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Elmo – Frank Ocean feat. Lito (Audio)

Elmo hat den Song „Frank Ocean“ bereits im Januar auf seiner ausschließlich digital erschienen EP „+-0“ veröffentlicht. An die große Glocke hängen wollte er ihn zunächst nicht. „Wie dieses Thema nur aus aneckenden PR Zwecken genutzt wird kotzt mich an„, so der große Bruder von MoTrip. Nun, angesichts der aktuellen Diskussion um Homophobie, will er ihn aber auch einer breiteren Hörerschaft zugänglich machen – das können wir nur begrüßen, ist der Song doch eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit der eigenen Schwulenfeindlichkeit. Elmo geht mit „Frank Ocean“ tatsächlich dahin, wo es wehtut: Nicht bequem und anklagend mit dem Finger auf andere zeigen, sondern in sich selbst nach Fehlern suchen. Wäre wirklich schade gewesen, wenn der Song nicht zumindest potentiell von jedem Deutschraphörer zur Kenntnis genommen wird.

Hiob & Morlockk Dilemma – Kannibalismus jetzt (Review)

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Kapitalismus – Apokalypse – Postapokalypse – Kannibalismus. Das ist zwar keine chronologisch korrekte Anordnung von Releases aus dem Hause Hiob & Morlockk Dilemma, könnte aber durchaus den Handlungsstrang einer dystopischen Novelle oder eines Endzeitfilms darstellen. Releases des Berliner Duos liegen hier trotzdem vor. In korrekter Reihenfolge: „Apokalypse Jetzt“, „Postapokalypse Jetzt“ „Kapitalismus Jetzt“ und „Kannibalismus jetzt“. Zweit- und letztgenannte sind Remix-Versionen ihrer Vorgänger. „Kapitalismus jetzt“ erschien Anfang letzten Jahres und erhält nun mit „Kannibalismus Jetzt“ einen Neuanstrich – oder doch nur einen lauen Aufguss?

Kapitalismus Jetzt“ war ein hervorragendes Album. Eine breit gefächerte Themenwahl, die stets dem Leitmotiv, unsere hedonistische Gesellschaft in ihrer Doppelmoral zu entlarven, folgte. All das auf derart intelligent-zynische, eloquente und reflektierte Art und Weise, dass das Album auch ohne die beeindruckenden Rapskills der beiden ein sehr gutes Werk geworden wäre. Durch die technische Versiertheit, die treffende Wortwahl und die abwechslungsreichen Flow-Abfahrten wurde „Kapitalismus Jetzt“ eben noch besser. Die Instrumentale des Originals muteten fast ausnahmslos sehr futuristisch an. Abstrakte Synthie-Samples gestalten das Soundbild durchaus anstrengend, aber in keinster Weise schlecht. Nur für das entspannte Bier zum Feierabend ist das eben keine geeignete Untermalung. „Kannibalismus jetzt“ passt da schon besser.

Statt erneut nur sich selbst hinter die Drummachine zu schwingen, wurde eine illustre Produzentenrunde, bestehend aus Dexter, Suff Daddy, Brenk Sinatra und MecsTreem zusammen getrommelt. Mit vereinter Kraft wurde für 12 der 19 Anspielstationen ein neues Beat-Gewand geschneidert, das ihnen gut zu Gesicht steht. Statt SciFi-Synthies ziehen sich Jazz-, Funk-, Swing- und Bluessamples  durch „Kannibalismus jetzt„. Daneben stehen die typischen Morlockko Plus und Hieronymuz– (so die Beatbastler-Pseudonyme der beiden) Produktionen, die gespickt mit melodischen Synthies und organischen Drums an vorhergegange Releases der beiden erinnern. So klingt das Album weit entspannter und gefälliger, ohne an Charme oder Atmosphäre einzubüßen. Die einzelnen Songs muten weit weniger verbittert und extravagant als ihre großen Brüder an, nach dem Durchhören bleibt aber das Gefühl ein rundes und stimmiges Album gehört zu haben.

