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Bizzy Montana

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Ein Rapper, dem von all jenen, die ihn kennen, eigentlich durchweg gute MC-Fähigkeiten zugestanden werden, der ganz nebenbei seit 12 Jahren produziert und noch nie durch irgendwelche Beef-Verstrickungen negativ auffiel? Und dann ist der auch noch beim Label des genau so erfolgreichen wie kontroversen Berliners Bushido unter Vertrag? Ja, den gibt es. Bizzy Montana, geboren in der Nähe von Freiburg, schickte vor einigen Jahren sein Demo an Ersguterjunge und wurde direkt für den kommenden Sampler verpflichtet. Glück, könnte man meinen, harte Arbeit, würde es der Künstler selbst wohl nennen. Wir haben uns mit dem Wahl-Berliner, dessen Streetalbum "Mukke Aus Der Unterschicht 3" am 24.07. erscheint, in der Küche des EGJ-Büros zusammen gesetzt und uns ausgiebigst unterhalten. Über selbstgebaute Computer in Kinderzimmern, die Camp-Entwicklung innerhalb der Deutschrap-Landschaft und starke Alkoholprobleme.


rap.de: Du bringst jetzt bald dein neues Street Album raus. Warum wieder ein Street Album und kein richtiges Album?

Bizzy Montana: Hm, bei dem ersten Streetalbum wusste ich eigentlich gar nicht, was ich mache. Da habe ich noch zu Hause gewohnt und einfach irgendwelche Songs mit ein paar Kumpels zusammen aufgenommen. Das habe ich dann abgegeben und das kam dann als erstes Streetalbum raus. Ich habe mich einfach noch nicht danach gefühlt, ein Album aufzunehmen. Dann bin ich nach Berlin gezogen, habe wieder Songs aufgenommen und weil die von der Thematik her dasselbe waren, habe ich dann eben "Mukke Aus Der Unterschicht 2“ gemacht. Da habe ich nicht großartig darüber nachgedacht, das kam einfach raus und ist gut gelaufen. Jetzt beim dritten Teil wollte ich das einfach abschließen, nur zwei Teile sind ja bescheuert. Außerdem muss ich mich meinen Fans und meinen Noch-Nicht-Fans noch ein bisschen vorstellen. Es bringt mir nichts, jetzt ein Album raus zu bringen, wenn ich sehe, dass ich noch nicht so viele Leute erreiche, deswegen auch der dritte Teil. Ich habe mir einfach gesagt: “Komm, jetzt schließt du mit dieser Geschichte ab und dann kannst du dich auf ein Album konzentrieren.“ Streetalbum, Mixtape, Album, das ist doch im Endeffekt sowieso alles das gleiche. Schlußendlich steckt in einem Streetalbum halt nicht so viel Promo drin, das Budget ist viel kleiner. Ich habe im Endeffekt alles für mich selbst gemacht, ohne mir jetzt großen Stress zu machen, wie ich in die Charts einsteige und wie das ankommt. Ich habe mich im Kopf einfach noch nicht so weit gesehen, dass ich wirklich da oben mitspielen kann. Deswegen mache ich auch drei Streetalben, denn so kann ich sagen, dass ich drei Teile erfolgreich abgeschlossen habe und jetzt auch ein Album machen kann.  

rap.de: Ist “Mukke Aus Der Unterschicht“ so ein bisschen das Mantra deiner bisherigen Karriere gewesen?

Bizzy Montana: Was heißt Mantra?

rap.de: Wenn du deine Karriere zusammenfassen müsstest, könntest du sie dann auf diesen einzigen Satz reduzieren? Es muss ja einen Grund dafür geben, dass du deine Trilogie beziehungsweise dein erstes Streetalbum so genannt hast.

Bizzy Montana: Das waren halt private Geschichten. Unterschicht habe ich das genannt, weil mein Leben sich eben in diese Unterschicht entwickelt hat. Ich hatte eine super Kindheit, alles super, aber privat ist dann zwischen meinen Eltern und mir viel passiert, so dass wir in eine andere Schicht abgerutscht sind. Ich habe dann angefangen zu saufen, dann kam viel mit Drogen, dies und das, meine Freunde, alles was ich um mich herum gesehen habe, war eben Unterschicht. Das war für mich dieser Aufhänger, deswegen "Mukke aus der Unterschicht“. Das hat mich die ganze Zeit begleitet, also warum sollte ich mir einen anderen Namen überlegen? Wahrscheinlich kann man also schon sagen, dass das mein Mantra ist, auch wenn ich das Wort noch nicht kenne.

rap.de: Was macht die Unterschicht zur Unterschicht?

Bizzy Montana: Pffh. Was macht die Unterschicht zur Unterschicht? Unterschicht ist doch ein ganz normales Wort, das weiß man doch. Eins unter der Mittelschicht.

rap.de: Du sagtest ja gerade, du hättest eine ganz normale Kindheit gehabt…

Bizzy Montana: Ja, ja, meine Kindheit war super, aber dann ist mit meinem Vater seiner Firma viel passiert, das ist alles den Bach runter gegangen. Wir hatten einen Riesenberg mit Schulden und sind aus unserem Haus in eine kleine Wohnung. Es gab ständig Gerichtsverhandlungen mit meinem Vater wegen den Schulden, wo ich jetzt gar nicht so krass drauf eingehen will. Mein ganzes Umfeld war einfach fern ab von Geld haben. Dieses Rumhängen, Hartz IV Fernsehen schauen, “We are Family“, “Mitten im Leben“, das ist für mich einfach Unterschicht. Talkshow Flavour. Natürlich macht man das immer an Geld, beziehungsweise an materiellen Dingen fest, dieses Asoziale. Wenn man Leute auf der Straße abhängen sieht. Ich muss das jetzt erklären, ohne in diese Straßen/Ghettogeschichte abzudriften. Das ist einfach mein Lifestyle. Mein Kiosk Lifestyle. Mit Bierdosen irgendwo rumzuhängen bis spät in die Nacht und halt einfach asozial zu sein.

rap.de: Hat sich dein Leben denn davon weg entwickelt oder bist du immer noch der Mann, der mit der Bierflasche in der Hand am Kiosk steht?

