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Architekt – Insel (Video)

Architekt veröffentlicht „Insel„, die zweite Videoauskopplung von seinem kommenden Album „Hits 2015„. Produziert wurde der Song von Donnie Digital. Eine rührend offene und ungekünstelte Liebeserklärung an seine kleine Tochter. Da bleibt kein Auge trocken. Trotz über zehn Jahren im Game handelt es sich bei „Hits 2015“  – neben drei EPs – übrigens erst um das dritte Album des Bielefelders. Am 3. April erscheint die Platte, die auf dem Mile of Style Festival ihre Releaseparty erfährt.

Wu-Tang Clan: „Once Upon A Time In Shaolin“ frühestens in 88 Jahren öffentlich

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Du wirst das 5-Millionen-Dollar-Album „The Wu: Once Upon A Time In Shaolin wahrscheinlich nie hören! Klingt hart, aber ist so. Außer du bist noch zu jung um das zu lesen und wirst sehr alt werden.

Der Grund: Die einzige Kopie des Albums ist mit einem Copyright versehen, das 88 Jahre lang gilt. Bedeutet: Keine Veröffentlichung, keine Vervielfältigung, keine Verbreitung bis zum Jahr 2103. Dann gehen alle Rechte an den Käufer (wohl eher dessen Erben) über und er kann frei über das 31 Songs starke Album verfügen.

Einziger Lichtblick: Bereits vor Ablauf des Copyrights ist der Besitzer befugt, mit dem Album zu Touren und beispielsweise Listening-Sessions zu veranstalten. Einmal (bei entsprechendem Aufwand natürlich auch mehrfach) hören liegt also im Bereich des möglichen, nur auf deinem iPod wird das „The Wu: Once Upon A Time In Shaolin“ wohl nie laufen.

BOZ – Made in Germany (Review)

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Manchmal gehen Feuerzeuge plötzlich nicht mehr an, obwohl sie es vor wenigen Minuten noch taten. Am Brennstoff mangelt es nicht. Auch das Reibrad klemmt nicht. Und doch kann man es solange probieren, bis der Daumen schmerzt: Aus dem Funken wird einfach keine Flamme. Dieses Bild, das Rauchern bekannt ist, kommt mir beim Hören von BOZ’ „Made in Germany“ in den Sinn.

Es ist das zweite Album vom RattosLocos-Künstler. 2012 feierte er mit „Kopfkrieg“ sein Albumdebüt: Ein solides Werk, auf dem es mehr musikalische Höhen als Tiefen zu hören gibt, wie du in unserer Review hier nachlesen kannst. Wie auf seinem zweiten Album deckte er ein breites Spektrum an Themen ab – von persönlichen Tracks bis hin zu Battle-Rap-Songs. Seine „Farben“-EP erschien 2010.

Made in Germany“ unterscheidet sich von „Kopfkrieg„, insofern als es ein klares übergeordnetes Thema hat: das Leben in Deutschland aus der Sicht des Hamburger Reimakrobaten.

Seine Themenwahl ist gesellschaftskritisch und durchaus lobenswert: Er greift zum Beispiel die kulturelle Vielfalt durch die aus der Fremde in die Bundesrepublik Zugezogenen auf. Auch thematisiert er die Digitalisierung der Gesellschaft. In der Integrationsdebatte spricht er sich für das gemeinsame Leben der verschiedenen Kulturen aus, ohne aber bahnbrechend Neues zu dieser Diskussion beizusteuern. Wohingegen der Smartphone-kritische Track „Alles Digital“ mit Joka und MoTrip inhaltlich innovativ ist: Es geht um ein recht neues gesellschaftliches Phänomen, zu dem deutsche Rapper sich noch nicht zigmal geäußert haben.

Der Höhepunkt der Platte ist „Machtlos“ und zeugt einmal mehr von thematischer Originalität. Jameel, so BOZ’ bürgerlicher Vorname, musste tatenlos zusehen, wie sein alkoholkranker Vater zu Grunde ging. „Jemand’, der nicht glaubt, krank zu sein, kann man nicht heilen“, rappt er in der Hook des Songs – ein Gänsehautmoment.

Auch textlich überzeugt BOZ. Mit Leichtigkeit baut er angelesenes Wissen in seine Verse an. Ein Beispiel ist das Lied „Kalte Welt„, das Joshimixu produziert hat. In diesem Track kritisiert er die Geldgier unserer Gesellschaft und rappt: „Erst kommt die Moral, dann das Fressen, / Dann die Reue, danach das Vergessen.“ Hier stülpt er den berühmten Satz des deutschen Schriftstellers Bertholt Brecht um, der in seinem Theaterstück „Die Dreigroschenoper“ (1928) schrieb: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.

