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Halbjahres Top Ten: Skinny

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Alter, 2016! Bis auf den schwachen Juni hast du mich durchweg glücklich gemacht. Ich kam leider Gottes kaum mit internationalen Alben hinterher, daher nur eine Top 5. Deutschrap war halt omnipräsent. Neben starken Alben gab es vor allem eines: auffällig viele Hits. Einzelne Songs, die sich im Gehörgang festfressen und nicht mehr loslassen wollen – was sehr aussagekräftig für den hiesigen Zeitgeist ist. Ebenso gibt es aber das Pendant – selten fiel es mir so leicht, zehn Peinlichkeiten aus dem Ärmel zu schütteln. Aber genug gelabert, hier meine bisherige Highlights des Jahres. Oh mann, ich liebe Listen:

Top 10 Alben:

  1. Prezident – Limbus
  2. Crack Ignaz & Wandl – Geld leben
  3. SSIO – 0,9
  4. Karate Andi – Turbo
  5. Audio88 & Yassin – Halleluja
  6. BRKN – Kauft meine Liebe
  7. Gzuz & Bonez – High & Hungrig 2
  8. Lakmann – Aus dem Schoß der Psychose
  9. AK Ausserkontrolle – Panzaknacka
  10. Frauenarzt – Mutterficker

 

Top 5 Realeases Internatioal:

  1. Aesop Rock – The Impossible Kid
  2. Domo Genesis – Genesis
  3. Young Thug – I’m Up
  4. Yung Lean – Warlord
  5. Migos – Young Rich Ni$$a$ 2

 

Top 10 Beats national:

  1. Iad Aslan & Nico Chiara – Lifestyle der Armen und Gefährlichen
  2. Wandl – James Dean
  3. JayBaez – Läppisches Theater
  4. MecsTreem – Weshalb ich Menschen nicht mag
  5. J.S. Kuster – Tanz mit der Straße
  6. Reaf – Halb Mensch, halb Nase
  7. DJ S.R. – Unschärferelation
  8. Lex Lugner – Ljubav
  9. Rooq – One More Time
  10. DJ Mad – Ahnma

 

Top 10 Hits:

  1. Juicy Gay & R-Moon – Smaragd
  2. Fler – Lifestyle der Armen und Gefährlichen
  3. Fruchtmax & Hugo Nameless – WKM$N$HG
  4. Riff Raff – Carlos Slim
  5. Juicy Gay – Sace Sace
  6. Denzel Curry – ULT
  7. Crack Ignaz & LGoony – Oida wow
  8. A$AP Mob feat. Juicy J – Yamborghini High
  9. Yung Hurn & Rin – Bianco
  10. Why SL Know Plug – Kann man ahnen

Top 10 Peinlichkeiten:

  1. Seyed
  2. Eko Freshs Promophase
  3. Haftbefehls & Xatars Promostunt
  4. ApoRed
  5. Animus‚ Livestream
  6. Farid Bangs Schüsse gegen Oliver Marquart
  7. Flers & Kollegahs gescheitertes Date
  8. SadiQs Toony Roast
  9. Felix Exposed
  10. Fler Interviews (siehe Highlights)

 

Top 5 Highlights:

  1. Fler Interviews
  2. Das Erscheinen von Ugly God und Fruchtmax & Hugo Nameless 
  3. Paul Rippé auf Twitter
  4. BESTE Deutschrap-Party
  5. Gucci Manes Haftentlassung

 

Honorable Mentions :

  1. Tami, der mit „Habakuk“ das sympathischste Album des Jahres gemacht hat
  2.  Abroo, der mit „Königreich der Angst“ das wichtigste Album des Jahres gemacht hat
  3. Fler, weil er diesen krassen Hochglanz-Sound nach Deutschland holt
  4. Frauenarzt, weil er Newcomer pusht
  5. Riff Raff, weil er mich immer noch auf „Peach Panther“ warten lässt

 

 

Kaas feat. Miwata – Jamaica, Jamaica [Video]

Kaas veröffentlicht mit „Jamaica, Jamaica“ den ersten Song aus seiner „KAAS & Jugglerz in Jamaica“-EP. Als Gast tritt mit Miwata ein Mitglied der Jugglerz per Hook in Erscheinung. Auf dem reduzierten, melancholisch angehauchten Instrumental schildert der Reutlinger seine ersten Eindrücke aus der Karibik. Diese sind auf Grund der Schönheit des Landes und der gleichzeitigen Armut sehr gemischt: „Wütende Augen von zu vielen Schmerzen/ Wechseln sich ab mit den fröhlichsten Herzen/ Vernarbte Gesichter, die Dollar erbetteln/ Und immer Musik, sie kommt aus allen Ecken“.