Bizzy Montana: Ja klar. Wenn ich sage asozial, dann sehe ich das ja nicht als schlimm an oder möchte mich selbst als leidende Person darstellen. Ich finde das ja cool, ich finde ja alles geil wie es ist. Aber ich kann halt einfach nicht sagen, dass es mir den ganzen Tag gut geht. Ich bin zufrieden mit dem was ich habe. Irgendwann gibt es dann halt wieder Tage, an denen ich gar keine Kohle habe, wo ich nichts habe und wirklich abgebrannt bin. An solchen Tagen kommen dann wieder diese Abturns und alles ist ekelhaft. Aber ich bin zufrieden damit, wie ich lebe. Alles easy.

rap.de: Du hast eine Lehre als Einzelhandelskaufmann gemacht. An den Tagen, an denen du kein Geld hast, wünscht du dir da manchmal, dass du das weiter verfolgt hättest, anstelle der Musik?

Bizzy Montana: In letzter Zeit schon manchmal. Nicht, dass ich das gerne weiter verfolgt hätte, aber ich denke mir schon manchmal, dass es eigentlich mal wieder gut wäre, richtig zu arbeiten und geregelt Geld zu bekommen. Das denke ich mir schon manchmal, aber ich habe es mir ja so ausgesucht und ich will das auch machen. Wenn ich dann diese Gedanken habe, rufe ich mir in den Kopf, dass ich was kann. Ich weiß, dass ich Musik machen kann, ich weiß, dass ich produzieren kann. Da steckt viel dahinter. Es ist eben auch viel Arbeit und mal läuft es und mal läuft es nicht so gut. Ich habe es mir ja ausgesucht, das kann man schon sagen.

rap.de: Gibt es einen Punkt als Musiker, an dem man sich nicht mehr vorstellen könnte, in ein geregeltes Arbeitsleben zurück zu gehen?

Bizzy Montana: Soweit habe ich eigentlich noch nicht darüber nachgedacht. Gott sei Dank fange ich mich ja immer wieder. Schau, ich habe ein sehr gutes Zeugnis gemacht beziehungsweise einen guten Abschluss in meiner Ausbildung. Ich habe Letztens mal wieder alles raus gekramt und war wirklich überrascht. Ich habe die Ausbildung damals gemacht, weil ich  meinem Vater beweisen wollte, dass ich doch was kann, weil sich in meinem Zimmer nur noch die Bierflaschen und blauen Müllsäcke gestapelt haben. Aber im Endeffekt habe ich nur auf diesen Scheißtag gewartet, dass alles vorbei ist und ich wieder Musik machen kann. Dann bin ich in diesen Laden rein und habe meine mündliche Prüfung mit 89% gemacht, anschließend habe ich mir ein Bier aus dem Kühlschrank geholt und bin direkt zu einem Kumpel ins Studio gefahren. In Freiburg war das damals noch. Ich habe mir die Sachen nie angeschaut und jetzt, drei Jahre später, habe ich das noch mal raus geholt und eigentlich hatte ich ein sehr gutes Zeugnis. Von daher mache ich mir da keine Gedanken. Wenn es wirklich soweit kommt, dass ich wieder arbeiten muss, mache ich mir da keine Sorgen wieder in den Job rein zu kommen. Mir reicht mein Geld, um meine Miete zu zahlen, mir etwas zu Essen zu kaufen und vielleicht alle zwei Monate mal ein neues Playstation Spiel.

 

rap.de: Du bist von Freiburg nach Berlin gezogen. War das eine große Umstellung für dich?

Bizzy Montana: Ich komme ja nicht direkt aus Freiburg, sondern 20 Kilometer südlich davon aus Müllheim. Das ist eigentlich ein schönes Städtchen. Schöne Gegend, aber dadurch dass es so klein ist siehst du eben auch wie schnell alles ekelhaft wird und asozial. In Berlin habe ich mich auch gleich wohl gefühlt, da wurde das aber auch ein bisschen krasser mit der ganzen Sauferei. Die Stadt hat mich damals auch noch mehr runtergezogen, aber das war Teil meines kreativen Schaffens. Also nicht die Stadt an sich hat mich runtergezogen, nicht die grauen Wände oder sonst was. Ich war einfach das erste Mal allein und konnte machen, was ich wollte. Da ging es dann los damit, dass ich morgens Musik laut aufgedreht habe, dass konnte ich zuhause nie, und hab halt angefangen zu produzieren. Dann dachte ich mir "Jetzt hab ich Bock auf einen Whiskey-Cola“ und so hab ich das dann auch gemacht die ganze Zeit. Kann ich dir auch zeigen, ich hab meinen McFit Ausweis dabei. Da sehe ich richtig blass, fett und weiß aus. Da ging diese ganze Sauferei erst richtig los.

 
rap.de: War das wirklich so ein Problem mit dem Trinken?


