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K.I.Z. – Botschaft an den Fan (Video)

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Genossinnen und Genossen, horcht auf! Die Propaganda-Maschinerie der Kannibalen in Zivil, auch unter dem Kürzel K.I.Z. bekannt, rollt unaufhaltsam weiter. Eine Videobotschaft an den sogenannten „Fan“ wird gesendet – es wird eine Symbiose aus dem Fan und der Gruppierung K.I.Z. beschrieben. Maxim verspricht dem Fan vom kommenden Machwerk: „Ein Album, das es so nich nie gegeben hat! Ein monumentales Album! Ein epochales Album“.

Den Sozialismus in seinem Lauf hält er natürlich trotzdem nicht auf. Bereits vor kurzem wurde die Propaganda mit dem Kannibalenliedeingeläutet, das das Quartett aus Berlin als „Aufrecht, weise, Stabil“ charakterisierte. Außerdem wurde von Tarek das Gegenstück zum Fan, der Hater, charakterisiert. Beim beworbenen Produkt handelt es sich um ein musikalisches Machwerk mit dem Titel „Hurra die Welt geht unter„. Die Liste der Anspielstationen, sowie das Deckblatt wurden bereits propagiert.

Hurra die Welt Geht Unter (Ltd. Special Edt.) CD+DVD, Box-Set
VÖ Datum: 2015-07-03
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Xatar – Baba aller Babas (Review)

Es gab in letzter Zeit kaum einen zweiten deutschen Rapper, der in so kurzer Zeit so viele stehende Ausdrücke und Phrasen etabliert hat. Von „Ich trage Mantel“ über „Dribbeln“ bis hin zu „In Gold gebadet„. Fünf Jahre lang war Xatar weg. Nun ist er wieder da – „Iz da“ – und entweder hatte er dieses Talent zur gekonnten Selbstinszenierung schon immer oder die lange Zeit im Knast hat seine diesbezüglichen Fähigkeiten noch reifen lassen. Fakt ist, seit seiner Entlassung im Dezember hat der Bonner sich sympathisch, witzig und stilvoll als Don des deutschen Gangsta-Rap präsentiert. Die ersten drei Videos „Original„, „Iz da“ und „Mein Mantel“ deuteten aber auch bereits an, dass Xatar nicht nur ein Meister der coolen Selbstdarstellung mit dem gewissen Augenzwinkern ist, sondern auch musikalisch und raptechnisch nochmal eine ordentliche Schippe draufgelegt hat.

Dieser Eindruck wird beim Hören des dritten Albums „Baba aller Babas“ bestätigt. Der Vorgänger „Nr. 415“ war ein rohes Stück durchaus faszinierender Straßenrap – aber es litt natürlich an den schwierigen Aufnahmebedingungen, vor allem der Tatsache, dass Xatar seine Strophen gar nicht auf den Beats aufgenommen hatte, die letztendlich auf dem Album zu hören waren. Dieses Mal ist alles aus einem Guss – und das hört man. In den vergangenen beiden Jahren hat sich der Alles oder Nix-Sound weiter ausdifferenziert. Hart kickende Drums kombiniert mit den leicht psychedelischen Sounds, die man im allgemeinen mit der guten, alten Westcoast in Verbindung bringt. Keine billigen Synthielines, keine Ibizia-House-Anleihen, kein Bullshit.

Ich kam, um zu equalizen
und dem armen Deutschrap ein paar Beats zu zeigen“ („Rote Notiz„)

True Story: Allein schon durch die Beats ist „Baba aller Babas“ ein starkes Album. Reaf, Maestro und Shoukri haben einen Soundteppich ausgerollt, auf dem man tatsächlich guten Gewissens die Schuhe ausziehen kann: Hier ist Rap zuhause, hier fühlt er sich wohl. Genau die richtige Mischung aus klassischem Ansatz und State of the Art –  ohne komplett in nostalgisches Retro-Zitieren zu verfallen. Anbiederungsversuche an aktuelle Trap-Trends sucht man ebenfalls vergeblich.

Und auch Xatars Rap hat sich deutlich gesteigert. Hatte der Bira auf „Nr. 415“ noch vor allem durch die offensichtliche Authentizität und die faszinierende Atmosphäre geglänzt, so sitzen die Reime dieses Mal locker an der Hüfte wie die Uz‘. Der Kurde ist immer noch kein Technikfetischist, der emsig Reimsilben zählt, aber er weiß, was er kann und wo seine Stärken liegen. Und das ist vor allem die Haltung, die Attitüde, die aus seinen Zeilen spricht. Seine größtes Kapital ist unzweifelhaft sein Charisma. Wenn er auf „Dresscode“ mit Olexesh den Doubletime-Flow auspackt, sitzt das trotzdem wie angegossen. Aber so ein Stilmittel wird hier nicht zum Selbstzweck, sondern fügt sich logisch ins übrige Geschehen. Das gilt auch für die Featuregäste Haftbefehl, Schwesta Ewa, SSIO, Kalim, Samy und Teesy.

