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Mos Def kommt nicht!

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Eine lange Tradition findet leider auch in diesem Sommer ihre Fortsetzung, nach Nas und Juelz Santana ist es dieses Jahr Mos Def, der aus privaten Gründen nicht zum splash! kommen kann. Welche Gründe das genau sind, ist wie immer nicht bekannt, weshalb wir an  dieser Stelle lediglich spekulieren können, ob er wirklich ernsthaft verhindert ist oder ob er schlicht und ergreifend keine Lust hat. Doch nicht nur das splash! geht leer aus, sämtliche anderen  Europa- Termine des schauspielernden Rappers wurden ebenso wie die seines US-Kollegen Lil Wayne abgesagt.

Für viele Fans ist das sicher eine Riesenenttäuschung, sind die Auftritte des Blackstarr Mitglieds gerade in Europa doch sehr rar gesät. Gute Übersee Promotion sieht jedenfalls anders aus, führt man sich vor Augen, dass schon bald ein neues Album von dem aus Brooklyn stammenden Künstler ansteht.

Den Veranstaltern kann jedenfalls kein Vorwurf gemacht werden, im Gegenteil, ihnen ist es gelungen, binnen kürzester Zeit einen mehr als würdigen Ersatz aufzutreiben. Mos Defs bessere Hälfte, auch bekannt als Talib Kweli, wird den Slot des Councious MCss einnehmen. Sicherlich keine schlechte Entscheidung, schließlich überzeugte der New Yorker bereits 2007 auf Pouch mit einer mehr als amtlichen  Lifeshow und Fans von Mighty Mos kommen so zumindest in den Genuss alter Blackstarr Hits.

Wir bedauern jedenfalls die kurzfristige Absage von Mos Def, freuen uns aber gleichermaßen auf Talib Kweli.  
 

Rapsoul

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Es gibt vieles, was einem durch den Kopf geht, wenn man den Bandnamen "Rapsoul" hört und zumeist sind das ziemlich eindeutige Bilder. Schmusepop mit Rapeinlagen, meist über die große Liebe, die große Trennung oder die Suche nach ersterem beziehungsweise die Entscheidungsfindung zu zweiterem. Das sich nicht immer alles direkt in Schubladen einordnen lässt, sollte uns allen bekannt sein. Die Erkenntnis, die wir aus dem nachfolgenden Gespräch mit den Herren CJ Taylor, Steven Neumann und Jan Färber mitnahmen, war dann aber doch etwas überraschend. Auch in der musikalisch weicheren Ecke Frankfurts hat man sich zumindest im Herzen den vier Elementen der Hip Hop Kultur verschrieben und würde sich genau das auch vom Großteil der straighten Rapszene wünschen. Warum man die Jungs lieber nicht in der S-Bahn ansprechen sollte und weshalb im Hause Rapsoul zwar durchaus über "Ärsche" und "Titten", jedoch eher weniger vom "Ficken" gesprochen wird, wurde außerdem geklärt.

rap.de: Seid ihr mehr Rap oder seid ihr mehr Soul?

Steve: Wir sind die Mischung zwischen beiden Sachen. Wir haben eine soulige Seite, die CJ reinbringt und wir zwei fügen Rap dazu.

rap.de: Steve und Jan, ihr habt ja auch als Rapgruppe angefangen.

Steve: Dreckskind und Pechvogel, genau. Wir waren auf "Geteiltes Leid 2“ von Moses mit drauf und hatten auch selbst eine Veröffentlichung, die hieß "Lebensakt“. Außerdem waren wir auf verschiedenen Samplern. Das waren unsere Anfänge, aber das war alles nicht sehr erfolgreich. Das haben wir damals mit Herz und Verstand, mit dem Effe und dem Kareem gemacht. Mehr gibt’s eigentlich nicht dazu zu sagen.

rap.de: Wie seid ihr zu diesem Rapding gekommen? Habt ihr so richtig im eigenen Keller angefangen?

Steve: Eigentlich schon. Wann ich jetzt genau angefangen habe, weiß ich nicht. Ein Freund von uns hat damals schon Musik gemacht. Der hatte im Kinderzimmer schon ein paar Sachen rumstehen. Wenn wir damals nicht in die Disco reinkamen, weil wir zu viele Jungs waren, dann sind wir immer bei ihm gelandet. Er hat uns immer mal was vorgespielt und das hat dann mein Interesse für die Sache geweckt. Da dachten wir uns, Musik machen ist schon irgendwie geil, und am Computer kann man ja Beats machen auch ohne ein Instrument gelernt zu haben und dann kam das rappen auch schon dazu. So hat das angefangen. Ziemlich früh eigentlich. Jan war erst zwölf oder so als er angefangen hat. Ich war schon ein bisschen älter, denn ich bin ja der Älteste in der Gruppe. Im Prinzip haben wir angefangen wie viele andere Rapper auch, so richtig mit kleinen Jugendhaus-Auftritten. Irgendwann haben wir CJ kennengelernt, auch ganz klassisch in einem Plattenladen, der einem Freund von uns gehörte. CJ kannte viele DJs aus Aschaffenburg und wir kannten damals viele DJs aus Frankfurt. Der Besitzer des Ladens hat uns dann aufeinander aufmerksam gemacht, weil wir immer nach Leuten gesucht haben, die auch Musik machen. Ich mache ja auch Beats und der Gedanke war einfach, vielleicht auch Beats für andere Leute zu machen. Dann haben wir CJ kennengelernt und das hat gepasst, sowohl musikalisch als auch menschlich. Wir dachten uns, dass das ziemlich geil ist, denn dieses reine Rapding fanden wir zwar cool, aber wir wollten schon immer etwas mehr machen

rap.de: Hattet ihr irgendwelche Vorbilder, was die Musik angeht?