Bizzy Montana: Im Nachhinein gesehen schon. Ist bei mir immer noch so. Ich sag mir manchmal "Okay, jetz hab ich Lust auf ein Bier.“ Dann kauf ich mir eins und das ist dann innerhalb von fünf Minuten leer. Dann geh ich gleich los und hol mir wieder mehr. Das ist schon ein kleines Problem, deswegen trink ich eben kaum noch. Ich trink auch keinen harten Alk mehr. Gott sei Dank bin ich ein Mensch der, egal ob das jetzt bei den Drogen war oder sonst was, sehr schnell merkt, wenn es zu viel wird. Dann kann ich auch aufhören, aber beim Trinken ist es natürlich schwer. Wenn ich jetzt ein Bier aufmache, dann weiß ich, dass es am Ende des Tages wieder 20 sind. Aber wenn es denn heute Abend so sein soll, dann weiß ich, dass ich die nächsten Tage erst mal nichts trinken werde. Mein Gott, eigentlich ist es schon ein Problem. Jetzt fällt es mir wieder auf. (lacht) Ich hab mir vorher noch überlegt ob ich mir 2 Bier mitnehmen soll. (lacht) Aber ich hab die Sache ganz gut im Griff. Das geht schon.

rap.de: Wie sehr beeinflussen Alkohol, Gras oder andere Rauschmittel die Musik? Man hört ja oft bei Künstlern, dass sie komplett andere Musik machen, wenn sie clean sind.

Bizzy Montana: Ich denke, das kommt auf den Menschen und auf den Kopf der Person an. Wenn ich damals Drogen genommen habe, wusste ich ja vorher, was ich nehme. Ich habe mich da immer vorher erkundigt und bin nie blindlings in etwas reingestolpert. Ich wusste immer genau, was das mit meinem Kopf macht und meine Musik hat das auch nicht beeinflusst. Jetzt, wo ich aufgehört habe, Drogen zu nehmen und übermäßig viel zu trinken, kann ich trotzdem die gleiche Musik machen.

rap.de: Hattest du Angst, dass es anders wird, wenn du weniger trinkst oder keine Drogen mehr nimmst.

Bizzy Montana: Überhaupt nicht. Ich habe meine Musik auch nie von solchen Sachen abhängig gemacht. Ich habe ja damals mit 14, 15 angefangen Musik zu machen und da war ich ja auch nicht auf Drogen. Bei wir war es eher anders herum, dass ich, wenn ich mich richtig weg geballert habe, eher wie tot in der Ecke saß und mir nichts eingefallen ist. Das ist das, was ich gemeint habe, dass ich merke, wenn mir irgendwas zu viel wird. In solchen Situationen bin ich dann tot und es funktioniert nichts mehr. Wie gesagt, ich denke, das hat etwas mit der Persönlichkeit zu tun und mit der Stärke eines Menschen.

rap.de: Hältst du dich für stark?

Bizzy Montana: Nee. (allgemeines Gelächter) Wenn ich sehr stark wäre, würde ich ja nicht sagen, ich trinke ein Bier und trinke dann 20. Eine starke Persönlichkeit ist jemand der sagt, “Ich ziehe mein Leben durch“. Jemand, der sich selbst treu bleiben kann. Wenn man sich etwas vornimmt und das durchzieht, egal in welcher Hinsicht.

rap.de: Du hast deine Sache aber ja durchgezogen. 1997 hast du angefangen, Beats zu bauen. Mit was hast du damals produziert?

Bizzy Montana: Mit der Yamaha PSR 630. Das war irgendein Keyboard, mit dem man 16 Spuren einspielen konnte, aber ohne Programmierung. Man musste die Sachen also wirklich genau treffen. Ich hab nie wirklich ein Instrument gelernt also musste ich mir selbst aneignen halbwegs gut zu spielen. Wenn mir Leute erzählen, dass sie mit dem richtigen Equipment auch gute Produzenten wäre, sag ich denen, dass ich auch so mit 17 oder 18 mit einem selbstgebauten Computer angefangen habe. Ich hatte früher auch kein Geld. Mein Schreibtisch lag voll mit irgendwelchen Platinen, die von einem Kumpel zusammengesteckt waren, der sich mit Computern auskannte, und dann hatte ich noch dieses beschissene Keyboard. Ich hab die ganze Zeit mit Verzögerung gearbeitet, wenn ich was eingespielt habe, kam der Ton nach einer Sekunde auf dem Computer an. Natürlich: Umso besser das Equipment, umso besser wird auch die Qualität, aber die eigentliche Musik, die Idee, kannst du mit jedem scheiß Gerät machen.

rap.de: Ist es heutzutage einfacher geworden, Musik zu machen? Einen halbwegs guten Computer hat heute fast jeder zuhause und die meisten Programme lassen sich auch relativ leicht im Internet besorgen.

Bizzy Montana: Es ist definitiv einfacher geworden, Musik zu machen, aber es ist nicht einfacher geworden, gute Musik zu machen. Wenn sich einer das beste Studio der Welt hinstellt, aber kein Ohr für Melodien hat oder seine Drums scheiße setzt, dann ist es egal, was er für Zeug da stehen hat. Entweder man kann gute Musik machen, oder eben nicht. Viele haben mir immer gesagt, dass ich Talent habe. Mir sind damals tausende nachgelaufen und haben nach Beats gefragt. Okay, das waren kleine Fische, aber scheiß drauf. Es hat immer ein gewisses Feedback gegeben. Trotzdem habe ich mir nie gedacht: "Mann, ich hab super Talent, ich bin cool.

rap.de: Hast du im Nachhinein noch irgendein Instrument gelernt?

