Deutsch-Rap, wie es ihn noch nicht gab. Na, wenn das mal kein originelles Statement im Beipackzettel ist. Nie zuvor jemals gehört und noch nie behauptet worden! Aber weiter im Text. Da draußen herrscht gähnende Leere/ Ich füll sie mit Themen/ die es wert sind/ beredet zu werden (Mo` Tellz). Das ist natürlich korrekt, doch erst mal was zu Broke But Busy Productions: Das sind Dennis Depri, BustDat (zuständig für die Beats) und Mo`rich selber. Location ist Hamburg-Altona, kann man durchaus auch raushören, Bleibe hanseatisch/ Scheiß auf Hamburger/ Verdammt ich esse Bratfisch/ Zisch ne Büchse/ Piss ne Pfütze (aus Nichts mehr wie es war).
Dabei kommt Mo` Rich vom Graffiti- Sprühen und hat erst mit zwanzig Jahren angefangen zu rappen. Also mal keiner, der die Sache schon seit Kindesbeinen 24/ 7 macht. Dafür läuft es aber sehr angenehm, denn eins steht fest: gute Stimme und eigener Flow. Während Schwuchteln bei jedem Arsch schleimen/ Seh ich Mädels sag Hi/ Geh an‘ Tresen sag zwei/ Wer ficken will muss lächeln/ Wer das Mic rippen will/ Muss rappen (1 Drink/ 16 Bars).
Von den Beats her hält es BusDat lieber etwas tragischer was die Sampleauswahl betrifft, so gibt es viel Streicher zu hören, und im Orientexpress darf es auch mal indisch/orientalisch zugehen. Unterstützung gibt es hier und da auch mal von prominenteren Gästen, so zum Beispiel im Beatbau: zwei Nummern sind von Sleepwalker (Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang und Cheese!). Bei 1 Drink/ 16 Bars mischt dann auch noch Mirko Machine mit.
Ein bisschen Ragga darf auch nicht fehlen, so gibt es in Nuff Problemz im Refrain Unterstützung von Soultrain. Ordentlich Zug im Rap ist in Schizo, wesentlich entspannter geht es dann wieder auf Cheese! zu, und das ist auch der große Vorteil: Hier werden nicht im selben Style 13 Lieder durchgerapt, sondern da ist Bewegung drin. Broke But Busy ProductionsMitglied Nummer Drei erscheint dann kurz vor Schluss auch noch. In Kopf Hoch meldet sich also Dennis Depri zu Wort.
Fazit: Deutsch-Rap, wie es ihn noch nicht gab? Keine Ahnung, aber auf jeden Deutsch-Rap, dem man gern zuhört, deswegen auf seine Seite gehen, anhören und durchaus in die nächste Einkaufsplanung mit aufnehmen.
Mo`Rich – Shht..
Thomilla – Freeze
So, da ist es nun soweit: Während sich ein Teil der TurntableRocker wieder dem Rap-Geschäft in Form der Fantastischen Vier zuwendet, wandert Thomilla (wieder) auf Solo-Pfaden. Hat er ja schon mal gemacht, war im Jahr 2000, hieß Genuine Draft und brachte uns viele Leute wie etwa Joy Denalane oder Gentleman näher. Hatte auch viel mit HipHop zu tun.
Doch im Jahr 2004 ist alles anders, nicht dass es weniger Gäste als auf dem Vorgänger gibt, hier heißen sie einfach anders. Und sie machen mit Thomilla andere Musik. Logisch, das geht sehr stark dahin, wo die TurntableRocker sich bewegen. Also auf die Tanzfläche und das mit starkem Hang zum Pop. So zum Beispiel I Cee You feat. Billy Allen, irgendwo auf dem Weg in die 80er, aber eben im heutigen Gewand. Besagter Billy Allen liefert seinen eintönigen, dadurch aber eingängigen Beitrag (I See You/ You Turn Me On). Hm.
Ein bisschen gerapped werden darf dann auch: Ayak in Freaky Girl. Den meisten wohl aus dem Fernsehen bekannt, muss man also nicht viel sagen. Ebenfalls eingängiger Refrain, funktioniert bestimmt gut auf der Tanzfläche.