Mit drei neuen Songs gibt es außerdem ein weiteres Schmankerl. „Kapitalismus Jetzt“ warf nicht unbedingt mit Feature-Gästen um sich, das Remix-Album geizt an dieser Stelle weniger und holt mit der Neuerscheinung „Die Drinks auf euchKarate Andi an Bord, der in gewohnt ignoranter Billigbier-Manier eine gute Figur macht, sich mit seinem lupenreinen Battlepart aber nicht so recht ins Gesamtbild einfügen will. „Ein Hit ist genug“ mit den Bestesten-Kollegen Audio88 und Yassin, beschreibt das Scheitern der Boyband am Höhepunkt ihrer Karriere. Drogen, Gier, Eitelkeit und Größenwahn sorgten aber für Zwietracht beim erfolgreichen Quartett – und so muss der eine Hit („Ein Job für die Bestesten„) wohl reichen. Paradox. Dieser ebenfalls exklusive Song passt, wie auch das ebenfalls neue „Primea Noctis„, weit besser in Konzept und Spannungsbogen und stellt so eine Art Sahnehäubchen dar.

Während „Postapokalypse jetzt“ dem düsteren original-Album in Sachen Weirdness eine ordentliche Schippe drauflegte und experimenteller und chaotischer klang, wird es bei „Kannibalismus jetzt“ genau andersherum gemacht. Gefälliger, vertrauter und bodenständiger als „Kapitalismus jetzt“ klingt der neue Longplayer. Es wäre lediglich schön gewesen, wenn wirklich alle Songs einen Remix erhalten hätten. Dennoch eine sinnvolle und gelungene Alternative zum sehr intensiven Original – keinen schwachen Versuch, noch etwas mehr Kohle aus hartgesottenen Fans zu pressen, die ohnehin alles kaufen. Einfach leichtere Kost, sollte man das Festmahl von letztem Jahr noch nicht verdaut – oder sich daran einfach schon satt gegessen haben.

Stellungnahme: Bass Sultan Hengzt äußert sich zum Shitstorm

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Bass Sultan Hengzt wurde Opfer eines Shitstorms wegen eines Foto-Posts, auf dem sich zwei Männer küssen. Aus diesem Anlass heraus verfasste rap.de gestern einen Kommentar zur Homophobie im deutschen Rap. Anscheinend soll dieses Bild, ursprünglich als Scherz gemeint, nun wirklich als Cover einer Special-Edition seines Albums dienen. Hengzt nahm gegenüber rap.de Stellung zum Shitstorm und das Thema Homophobie.

War das angebliche Cover, auf dem sich zwei Männer küssen, von vornherein ernst gemeint? Oder hast du dir einen Scherz erlaubt?

Das war eher als Scherz gedacht. Ein guter Freund hatte mir das bearbeitete Bild über Whatsapp geschickt. Ich fand es irgendwie lustig und hab’s dann einfach online gestellt ohne großartig nachzudenken.

Hat dich der Shitstorm überrascht? Oder hast du diese Reaktion sogar bewusst einkalkuliert?

Ich wusste schon, dass sich der eine oder andere dadurch auf den Schlips getreten fühlt. Ich habe aber nicht damit gerechnet, dass es so eine Welle schlagen wird.

Denkst du, dass Schwulenfeindlichkeit im Rap ein Problem ist?

Ich weiß nie, ob das ein typisches Macho-Verhalten ist, um einen auf obercool zutun, oder, ob die Leute das aus vollen Herzen Ernst meinen. Mir ist das aber auf jeden Fall egal, ob ich dadurch paar Käufer verloren habe. Übrigens, die ganzen scheinheiligen Wichser die sich jetzt anscheinend bestätigt fühlen und sagen die GANZE Hip Hop Szene sei homophob und intolerant und mir jetzt die Hand schütteln wollen,  können sich genau so ins Knie ficken. Die haben mich noch selber vor paar Jahren als Schwulen und als frauenfeindlich beschimpft, weil sie dieses Rap-Ding nie verstanden haben. HipHop ist tolerant und wird es auch überwiegend bleiben.

Hast du früher selbst schwulenfeindlich gedacht?

Noch nie. Ich fand Die Orsons immer gut.

Yelawolf kündigt „Love Story“ für April an

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Str8 outta Trailerpark: Yelawolf kündigt sein zweites Album „Love Story“ an, das am 21. April erscheinen wird. Das Album soll über seinen Labelhafen Shady Records erscheinen, dessen Besitzer Eminem auch als leitender Produzent an der Albumproduktion beteiligt war. Die Instrumental-Produktionen stammen außerdem von WLPWR und Malay.