Bizzy Montana: Gitarre hab ich mal gelernt, da war ich 15 oder 14, aber nach drei Monaten wurde mir langweilig, weil ich bereits die Noten lesen konnte, Akkorde greifen konnte und zu dem Zeitpunkt auch schon drei vier Tonleitern spielen konnte. Somit war das Geheimnis der Gitarre für mich auch schon gelöst. Ich bin auch einer, ich muss nicht spielen können wie Gott, ich muss nur irgendwas klimpern können. Ich will nicht auf cool tun, aber gib mir ein Instrument in die Hand und in eins bis zwei Stunden kann ich darauf spielen. Ich hatte neulich ein Saxophon in der Hand und konnte darauf spielen. Nicht wie ein richtiger Saxophonist aber ich bekomm da schon ein paar Töne raus. Nur Geige geht gar nicht.Letztens hab ich auch mal wieder Gitarre gespielt, am Lagerfeuer. Ich find Musik machen einfach geil. Wenn ich einen Flügel sehe oder ein Klavier oder irgendwas, muss ich da ran.

rap.de: Du hast in einem Song gesagt, dass du dich hochgearbeitet hast, während andere Glück hatten. War aber nicht auch ein bisschen Glück dabei, dass ausgerechnet du bei Ersguterjunge gesignt wurdest? Es gibt schließlich viele, die ach hart arbeiten und bestimmt gerne an deiner Stelle wären.

Bizzy Montana: Ich hab die Zeile eigentlich so gemeint: Es gibt eben viel, die kaufen sich ihr Equipment oder laden es sich runter oder rappen seit einem Jahr und denken sie sind cool. Ich mach das jetzt seit zehn Jahren und zu diesem Zeitpunkt hab ich es seit acht Jahren gemacht. Jeden Tag Musik. Ich hab dafür gearbeitet, dass ich soweit gekommen bin. Es war nicht so, dass ich ein Jahr lang Musik gemacht habe und dann schnell mal was hingeschickt habe und die gesagt haben: "Yo cool, komm zu uns.“ Es ist ja auch eine Menge Arbeit. Wie sagt man so schön: "Blut, Schweiß und Tränen

rap.de: Ja klar, dass war ja auch gar kein Vorwurf, aber es ist doch auch immer ein bisschen Glück dabei, gesignt zu werden.

Bizzy Montana: Ja natürlich ist es Glück, wenn du siehst, wie viele Demos die am Tag bekommen. Aber so wie ich das mitbekommen habe, läuft das so, dass die Demos gehört werden und gesagt wird "Der ist gut, den hören wir uns weiter an.“ Natürlich ist da auch immer ein gewisses Glück dabei. Das gehört halt immer dazu.

rap.de: Du hast also ein Demo geschickt und dann kam irgendwann der Anruf, oder wie ist das genau abgelaufen?

Bizzy Montana: Ich habe eine Beats CD hierher geschickt und zwei Tage später hatte ich in meinem Mailordner Fanpost von Savas. Nein, von D-Bo und er schrieb, dass sie interessiert sind und ich sollte ihnen doch noch was schicken. Dann hab ich mich noch mal an einem Tag hingesetzt und zehn Beats gemacht und auf eine CD gebrannt, richtig schön mit CD-Aufkleber, damit das alle noch ein bisschen professionell aussieht. Also habe ich die Beat-CD hingeschickt und noch einen Link zum "Blockbuster“-Mixtape, was ich mit meinen Freunden damals gemacht hatte. Daraufhin hat mich Bushido einen Tag später angerufen. Ich hatte mich gerade mit meiner Freundin gestritten und bin ziemlich genervt rangegangen. Wir haben hin und her geredet und er meinte halt, wenn ich Bock hätte, sollte ich nach Berlin kommen, da sie gerade einen Sampler machen. Dann bin ich zwei drei Tage später dahin gefahren und so hat das alles angefangen. Ich habe mich natürlich gefreut, aber bin da jetzt nicht verrückt durch die Gegend gesprungen. Außerdem hab ich mich grad mit meiner Freundin gestritten gehabt, da war die Laune ein bisschen gedämpft. Aber ein Bier habe ich schon aufgemacht.

rap.de: Hast du dich denn mit der Rapszene beschäftigt, parallel zu deinem eigenen musikalischen Schaffen?

Bizzy Montana: Früher schon, aber das war noch zu Zeiten von Massive Töne, Breite Seite und so was. Ich gucke natürlich schon immer mal was raus kommt und schau mir hier und da mal ein Video an, aber ich habe mir schon lange  kein Album mehr gekauft oder angehört. Es ist nicht so, dass ich generell einen Hass auf deutschen Rap habe, nur so, dass ich ein bisschen den Anschluss verloren habe. Ich möchte einfach nur meine Musik machen und da kommt halt im Endeffekt Rap raus. Das ist halt meine Musik und es kann auch passieren, dass ich auf meinem Album singe – wie dieser Clueso oder wie man den ausspricht. Ich will Musik machen und mich in nichts irgendwie reindrängen. Das interessiert mich alles nicht und auch dieses ganze Drumherum interessiert mich nicht. Im Moment höre ich gerade Speed Metal und so Geschichten oder den Transformers Soundtrack. Ich höre nämlich überhaupt kein Rap. Filmmusik interessiert mich schon viel mehr. Ganz ehrlich, in letzter Zeit bin ich auch so ein bisschen auf so einem Elektro Ding hängen geblieben. Das fließt aber nicht unbedingt in meine Musik ein. Das ist einfach etwas, das ich entspannt hören kann. An sich höre ich alles. Kennst du Dragon Force? Das sind so richtige Speedmetaler mit langen Haaren. Die sind schon uralt, aber die spielen Gitarre, das ist unglaublich. Wenn ich mir so ein Gitarren Solo anhöre, sitze ich oft da und denke “Mann, was geht?“. Dabei geht es halt mehr um Musik und nicht um Blabla. Deutscher Rap ist für mich in den meisten Fällen Blabla, zumindest das, was ich kenne.

rap.de: Wie kommt es eigentlich, dass so viele, die Rap Musik machen, mit der Szene oder mit Rap an sich gar nichts zu tun haben wollen. Früher war es ja doch eher so, dass Leute gesagt haben “Ich bin Rapper, ich interessiere mich für Rap und Hip Hop, denn ich liebe das.