Den Verdacht, dass Kaas sich auf der EP komplett dem Reggae verschreibt, beerdigt dieser Song. Denn der Orson entwickelt zusammen mit den Jugglerz einen eigenen Soundentwurf, der sich großzügig und gekonnt an verschiedenen Genres bedient.

Die EP erscheint am 1. Juli.

Muso kündigt „Amarena“ für August an und veröffentlicht Tracklist & Single

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Musos Chimperator-Debüt liegt mittlerweile drei Jahre zurück. Es ist also absolut an der Zeit, nachzulegen: Der Nachfolger „Amarena“ wird am 19. August released, wie Muso bekannt gibt. Nach dem Debütalbum „Stracciatella Now“ also wieder ein Titel, den man irgendwie mit gutem Eis assoziiert. Neben dem Releasedate gibt’s dann auch direkt die erste Single als Audio zum reinhören.

Der auch veröffentlichten Tracklist kannst du die bisher bekannten Featuregäste, sowie die Produzenten der einzelnen Songs entnehmen:

01 Acid Trips auf Esspapier (prod. Gianni Brezzo, LO, Baird)
02 Therapie (prod. Ozaka, LO, Gianni Brezzo)
03 Two Steps Further (prod. Gianni Brezzo)
04 Denn sie wissen, was wir tun (prod. LO, Gianni Brezzo)
05 Regen (prod. LO, Gianni Brezzo)
06 Kopf oder Zahl (prod. LO, Gianni Brezzo)
07 1001 Morgen (prod. LO)
08 Egofilm ft. Xavier Naidoo (prod. LO)
09 Ultimatum ft. Ali As (prod. DAVID, ELI)
10 Über Wunden (prod. Gianni Brezzo, LO)
11 0815 (prod. LO)
12 Kein Zurück (prod. LO, Gianni Brezzo)

Muso stellt die erste Single exklusive auf Spotify zur verfügung. den Track kannst du dier hier anhören:

 

Massiv – Raubtier [Review]

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Es ist soweit. Das „Raubtier“ hat den Metallkäfig verlassen. Und was bereits der Titel impliziert: Massiv bleibt seiner zwischenzeitlich abgelegten roughen Art absolut treu.

Auf melodischen und gleichzeitig epochalen, imposanten Beats, meist von Johann Sebastian Kuster von der Producer Supercrew Snowgoons, der u.a. mit Young Buck, Tech N9ne und La Coka Nostra für einige Koryphäen der US-Untergrundelite gearbeitet hat, hat Massiv seinen nunmehr 13ten Langspieler aufgenommen. Mit dem erfolgreichen J.S. Kuster arbeitet Massiv seit 2009 zusammen und dessen Underground-Erfahrungen passen perfekt zum Ghettorap des Berliners. Allerdings haben an einzelnen Anspielstationen auch weitere Gütesiegelproduzenten wie Dennis Kör, Cubeatz, Joznez und Johnny Illstrument gearbeitet. Insgesamt eine weitere Bestätigung, dass Deutschrap soundtechnisch weiterhin auf der linken Spur aufholt.

Relativ schnell wird einem beim Hören klar, dass Realtalk und vor allem das nüchterne und unschöne Darstellen der Streets den Kernpunkt des Albums ausmachen. Aber ein Raubtier kommt bekanntlich – wenn auch nicht zwingend – aus dem Dschungel und dass die Großstadt ebenso ein Dschungel sein kann, ist keine Neuerung. Ebendies macht Massivs Attitüde aus und spiegelt sich auch in quasi dem ganzen Album wieder. An dieser Stelle wollte ich argumentativ die Tracks angeben, die vom Ghetto handeln, allerdings könnte man durch umgekehrtes Vorgehen einige Worte sparen, da irgendwo beinahe jeder Track dieses Thema bearbeitet. Rundum behandelt „Raubtier“ also einen absolut in sich geschlossenen Mikrokosmos. Das wird zwar auf Dauer etwas monoton, funktioniert aber.

