn er sich davon aufhalten ließe. Als Ankündigung für sein kommendes Album hat er kürzlich einen neuen Track veröffentlicht.

Für alle, die des Türkischen nicht mächtig sind: Der Song zeichnet ein düsteres Bild der aktuellen Lage, die als apokalyptisch beschrieben wird und versteht sich als eine Reaktion auf die Ignoranz, als ein Appell an alle Menschen ohne Bewusstsein.

In einem kurzen Statement gegenüber rap.de erklärt Fuat seine momentane Situation: "Meine Karierre ist ein hin und her zwischen Deutschland und Türkei. Die HipHop-Kultur wird hier kaum von den Medien supported. Im internet findet man jedoch sehr gute MCs", so Fuat, der keine einfachen Bedingungen für die HipHop-Kultur in der Türkei sieht. "Alben werden illegal runtergeladen, Jams werden nicht besucht."
Der Grund dafür sei jedoch nicht Desinteresse, sondern schlicht in den sozialen Umständen zu suchen. "Die finanzielle Lage der Jugend ist erbärmlich. Sie haben nicht die Mittel, Rap und HipHop zu unterstützen. Es gibt keine Indielabels für HipHop. Keine TV-Programme, die unsere Videoclips spielen. Keine Zeitschriften. Dafür aber irgendwelche Hirnis, die denken, sie hätten es geschafft, weil sie zwei Lieder aufgenommen und auf ihre MySpace-Seite gestellt haben."

Fuats schonungsloses Fazit: "Das kulturelle Bewusstsein hat sich mit der Oberflächlichkeit und der Gier nach Fame erledigt." Alles umsonst also? Nicht für Fuat. "Ich werde nicht kapitulieren, solange ich atme und rappen kann", stellt er klar. "Es lebe die geistige Revolution gegen die hohle Vergänglichkeit."

Lownien feat. Kaisaschnitt – Einen Stich

0
Ein neuer Clip von Kaisaschnitt zum Jahresausklang. Mit dabei ist Lownien. Und der titelgebende "Stich" ist der, den man beim Tättowieren spürt.

Featured