Bizzy Montana: Hey, ich liebe auch Hip Hop. Ich komme ja aus diesem ganzen Hip Hop Ding, ich habe früher auch gemalt, das war aber scheiße. Ich bin auch auf Freestyle Jams gefahren, außerdem habe ich aufgelegt, denn ich war DJ. Das habe ich vier Jahre lang gemacht. Ich habe es früher sogar mit Breakdance versucht. Ich liebe ja dieses Hip Hop Ding einfach. Aber wenn ich mir deutschen Hip Hop und diese Foren so ansehe, dann gibt es für mich diese Community gar nicht mehr. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich für dieses ganze Ding zu alt geworden bin. Ich bin Hip Hop, meine Musik ist Hip Hop, aber diesen Grundgedanken, denn ich damals hatte, den fühle ich einfach nicht mehr. Der ist weg. Du kriegst nur noch Hass. Du bringst ein Album raus und dann liest du in irgendeinem Forum, “Bizzy ist eigentlich schon geil, aber der ist bei Ersguterjunge und deswegen ist er scheiße.“ Das hat dann für mich nichts mehr mit Community zu tun. Deine Musik wird doch heutzutage Alles ist nur noch auf Labels reduziert. Du kannst doch nicht erzählen, nur weil dir die A- Klasse von Mercedes nicht gefällt, dass Mercedes scheiß Autos baut. So etwas regt mich einfach auf und deswegen fühle ich mich nicht mehr als Teil dieser Szene. Nicht, weil ich kein Teil mehr davon sein möchte, sondern weil ich mich einfach nicht mehr so fühle.

rap.de: Jetzt ist Ersguterjunge ja nicht ganz unschuldig daran, dass dieser Community Gedanke ein wenig untergegangen ist. Gerade zu den Carlo Cokxxx Nutten Zeiten wurde ja wirklich alles und jeder gedisst.

Bizzy Montana: Ja, aber das gehört doch auch dazu. Ich will mich auch gar nicht auf Bushido und Fler Interviews reduzieren. Wie gesagt, vielleicht liegt es auch einfach an meinem Alter. Iich liebe Hip Hop, aber was da zurzeit alles abgeht, damit kann ich nichts anfangen. Man sollte doch auch dankbar sein, dass durch Bushido und Aggro Berlin Rap überhaupt so krass in die Medien gekommen ist. Vor fünf oder sechs Jahren sah das doch alles noch ganz anders aus, von daher sollte man doch einfach dankbar sein, dass man im Fernsehen deutschen Rap sieht. Darum macht sich niemand Gedanken. Warum will denn plötzlich jeder rappen, wenn doch trotzdem alles scheiße ist? Ich verstehe es nicht. Das ist genau das, was ich meine, ich will einfach nur meine Musik machen, fertig. Deswegen interessiert es mich auch nicht, wenn ich jetzt mit meinem Album rauskomme und einem Videoclip für 30.000 Euro und dann cool da stehe. Mann, ich will das nicht, ich will Musik machen. Musik ist mir wichtiger, als ob ich jetzt 4000 Alben verkaufe oder 40.000. Natürlich wäre es schön, wenn ich 40.000 Alben verkaufe, aber mein Gott, das ist ja nicht alles.


rap.de: Aber das wird ja auch von den Labels ein bisschen forciert. Gerade Ersguterjunge und Aggro Berlin haben ja verstärkt eine Hörerschaft, die ausschließlich Musik von einem Label hört, während der Rest eher der Feind ist. Zum Beispiel war es ja so, dass manche Ersguterjunge Hörer erst nach der Versöhnung zwischen Bushido und Fler wieder angefangen haben, Fler zu hören.

Bizzy Montana: Genau eben das finde ich bescheuert. Wie kannst du jahrelang sagen “Diese Missgeburt, dieser Spast, guck ihn dir an diesen Fettsack“ und dann von einem Tag auf den anderen “Ganz ehrlich, eigentlich fand ich Fler schon immer cool“. Das ist doch einfach verlogene Scheiße: Das ist so ein Punkt, wo ich mir sage, Jungs, macht doch einfach euer Ding, das ist cool, aber lasst mich in Ruhe. Mich interessiert das einfach nicht. Ich bin hier bei dem Label und ich bin natürlich loyal jedem gegenüber und das war ich auch immer. Aber im Endeffekt geht es hier um meine Musik und nicht darum, wer was macht, wer sich mit wem verträgt und wer aus welchem Forum verbannt wird. Das spielt für mich alles keine Rolle. Ich will Musik machen und die, die es cool finden, finden es cool und die, die es scheiße finden, finden es scheiße. Mal gucken wie lange ich das noch machen kann.

rap.de: Es gibt eigentlich niemanden der sagt, dass du nicht Rappen kannst. Was dir allerdings vorgeworfen wird ist, dass du nicht genügend polarisierst.