Yelawolfs erstes Album „Radioactive“ wurde 2011 veröffentlicht und erschien ebenfalls über Shady Records. Zuletzt erschien Yelawolfs Video „Down.

LX & Maxwell – 32 Bars 2015 (Video)

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Die Kultur des hooklosen „32 Bars“ spittens wird bei Mitgliedern der 187 Strassenbande seit jeher celebriert. Nun werden die ersten „32 Bars“ des noch jungen Jahres von LX und Maxwell geliefert – inklusive Video von Bandenoberhaupt Bonez MC versteht sich.

Die beiden Hamburger kündigten kürzlich ein gemeinsames Album an. Die Produktion des Kollabo-Albums wird in die Hände des 187-Hausproduzenten Jambeatz gelegt. Erst vor Kurzem gelang es den Hamburgern ihr gemeinsames Werk Der Sampler 3“ auf Platz 2 der deutschen Albumcharts zu platzieren.

Der Sampler 3 (Limitierte Blechbox)
VÖ Datum: 2015-01-30
Verkaufsrang: 18
Jetzt bestellen ab EUR 49,89

Lapaz – Jedes Mal (Newcomer)

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So viele Newcomer – wer postet nur all die ganzen Videos, Streams, Free-Downloads? Wir! Unter einer extra eingerichteten Mail kannst du uns dein Video, deinen Stream oder deinen Free Download schicken. Wir posten sie dann unter unserer neuen Kategorie Newcomer – inklusive eines kurzen, von dir ausgefüllten Fragebogens, um dich unseren Usern kurz vorzustellen.

Du willst auch dabei sein? Sehr gut! Wir nehmen unter der Adresse newcomer[a]rap.de weiterhin deine Vorschläge an. Videos, Audios, Streams, Downloads, Soundcloud, YouTube, Bandcamp – alles geht. Voraussetzung ist nur, dass du ein Newcomer bist.

1. Stell dich kurz in drei Sätzen vor. Wer bist du und woher kommst du?
Mein Name ist Lapaz, ich bin geboren im schönen Ruhrpott und rappe / musiziere seit Mitte 1998. Derzeit lebe ich in Berlin.
2. Wann bist du geboren?
Januar 1982
3.Wenn du nicht gerade rappst, bist du tätig als…?
Familienvater, Überlebenskünstler
4. Beschreibe deinen Stil in fünf Sätzen!
Meine Texte sind roh und ungefiltert – wie das Leben. Ich mache kein Imagerap und tue in meiner Musik ausschließlich worauf ich Lust hab. Ich pfeife auf Grenzen in meiner Musik.
5. Seit wann rappst du?
Mitte 1998
6. Warum rappst du?
Rap ist für mich nicht nur Leidenschaft, sondern auch Selbsttherapie. Zudem ist meine Musik ein Sprachrohr für mich, in der Musik kann ich sagen was ich vielleicht sonst nicht so einfach über die Lippen bekomme.
7. Dein bester Track?
Alle meine Tracks haben für mich eine persönliche Bedeutung, schwer da einen bestimmten raus zu picken.
8. Spielst du selbst Instrumente und/oder produzierst du?
Ich mache hin und wieder mal einen Beat der mir gefällt, so auch für mein kommendes Album „KRKA – Kein Rückzug kein aufgeben“. Hauptsächlich aber greife ich lieber auf meine Bro’s Manu von C.R.E.A.M-Records oder Tumani Unbeatzable zurück. Zwei MEGATALENTE.
9. Wer sind deine Vorbilder?
Meine Eltern sind Vorbilder für mich
10. Ein Rapper, der gar nicht klargeht?
Das ist Geschmacksache! Meinen persönlichen Geschmack trifft zum Beispiel Farid Bang null. Trotzdem Respekt für das was er alles erreicht hat mit seiner Musik.
11. Welches ist für dich das beste Rapalbum aller Zeiten?
Kann und möchte ich mich nicht festlegen. Gibt viele Alben die mich lange bzw. immer
noch beeindrucken und ein Stück weit geprägt haben. Eines davon ist auf jeden Fall „RAG – Unter Tage“. Genauso auch „Kool Savas – Der beste Tag meines Lebens“

Das hat nichts mit Rap zu tun!