Steve: Ganz klar, 3P waren das damals. Da wir ja auch in Rödelheim gewohnt haben und jetzt wieder wohnen, waren das die Einflüsse. Die haben es vorgemacht und wenn die das können, dann muss es auch irgendwie bei uns funktionieren.

CJ: Für mich war es eher die Motown-Schiene. Ich bin mit Black Music aufgewachsen und habe immer viel Soul gehört und habe auch immer viel gefeiert. Ich habe halt sehr jung angefangen. Ich bin ja auf einer Militär Basis aufgewachsen und war da das kleine Mischlingskind und habe das durchgezogen und mich aber auch extrem gefeiert. Ich bin eher der soulige Typ und das Rapding ist nicht so meins. Ich habe auch mal mit Jungs im Jugendhaus mitgejammt, aber ich war schon immer der Sänger.


rap.de: Man sagt ja, der Frankfurter Musikmarkt wäre sehr US beeinflusst. Konntet ihr mit anderen Deutschrap Sachen überhaupt was anfangen?

Steve:  Wie gesagt, bei uns war es ganz klar Rödelheim Hartreim Projekt

rap.de: Was aber auch zu Frankfurt gehört

CJ: Also, ich habe Hamburg noch krass gefeiert. Ich habe ja von 1999 bis 2001 in Hamburg gelebt, wo ich auch Sleepwalker kennengelernt habe. Das war bei so einem Event auf der Reeperbahn. Da waren noch KC Da Rooke, Mr Schnabel und alles, was mit deutschem Hip Hop irgendwie zu tun hatte. Ich fand das schon cool. Ich habe mich auch gefreut, dass das alle gefeiert haben. Ich musste mich am Anfang immer noch rechtfertigen, dass ich in Crosscolour Hosen und Hightech Boots rumgelaufen bin. Man musste früher noch Leuten Geld mitgeben, damit man Pumas aus den USA mitgebracht kriegte. Ein Jahr später sind dann die Leute hier mit denselben Schuhen aus dem Real rumgelaufen. Das fand ich natürlich auch ein bisschen scheiße, weil ich mich vorher dafür rechtfertigen musste. Wir haben damals dafür gekämpft. Wir waren die Jungs, die Pappkartons aus dem Mülleimer geholt haben, um darauf zu breaken, mit diesen alten Ghettoblastern, die man auf T- Shirts heutzutage manchmal sieht. Das habe ich alles miterlebt.

rap.de: Fehlt es dir, dass viele Rapper heutzutage gar keinen Bezug mehr zur Hip Hop Szene haben, beziehungsweise gar nicht haben wollen?

CJ: Ich denke, dass jeder Musik machen kann wie er will und wenn jemand etwas zu berichten hat, egal in welcher Hinsicht, dann soll er das gerne tun. Wenn es die Leute interessiert und ihn gut finden, dann muss er nicht vorher gebreakt oder gesprüht haben, dann kann er auch mit einer Bomberjacke und einem Unterhemd auf die Bühne gehen. Auch ohne weite Hosen zu tragen, sind das für mich trotzdem Rapper. Mir fehlt das überhaupt nicht, dass die Leute heute nicht mehr so aussehen oder es verschiedene gibt. Samy Deluxe sieht ja immer noch aus wie früher, der trägt ja auch keine engen Hosen. Rap ist etwas, das du von dir gibst, etwas, das du erzählen musst. Wenn es dir scheiße geht, dann rappst du halt darüber, oder singst wie in meinem Fall. Es geht auch um Aufmerksamkeit. Für die Außenseiter, die wir damals waren, hatte das auch einfach etwas Verbindendes. Man sah etwas und wollte das dann auch unbedingt machen, und dann bist du los und hast ein Tag an die Wand gemalt. Viele sind dann natürlich erwicht worden und dann musstest du Stunden abarbeiten oder es überstreichen, um vielleicht keine Strafe zu zahlen. So was fehlt mir heutzutage schon. Jeder kann machen was er will, aber es kann halt auch jeder machen, weil das einfach zu leicht zugänglich ist das Ganze.

rap.de: Ist das Internet daran schuld?

CJ: Ich denke, das Internet hat alles kaputt gemacht

Steve: Was jetzt, dieses Hip Hop Ding?

CJ: Generell. Alles.

Jan: Denke ich nicht unbedingt. Viele Künstler können das dadurch machen, die es sonst nicht machen könnten. Man kann für relativ kleines Geld Videos drehen, die relativ cool sind und die man sich auf Youtube dann anschauen kann. Da gibt es schon ein paar, die ich mir gerne angucke. Am Ende ist Musik ja Unterhaltung. Ich möchte ja unterhalten werden, wie wenn ich einen Film gucke. Davor gab es MTV und Viva oder damals noch VH1. Die Videos haben alle viel Geld gekostet und da liefen dann auch nur die, die einen Deal hatten. Jetzt kann man sich auch Leute angucken, die ein eigenes Video drehen, aber vielleicht trotzdem einen geilen Song haben. Oder du kannst dir auf MySpace oder deren Website die Sachen anhören. Im kommerziellen Sinne hat das Internet auf jeden Fall einiges kaputt gemacht. Es ist sehr schwer geworden, davon zu leben und den Kids klar zu machen, dass runterladen nicht cool ist, weil sie dadurch in einer gewissen Art und Weise ihr Idol zerstören. Das ist definitiv ein großer Zwiespalt. Auf der einen Seite feiern sie einen Rapper, auf der anderen Seite behaupten sie, sie hätten kein Geld, um ein Album zu kaufen. Irgendwann kann deren Lieblingsrapper aber keine Musik mehr machen, denn genauso wie ein Maler von seinen Bildern lebt, muss er ja auch davon leben können. Ein Restaurant lebt davon, Essen zu verkaufen. Wenn die irgendwann ihr Essen umsonst weggeben, dann ist das Restaurant am Ende.

rap.de: Macht ihr euch auch um eure Zukunft Sorgen?

