Start Blog Seite 3989

Schon gehört?

0

Jede Menge Leute haben sich die Tracks schon per Download ins Zimmer geholt. Angeblich an die 80000 Jungs und Mädels. Wenn ihr die Remixxes von Karibik Frank und Fetsum noch nicht kennt, dann saugt los: www.0711hiphop.com/karibikfrank.htm.

Zu hören gibt es Interpretationen von „Beautiful“ (Snoop & Pharell), „Crazy in Love“ (Beyoncé feat. Jay-Z) und „Gossip Folks“ (Missy feat. Ludacris).

Egal, ob die Tracks euren Nerv treffen oder nicht, ein Schmunzeln werdet ihr euch nicht verkneifen können, versprochen! Mit anderen Worten: Reinhören ist zwingend!

Wenn wir schon bei Downloads sind: Falls irgendjemand da draußen noch nicht in den Genuss kam, Holunders „Lobeshymne“ an den obersten Kriegsherren unserer Weltgemeinschaft zu hören, bleibt mir nichts übrig, als ihn dezent darauf hinzuweisen, dies am Besten baldmöglichst nachzuholen. Schaut einfach mal auf der Seite der Töpfe (www.blumentopf.com) unter Downloads nach. Viel Vergnügen!

Blumentopf feat. Smudo – Better life GmbH

0

München. Eine Großstadt im Jahr 2003, Menschen sind emotional kalt, niemand interessiert sich für die Belange eines anderen. Doch halt, da tauchen die fünf Münchner Kung Schu, Holunder, Specht , Master P. und DJ Sepalot, auch bekannt als Blumentopf, mit der Vorabsingle zu ihrem im September erscheinenden Album Gern geschehen auf. Die Better life GmbH, auf der sie, mit ihrem Geschäftspartner Smudo im Schlepptau, eine Telefonhotline eröffnen, um armen verzweifelten Seelen zu helfen.

Da wird dem gescheiterten Flirtgott empfohlen, sich einen Hund anzuschaffen, diesen Martin Luther King zu nennen, um die Frauenwelt dazu zu bringen, ihm zu Füßen zu liegen, oder dem Partymuffel die entscheidenden Tipps gegeben, wie er zu einem absoluten Partylöwen mutieren kann.Auf dieser Single sind zwei Tracks enthalten, Better life GmbH Teil 1 und Teil 2, wobei sich der erste Rappart am Ende des zweiten Teils noch mal wiederholt und ich drei unterschiedliche Rapparts plus einer Hook, selbst für eine Single, etwas mager finde.

Alles in allem liegt hier jedoch musikalisch und inhaltlich wieder ein absoluter Ohrenschmaus für alle Blumentopf-Fans vor, welcher einem sicherlich das eine oder andere Lächeln ins Gesicht zaubert.

Defari – Odds & Evens

0

Defari Heirut – zu deutsch „der königliche Sohn Gottes“ – ist einer jener Artists, die damals, Mitte der 90er Jahre, ein völlig neues Bild vom Westcoast HipHop prägten, das sich nicht durch aufgesetztes Gangstagehabe auszeichnete.

Als 1997 seine Burner 12″ „Bionic“ erschien, zweifelte kaum jemand an seinen Worten: „Defari here to lock shit down“.Ein gutes Jahr später folgte dann endlich sein Debütalbum „Focussed Daily“ auf TommyBoy Records, und man merkte sofort, dass der ehemalige Highschool-Lehrer mit dem Herzen dabei war, dass er mehr wollte, als einfach „nur“ eine Platte zu veröffentlichen.Leider sah die Kundschaft das anders, und „Focussed Daily“ wurde, als eines der besten Alben der späten 90er, gerade 60000 mal verkauft.Bei Dre’s „Chronic 2001“ war Fari auf „Some L.A. Niggas“ vertreten, was er laut Interviews persönlich als extrem wichtig empfunden hat, um seinen Bekanntheitsgrad auf der Straße zu steigern.

2003, also 5 Jahre und mehrere Labelwechsel später, erscheint endlich der langerwartete Nachfolger „Odds & Evens“. Gute Aussichten?Leider nicht ungetrübt.

Schnell wird dem Hörer klar, dass Defaris Idealismus während der Querelen der letzten Jahre irgendwo auf der Strecke geblieben sein muss.Sicher, er hat immer noch die gleiche dope Stimme, und auch sein Flow ist noch vorhanden, aber technische und textliche Geniestreiche, wie sie auf „Focussed Daily“ en masse zu finden waren, sucht man oft vergeblich.