12. Ich würde sterben für…?
Meine Tochter / Familie
13. Dein Alltag sieht so aus:…
Aufstehen, mich um meine Tochter kümmern, arbeiten, Familie, schlafen. Und immer wenn mal eine freie Minute Zeit dazwischen bleibt, dann mache ich Musik!
14. Ein Funfact über dich ist:…
Fällt mir keiner ein!
15. Male deinen Rap!
Ich male lieber mit Worten!

Zwischen RapUpdate und Feuilleton – HipHop und Journalismus 2015 (Diskussion)

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HipHop Journalismus – wohin? Dieser Frage stellten sich kürzlich auf Einladung vom splash!Mag und moderiert von der einzig wahren Visa Vie die Kollegen Marc Leopoldseder (splash!Mag), Toxik (hiphop.de), Sascha Ehlert (Juice), Ayke Süthoff (Noisey), Davide Bortot, Ralf Theil und meine Wenigkeit. Und um gleich mal einen Beitrag zur Transparenz zu liefern: Ja, wir haben alle ein Paar neue Schuhe für unsere Teilnahme geschenkt bekommen.

In der Diskussion geht es auch um solche Fragen: Wie unabhängig ist der Rapjournalismus? Welche Rolle spielen Kumpaneien zwischen Redakteuren und Rappern? Und natürlich die Gretchenfrage: Wie hältst du es mit dem Gossip? Den Ankündigungen von Tracklisten, den Androhungen via Twitter und den guten, alten Stadtverboten? Alles spannende Fragen.
Falls es bei der Diskussion aufgrund von Zeitmangel oder rhetorischer Mängel meinerseits nicht ganz klar geworden sein sollte: Der Standpunkt von rap.de in diesem Themenkomplex ist klar. Ja, wir berichten auch über Dinge, die nicht direkt mit Musik zu tun haben. Rapper, die mit Aktionen auf Homophobie aufmerksam machen gehören dazu, Rapper, die Videos ihrer Ex-Signings sperren lassen, auch. Stadtverbote und  zusammenhanglose Beleidigungen bei Twitter jedoch nicht.

Die Grenze zwischen dem, was berichtenswert ist und was nicht, muss immer wieder neu gezogen werden. Auch wir als rap.de-Redaktion wollen uns da nicht von zum Teil berechtigter Kritik an einer Boulevardisierung und allegemein unkritisch Haltung ausnehmen. Auf der anderen Seite: Waren wir eigentlich die einzige Rap-Redaktion, die Probleme mit dem latenten Antisemitismus eines Songs wie „Hausverbot in Tel Aviv“ hat und dies auch schreibt? Gerade, was die Dauerbrenner (Antisemitismus, Schwulenhass, Frauenverachtung) angeht, wird noch größtenteils zu viel durchgewunken, verharmlosend relativiert oder einfach totgeschwiegen. Gut, dass nun zumindest mal darüber geredet wird. Ob es auch spürbare Auswirkungen auf die Praxis gibt, bleibt abzuwarten.

Freunde von Niemand: „Willkommen im Niemandsland 3“ erscheint Ende März

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Die Freunde von Niemand werden den dritten Teil ihres Labelsamplers „Willkommen im Niemandsland“ Ende März veröffentlichen. Das ist der Beschreibung zu einem kurzen Trailer des ersten Videos zu entnehmen: Timeless‚ „2 Stimmen„. Am 27. März soll er erscheinen, das Video genau einen Monat vorher, am 27. Februar.

Auf 15 Tracks, zwischen nostalgischen Erinnerungen, persönlichen Geschichten und Kampfansagen, stellen die Fünf ihr Können unter Beweis. Produziert wurden die Songs unter anderem von FvN Hausproduzent Johnny Pepp sowie Timo Krämer und Paynspray, die schon seit Jahren Wegbegleiter der FvN-Crew sind„, heißt es im Pressetext.

Der zweite Teil von „WiN“ war im März 2014 erschienen und erreichte Platz 5 in den Albumcharts. Er umfasste ebenfalls 15 Tracks von Vega, Bosca, Timeless, Bizzy Montana und Johnny Pepp in wechselnden Kombinationen. Die Beats stammten u.a. von CristalJumpa und Bizzy Montana. Der erste Freunde von Niemand-Sampler “Willkommen im Niemandsland” erschien im August 2012.

Willkommen im Niemandsland Teil 3 (Ltd.Fan Edt.) Doppel-CD
VÖ Datum: 2015-03-27
Verkaufsrang: 969
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