Schon beim Betrachten der Tracklist fallen einem die vielen NRW-Features auf. Eko Fresh, Farid Bang, MoTrip, KC Rebell, Manuellsen, Kollegah, Summer Cem alle aus der NRW-Szene stammend, werten das Album nochmal auf und sind stets gut platziert. Gerade mit Manuellsen interagiert der Rudelführer hörbar eingespielt. Jedoch hebt sich ein Feature über allen anderen hervor: „Bob Marley“ mit Raf Camora ist ein absoluter Höhepunkt des Langspielers. Der Wiener hat mit seinem letzten Album eh bewiesen, dass er ein absoluter Meister seines Fachs ist und drückt dem Track ordentlich seinen Stempel auf, ohne dass Massiv zum Statisten wird. Ein absolut gelungenes Stück und vor allem eine sehr willkommene Abwechslung zu dem Ghetto-Motiv, das sonst die einzelnen Songs beherrscht. Ebenso muss man „Wir sind Jungs von der Straße“ positiv hervorheben. Der epochale Sound und die Featuregäste MoTrip und Manuellsen sind einfach auf verdammt hohem Niveau. Ansonsten ist der Langspieler ein gelungenes Werk, was einem jedoch wahrscheinlich nicht großartig in Erinnerung bleiben wird. Ich für meinen Teil habe solche Track fast alle schon in ähnlicher Form gehört und finde daran keinen großen Catch mehr.

Das Album ist durchzogen von kleinen Höhen und Tiefen, worauf man jetzt nicht weiter als bisher eingehen muss, um ein Gesamtbild vermitteln zu können. Insgesamt ist es das, was man von Massiv erwarten konnte. Thematisch sowieso: der rote Faden sticht für meinen Geschmack jedoch etwas zu stark hervor, „Raubtier“ ist konsequent typische Al Massiva Kost. Der Berliner hat hier kein neues Stück Rap-Geschichte geschrieben, aber eben auch nicht das Gegenteil. Ein solides Stück Straßenrap also, das keine Maßstäbe setzt, aber sich auch keine Blöße gibt.

KinG Eazy – Muhammad Ali [Video]

Bereits eine Woche ist vergangen, seit Boxlegende Muhammad Ali von uns gegangen ist. KinG Eazy zollt ihm nun seinen Respekt, indem er seinen neuen Song nach ihm benennt. Jedoch ist es kein Trauerfeier-Song bestehend aus Referenzen an Alis Leben, sondern ein lupenreiner Representer. Das Game wird mit einem Boxring und KinG Eazy mit Muhammad Ali selbst verglichen.

Das aktuelle Release von KinG Eazy heißt „HighLife“ und erschien am 20. Mai. Es gibt die Videoauskopplungen zu „Mary Jane“ , „Twerk“, „Ratatatatah“, „Keine Konkurrenz“ und „Trap“. „Muhammad Ali“ ist  ein Freetrack und stammt nicht aus „HighLife

SSIO x Eminem x Dr. Dre x Snoop Dogg x Cypress Hill – Nullkommaneun (DJ Swat Mashup) [Audio]

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DJ Swat hat sich SSIOs „Nullkommaneun“ geschnappt und für einen Mashup mit den Instrumentals einiger legendärer Klassiker versehen. So darf SSIBIO sich auf den Beats von EminemsBitch Please ll“ , Cypress HillsLowrider“ , Snoop DoggsLay Low“ und „Gin & Juice“ austoben. Alle Beats bis auf Cypress Hills Song „Lowrider“ sind von Dr.Dre produziert.

Der originale Track von Ssio ist auf dem Album „0,9“ zu finden, das letzten Januar erschien.

Chima Ede – Deine Religion (prod. Ayfa) [Video]

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Chima Ede veröffentlicht einen Song der ernsteren Art. Mit „Deine Religion“ spricht Chima ein sehr brisantes Thema an: Religion als Sinnbild für totale Kontrolle über Menschen durch Lügen und Täuschungen. Stark gerappter Song, das an einschlägigen Verschwörungsbrimborium angelehnte Video wurde aus Ausschnitten verschiedener Nachrichtenportale sowie dem Visual zu Nate57s „Fick die Welt“ Track zusammengefügt – und bedient leider nur die selbst manipulative „Zeitgeist“-Ästhetik sowie -Bildsprache. Zuletzt veröffentlichte Chima im Februar dieses Jahres seine „2023“ EP, von der bisher nur das Video zu „Willkommen“ veröffentlicht wurde.

Haiyti feat. Joey Bargeld – Akku (prod. Kitschkrieg) [Video]

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Immer ist der Akku leer, wie soll mich jemand finden?“ – Das Problem kennt heutzutage wohl jeder. Deutschraps First Lady Haiyti aka Robbery hat sich gemeinsam mit Joey Bargeld auf einem Beat von Kitschkrieg genauer mit dem Thema und dem Struggle drumherum beschäftigt. Demnen´sprechend trägt der neue Song den Titel „Akku“ .

Mit dem „City Tarif“-Tape, das unter anderem ein Frauenarzt-Feature bereithält, konnte Haiyti ein hohes Maß an Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Unsere Review zu dem Werk findest du hier. In den kommenden Wochen soll eine neue EP erscheinen.

Hier kannst du „Akku“ kostenlos runterladen.

 

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