Richtig ohne Gäste kommt Thomilla nur auf Ping Pong aus, grooved schon ganz nett, enthält viele Synthie Sounds. Und das ist wohl auch das Rezept: auf Samples wird verzichtet, selber einspielen ist die Devise. Da dürfen die TurntableRocker natürlich nicht fehlen, so ist I Heard You Were Dead eine Produktion zusammen mit Herrn Beck.
Ebenfalls dem Synthie- Konzept treu bleibt die Nummer On My Mind feat. David Whitley, besagter Bezug zum 80er-Pop kann auch hier nicht verleugnet werden. Funktioniert oft alles nach selbem Muster: eingängige Beats, darauf eingängiger Gesang. Richtig Spannung kommt da für meine Begriffe selten auf. Auch nicht auf der Nummer Not Satisfied mit – man höre und staune- DJ Tonka. Jetzt kann man natürlich sagen, es sei leicht, so ne Scheibe zuhause anzuhören und dann zu schreiben: Alles Mist!. Doch so einfach will man es sich dann ja doch nicht machen. Okay, es ist also Popmusik, mit Sicherheit auch nicht die Schlechteste. Damit kann man sich ja abfinden. Und wenn man das mag, ist man mit dieser Scheibe auf der richtigen Seite.
Doch stellt sich für mich die Frage: Was unterscheidet dieses Ding jetzt von anderer Popmusik aus dieser Richtung? Da fehlen mir eben die Antworten und vor allem etwas Eigenes.
Bobby Brown sitzt mal wieder ein
Bobby Brown macht mittlerweile mehr Schlagzeilen, seine regelmäßigen Wutausbrüche und Gesetzesverstöße betreffend, als in Sachen Karriere. Diese wiederum scheint eh so gut wie verrissen, in Zeitungsartikeln spricht man schon längst nicht mehr von Brown dem Sänger, als vielmehr von „Bobby Brown, 35-jähriger Ehemann der amerikanischen Popsängerin Whitney Houston“. Wie dem auch sei, jetzt ist er wieder im Knast. Möglicherweise hängt die Einweisung am vergangenen Freitag mit Browns Verhaftung wegen Körperverletzung im Dezember zusammen. Nachdem dieser seiner angetrauten mehrere Gesichtsverletzungen zugefügt haben muss, hatte diese die Polizei alarmiert. Somit hat Bobby Brown erneut gegen die Auflagen seiner mehrjährigen Bewährungsstrafe, wegen Trunkenheit am Steuer, verstoßen und ist vorläufig, bis zum nächsten Gerichtstermin am 27.02.04, in Haft.
V/A – 360 Grad
Aus dem Hause Jubeko Records aus Berlin erreicht mich der aktuelle Sampler des Labels, der mit seinen 360 Grad richtig heiß zu sein scheint. Auf dem Silberling befinden sich Songs von unter anderem Smoke (Big-Bud), Damion Davis aka. D´Shawn (Kaosloge), Rhymes & Prok, Jas und MC Mirror (beide Craeturen der Nacht) und Hecklah & Coch, um nur einige zu nennen. Von der Verkrackte Welt rappt der Big-Bud MC Smoke auf dem 360 Grad-Sampler gleich zu Beginn. Da dieser Song auch auf Smokes aktuellem Album Fakt Iz Fakt zu hören ist und er mich schon dort geflasht hat, sag ich einfach: Lest euch mein Review zu Smoke „Fakt Iz Fakt“ durch.
Mit Momentaufnahmen hat Hitchcok (einer der Jubeko Records Künstler) einen Beitrag zum 360 Grad Sampler abgeliefert, der mit Inhalt und Message extrem gut über den melodischen Gitarren-Beat von Djorkaeff flowt. Ein echt guter Track, der zwar nicht vor Reim-Technik strotzt aber dennoch einer meiner Anspieltipps ist, weil bei diesem Track alles gut zusammen passt.Der Kaoslogen-Krieger Damion Davis beweist wieder einmal mit seinem Track 360 Grad (verdienterweise der Titeltrack), dass er nicht nur extrem gut rappen sondern dazu noch hammergeil singen kann. Damions flowende Strophen und tight gesungene Hook machen diesen Track zum Hörerlebnis und somit ebenfalls zu einem meiner Anspieltipps.