Bizzy Montana: Es tut mir leid Jungs, dass ich nicht genügend polarisiere. Ich kann mir ja eine neongelb-blinkende Mütze aufsetzen und dreimal Hurensohn sagen. Vielleicht polarisiere ich ja dann mehr. Vielleicht will ich das ja auch gar nicht. Ich bin jetzt seit drei beziehungsweise vier Alben mit "Blackout“ immer gut gefahren, bin gut rumgekommen und dass reicht mir. Ich mache halt Street-Alben. Das Erste ist auf 65 eingestiegen und das zweite auf 35, ich kann also mehr als zufrieden sein. Jetzt mache ich ein richtiges Album und da werden natürlich einige Sachen anders gemacht, da wird anders Werbung gemacht und auch andere Videos gedreht. Das sieht das schon anders aus. Aber ich brauch mir doch kein Image aufzusetzen oder mir irgendwelche Gedanken zu machen, damit ich polarisierend auf andere wirke. Es interessiert mich nicht, entweder klappt es mit dem was ich mache, oder eben nicht. Ich hab jetzt auch nicht wirklich ein konkretes Ziel und sage, dass ich in zwei Jahren die Szene gefickt haben muss. Nein, ich gehe das locker an.

K.I.Z. – Sexismus Gegen Rechts

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Es gibt nicht viele Alben, denen ich schon Monate im Voraus entgegenfiebere. Vielleicht höre ich beim ein oder anderen Release unmittelbar nach Erscheinen hier in der Redaktion rein und eventuell interessiert es mich auch, was die rappende Gelddruckmaschine Bushido auf ihrem neuesten Werk so ausspuckt, tatsächliche Vorfreude sieht aber anders aus. K.I.Z. dürfen sich also durchaus in einer erhabenen Position wähnen, wenn ich nach "Hahnenkampf“ ganze zwei Jahre lang begierig auf neuen Stuff von den Kannibalen in Zivil gewartet habe. Zumindest der kommerzielle Erfolg gibt den vier Berlinern mehr als Recht: Das Nachfolge-Werk "Sexismus Gegen Rechts“ stieg auf Platz Sieben der Media Control Charts ein. Das bedeutet allerdings auch: Man ist nach der letzten CD, die bereits auf Platz Neun platzieren konnte, endgültig im Mainstream angekommen, obwohl man wohl alles Erdenkliche dagegen getan hat.

Man fragt sich, ob es Sil-Yan, Maxim, Nico und Tarek eigentlich manchmal unheimlich ist, wie mitunter kompromisslos sie sowohl von Anti-Hip Hop Punkern, als auch vom gutbürgerlichen Feuilleton gefeiert werden. Ob es überhaupt noch Spaß macht, auf humorige Art und Weise das Establishment anzufeinden, wenn es selbst begeistert in die Hände klatscht, sich Lachtränen aus den Augen wischt und sich denkt "Ach, diese Jungs. So ungezogen, aber zugleich auch so liebenswert!

K.I.Z. vereinen auf ihrem neuesten Werk nicht nur einmal mehr wüste Beschimpfungen und Fäkalien-Themen mit intelligentem Wortwitz und schmissigen Mitgröhl-Hooklines, auch die musikalische wie inhaltliche Vielfalt macht "Sexismus Gegen Rechts“ zu einem Werk, dem man jede Minute, die daran gearbeitet wurde, anhört. Egal ob  auf eine beinahe widerlich-anbiedernde Souligkeit über das romantische Moment von Analverkehr geschmachtet oder als krasser musikalischer Gegensatz dazu, in der Punk-Nummer "Klopapier“ andere Betätigungsfelder des Anus detailreich begrölt werden – die Kannibalen haben sich in ihren Wortschatz vom kommerziellen Erfolg nicht beschneiden lassen und liefern nach wie vor Musik ab, die man nicht unbedingt der eigenen Großmutter vorspielen möchte, trotzdem haftet dem Ganzen eine gewisse Routiniertheit im krass sein an. Man ist in der eigenen Unberechenbarkeit berechenbar, vielleicht sogar "erwachsen“ geworden.

Erwachsen auch in dem Sinne, dass Tracks wie dem vermeintlichen Solidaritäts-Song an leidgeplagte Banker ("Rauher Wind“) oder "Selbstjustiz“ mit Zeilen wie "Im Fernsehen lachst du Bauern aus, die genau so sind wie du“ zwar durchaus auf einer einfachen, lustigen Ebene funktionieren, zugleich aber nicht nur an der Oberfläche schürfen, sondern sich wirklich im Bereich des wahren und nachdenkenswerten bewegen. "Das System“, auf der Pre-Presse-Version noch als "Die Kleinen Dinge Im Leben“ betitelt, hingegen schafft auf ganz plakative und trotzdem nicht billige Weise einen komplett andere Sicht auf die im Rapbiz so beliebte "Wer hat den Größeren“-Thematik und bildet mit Lines wie "Ich starre voller Penisneid in das Gurkenglas“ und "Ich bin schlecht bestückt wie ein ostdeutscher Supermarkt“ einen großartigen Kontrast zum ebenfalls kultverdächtigen "Liebeslied“-Cover "Riesenglied“. Wie so häufig liegt wahrscheinlich auch hier die Wahrheit in der Mitte, Lob muss des Weiteren auch an den Featuregast sido ausgesprochen werden, der einmal mehr beweist, dass man auch als "Junge von der Straße“ nicht immer alles bierernst sehen muss.