Natürlich dominieren wieder Straßenthemen. Insgesamt geht Xatar es aber weit lockerer an als auf dem Vorgänger. Dominierten dort noch düstere Knastgeschichten, so geht es dieses Mal eher darum, den eigenen Lifestyle und den damit einhergehenden Status zu zelebrieren. Der Grundton ist positiv. Eine sinnlose Verherrlichung von Straftaten findet man auf „Baba aller Babas“ nicht, einen nervös erigierten Zeigefinger aber auch nicht. Recht lakonisch, gerne mit einem Augenzwinkern, aber weder albern noch klamaukig wird das vielbeschworene Streetlife in schillernden Farben gemalt, ohne die negativen, unglamourösen Aspekte auszublenden.

Zudem schafft es Xatar ohne Verrenkungen, auch ernstere Themen anzusprechen. Etwa, wenn er in „Original“ das brutale Vorgehen des IS in den kurdischen Gebieten auf den Punkt bringt:

Ein paar Fundis wollten Kurdistan schocken, indem Blut fließt
Sie wollten uns Islam beibringen, doch vergaßen
Dass wir die Kinder Saladins sind

Oder wenn er in „Justizia“ (feat. Kalim) kritisiert, dass viele Inhaftierte erst im Gefängnis zu richtigen Verbrechern werden.

Im Knast fängt man doch erst an
Macht Connex von Lapaz bis Rotterdam
All die Babas, Mörder, Mafioso
Knast ist wie Börse für Banden und so

Das aber wie gesagt ohne bemüht oder verkrampft moralisch zu wirken. Man merkt es „Baba aller Babas“ wohltuend an, dass Xatar nicht Anfang 20 ist. Das Album klingt in einem guten Sinn erwachsen – nicht langweilig oder verzweifelt, sondern souverän und mit ruhiger, aber im Zweifelsfall schlagkräftiger Hand. Diese wird jedoch nicht dazu gebraucht, sie gegen Schwächere zu erheben, sprich, es finden sich keine Disses oder Beleidigungen auf dem Album. Mit dieser Fahrweise unterscheidet sich AON schon seit jeher durchaus wohltuend von den Entwürfen anderer Vertreter des Straßenrap-Genres. Statt auf plakative Ansagen legt man viel Wert auf die Musik, die Stimmung und die Atmosphäre. Und das ergibt im Endeffekt ein rundes, starkes Album – eins der besten des bisherigen Jahres 2015.

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Celo & Abdi – Gargoyles (Albumtrailer #2) (Video)

Celo & Abdi veröffentlichen einen weiteren Albumtrailer zu ihrem neuen Werk „Bonchance„. Es gibt einen großen Teil des Songs „Gargoyles“ zu hören, der sich mit den dunklen Seiten der Heimatstadt der beiden Azzlackz befasst. Diese zeichnen Frankfurt als düsteren Ort, wo hinter den am Tag glänzenden Fassaden nachts das Böse lauert.

Bereits vor einiger Zeit hatten die Azzlackz verraten, dass ihr drittes gemeinsames Album im Juni erscheinen wird. Des Weiteren deutet Abdi an, dass das Album eine Rückkehr zu den Wurzeln darstellen könnte. „Die Leute, die das „Mietwagentape“ gefeiert haben, werden dieses Mal sehr auf ihre Kosten kommen.“ Auf Facebook gaben Celo & Abdi zudem bekannt, dass das gesamte Album von m3 produziert sein wird.

Bonchance“ wird das dritte Album des Duos aus Frankfurt. Letztes Jahr erschien “Akupunktur“, das Platz 3 der deutschen Albumcharts beanspruchte. Der Vorgänger “Hinterhofjargon” nistete sich 2012 auf Platz 8 ein. Beide erschienen über Haftbefehls Label Azzlackz.

Bonchance (Limitierte Paketbox) Doppel-CD
VÖ Datum: 2015-06-12
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Audio88 – Arbeit essen Seele auf (Bennett On-Remix)

Audio88 veröffentlicht passend zum heutigen Tag der Arbeit den Bennett On-Remix „Arbeit essen Seele auf“ von der „Der letzte Idiot„-Remix EP. Weitere Remixe auf dieser kommen unter anderem von Torky Tork, MecsTreem, Dexter, Morlockko Plus und Yassin. Die Remix-EP ist für fünf Euro auf Bandcamp oder auf Vinyl bei hhv.de zu erstehen.