Ob es Liebe gibt und was sie für eine Bedeutung hat, fragt sich Jas (Devilz Heaven) von den Creaturen der Nacht im Track Liebe?. Dies ist auch ein hammergeiler Track mit einer Message, die eigentlich jeder Typ, der mit Mädchen schon so manche negative Erfahrung gemacht hat, nachvollziehen und verstehen kann. Jas: Props für diesen Track.
Auch sein Partner MC Mirror (Devilz Heaven/Creaturen der Nacht) hat einen sehr guten Track auf dem Sampler. Für die Ewigkeit ist ein Storyteller-Song, den man gehört haben muss. Im Stile von Bonnie & Clyde macht Mirror der Frau seiner Träume klar, dass sie für immer und ewig zusammenbleiben werden.
Die Beats sind sehr hörenswert und melodisch durch die von Yanek eingespielten Gitarrensounds. Alle Instrumentals wurden von Djorkaeff produziert und pumpen recht ordentlich. Auch der Jubeko-Artist Piont-At hat einen Beat zu dem 360 Grad Sampler beigesteuert.
Bis auf wenige Ausnahmen ist der Jubeko-Sampler ein echt gelungenes Stückchen deutsche Rapmusik. Für jeden Deutschrap-Fan ist etwas auf der Scheibe enthalten. Egal, ob man auf Battlerap, Storytelling oder Partytracks steht.Mal schauen, was man von dem Berliner Label Jubeko Records in Zukunft noch erwarten kann, ob dies der Beginn einer 360 Grad-Sampler-Reihe ist, bleibt abzuwarten. Ich denke, es würde sich lohnen.
Black Eyed Peas mit Blumentopf auf Tour
Wer die Black Eyed Peas live und in Farbe erleben möchte sollte sich beeilen! Die Veranstaltungen in Stuttgart und Köln sind bereits ausverkauft. Für die Konzerte in Bremen und Offenbach gibt es noch Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Als nationaler Support werden auf dieser Tour übrigens die Töpfe an den Start gehen. Die Konzerte sind somit Pflicht für alle, die nicht an Justin Timberlake vorbei wollten, um Black Eyed Peas zu sehen oder aber für die Blumentopf-Tour keine Karten mehr erwischt haben. Beide Crews sind so tight, wenn die auf den Plan treten burnts!
Blumentopf – Macht Platz
Mit dem Erfolg vom „Gern Geschehen-Album im Nacken machen die fünf Münchener jetzt die Ansage: Macht Platz, die zweite Singleauskopplung. Die Nummer war ein Highlight der Tour, wie man auch im Video sehen kann, denn dieses besteht ausschließlich aus Konzertausschnitten, die die Jungs vom Topf selbst zusammengeschnitten haben. Die Platte kommt mit neuer B-Seite, die Ich würd ja gern heißt. Wer beide Teile der Tour verpasst hat, kann mit dem Blumentopf noch in Bremen, Offenbach, Köln und Stuttgart Gas geben, denn dort sind sie als Supportact von den Black Eyed Peas zu sehen.
I-Ninja
Namco präsentiert uns mit I-Ninja ein überaus interessantes Konzept. Man bediene sich diverser Spielideen anderer Games, man vereine diese mit mancherlei eigenen Kreationen et voilà: I-Ninja.
Story
Keine guten Zeiten für Ninjas. Der gesamte Ninja-Clan wurde vom üblen Bösewicht Meister „O-Dor“ und seiner bösen Gefolgschaft, den Ranx, überwältigt – alle bis auf einen Ninja. Dieser verspricht Rache und macht sich mit Hilfe seines Lehrmeisters „Sensei“ auf den Weg, Meister „O-Dor“ zur Strecke zu bringen. Gameplay
Mit unentbehrlicher Unterstützung eures Meisters macht ihr euch also auf den Weg dem Bösen zu trotzen. Bedauerlicherweise ist euer Recke aber noch sehr untrainiert und unerfahren. Ihr begebt euch also auf die Reise durch diverse Level wo ihr Schritt für Schritt eure Fähigkeiten bzw. Kampfwissen verbessern könnt. Die neuen Fähigkeiten spiegeln sich in Form von Schnelligkeit, einem effektiveren Schwert und einem höher dotierten Gürtel wieder. Es sind insgesamt fünf immens große Welten, in denen euer Alter Ego sich durchbeißen muss. Am Ende jedes Levels wartet wie gewohnt ein Endgegner auf euch. Diese sind, wie das gesamte Spiel, recht schwer zu bewältigen. Trotz des hohen Schwierigkeitsgrades ist das Game jedoch total motivierend. Belohnung für das Meistern eines Levels ist eine Art Abzeichen. Je mehr Abzeichen, desto näher kommt ihr dem nächsten Gürtel.
