Sexistische Beleidigungen: Vorwürfe gegen Hustensaft Jüngling

Eine ehemalige Merch-Verkäuferin erhebt Vorwürfe gegen Hustensaft Jüngling. Er habe sie wiederholt sexistisch beleidigt. Der Berliner weist dies zurück – und erhebt seinerseits Gegenvorwürfe.

Jana war laut eigenen Angaben von Ende 2017 bis Anfang 2019 mit Hustensaft Jüngling auf Tour unterwegs, um am Merchandise-Stand Klamotten und ähnliches zu verkaufen.

Vor einigen Tagen hatte sie ein Video auf Instagram hochgeladen. In diesem erklärt sie, Hustensaft Jüngling habe sie auf der Tour immer wieder sexistisch beleidigt. In einem Fall habe er sie auch begrapscht, ihr von hinten an den Arsch gefasst.

https://www.instagram.com/p/BxP_pfFCGmK/

„Zeichen gegen Sexismus setzen“

Wir haben mit Jana persönlich gesprochen. Im Gespräch bekräftigt sie ihre Vorwürfe. „Er hat mich immer wieder beleidigt und mir gesagt, als Frau sei ich nichts wert. Es wäre besser, ich wäre als Mann geboren worden.“

Sie habe lange überlegt, ob sie damit an die Öffentlichkeit gehen solle und sich dann letztlich dafür entschieden – um, wie sie sagt, ein Zeichen gegen Sexismus zu setzen.

„Ich will damit gerade jungen Mädchen zeigen, dass sie auch stark sein können, wenn sie sich gegen Sexismus wehren!“

Inzwischen haben auch ehemalige GUDG-Rapper wie MC Smook und ihr Video geteilt.

„Sexistisch war ich nie“

Hustensaft Jüngling widerspricht ihrer Darstellung in einem Statement, das rap.de vorliegt:

„Jana hat mich immer wieder um Unterstützung gebeten mich genervt ich würde sagen regelrecht belästigt, ich habe ihr immer wieder gesagt ich möchte nichts mit ihr zu tun haben. Sie soll mich in Ruhe lassen. Falls ich irgendwann mal unwirsch geworden bin, weil sie mich immer weiter belästigt hat, hat das nichts mit ihrem Geschlecht zu tun und ist somit nicht sexistisch. Sexistisch war ich nie. Sämtliche Aussagen in ihrem Statement, bei dem sie sich sichtlich das schadenfrohe Lachen unterdrücken muss anfangs, sind erlogen.“

Er führt weiter aus, die Vorwürfe hätten aus seiner Sicht einen anderen Hintergrund: Ihr Freund Keewee habe ihn im Rahmen der Promo für sein Mixtape „Keewee gegen Deutschland“ auf Instagram beleidigt. Kurz danach sei der Post von Jana online gegangen.

„Keine Angst“

Jana widerspricht dieser Darstellung. Sie betont, dass sie das Mixtape in keinem ihrer Posts erwähnt hat. Tatsächlich finden sich auf ihrem Profil keine Spuren davon. Außerdem sei sie mit dem Produzenten aktuell nicht mehr zusammen. Sie hält an ihren Vorwürfen fest: „Ich hab keine Angst – und werde weiterkämpfen.“

Hustensaft Jüngling indes behält sich rechtliche Schritte vor. Er habe Jana wegen Verleumdung angezeigt, erklärt er.

Update: In einem Statement auf Instagram entschuldigt sich Hustensaft Jüngling nun bei Jana:

 

8 KOMMENTARE

    • Jede Wette, der ganze Vorfall ist gefaked, damit sich der Hurensohn Jüngling mal wieder in Szene setzen darf. Auch negative Schlagzeilen sind Schlagzeilen. War ja bereits beim Boi so als es um German Wings oder Antisemitismus ging.

      • Denn sind wir mal ehrlich: Kein Schwanz würde sich ansonsten für diesen talentfreien Kartoffelrapper mit seiner Kackstimme interessieren.

  1. Richtig unnötig das ganze jetzt so zu dramatisieren… Jana hätte einfach früh genug kündigen sollen wenn sie sich von ihm beleidigt fühlt. Stattdessen tourt sie über ein Jahr lang mit ihm durch die Gegend und übertreibt jetzt völlig ihre Lage…

    • Sexistischer Scheißdreck. Solange du nicht in solcher Situation warst, hast du keine Sprüche wie „hätte sie mal lieber…“ rauszuhauen. Frauen haben tagtäglich mit Sexismus zutun und da war schließlich ein Machtgefälle. Außerdem brauchte sie vielleicht auch einfach das Geld und war dem Ganzen ausgeliefert. Empathie? Kennste?

  2. Rap.de – das HipHop Magazin für VICE-Leser.

    Jungs mal ehrlich, wollt ihr das alles auf Rap.de austragen? Macht euch doch ne zusätzliche Seite für diese ganze Politik 🙁

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