Jan: Ich denke, wir machen uns keine Sorgen, denn bis jetzt ging es gut und wenn man sich dazu entschlossen hat, es zu machen, dann sollte man es tausendprozentig machen und wenn man irgendwann auf die Fresse fliegt, dann hat man es wenigstens versucht. Wenn man sich jetzt Gedanken über die Zukunft macht, ob man in einem Jahr vielleicht keine Patte mehr hat, dann kann ich es auch eigentlich gleich sein lassen. Wenn du diese Ängste die ganze Zeit mit dir rum schleppst, dann hast du irgendwann nur noch Abturns.

Steve: Es schwingt natürlich schon immer das Gefühl mit, was denn jetzt ist, wenn gar keiner mehr CDs kauft oder Geld für Musik ausgibt, aber dann muss man halt einen anderen Weg finden. Das Schöne an dem was wir machen ist, dass es auch immer andere Wege gibt, was zu machen, außer der Musik. Nur weil du keine Musik mehr machen kannst, bist du ja nicht gleich weg vom Fenster.

CJ: Du kannst ja auch Konzerte spielen, die meiste Kohle kommt sowieso durch Konzerte.  Leute werden ja immer zu Konzerten gehen. Selbst wenn Leute nur noch auf Youtube-Videos schauen und das irgendwann nur noch eine Projektionsfläche für Sponsoren ist, gibt es immer noch welche, die dich live sehen wollen, denn du bewegst da ja auch was. Ich glaube, dass auch viele Rapper, die nicht kommerziell sind, sich durch dieses Liveding finanzieren. Es gibt ja auch diese kleinen Labels, die sich dadurch über Wasser halten.


rap.de:
Es gibt auch viele Künstler, die sich ständig darüber beschweren, dass niemand mehr ihre Musik kauft, sich dann aber auch weigern arbeiten zu gehen.

CJ: Ich denke, es gibt einfach zu viele, die das nur wegen Geld machen. Da steckt dann nichts dahinter, die haben keine Liebe dafür. Ich denke, die Leute die dahinter stehen, sind dann auch die, die nicht aufhören. Um jetzt noch mal zurück auf das Internet zu kommen, das macht alles zu schnell zugänglich. Jeder Vierjährige kann sagen "Guck, ich bin Rapper.“ Jeder ist der krasseste Kämpfer aus seinem Viertel, aber es ist nicht mehr so, dass man sagt "Geil, ich mach das jetzt. Ich kicke jetzt einen Freestyle und smack dich weg“, wie man das früher gemacht hat. Diesen Kick gibt es halt einfach nicht mehr. Heute macht einfach jeder sein Ding. Frankfurt hat das auch damals verpennt, diese Ami Energie zu nutzen, die da war. In Hamburg gab es das dann von heute auf morgen einfach. Die hatten deutsche Texte und gute Hooks. Nur um noch mal darauf einzugehen, dass Hip Hopper heutzutage nichts mehr verkaufen. Es gibt keine gescheiten Jams mehr, beziehungsweise nur Jams, die heute eigentlich sehr gut sein könnten, wenn sie ein bisschen moderner aufgezogen wären. Es gibt ja auch nichts mehr, wo man hingeht. Im Pop gibt es so was wie The Dome, aber die Hip Hopper machen ja auch nichts mehr. Die Leute stehen halt da und feiern sich ab. Da hat halt das eine mit dem anderen zu tun. Entweder machst du was für die Szene und hast auch etwas davon, weil die Leute gerne zu deinen Konzerten kommen, weil sie sich denken "Geil, ich hab jetzt DEN Act gesehen“, wie die Kids, die uns bei the Dome sehen und sich denken "Geil, ich kauf mir diese Compilation“. Das gibt es im Hip Hop nicht. Die haben auch diese Trennung Hamburg/Frankfurt. Das kann der krasseste Gangstarap sein, wenn das aus Hamburg kommt, ist es immer noch schwul. Berlin hat halt diesen Aggrofilm gefahren und ist damit sehr gut gefahren. Mittlerweile denken viele hier in Deutschland beim Wort "Rap“ auch nur noch an Leute wie Bushido.

Jan: Ich denke, die Leute anzuklagen, dass sie keine Musik mehr kaufen, ist der falsche Weg. Es reicht nicht, nur eine Platte aufzunehmen, sondern man muss sich auch um seine Fans kümmern. Das machen wir jeden Tag, Fanarbeit. Wir haben jetzt so ein Handy eingerichtet, wo die Leute uns anrufen können und manchmal gehen wir ran. Das war schon immer so, dass wir mit den Fans von Anfang an richtig cool sind. Nach jedem Konzert machen wir eine Autogrammstunde, bis der Letzte geht. Wir bleiben immer bis zum Ende dort. Am 17. Juni machen wir wieder ein kostenloses Fankonzert. Man braucht halt eine gewisse Bindung, denn wenn wir diese Leute verlieren, dann hast du nur noch die Youtubeleute, die dich zwar cool finden, aber nicht wollen, dass du bei Viva läufst oder große Konzerte spielst.

rap.de: CJ, du hast etwas Interessantes gesagt. Dass die Leute in Deutschland nur noch an Bushido denken, wenn man sie nach Rap fragt. Aber ist das vielleicht nicht auch ein Zeichen dafür, dass Deutschland abseits von Amerika eine eigene Szene entwickelt hat?