Nicht immer zeigt er sich intellektuell auf dieser Höhe. Auf „Biatch“ etwa rappt BOZ sehr verächtlich über das weibliche Geschlecht, das er „wie Glas“ durchschaut – ein platter Wie-Vergleich. Am Ende des Tracks folgt noch die Zeile „Ich bin nicht besser als du, doch ich habe einen Schwanz.“ Ernsthaft jetzt? Im Widerspruch dazu steht aber seine Zeile bei „Was Du nicht sagst“ mit PA Sports: „Du hältst dich für den Paten? / Komm, ich küss’ dich auf dein’ Mund“. Damit reiht er sich – absichtlich oder nicht – in die fortschrittliche Deutschrap-Bewegung, die von Schwulenfeindlichkeit im Rap nichts hält, ein.

BOZ ist ein begabter Rapper, das weiß die Szene auch nicht erst seit diesem Album. Vielleicht ist ein Grund, warum der Funke von „Made in Germany“ beim Hörer nicht überspringt, dass er seine raue Stimme, die Wiedererkennungswert hat, nicht variabel genug einsetzt. Auch seine Reime wirken ab und an etwas plump. Wie zum Beispiel auf dem Liebessong „Brief„, auf dem er „Du hast mir vertraut“ auf „Ich habe es versaut“ reimt.

Und nur wenige Beats ziehen den Hörer in den Bann: Der Anfangstrack der Platte „M.A.D.E“ mit harmonischem Zusammenspiel aus Schlagzeug, Tasten- und Streichinstrumenten tut es. Leider sind aber auf „Made in Germany“ Beats wie der von „Nur Musik“ die Regel: Die Gitarre, die seinen Rap in diesem Song untermalt, ist zu blass – ihr fehlt das gewisse Etwas.

Auch die Gesangseinlagen von Mehrzad Marashi bereichern die Lieder, auf denen er BOZ unterstützt, nicht. Und der DSDS-Gewinner von 2010 ist gleich drei Mal auf dem Album vertreten. Die sanfte Stimme des Sängers spült den Sound vom Rattos-Locos-Artist weich. Das Endresultat ist beispielsweise „Rohdiamant“, das zunächst wie ein nachdenklicher Song klingt, aber im Endeffekt auf einem der x-beliebigen Radiosender laufen könnte, die man anmacht, wenn man zu lange im Stau steht und seine CDs totgehört hat.

Der Tiefpunkt des Albums ist „Chaosflow (Totalschaden)„. Der null­acht­fünf­zehn-Beat beißt sich mit BOZ‚ aggressiv schnellen Flow. Technisch kann man an seiner Rap-Technik in diesem Track nichts bemängeln. Der Track kling aber eher wie Heavy Metal, den man sitzend in der U-Bahn unfreiwillig mithören muss, weil ein Mitfahrer die Rockmusik auf seinen Kopfhörern auf maximale Lautstärke aufgedreht hat.

Made in Germany“ ist wie sein Vorgänger „Kopfkrieg“ ein Album mit Höhen und Tiefen. Der Unterschied ist, dass dieses Mal die Tiefen überwiegen. BOZ’ neues Album fängt mit „M.A.D.E“ gut an. Ein Song, der die Richtung des Albums klar angibt und ab den ersten Sekunden auf allen Ebenen beeindruckt. Danach folgt – eigentlich nur – sehr gut Gerapptes, aber musikalisch nichts Überzeugendes. Der Hamburger hat die Begabung, Themen zu finden, über die nicht jeder Sprechgesangskünstler Songs macht; er schreibt auch gute Texte. Das Potential, Meilensteine zu schaffen, ist da. Leider aber ist sein neustes Werk vergleichbar mit diesem Feuerzeug, das aus heiterem Himmel kein Feuer macht, sondern nur noch Funken versprüht.

Genetikk: Weiteres Cover von „Achter Tag“ veröffentlicht

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Genetikk veröffentlichen ein zweites Cover ihres neuen Albums „Achter Tag„. Es wird am 24. April erscheinen. Während das erste Cover Sikk zeigte, ist auf dem neuen nun Karuzo zu sehen.

Bereits vor Kurzem wurde bekannt, dass das Album wohl noch diesen Frühling erscheinen solle. Selfmade-Boss Omerbegovic äußert sich auch kurz zum Sound und Inhalt des mittlerweile vierten Albums der maskierten Saarländer. “Die Devise war ganz klar, den ‘D.N.A.’-Sound inhaltlich wie musikalisch weiterzuentwickeln. Karuzo wird neue Themen behandeln.” Zudem verspricht Elviraudiovisuelle Highlights“. Eine erste Hörprobe von „Achter Tag gab es kürzlich.

Genetikk hatten mit ihrem dritten Album “Da Neckbreaker Aliens” 2013 den endgültigen Durchbruch geschafft. Nachdem die beiden Vorgängeralbem “Foetus” und “Voodoozirkus” den Einstieg in die deutschen Albumcharts verpassten (wobei ersteres vor dem Selfmade-Deal erschien und letzteres nur über den Selfmade-Shop verkauft wurde), schaffte es “D.N.A.von 0 auf 1. Wir trafen die Jungs seinerzeit zum Interview über das Album.

