Cashmo – Gotham City

Heute am 23.05.08 erscheint „Im Visier“ von Cashmo und wir haben exklusiv ein Exclusive für euch besorgt, das wir nun hiermit präsentieren. Außerdem haben wir ein kurzes Interview geführt, mit dem Jungen aus Aachen, der mit 11 seine kriminelle Karriere begann und mit 15 als einer der jüngsten in den Knast Siegburg eingefahren ist, der vor einiger Zeit durch den Mord an einem Gefangenen durch seine Zellengenossen traurige Berühmtheit erlangt hat. 5 Stichworte. 5 Antworten. Kein Blatt vor dem Mund. Lest selbst! Blokkmukke Cashmo: Blokkmukke haben Plattenpapzt und ich gegründet, weil ich mein Album nicht bei Rowdy Records, dem Crunk Label von Papzt rausbringen wollte. Ich mache Straßenrap und da hätte es nicht gepasst, das ganze bei einem Crunk Label rauszubringen. Da hätte ich das Album lieber gar nicht veröffentlicht. Ich mache Rap ja nicht, weil ich Geld verdienen will, ich habe da andere Beweggründe. Ich habe eine krasse Vergangenheit und die Sachen, die ich gemacht habe, habe ich ja nicht aus Langeweile gemacht. Bis ich 11 war, hatte ich ein ganz normales Leben. Dann sind wir durch die Trennung meiner Eltern in die Armut abgerutscht und dadurch wurde ich auch in der Schule zum Außenseiter und habe angefangen zu klauen und so. Im Knast habe ich dann angefangen zu rappen. Rap hat mir Selbstvertrauen gegeben. Blokkmukke war meine Idee, den Namen hab ich erfunden und das habe ich mir auch auf den Arm tätowiert, sieht man ja im Video. Blokkmukke wird auf jeden Fall interessant, auch von den neuen Künstlern her, die wir bald rausbringen. Ich bin ja auch überzeugt von mir. Knast Cashmo: Ich habe mich im Knast positiv entwickelt. Für mich war das am Anfang auch gar nicht so schlimm. Ich habe auf der Straße gelebt. Es war Winter und ich habe Autos aufgebrochen, um darin zu pennen. Insofern war der Knast ok. Für mich war meine Knastzeit von Rap geprägt. Das hat mich richtig in den Bann gezogen. Ich habe ja schon als kleiner Junge immer auf die Flows gehört und habe meinen Kumpels gesagt: „Boah guck mal wie der rappt.“ Das hat ja keiner verstanden von denen. Im Knast habe ich mir dann ein Langenscheidt Wörterbuch geholt und habe mich da richtig angestrengt und englisch gelernt, um dann aber doch irgendwann auf deutsch zu rappen. Natürlich musste ich im ersten halben Jahr die Fäuste fliegen lassen. Ich war ja so quasi der einzige Deutsche dort. Die Deutschen halten auch nicht so zusammen, wie die Türken oder so. Die laufen immer mit dem Kopf nach unten. Aber da habe ich dann schon klar gemacht: Ich bin anders. Aber durch diese Rap Ding war dann auch Schluss mit Kriminalität und so. Kollegah Cashmo: Ich hatte mal Beef mit so einem Rapper aus Düsseldorf und mit dem hat Kollegah dann was zusammen gemacht. Dann habe ich gehört, dass er schlecht über mich geredet hat und deshalb erwähn ich ihn auch in meinem Text vom Video. Er ist halt absolut nicht real. da krieg ich die Krätze, wenn ich das höre mit Zuhälterei und so. Das ist Schauspielerei. Das ist Hollywood. Das ist absolut nicht meine Welt. Deshalb sage ich, dass ich auf den scheiße. Das muss man ja auch mal ganz objektiv sehen. Deutscher Rap Cashmo: Oh Gott. Wo soll ich denn da anfangen. also ganz früher war das absolut nicht mein Ding. So Blumentopf und so. Dann habe ich Savas gehört und das hat mir zum ersten mal gefallen und ich habe gemerkt, dass es auch harten deutschen Rap gibt. Heutzutage, die Sachen die Bushido macht?! Ich denke, er ist ein guter Entertainer, aber was mich stört ist, dass alle Leute den kopieren. Das ist alles das gleiche. Sido, Azad, Bushido, Savas, die kriegen alle Respekt von mir, weil die machen ihr Ding. Ich hoffen natürlich, dass ich irgendwann mal meinen Namen erwähnen kann, wenn du mich nach deutschem Rap fragst. Zukunft Cashmo: Meine Zukunft ist auf jeden Fall Blokkmukke. Mein Album hat so ein hohes Level, dass ich schon denke, dass ich die Leute davon überzeugen kann. Für das nächste Album lass ich mir auf jeden Fall Zeit. Das wird ein Klassiker. Davon bin ich überzeugt und ich weiß, dass ich das Potenzial dafür habe. Ich hoffe natürlich, dass es jetzt schon abgeht, aber ich bin ja auch Realist. Ich fliege nicht die ganze Zeit. Ich weiß ja wie das ist. Die Leute laden es sich runter, aber die werden es schon mitkriegen. Ich denke, dass es in Zukunft steil bergauf gehen wird. rap.de wünscht auf jeden Fall viel Glück!

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