CJ: Das stimmt und da gebe ich dir auch Recht, aber hier wird mehr von Hip Hop geredet, als dass er wirklich gelebt wird. Das ist der Unterschied zwischen Deutschland und Amerika, hier wird zuviel geredet. Wir haben es auf jeden Fall geschafft und ich bin auch total stolz darauf. Ich war auch derjenige, der gesagt hat: “Ey Deutschland vermisst was, wir müssen auch zeigen, dass da was geht“. Das ist das, wo ich dir vollkommen recht gebe, aber in Deutschland wird zuviel drüber geredet. Über Hip Hop zu reden ist mittlerweile so wie Kaffee trinken. Das mag ich nicht.


rap.de:
Inwiefern lebt ihr Hip Hop, also im Alltag?

CJ:  Hustlen! (lacht) Wir machen das Gleiche, was wir schon vor fünf, sechs Jahren gemacht haben.  

Steve: Wie soll man denn Hip Hop leben?

rap.de: Ihr scheint ja einen konkreten Kritikpunkt zu haben. Ihr werft den Leuten vor, dass sie Hip Hop nicht mehr leben. Da könntet ihr ja mit gutem Beispiel voran gehen.

CJ: Ja, ich sage halt, dass mich das stört. In Deutschland ist es so, dass dir vorgeschrieben wird, was du zu machen hast. Double Rhymes zum Beispiel, aber es kommt nichts Neues. Das ist halt das, was damals so geil war, in dieser Anfangszeit. Das konnte man noch richtig leben, auch mit den Klamotten. Es gab immer irgendetwas Neues.

Steve: Ich glaube, wie wir Hip Hop leben ist, dass wir machen, worauf wir Bock haben, ohne uns da jetzt großartig einschränken zu lassen.  Wir machen die Musik schon immer so, wie wir es wollten, und haben uns da nichts vorschreiben lassen. Es ist natürlich auch die Frage, wie man Hip Hop eigentlich definiert. Wer sagt denn, wie das gelebt werden muss und was bedeutet es, das zu leben. Und wenn man das jetzt mal daran festmacht, was viele Rapper sagen, dass es eben wichtig ist, real zu bleiben und seinen Arsch nicht zu verkaufen, dann kann man sich ja auch wieder fragen, was "real“ eigentlich bedeutet. Ist es real, was zu erzählen, was ich eigentlich gar nicht wirklich mache, oder ist es real, darüber zu sprechen, was man täglich erlebt? Egal ob es Liebesgeschichten sind wie bei uns, oder irgendetwas Hartes. Ich würde unsere Musik ja auch nicht unbedingt als puren Rap bezeichnen, weil wir eher eine Mischung aus allem und somit "R’n’B“ sind. Nur weil wir kommerzieller sind, sagen auch manche Leute, dass es Popmusik ist, anstatt es als Rap oder Hip Hop zu bezeichnen. Wir haben aber auf jeden Fall immer das gemacht, worauf wir Bock hatten. Wenn jetzt zum Beispiel jemand meint, dass er es schwul findet, dass bei uns zwei Strophen gerappt und eine Strophe und die Hook gesungen werden, dann ist das eben seine Meinung, aber wir wollten es so. Und jetzt macht das plötzlich jeder.

rap.de: Aber ihr beschäftigt euch ja anscheinend mit Rap. Würdet ihr euch wünschen, von der deutschen Hip Hop Szene gerne mehr respektiert werden?

Steve: Die Akzeptanz kriegen wir ja von den Leuten, es wird nur nicht in Interviews darüber gesprochen. Wenn wir irgendwelche Leute treffen oder der CJ auf dem Massiv-Album ein Feature macht oder wir mit sido beim Comet chillen, dann ist das schon eine Bestätigung für das, was wir machen. Aber wir sind mit dem was wir machen, eben so ein bisschen in einem anderen Genre, deshalb hatten wir es auch schwer. Wir haben zwei Sachen zusammen gefügt, von dem die Leute am Anfang meinten, es wäre ein bisschen schwul. Rap mit Gesang fanden alle scheiße. Als das dann aber bei uns funktioniert hat, hat jeder angefragt, ob er ein Feature mit CJ haben könnte und hatte dann im Endeffekt irgendeinen schlechten Rapper auf der Platte.

Jan: Wir waren da halt die Vorreiter, die mit "Gott Schenk Ihr Flügel“ und "Verzweifelt“ durch die Decke gegangen sind und deshalb hieß unser Album dann ja auch "Unbeschreiblich“.

 

rap.de: Ihr habt euch allerdings einem aktuell sehr populären Trend im Hip Hop angeschlossen und einen Elektro-Track gemacht. Was mir bei "Tanz In Die Nacht“ aufgefallen ist: Ihr sprecht von "fetten Ärschen“ und "dicken Titten“, dann kommt die Zeile "Alle denken nur ans…“. Wenn man jetzt konsequent in seiner Aussage wäre, würde man sagen "Ficken“, aber ihr sagt "Kuscheln“. Ich weiß nicht, ob es irgendeinen Club gibt, in dem das tatsächlich so ist, aber man könnte euch ja schon vorwerfen, dass eure Texte weichgespült sind.

CJ: Ja, in einem normalen Deutschrap-Track wäre wahrscheinlich "Ficken“ gesagt worden. Wir haben aber eine wahnsinnig breit gestaffelte Hörerschaft, wo wirklich viele jüngere, aber auch ältere Leute dabei sind. Die nehmen aus unseren Texten viel mit, es geht ja wirklich um Trauer, um Ängste,  um Verzweiflung im täglichen Leben. Wir machen viele Hoffnungstracks oder nachdenkliche Dinger, also eigentlich etwas, was jeden anspricht.