Auch "Hurensohn Episode 1“ ist ein Lied, wie es wohl nur von K.I.Z. kommen kann. Ausgiebig wird sich hierbei für das wohl beliebteste Schimpfwort innerhalb der Hip Hop Community, seitdem Berlin sich selbst als Asirap-Hauptstadt auf die Karte setzte, entschuldigt. Über die Ernsthaftigkeit dieses Machwerks darf wahrscheinlich gestritten werden, aber das ist bei den musikalischen Erzeugnissen der Vier ja nun ebenfalls nichts Neues. Wann immer sich der Eindruck vermittelt, jetzt würde doch tatsächlich mal ernsthaft an eine Sache herangegangen werden, wird einem dann doch noch was um die Ohren geklatscht, was sämtliche vorherigen Überlegungen zunichte macht. Selbst das autobiografisch anmutende "So Alt“ lässt mich noch an seiner Authentizität zweifeln. Zumindest "Ohrfeigen“, Chauvi-Rap allererster Güte und doch irgendwie sympathisch, kann und will man sich aber nicht als realitätsnahe Beschreibung einer K.I.Z.-typischen Beziehung vorstellen. Spaß macht es mit Aussagen wie "Wenn du mit mir zusammen sein willst, dann gehst du nicht mehr raus. Ich wasch mich dann ja auch nicht mehr und lebe auf der Couch […] Was die Müllsäcke angeht: Bring `em out, bring `em out“ samt Jay-Z Sample jedoch allemal und schwingt sich für mich sogar zum absolute Highlight der Platte auf.

Im Endeffekt fällt es einem als Rezensenten schwer, ein abschließendes Urteil zu fällen und repräsentativ für das Gesamtwerk stehende Trackszu benennen. Zu vielseitig ist "Sexismus Gegen Rechts“ geraten, fast fehlt einem eine Art roter Faden, denn der Albentitel ist keinesfalls als thematische Zusammenfassung zu sehen. K.I.Z.  haben mit ihrem neuesten Werk eine perfekte Symbiose aus der musikalischen Vielfalt des Cover-Massakers "Böhse Enkelz“, der bodenständigen und zugleich doch abgedrehten Rotzigkeit vom "Rapdeutschlandkettensägenmassaker“ und dem eingängigen und partytauglichen "Hahnenkampf“ geschaffen. Womöglich fehlt der Platte aber doch die Eindeutigkeit, eine klare musikalische Richtung, um den Einzelnen vollends zu begeistern. Eventuell sind die Kannibalen aka Klosterschüler aka Kreuzritter aber einfach auch nur die erste richtige Rapkirmes-Band, die auch mal was Punkiges spielen kann, wenn sie danach gefragt wird, und die trotz dem ein oder anderen plakativen Song ohne tiefere Aussage, niemals den inhaltlichen Anspruch an sich selbst verliert. Alles in allem bleibt aber ein großartiges Stück Musik – und wenn es  erst nach dem fünften Durchhören ist.

Bewertung: 6 von 7.

The Game in Deutschland

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Yavido und out4fame präsentieren in ihrer Reihe Urban Legends den amerikanischen Westküstenrapper The Game und ihr habt auch was davon, weil wir Eintrittskarten verlosen.

Eigentlich weiß man gar nicht, was man über The Game sagen soll, außer dass er uns mit seinen gefühlsbetonten Statements vor einem Jahr etwas überrascht hat (wir berichteten) und mit LAX im letzten Jahr ebenfalls ein überraschend starkes Album vorgelegt hat. Hatte man ihm in dieser Form nicht unbedingt mehr zugetraut, schließlich war er ja eine Zeitlang nur aufgrund seines Beefs mit 50 Cent in den Schlagzeilen.

Trotz allem scheint es, sich bei Herrn Taylor um einen richtigen Rapper mit viel Herz und Engagement zu handeln und deshalb freuen wir uns, dass wir für die beiden Konzerte nächste Woche, am 29.07.2009 in Hamburg und am 30.07.09 in Oberhausen, je 2 mal 2 Eintrittskarten bereitstellen können. Checkt dafür unsere Gewinnsektion und meldet Euch an.

 

Kelis bringt gesundes Kind zur Welt

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Der neue "Baby Boy" des Rapbiz hat gestern Morgen (21. Juli) das Licht der Welt erblickt. Die Rede ist vom gemeinsamen Sohn von Nas und Kelis. Doch leider wurde dem Rapper das Beisein bei der Geburt seines zweiten Kindes verwehrt. (Er hat bereits eine Tochter (12) mit seiner Ex-Verlobten)

Auf dem Weg ins Krankenhaus wurde Nas der Weg in den Kreissaal versperrt. Unklar ist jedoch, wer dies veranlasste und vor allem aus welchen Gründen es geschah.  Sein Anwalt Mark Vincent Kaplan erklärte, dass es dem Rapper zwar das Herz gebrochen habe, er aber dennoch seine Unterstützung für Kelis und ihren Sohn garantiert.

Nasir Jones und Kelis Rogers gaben sich 2006 das Ja-Wort und ließen sich im April diesen Jahres scheiden. Nach längeren Streitigkeiten nebst Vorwürfen über unzureichende finanzielle Unterstützung, (rap.de berichtete) kam es auch vor der Geburt  zu keiner Einigung.

Der ebenfalls für gestern angesetzte Termin vor dem Scheidungsrichter wurde aus verständlichen Gründen ausgesetzt.

The Game ein Groupie?

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"The Takeover 2"? Wohl eher nicht. Jay-Z, selbst ernannter God-MC, Ex-Def Jam Präsident und Hip Hop Unternehmer Numero Uno, scheint allmählich ein wenig altersmilde zu werden. Während “Brooklyns Finest“ früher ganz und gar kein Problem damit hatte, reihenweise verbale Seitenhiebe in Richtung Nas oder Mobb Deep zu verteilen, sowie Fotos von stadtbekannten Gangstarappern im Ballettkostüm auszugraben und diese in aller Öffentlichkeit stolz zu präsentieren, wird The Game nur mit einem müden Lächeln von “Jayhova“ abgestraft.