Gefährliche Shurikens, explosive Geschosse, Ninja-Schwert sowie vier ultimative Attacken. gehören zu eurem Repertoire.
Die Steuerung in I-Ninja ist hervorragend und sehr simpel konzipiert. Die Doppelsprünge á la „Mario“, das Entlanglaufen von Wänden, so wie wir es z.B. aus „Rygar“ kennen, das mit dem Katana helikopterähnliche In-der-Luft-Schweben wie bei „Rayman“ und das vorwärts rollende Prinzip aus „Metroid Prime“ beherrscht unser kleiner Ninja in Perfektion. Solltet ihr alle gängigen Missionen durchgespielt haben, warten noch unzählige, witzige Mini-Spiele auf euch. Diese werden dank unterhaltsamen und zunehmend hohen Schwierigkeitsgrads mit Sicherheit nicht so schnell langweilig. Großes Lob also an die Kreativitäts-Abteilung der Entwickler. Obwohl viele Zocker auf den ersten Blick all diese Spielideen für „nur geklaut“ halten, ist die Umsetzung jedoch mehr als gelungen.
Grafik
Namco demonstriert uns in I-Ninja eine recht solide, flüssige Grafik im Comic-Stil. Die gute Grafik-Engine leistet vorzügliche Arbeit, daher bleiben uns nervige Clipping-Fehler, Ruckler oder gar Slowdowns erspart. Die einzelne Level-Struktur sowie die verschiedenen Charaktere sind humoristisch gestaltet und verleihen dem Spiel ein irrwitziges Flair. Sound
Soundtechnisch hinterlässt I-Ninja einen recht guten Eindruck. Die Soundkulisse überzeugt nicht zuletzt dank eines imposanten „Pro Logic 2“-Sounds. Die Stimmen der Charaktere sind durchaus adäquat. Musikalisch wird das Game von Drum’n’Bass- und Ambiente-Beats unterstützt, ist größtenteils sehr stimmig und passt gut zu einem Jump’n’Run Spiel – hinterlässt aber teilweise einen bitteren Nachgeschmack, da sich viele Songs oftmals wiederholen. Fazit
I-Ninja ist an Spielspaß kaum zu überbieten. Namco hat es brillant gemeistert verschiedene, wenn auch geklaute, Spiel-Elemente zu vereinen und ein Ganzes daraus zu formen. Die zahlreichen Möglichkeiten, die uns unser listiger Mr. Ninja offenbart, verleiten den Zocker die ein oder andere Überstunde vor der Glotze dranzuhängen. Ein perfekter Genre-Mix also.Von den zahlreichen Mini-Spielen über die Bonus-Missionen bis hin zum Story-Modus wurde bei I-Ninja mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Die Highend-Unterstützung eines 16:9 Breitbildmodus sowie der „Pro Logic 2“-Sound, leider noch nicht Standard in jedem Game, sind sehr nettes Beiwerk. Wer also ein vielseitiges, abwechslungsreiches und allen voran süchtig machendes Jump’n’Run-Game in seine Sammlung aufnehmen will, der sollte in jedem Fall einen Blick riskieren. Just Play it! Publisher: Namco
USK: 6 Jahren
Spieler: 1
System: Playstation 2
HipHop @ Echo 2004
Am 06.03. findet in Berlin die Echoverleihung statt. Nun sind die Nominierungen bekannt gegeben worden. Die diesjährigen Anwärter in der Kategorie HipHop/R&B national sind ASD, Beginner, Curse, Kool Savas und Seeed. Eko Fresh ist sogar in zwei Kategorien nominiert worden (Newcomer Video, Radionachwuchs). In der Kategorie HipHop/R&B international sind 50 Cent, Ashanti, DMX, G-Unit und Nelly die Bestplatzierten aus den offiziellen Top-100-LP-Charts der Media Control, die von einer Jury gewählt wurden.