Steve: Aber du hast ja gesagt, dass du direkt an "Ficken“ gedacht hast. Das heißt, du hast es automatisch im Kopf, wir sprechen es aber einfach nicht aus. Und das reicht uns dann schon, das ist so ein bisschen mit einem Augenzwinkern. Wenn wir "Titten“ sagen, wissen die Leute ganz genau, dass der Reim eigentlich "Ficken“ wäre, aber wir sagen es halt nicht. Wir brauchen das nicht auszusprechen. Wir brauchen viele Sachen nicht zu sagen, die Leute wissen auch schon, dass wir das so machen.  Warum sollen wir das so machen, wie es viele andere tun und nicht so, dass man es auch im Radio spielen kann?

rap.de: Trotzdem küssen sich in der Dirty Version von dem dazugehörigen Video irgendwelche leicht bekleideten Party-Bitches. Da sehe ich einfach eine starke Differenz zum Text.

Steve: So wie die Berliner ihre eigene Sprache haben, hat ja jeder irgendwelche eigenen Begriffe oder so. Und dann macht man halt, wenn man eine schöne Frau sieht, auch mal Witze von wegen "Boah, mit der würde ich jetzt richtig gerne… kuscheln.“ Wir haben dieses Wort jetzt nicht deshalb verwendet, weil wir gedacht haben, dass unser Lied nicht im Radio läuft, wenn wir "Ficken“ sagen oder weil nur kleine Kinder unsere Musik hören. Wir haben auch Songs, wo wir eben Sachen wie "Sie wurde von ihrem Freund gefickt“ sagen. Das ist dann aber eben kein Party-, sondern ein Message-Song. Wir sagen ja jetzt in dem Lied zum Beispiel auch "Helle Lichter, bunte Farben“. Meine ich damit, dass die alle auf Drogen sind oder sind die Farben wirklich bunt und die Lichter hell? Theoretisch kann man das ja deuten wie man will. Wir wollten auch einfach ein bisschen provozieren.

rap.de: Ein anderer heraus stechender Song auf eurem neuen Album ist "Sie Wissen Nicht, Wie Es Ist“. Da beschwert ihr euch mehr oder weniger darüber, dass wir alle keine Ahnung haben wie es ist, als Star in der U-Bahn zu sitzen und gefragt zu werden, warum man mit der Bahn fährt.

Steve: Das ist jetzt nicht unbedingt eine Beschwerde und wir wollen damit niemanden angreifen. Das Lied soll nur ein bisschen beschreiben, was bei uns so die letzten zwei Jahre passiert ist und dass die Kids eben denken, dass man Millionär ist, sobald dein erstes Video bei Viva läuft. Dass man den Leuten eben zeigt, dass es auch eine andere Seite gibt. Wir werden zwar erkannt und machen hier und da die Konzerthallen voll, aber  es gibt eben auch die andere Seite. Es ist ganz normal und kann wirklich mal passieren, dass Leute zu dir kommen und sagen "Ey, wieso sitzt du in der S-Bahn? Du bist doch ein Star, ich hab dich gestern im Fernsehen gesehen!“. Ja, das ist so, aber ich bin doch trotzdem noch ein normaler Mensch. Das Lied soll einfach ein Zeichen dafür sein, dass wir ganz normale Typen sind.

CJ: Wir überlegen uns ja auch nicht im Vorfeld, was wir alles auf der Platte drauf haben wollen, sondern schreiben uns Sachen einfach von der Seele. Da kommt dann halt so ein Song zustande, der vielleicht überhaupt keine Single ist und auch sonst nicht so aufs Album passt.

Jan: Wir sind ja auch sehr bodenständig geblieben. Die Leute wundern sich auch, wenn wir bei Lidl einkaufen, aber wo denn sonst? In irgendeinem Feinkostladen? Ich bin ein ganz normaler Typ, der Musik macht, der davon zum Glück leben kann und der sein Hobby zum Beruf gemacht hat.

rap.de: Jemand, der jetzt vielleicht auf dem Bau arbeitet, könnte das Ganze aber trotzdem als eine Art Luxus-Beschwerde auffassen.

Jan: Aber ich weiß ja jetzt auch nicht, wie es zum Beispiel auf dem Bau ist.

Steve: Man wird auch wirklich teilweise in unangenehme Situationen gebracht. Wenn ich zum Beispiel im Club an der Bar stehe, zwei Mädels ankommen und mit mir ein Foto machen wollen und im Anschluss fragen, warum ich ihnen jetzt kein Getränk ausgebe. Weil sie ja denken, dass ich Millionär bin oder so. Da denke ich mir nur "Nein, bin ich nicht!“ und wahrscheinlich legt sie danach im Auto die gebrannte CD ein. Vielleicht hätte ich ihr einen ausgegeben, wenn sie nett gefragt hätte.

Jan: Dieses Musik-Ding ist natürlich sehr angenehm. Ich meine, wir haben echt nicht viel Arbeit und müssen höchstens Mal ins Studio gehen oder so. Aber wenn du keinen Erfolg mehr hast, hast du Pech gehabt. Ich habe zum Beispiel keine Ausbildung und auch keinen Schulabschluss und wenn ich keine Platten mehr verkaufe, habe ich echt ein Problem. Der vom Bau kann noch irgendwo schwarzarbeiten, ich kann nichts mehr machen. Wir haben uns in diesen eineinhalb Jahren, in denen wir jetzt am Album gearbeitet haben, natürlich schon gedacht, was ist, wenn das jetzt alles plötzlich nicht mehr klappt. Wenn die Leute das nicht mehr kaufen, sind wir am Arsch.

rap.de: Na das sind doch schöne abschließende Worte. Vielen Dank für das Interview.