Auf den Westcoast Rapper angesprochen, der in den letzte Tagen durch diverse Youtube Ansagen, Disstracks, Beyoncé Verballhornungen, sowie Schimpftiraden seitens seiner Konzertbesucher, seinem Frust aufgrund eines Jay-Z Freestyles(“I ain´t talking about Game“), ordentlich Luft machte, lässt sich der Jigga- Man lediglich ein “The Groupie should get over it”, von den Lippen locken.

Was der Rapper ansonsten noch im Interview mit der britischen Radio Legende Tim Westwood über das Game, The Game und Chris Brown zu sagen hatte, hört ihr Euch am besten selbst an.    
 

 

Staraufgebot bei Bushido-Film

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Kaum haben die Dreharbeiten zum kommenden Bushido Kinofilm "Zeiten Ändern Sich" begonnen, sorgen erste Nachrichten über die schauspielerische Besetzung für Furore. Niemand geringeres als Moritz Bleibtreu wird die Figur des Abou-Chaker Oberhaupts und Ersguterjunge-Teilhabers Arafat spielen, in weiteren Rollen werden unter anderem Uwe Ochsenknecht und Katja Flint (Eltern von der ersten großen Liebe des Rappers), Hannelore Elsner (Mutter) und Elyas M. Barek als der junge Bushido zu sehen sein.

Auch musikalische Wegbegleiter des Ersguterjunge-Chefs wie Nyze, Kay OneDJ StickleFler und Karel Gott werden in dem für 2010 angekündigten Werk in Erscheinung treten, wie bereits bekannt wird die Bernd Eichinger und Christian Becker Produktion von Regisseur Uli Edel ("Baader Meinhof Komplex") verfilmt. Basierend auf der im letzten Jahr erschienenen Biografie des Musikers erscheint der Film im Verleih der Constantin Film. Wie ebenfalls in einer offiziellen Pressemitteilung von Bushidos Label verraten wurde, werden gerade die ersten Szenen in und um Berlin gedreht.

MCA von den Beastie Boys hat Krebs

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Hiobsbotschaft aus Übersee. Dem Beastie Boys-Member MCA wurde kürzlich Krebs diagnostiziert. Es handelt sich um einen Tumor an der Ohrspeicheldrüse, glücklicherweise beschränkt sich der Befall  auf diese Region und breitete sich nicht weiter aus.

Da die Krankheit relativ früh erkannt wurde, bestehen gute Heilungschancen. Weiterhin teilte Adam Yauch (MCAs bürgerlicher Name) mit, dass die Erkrankung keinerlei Beeinträchtigung für seine Stimme nach sich ziehen wird. Die Arbeiten am neuen Studioalbum sowie die Vorbereitungen auf die anstehende Tour, wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Sprecher des Labels EMI teilten mit, dass es nun das Wichtigste sei dafür zu sorgen, dass Adam Yauch die Zeit bekomme die er braucht, um sich zu erholen.

Wir wünschen MCA viel Kraft in diesen schweren Zeiten und hoffen auf eine baldige Genesung des Beastie Boys.

Too late to apologize?

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Bei all den Streits uns Zerwürfnissen innerhalb der Hip Hop Kultur freuen wir uns über jede Versöhnung. Es braucht Größe, um sich nach einem erbittert geführten Streit zu entschuldigen, insbesondere wenn das Ganze vor Gericht endet und den ein oder anderen Skandal nach sich zieht. Das ehemalige Paar Chris Brown und Rihanna schafften es mit einer körperlichen Auseinandersetzung, die seitens der Sängerin mit nicht unerheblichen Blessuren endete, auf die Titelseiten der Boulevard-Presse.

Der R’n’B-Sänger bekam eine Bewährungsstrafe aufgebrummt, eine offizielle und per Video aufgezeichnete Entschuldigung an Rihanna und seine Fans folgt allerdings erst jetzt. Ob seine Ex-Freundin, die Gerüchten zufolge an einer ersten eigenen Reality Show arbeitet und mit dem Neptunes-Produzenten Pharrel Williams liiert sein soll, diese annimmt, steht in den Sternen. Sonderlich überzeugend wirkt das Youtube-Video mit aufgesagt anmutendem Text in jedem Fall nicht:

Die zweite Entschuldigung des Tages kommt von Rap-Streithahn Numero Uno, Joe Budden. Dieser legte sich vor nicht all zu langer Zeit mit Method Man an, da er dessen Platzierung in er MC-Bestenliste eines Hip Hop Magazins in Frage stellte. Innerhalb kürzester Zeit musste der Rapper aus New Jersey allerdings feststellen, dass man halb Rap-Amerika gegen sich hat, wenn man Streit mit einem Wu-Tang Clan Mitglied sucht.

Ob das der Grund für das Einlenken des guten Joes war, wissen wir nicht. In einem Video mit seinem Rap-Kollegen Mickey Factz aus dem Backstagebereich des Rock The Bells Festivals äußerte er sich aber durchaus versöhnlich und machte deutlich, dass es ihm wirklich Leid tue. Sollte von Seiten seines ehemaligen Kontrahenten jedoch auch nur ein negatives Wort ihm gegenüber fallen, sei der Waffenstillstand verdammt noch mal vorbei.

Das Video von oben ohne-Budden zeigen wir Euch natürlich auch noch und hoffen, dass der Gute beeftechnisch  mit zunehmendem Alter etwas zur Ruhe kommt:
 

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