Achter Tag (Limited Deluxe Box)
VÖ Datum: 2015-04-24
Verkaufsrang: 4.567
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Hanybal – Is‘ mir egal (Video)

Hanybal lässt sein fünftes Video „Is‘ mir egal“ zu seinem Debütalbum „Weg von der Fahrbahn“ vom Stapel. Auf dem Battle-Rap-Song überzeugt der Frankfurter erneut mit seinem unverkennbaren Flow. Der Beat ist eine Perle aus dem Orient mit sattem Bass.

Unsere Review zu Hanybals erstem Album könnst du hier lesen. Im Zuge der Veröffentlichung hat er noch vier Videos zu seinem Debüt gedreht: “Aufgeben“, “Was los” mit Haftbefehl, “Frankfurt Brudi” und “Endstufe” mit Olexesh. Letzteres wurde auch von Saïd Taghmaoui, einem der Hauptdarsteller des Kultfilms La Haine, wegen der Hommage im Clip gefeiert. Näheres dazu könnt ihr in unserem Interview mit Hanybal nachlesen.

Das Debütalbum des Azzlack-Rappers erschien letzten Freitag.

Weg von der Fahrbahn – HNY Block LTD Box
VÖ Datum: 2015-02-27
Verkaufsrang: 560
Jetzt bestellen ab EUR 36,97

Wer hat’s gesagt – Kanye oder Gott? (Quiz)

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Kanye West ist ein Mann, der gut mit Worten kann. Deshalb durfte er zum Beispiel gestern an der berühmten Oxford Universität im berühmten England predigen sprechen. Nun spricht man Künstlern allgemein immer wieder etwas Göttliches zu. Und diesem Künstler ganz besonders. Nicht umsonst nannte er sein letztes Album „Yeezus„, sein neues wird dann – etwas demütiger – „So Help Me God“ heißen. Und nicht umsonst ist es oft schwer, seine Zeilen von denen zu unterscheiden, die einem allgewaltigen Schöpfer zugeschrieben werden. Das brachte die Freunde von rapgenius auf eine Idee. Ein Quiz, in dem es gilt, Zitate des biblischen Gottes von Kanyes Punchlines zu unterscheiden. Nicht die schlechteste Überbrückung der Wartezeit bis zum nächsten Album, das zwar schon einen Titel, aber noch kein Releasedate hat.

Bushido gibt Verkaufszahlen von „CCN3“ bekannt

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Bushido gibt mehr oder weniger direkt die Verkaufszahlen bekannt, die er mit „Carlo Cokxxx Nutten 3“ bisher erzielen konnte. Nach zwei Verkaufswochen soll er demnach insgesamt 81.000 Einheiten abgesetzt haben.

Bushido retweete einen Post, dem ein Bild der internationalen media traffic Verkaufszahlen-Tabelle angehängt war, deren siebten Platz er selbst belegt. Die Verkaufzahlen beziehen sich damit wohl auf Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen. Allerdings hat sich media traffic in der Vergangenheit nicht immer als sichere Quelle erwiesen. So wurden die Verkaufszahlen von Haftbefehls letztem Album „Russisch Roulettedeutlich zu hoch veranschlagt. Aus sicherer Quelle wissen wir, dass Bushido von „CCN3“ bisher etwa 70.000 Stück in Deutschland absetzen konnte.

Am ersten Verkaufswochenende konnte er bereits 52.000 Exemplare absetzen – das gab er selbst über die üblichen Kanäle bekannt. Ob sich das ebenfalls auf den gesamten deutschsprachigen Raum oder nur auf Deutschland bezog, erklärte er nicht.

In Deutschland und der Schweiz konnte Bushido sich mit „CCN3“ Platz 1. der Albumcharts sichern. Auch in der zweiten Woche hält er sich in Deutschland noch auf Rang 12. rap.de Chefredakteur Oliver Marquart sprach im Interview mit Bushido über „CCN3und verfasste außerdem eine Review.

Carlo Cokxxx Nutten 3 (Limited Deluxe Edition)
VÖ Datum: 2015-02-13
Verkaufsrang: 1
Jetzt bestellen ab EUR 62,91

 

Afrob und Samy Deluxe kündigen ASD-Comeback an

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Gestern Abend haben Afrob und Samy Deluxe, zusammen bekannt als ASD, überraschend ihr Comeback angekündigt. Sie werden zunächst auf HipHop-Festivals und Feature-Tracks vereint auftreten. Zudem soll „noch mehr stuff für dieses Jahr“ folgen. Ein weiteres gemeinsames Album ist also durchaus denkbar.

Mit „Wer hätte das gedacht?“ haben ASD 2003 einen Meilenstein des deutschen Raps geschaffen, das den fünften Platz der deutschen Albumcharts eroberte. Auf dem Album war mit „Sneak Preview“ ein Klassiker, der in den deutschen Clubs rauf und runter gespielt wurde. Weitere Single-Auskoppelungen waren „Sag mir wo die Party ist!“ und das nachdenkliche „Hey Du (Nimm dir Zeit)„.

Seitdem veröffentlichte Samy Deluxe fünf weitere Soloalben, von denen das aktuellste, “Männlich“, letztes Jahr erschien. Afrob veröffentlichte ebenfalls letztes Jahr mit “Push” das dritte Album seit “Wer hätte das gedacht?“.

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