THQ – Red Faction: Guerilla

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Red Faction: Guerilla
 

Mit "Red Faction: Guerilla" von Volition und THQ hält die lang erwartete "Geo-Mod 2.0" Engine Einzug auf den Next Gen Konsolen. Und nach allem was man bereits so in der Vorschau gesehen hat und einem in der Demo präsentiert wurde, habe ich das Spiel mit viel Spannung erwartet. Doch lohnt sich der Ausflug auf den Mars wirklich? Die XBOX 360 Version versucht mir darauf Antworten zu geben.
 
 
Zur Story
 
Die Geschichte in "Red Faction: Guerilla" spielt im Jahre 2125 also gut 50 Jahre nach den Vorfällen in dem ersten Teil "Red Faction".  Damals wollte die "Ultor Corporation" mit allen Mitteln die Minenarbeiter ausbeuten und sich die Vormachtstellung auf dem Mars sichern, nur hatte die "Ultor Corporation" nicht mit dem heftigen Wiederstand der Minenarbeiter gerechnet von denen sich einige zur "Red Faction" vereinigten. Unterstützung bekam die "Red Faction" von der "EDF", der "Earth Defense Force", mit deren Hilfe die "Ultor Corporation" vom Mars verjagt wurde.
 
 
Leider wurden aber in den Jahren danach die Rohstoffe auf dem Mars immer bedeutender für die Menschen auf der Erde und so begann der Kampf um den Mars erneut. Nur ist es diesmal die "EDF", die Minenarbeiter unterdrückt und mit allen Mitteln die Rohstoffe kontrollieren will. Da die Marketing Abteilung der "EDF" alles daran setzt, die Umstände nicht an die grosse Glocke zu hängen, werden immer noch zahlreiche Menschen auf der Erde vom schnellen Geld des Mars angezogen. So auch Alec Mason, seines Zeichen Bergbau-Ingenieur, der auf dem Mars nicht nur eine Arbeit sondern auch seinen Bruder sucht.
 
 

Nur währt die Wiedersehensfreude nicht sehr lange und Alec Mason muss miterleben, wie die "EDF" mit Aufständischen verfährt und damit Alec Mason zum Mitglied wider Willen in der Red Faction werden lässt. Von nun an seid ihr die letzte Hoffnung auf die endgültige Befreiung des Mars und dürft euch als Alec Mason in einer 3rd- Person Ansicht durch die vielen kleinen und grossen Missionen schlagen und das im wahrsten Sinne des Wortes.
 

 
Es gilt die fünf Hauptgebiete des Mars von der "EDF" zu befreien. Dazu gibt es neben den 3 bis 4 Hauptaufgaben, die zur Fortführung der Story dienen und neue Gebiete freischalten auch viele Nebenmissionen, wie zum Beispiel die Befreiung von Gefangenen, der Überfall auf einen Konvoi oder auch einfach nur die Zerstörung von "EDF" Eigentum. Als "Belohnung" findet man sogenannten Barschrott in den zerstörten Gebäuden oder Fahrzeugen der es euch ermöglicht, Upgrades oder neue Waffen zu kaufen. Ausserdem werden durch solche "Guerilla" Aktionen die Moral der Mars Bewohner gestärkt. Je höher die Moral um so mehr wird Alec Mason von der Bevölkerung unterstützt.
 
 
Die Technik
 
Die Steuerung der Figur geht leicht von der Hand, einzig die Belegung
der Waffenauswahl ist am Anfang etwas ungewohnt und lässt sich leider auch nicht anders belegen. Was aber die Auswahl an Waffen angeht, haben sich die Leute von Volition/THQ an den Arbeitsgeräten und Maschinen eines "Miners" orientiert. Neben dem obligatorischen Vorschlaghammer, den ihr auch nicht ablegen könnt, dürfen drei weitere Waffen mitgeschleppt werden. Von einem Bogenschweißer über diverse Raketenwerfer und  Haftminen bis hin zur schnöden Automatic steht einem alles zur Verfügung
 
 
Dank der Geo-Mod 2.0 Engine lässt sich wirklich jedes Gebäude physikalisch komplett zerlegen, denn der Schaden und seine Auswirkung auf die Gebäude bzw. Umgebung werden in Echtzeit berechnet und verdammt gut in Szene gesetzt. Ob ihr ein Gebäude nur mit dem Vorschlaghammer bearbeitet oder lieber in die Luft sprengt, Spass macht irgendwie beides. Insbesondere die Herausforderungen "Abrissmeister" haben es in sich, da man unter Zeitdruck und Vorgabe des Werkzeugs ein Gebäude plätten muss. Und da kommt es schon auf die richtige "Technik" an und darauf die Schwachstellen in einem Gebäude zu kennen.
 
 
Der Multiplayer
 
Das muss man dem Spiel lassen, im Multiplayer wurde hier alles richtig gemacht. Eine gute Lobby, wo man einfach mit Freunden gegen-einander antreten kann oder gemeinsam gegen den Rest der Welt antritt. Bis zu 16 Leute können an einem Match teilnehmen und dementsprechend gross ist die Auswahl an unterschiedlichen Karten. Bei allen 21 Maps lässt sich auch die Tageszeit anpassen und erhalten so die bekannten Karten ein neues Gesicht. Zur Verfügung stehen neben den Standards "Anarchy" (Free for All) bzw. "Team Anarchy" (Team Death-Match) und "Capture the Flag" noch diverse Abwandlungen bekannter Modi.
 