Auf „Odds & Evens“ beschränkt sich Defari inhaltlich zu oft auf die Standard-Themen, sprich: Wack-MCs, Alk, Weed & Bitches. Heute kommt er in deine Stadt, und fuckt shit up. Das passt nur nicht so wirklich zu ihm.

Und vielleicht ist das auch der Grund, warum es bei ihm leider weniger unterhaltsam ist, als wenn andere MCs die gleichen Themen behandeln.Vielleicht liegt es daran, dass manche der Hooks auf „Odds & Evens“ nicht sehr gelungen sind. Bestes Beispiel hierfür ist ironischerweise der Song „Hooks“, in dem Fariäußert: „U wanna know what keep pissin me off, pissin me off, it´s all ya hooks“. Auch „Los Angelinos“, „Slumpy“ oder „Cold Pieces“ fallen in diese Kategorie.

Vor allem ist es wohl Defaris eigentlich sehr ernsthafte Art zu rappen, die das Album im Zusammenspiel mit dem Inhalt teilweise unausgewogen und stellenweise sogar langweilig wirken lässt.Denn im Gegensatz zu den Werken einiger anderer Rapper, die ähnliche Themen haben, ist „Odds & Evens“ weitestgehend frei von jeder auflockernden Ironie, so dass es einem teilweise schwer fällt, wirklich konzentriert zuzuhören.

Dennoch soll hier nicht der Eindruck entstehen, als handele es sich um ein durchgängigschlechtes Album.Die Produktionen von Babu, Evidence und E-Swift sind durchweg erfreulich.Und die Songs, auf denen ernsthaftere Themen angesprochen werden (Behold my Life, For the love), zeigen, welche Qualitäten in „Odds & Evens“ stecken. Leider eben nicht genug davon, um als Klassiker in die Geschichte eingehen zu können.

Auf dem Titeltrack Odds & Evens, rappt Defari in einem unglaublich relaxten style: „Young killas running wild like they ain´t got no mom, and if they do, their mom must got some problems, and if she don´t, then why all the ghetto violence, the kids be involved in other brother´s dying, so me I just observe with cool silence“.Warum nicht mehr davon, wo es doch so schön ist?Auch „Diamonds in the Rough“ ist ein guter Track, zum einen für ein Mixtape für die Freundin, zum anderen, weil es erahnen lässt, dass Defari die Storytelling- Fähigkeiten, die er auf „These Dreams“ oder „Checkstand 3“ unter Beweis stellt, noch nicht verloren hat.Darüber hinaus hat „Spell my name“ das Zeug zum (HipHop-)Club Hit, der Beat bumpt fast so, als hätte Dre persönlich Hand angelegt.

Insgesamt handelt es sich bei „Odds & Evens“, aus den oben genannten Gründen, aber nicht um viel mehr als ein durchschnittliches Album.Man hört Defaris Underground-Herz, man hört aber auch, dass er versucht, mainstreamorientierte Hörer zu gewinnen, und der dadurch entstehende Eindruck der Uneinheitlichkeit trübt den Hörgenuss.Von einem Mann mit Defaris außerordentlichen Qualitäten hätte man es eigentlich besser erwarten können und dürfen.

Eminem Gone Wild

0

Während der Anger Management Tour im letzten Jahr hatte sich Eminem für eine Folge von „Girls Gone Wild“ filmen lassen. Er selbst war es gewesen, der bei Mantra Entertainment nachgefragt hatte, ob er nicht auch ein Video für die Softporno Serie hosten könnte. Diese sagten zu. Inzwischen wurde „Girls Gone Wild Shadystyle“ fertig gestellt und einer Veröffentlichung stände eigentlich nichts mehr im Wege. Eigentlich!

Die „Girls Gone Wild“ Crew ist mit Slim Shadies schauspielerischen Leistungen so unzufrieden, dass sie sein erotisches HipHop Video nicht an die Öffentlichkeit tragen will.

Wenn man sich an „8 Mile“ zurückerinnert und Revue passieren lässt welches Ausmaß Eminems Bekanntheitsgrad angenommen hat, ist es kaum vorstellbar, dass „Girls Gone Wild“ seine Serie nicht mit einem der berühmtesten Pop Ikonen unserer Zeit in Verbindung bringen möchte. Schließlich war Snoops „Girls Gone Wild Doggystyle“ ein echter Kassenschlager.

In dem heillosen Durcheinander meldeten sich auch Eminems Rechtsberater zu Wort und versuchten nun ihrerseits der Veröffentlichung entgegenzuwirken. Stets darum bemüht die Eminem Real Live Show nicht mit negativer Promotion zu belasten.