Jan Böhmermann – Style und das Geld (Kay One-Cover) (Video)

Jan Böhmermann hat „Style und das Geld“ – bzw., er leiht sich beides von Kay One. Parodiert zu werden bedeutet im allgemeinen, dass man es geschafft hat. Insofern kann sich Kay, der kurz vor seinem vierten Album „Jung genug um drauf zu scheißen“ steht, freuen. Der Song, den Böhmermann aka Kay Boehm in unnachahmlicher Weise als deutsches Liedgut schmettert, ist somit offiziell ein Stück Gegenwartskultur. Unvergessen auch seine mit Götz Alsmann im Duett vorgetragene Version von Flers Mit dem BMW„.

BTNG – Kevlar (Video)

George Boateng, der große Bruder der Fußballspieler Jerome Boateng und Kevin-Prince Boateng veröffentlicht sein zweites Musikvideo „Kevlar“ unter seinem Künstlernamen BTNG. Vor einigen Wochen hatte er sein Debüt mit „Gewachsen auf Beton“ gegeben, inspiriert von der in Berlin-Wedding bemalten Wand, die die drei Brüder unter diesem Titel porträtiert. Auf iTunes kann man beide Songs nun kaufen, und zwar genau hier.

Wie seine Brüder spielte der Berliner in seiner Jugend für Hertha BSC und galt als großes Talent. Fußballprofi wurde er jedoch nie. George Boateng ging einen anderen Weg, der ihn vor knapp 10 Jahren ins Gefängnis führte. Danach züchtete er unter anderem Hunde.

Heute versucht der 32-Jährige es mit der Musik. „Gewachsen auf Beton“ war sein erstes Musikvideo. Der starke Beat wurde von Beatzarre und Djorkaeff produziert. Mit „Kevlar“ macht er nun genau da weiter.

Das 2.Video zu Kevlar ist Online.Teilt das Video und markiert eure Freunde !►►“Gewachsen auf Beton/ Kevlar“ kann man AB SOFORT AUF ITUNES kaufen : https://apple.co/1K4hhOj

Posted by BTNG on Friday, 1 May 2015

Massiv – Ein Mann ein Wort 2 (Video)

Massiv veröffentlicht den Titeltrack seines neuen Albums „Ein Mann ein Wort 2„. Es sei der richtige Startschuss zum elften Album, erklärt der Berliner. Die Videos „Märtyrer„und „Verurteilt/ Ich wollte nicht nach Syrien“ sind bereits erschienen. Features wird es auf dem Album keine geben.

Bereits im Vorfeld hatte er mit der Ankündigung überrascht, „EMEW2“ solle gänzlich ohne Beleidungen und Schimpfworte auskommen. Er ging sogar soweit, es als das „erste deutsche HipHop-Album„, auf das dies zutreffe – sicher eine bewusste Übertreibung. Zumal der Wahlberliner selbst bereits drei Alben veröffentlicht hat, auf denen er weitgehend auf Kraftausdrücke verzichtet hatte – wie unter Autor Adem Ferizaj in seinem Kommentar feststellt.

Massivs kommendem Album „Ein Mann ein Wort 2“ erscheint am 19. Juni. Zuvor hatte es eine Zeit lang so ausgesehen, als hätte er seine Rapkarriere an den Nagel gehängt. Dabei war der Vorgänger „M10„, der im Sommer 2014 erschienen war, sein bisher erfolgreichstes Album gewesen. Es war komplett von Abaz produziert worden, der auch Massivs neues Album komplett mit Beats versorgt hat.

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VÖ Datum: 2015-06-19
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A$AP Rocky: Neues Album „At.Long.Last.A$AP“ doch im Mai

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A$AP Rocky wird sein neues Album „At.Long.Last.A$AP“ doch am 12. Mai veröffentlichen, wie es ohnehin bereits vermutet wurde. Das Releasedate wurde allerdings kürzlich zunächst dementiert. Nun steht fest, dass es stimmt: A$AP bestätigte den Termin gegenüber Billboard.

At.Long.Last.A$AP“ ist der Nachfolger des Debutalbums „Long.Live.A$AP„, das er 2013 veröffentlichte. Übersetzt bedeutet der Titel so viel wie: Zu guter letzt A$AP. Produziert wurde „A.L.L.A“ unter anderem von Juicy J und dem im Januar verstorbenen A$AP Yams.

Teil des Albums wird der Song “Pretty Flacko 2” sein, der bereits 2014 veröffentlicht wurde. Auch “Multiply” soll darauf zu finden sein. Zuletzt veröffentlichte Rocky den Song “M’s“, der wohl nicht auf „A.L.L.A.“ sein wird.

A$AP Rocky hat seit seinem ersten Mixtape „Live.Love.A$AP„eine steile Karriere hingelegt und veröffentlichte 2013 das monumentale Soloalbum „Long.Live.A$AP„. Einer seiner größten Hits ist “Fuckin’ Problems“, den er gemeinsam mit Drake und Kendrick Lamar aufnahm. Die letzten zwei Jahre hat der New Yorker viel in London verbracht, wo er wohl auch an seinem neuen Album gearbeitet hat.

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