Der "Siege"-Modus geht über zwei Runden, eine Runde Angriff und eine Runde Verteidigung von Gebäuden, bei dem dann die Mannschaft gewinnt, die den meisten Schaden in kürzester Zeit erzeugt hat. Bei "Damage Control" geht es um das Einnehmen und Halten von drei Kommando-Punkten. Jeder eingenommene Kommando-Punkt lässt den Counter nach oben steigen und führt Dein Team zum Sieg. Eine nette Idee ist auch der Spielmodus "Abbruchmannschaft" bei der man im "Hot Seat Modus" gegeneinander antreten kann um zu sehen, wer der Herr der Zerstörung ist.
 
 
Waffentechnisch steht hier natürlich bis auf die Fahrzeuge alles zur Verfügung was man bereits aus der Kampagne kennt. Anstelle der Fahrzeuge treten im Online-Modus verstärkt "Rucksäcke" in Erscheinung, mit denen man eine bestimmte Fähigkeit kurzfristig nutzen kann. Da gibt es das "Jetpack" mit dem man kurz durch die Luft fliegen kann oder den "Rhino" mit dessen Hilfe keine Mauer mehr vor euch sicher ist.  Und zum Glück muss man nicht erst auf Level 50 aufsteigen um solche schicken Sachen zu benutzen. Man erhält zwar EP’s für die Online Spiele schaltet damit aber "nur" Charaktere frei bzw. bekommt Boni für bestimmte Aktivitäten freigeschaltet. Einzig der eigene Vorschlaghammer kann noch optisch angepasst werden.
 
Fazit
 
Volition und THQ haben hier alles richtig gemacht: Gute Story in der Kampagne die dank "Sandbox" auch lange für Spielspass sorgt und technisch sehr flüssig läuft. Insbesondere das Lösen von Aufgaben auf unterschiedlichste Art und Weise macht echt Spass, so passiert es doch relativ schnell, dass man von der bekannten "Hau rauf" – Taktik zu subtileren Ansätzen wechselt um eine Aufgabe zu erledigen. Einen Multiplayer, der verdammt gut läuft und eine "Geo-Mod 2.0" – Engine, die absolut Spass macht.

The Game beim A-Team?

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Retroproduktionen sind ja nun nicht erst seit Starsky und Hutch oder Drei Engel für Charlie ins rechte Licht gerückt worden. So war es ja auch nur eine Frage der Zeit ,wann es eine Verfilmung von der 80er Jahre Kultserie The A-Team geben wird.

Und so hat es sich Joe Carnahans zur Aufgabe gemacht dieses ehrenvolle Projekt in die Hand zu nehmen. Laut Blackfilm.com soll nun der LA Rapper The Game die charismatische Rolle des B.A. Baraccus übernehmen oder zumindest einer der heissesten Kanditaten sein. Ebenfalls im Rennen war der Chicagoer Common Sense, der nun aber bereits mit Queen Latifah zusammen den Streifen "Just Rights" dreht.

Ursprünglich schien Rap-Veteran Ice Cube für die Rolle des Mr. T vorgesehen zu sein (wir berichteten), ob es zu einem finalen Showdown der beiden Rapper kommt – man wird sehen. Wir lassen uns überraschen und informieren euch natürlich, sobald es Neuigkeiten gibt. Der Kinostart in Deutschland ist für den Juni 2010 angesetzt.

Außerdem entschuldigte sich der Musiker bei seinem Ehemals-Partner und Langzeit-Feind 50 Cent und verglich die Zusammenarbeit zwischen ihm und dem New Yorker Multimillionär von der zwischen Method Man und Redman. Das Interview mit MTV zeigen wir euch natürlich auch hier:

 

Konzertabsagen beim Frauenfeld

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Das Line-Up des Openair Frauenfeld klang gewaltig und verleitete auch den ein oder anderen Hip Hop Fan hierzulande, in diesem Jahr auf das ostdeutsche Splash! zu verzichten und ins Nachbarland Schweiz reisen zu wollen. Große Namen wie The Game, 50 Cent, N.E.R.D., Jedi Mind Tricks, Young Jeezy und Lil Wayne versprachen spektakuläre drei Tage, zumindest die beiden zuletzt aufgezählten werden jedoch zur Enttäuschung vieler nicht auftreten.

Während Weezy aufgrund einer Krankheit sämtliche seiner geplanten Europa-Konzerte absagte und aktuell noch seitens der Veranstalter nach einem äquivalenten Ersatz gefahndet wird, springt die britische Rapperin Lady Souvereign für Jeezy ein. Mit Rap- respektive Reggae-Acts wie sido, Samy Deluxe und Gentleman sind auch große deutsche Namen am Start.

Bisher noch nicht abgesagt ist außerdem der Auftritt von Kanye West, obgleich dieser über den Sommer ein Praktikum bei der amerikanischen Marke GAP macht. Nach wie vor scheint seine Begeisterung im Bereich Mode ungebrochen, in der Vergangenheit war er bereits bei seinen persönlichen Freunden von Louis Vuitton als Hospitant tätig. Die Ergebnisse aus dieser Zeit stellte der Rapper übrigens bei der Londoner Fashion Week vor – begeistert schien davon allerdings keiner so recht.

Soulja Boy: depressiv/wütend

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Es gibt gewisse Künstler auf die können sich einfach alle einigen, von Westcoast bis Westerwald, Dirty South  bis Dakar. Sie sind der Grund, warum man heute solche Worte wie Hip Hop Szene überhaupt noch benutzen kann. Soulja Boy ist so ein Künstler. Nicht weil er weltweit auf offene Arme stößt, sondern weil er den Hass von Rapfans jeglicher Herkunft und jeglichen Geschmacks auf sich zieht, seit er das erstes mal auf Youtube seine Tanzversuche präsentierte. Soulja Boy vereint Menschen weltweit! Leider ist sich der betroffene Künstler seiner enormen Wichtigkeit für diese Szene selbst am allerwenigsten bewusst, zeigt sich der Rapper doch zunehmend frustriert, aufgrund der Antipathie die ihm zuteil wird. Die letzten Twitter Einträge des Klingeltonkings klingen jedenfalls reichlich deprimiert.