Aus welchem Grund nun auch immer, wegen Eminems geschickten Rechtsanwälten oder Shadies miserablen Fähigkeiten als Pornoheld, „Girls Gone Wild Shadystyle“ wird voraussichtlich nie auf den Bildschirmen der HipHop Kidz flimmern und somit nie die Ursache für feuchte Teeny Träume sein. Beim Schreiben der News musste ich ständig an eine Textzeile von Dendemann denken: „HipHops ganze Schose ist Zwangsneurose, echt“!

KRS-One & Mad Lion = Double Trouble

0

Double TroubleKRS-One und Mad Lion machen gemeinsame Sache. Die Arbeiten für ihr Projekt laufen schon seit fast einem Jahr auf vollen Touren. Bis jetzt wurden Songs mit Barrington Levy, Da Brat, Edly Shine und Macy Gray aufgenommen. Es ist allerdings noch unklar in welcher Form das Album der neu gegründeten Crew erscheinen wird. KRS und Mad Lion haben noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob sie sich an ein Major oder Independent Label wenden wollen.

Im Juni hatte KRS-One gegen Koch Records Klage eingereicht, da sie noch nicht fertig gestelltes Demomaterial veröffentlicht hatten. Er gewann den Prozess und konnte so die Veröffentlichung stoppen. Nach seinem Split mit Koch Records ist KRS keinem Label mehr verpflichtet. Diese Freiheit scheint sich positiv auszuwirken: Wir können Anfang nächsten Jahres mit dem ersten Album von Double Trouble rechnen. Watch out…

Gewinnspiel Spass mit KKS und Ercan

0

Der Gewinner des VIVA/RTL Cometen 2003 in der Kategorie „HipHop National“ Kool Savas und Ercan veranstalten ein Gewinnspiel.

Die Regeln sind simpel. Jeder der Bock hat kann den beiden einen selbst gebastelten Beat schicken. Aus diesen werden Savas und Ercan den Besten herauspicken und für einen Track verwenden. Das ganze wird dann auf das „Best of Ercandize“ Album gehauen.

Eure Beats müsst ihr als Audio Cd und mit eurer kompletten Anschrift mit dem Betreff „Best of Ercandize“ in den Briefkasten werfen. Für alle, die sich angesprochen fühlen, die Adresse lautet: Optik Records, Postfach 360546, 10975 Berlin. Einsendeschluss ist der 29.08.2003.

V.A. – Explicit Lyrics from España Vol. 1

0

Explicit Lyrics from España Vol. 1  HipHop aus Spanien. Wie der Titel der Compilation schon unschwer erkennen lässt, handelt es sich hierbei um ein Werk, das sich zur Aufgabe gemacht hat, alle namenhaften Artists Spaniens auf einer LP zu vereinen.Die bei Galileo MC erschienene Platte bietet zweifellos einen guten Einblick in die spanische HipHop-Szene. Dieser Umstand macht es mir nicht gerade leicht, euch das Album in allen Facetten zu präsentieren – leider bin ich der spanischen Sprache nicht mächtig.Ich werde folglich die inhaltliche Seite ausblenden und mich auf die Musik konzentrieren müssen&

Auch wenn HipHop in Spanien noch keinen wirklichen kommerziellen Durchbruch erlebte, hat die Szene schon eine reiche Bandbreite an Styles hervorgebracht. So findet man beispielsweise mit Solo los Solo eine Formierung, die schon seit 1998, mit ihrer Platte Retorno al Principio, Flamenco in ihre Musik einfließen lässt. Mit diesem Konzept schafften sie es, als die ersten mit einem spanischen Rapsong, in die offiziellen Top Ten.

Die Band La Puta Opepe schrieb HipHop-Geschichte. Sie gehörten von Anfang an zu den bedeutendsten Rap Acts. Außerdem waren sie die ersten, die Rap mit Reggae und Ragga verbanden. Eine Idee, die inzwischen unter anderem Chulito Camacho aufgegriffen und auf eindrucksvolle Weise weiterentwickelt haben. Ihr Song Ciudad liefert den Beweis. Mit Scratch Comando findet sich auch eine spanische Turntablism Crew auf der Compilation wieder. Yamal verarbeitet durch seine Musik seine Eindrücke jamaikanischer und arabischer Musik, was man dem Song Es Yamal schon beim kurzen Reinhören anmerkt. Bei so vielen unterschiedlichen Stilrichtungen und offenkundiger Experimentierfreudigkeit muss man wohl nur am Rande erwähnen, dass der Sampler nicht im Geringsten langweilig wird. Sehr abwechslungsreich ist zum Beispiel der Song Rara Avis von Magnatiz. Die Rapperin Shuga Wuga, die auch Solo aktiv ist, trägt genauso dazu bei, wie die Tatsache, dass alle Rapper der Crew einen unterschiedlichen Flow entwickelt haben und gut miteinander harmonieren.

Alle Produktionen besitzen eine gewisse Grundstimmung, die sich von den Vorbildern, aus dem Mutterland des Rap, deutlich abhebt. Man merkt, dass die Künstler sich auf ihre eigenen Wurzeln besinnen und versuchen, etwas Neues zu kreieren. Trotz allem ist mir das Schlagzeug oft nicht organisch genug. Ich vermisse bei den meisten Produktionen das gewisse Etwas, das den Beat pumpen und den Kopf nicken lässt&

Vielleicht scheiden sich die Geister an dieser Platte. Wahrscheinlich werden keinem durchgehend alle Stücke gefallen. Aber für jeden, der sich für spanischen HipHop interessiert und bis jetzt keinen Einstieg gefunden hat, wird sich mit Explicit Lyrics from España sicher eine neue Tür öffnen. Allen, bei denen ich das Interesse für HipHop aus Spanien geweckt habe, kann ich nur ans Herz legen, sich darauf einzulassen – vielleicht habt ihr ja das Glück, jemanden zu kennen, der spanisch spricht und euch über die Inhalte aufklären kann…

V.A. – 7 Heads Are Better Than 1 No Edge Ups In South Africa

0

No Edge Ups in South Africa lautet der Titel. Es handelt sich dabei um eine Compilation von 7Heads Recordings aus Brooklyn. Die LP ist der erste Teil einer Serie namens: 7 Heads are better than 1. Das Projekt ist die Antwort auf die Beschwerden, die in den letzten Jahren über Untergrund-HipHop zu hören waren. No Edge Ups in South Africa setzt sich mit einem ironischen Unterton mit diesem Problem auseinander, der trotzdem an der Ernsthaftigkeit des Projekts keinen Zweifel lässt.Aber wer sind die sieben Heads eigentlich?

1995 beschlossen sieben Freunde, die alle am Musik-Business interessiert waren und durch ihre Liebe zu HipHop einen gemeinsamen Nenner gefunden hatten, etwas im Rapgame in Bewegung zu setzen. Aus diesem Beschluss, auf dem Campus der Universität von Virginia, entstand schließlich das Label 7H Recordings. Heute haben die 7 Heads ihre Zelte in Brooklyn aufgeschlagen und sind fleißig dabei, ihr Projekt auszubauen. Bei dem Label untergekommen sind inzwischen Artists wie El da Sensei, Richy Pitch, Asheru and Blue Black of The Unspoken Heart und Djinji Brown.

Auf No Edge Ups in South Africa versammelt sich die ganze 7H Family. Die vom Label gesignten Aritists sind genauso vertreten wie der Kreis von Heads, der sich inzwischen um das Label gebildet hat. So liest man im Tracklisting altbekannte Namen wie Talib Kweli, J-Live oder Wordsworth genauso wie unbekanntere MCs, wie zum Beispiel Oddissee & Kenn Starr oder BJ und Piakhan.

Die 15 Tracks verbreiten durchweg eine gemütliche Stimmung. Da wäre beispielsweise Mood Swing von Aheru mit Talib Kweli: Mit seinem Klaviersample im Hintergrund, den langsamen, aber flüssigen Raps und seinen kleinen Gesangpassagen fehlt dem Lied auf keinen Fall der Soul. Oder Djinji Brown als Mr Dynamite. Mit dem Song wird der Sampler durch ein Instrumentalstück bereichert, das sich mit seinen verschickten Sounds und eingeworfenen Vokalsampels über sechs Minuten lang steigert. Bosoms wird performt von J-Live, Wordsworth, Eric Krasno & Neal Evans of Soulive & Adam Deitch of Lettuce. Das dreckige Schlagzeug, die Trompeten lassen einen intuitiv mitgehen. Wobei Wordsworth mit seinem markanten Flow wohl am meisten hervorsticht.

Diese Liste ließe sich fortsetzen. Aber wozu? Wer die Realeses von Mos Def, Talib Kweli, Common… für sich gefunden hat, dem kann ich nur empfehlen, auch die Musik der 7Heads auf den Plattenteller zu legen. Schließlich muss ich ehrlicher Weise dieser Lobeshymne hinzufügen, dass die Platte zwar keinen wirklichen Durchhänger beinhaltet, aber leider auch keinen richtigen Knaller zu bieten hat. Aber: This is HipHop und Welten von allen 50Cents entfernt. Peace.

Featured