Like no bullsh** … I’m looking on Twitter right.. all people doing is bitchin/hatin … Thinkin about taking all my money and leaving

F*** having a Million followers f*** putting out music.. why? for yall to cry and bitch all the time. Put up new vidoes for what? f*** it

Shit ain’t how it use to be. N****z always f***ing up public shit. N****z always hating… this world is looking real ugly right now..
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Yeah I said. f*** all of yall. I’m taking my money and leaving. Gonna go blow kush and live my 2nd dream. this rap sh** lame now

Like why? Like really. My music dream was THE SH** 2 years ago before I was signed. It was everything I could ever imagine.

Then I get signed. this is where my dream slowly died.. these crackaz wanna critcize a n****. take REAL SH** and turn it to trash

Water down my music and my appearance and make me look like something i’m not. THESE CRACKERS DONT KNOW WHO THE F*** I REALLY AM!!!

I go to the studio make new music for my fans to enjoy and party to. They take my sh** hate on me. Make me look ignorant in the media

It’s all bullsh**. Like WHY do I have to put up with this? because it’s my dream? that sh** died when crank that went #1

I know what you thinking. But SOULJA BOY its the American dream your rich I would kill to be in your shoes. thats what you THINK its all BS!

They say soulja boy u changed. soulja boy u hollywood I ain’t ask for this SH**!!!!!! I want it to go back to how it was before i was signed

I might be soundin crazy now.. I don’t really know about alot of things these days. But I just want EveryBODY to know this sh**

Just KNOW that i’m only 18 man… And it’s only so much I can do. It’s only so much I can take. If your really fans and love and support me

You would hear me out and help ya boy get thru this sh**..

I know everybody is gonna have opinions on the things that i’m saying right now.. but there it is. I’m not perfect. feel the shit im sayin

Wir hoffen jedenfalls, dass der Rapper/Produzent uns noch viele Veröffentlichungen schenkt, denn wir brauchen Soulja Boy.
 

Splash-Location verlegt

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Relativ überraschend erreichte sämtliche Medienschaffende und Musikfans innerhalb der Hip Hop Szene gestern die folgende Meldung: Das Splash wird umverlegt. Knappe eineinhalb Wochen vor Beginn des Festivals wurde bekannt gegeben, dass die Location auf der Halbinsel Pouch in Bitterfeld nahe Leipzig gegen das Ferropolis-Gelände bei Gräfenhainichen ausgetauscht wird.

Hierbei handelt es sich um den Standort, an dem auch alljährlich das rund eine Woche später stattfindende Melt-Festival ausgetragen wird. Die sogenannte "Stadt aus Eisen" zählt Deutschlandweit zu den beliebtesten und aufgrund ihrer Beschaffenheit günstigsten Veranstaltungs-Geländen. Die Tatsache, dass der Großteil der Fläche asphaltiert ist, sowie fest installierte Toiletten vorhanden sind, war aber nicht der einzige Grund für den kurzfristigen Locationwechsel.

"Als Grund für die Verlegung verweisen die Veranstalter auf weitere Künstlerzusagen, die das Programm weiter abrunden sollen sowie auf ein erweitertes Rahmenprogramm, das in Pouch nicht zu realisieren gewesen wären. Neben zusätzlichen Sport- und Kulturangeboten, darunter ein Skatepark, wird es nun auf dem splash! Festival einen Floor für Freunde des Dancehall und Reggae geben.", heißt es in einer offiziellen Verlautbarung seitens der Verantwortlichen. Des Weiteren sei ein Shuttleservice zwischen Pouch und dem nur 15 Kilometer entfernten neuen Veranstaltungsort eingerichtet, sodass auch die Besucher, die sich bereits Hotelzimmer gesichert haben, keinerlei Nachteile haben.

Eine Anfahrtsskizze sowie den Lageplan findet ihr wie gewohnt auf der Splash-Website. Startschuss für die dreitägige Veranstaltung ist der 10. Juli.

Wer war der AutoTune-Mörder?

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Und es geht weiter in der sagennumwogenen Welt des AutoTune. Nachdem Jay-Z das Pitch-Element in seinem Song "Death of AutoTune" offiziell für tot erklärt hat, melden sich nun Buckshot und KRS-One zu Wort und erklärten kurzerhand ihre Single "Robot" für die wahre "Death of AutoTune" Hymne.

Diese gewagte Aussage ließ KRS auf dem Rock the Bells Tour Stop letzte Woche in Chicago verkünden. Wer den Song kennt, weiß dass sich die beiden, wie ja auch eigentlich nicht anders zu erwarten war, kritisch bezüglich der AutoTune Industrie stellen. Gleich klargemacht haben die beiden, dass es sich nicht um eine Ankopplung an Jay´s Track handele, da das "Robot Projekt" ganze sechs Wochen früher den Markt zu erobern versuchte.

Für alle, die dennoch nicht genug vom AutoTune Effekt bekommen, liefern die Entwickler von Antares Audio Technologies nun den Nachfolger AutoTune Evo. Hierbei handelt es sich um eine Intonationssoftware. Wie sich das schlußendlich anhören wird, wissen wir zwar noch nicht, sicherlich wird aber auch das wieder seine Anhäänger finden.

In diesem Sinne: AutoTune ist tot. Es lebe AutoTune.

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