Was Köln Porz Asozial, kurz KPA, laut eigener Aussage am besten können ist, nun ja, „asozial rappen“. Das machen sie auch auf ihrer zweiten Single „Anale Grande“ aus dem kommenden Album „Koprophagia“, das am 6. Dezember erscheint, auch ganz prächtig. KPA besteht aus Mutha, Tekbass und DJ Chestnut, der Track kommt als Western-Story um zwei Cowboys daher, inhaltliche Details sollen an dieser Stelle lieber nicht weiter ausgebreitet werden. Koprophagie ist übrigens der wissenschaftliche Fachbegriff für den Verzehr von Exkrementen. Na dann guten Appetit.
Mortel: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Polizeiübergriff auf Familienangehörige
Die Staatsanwaltschaft hat im Fall des Polizeieinsatzes gegen Familienangehörige von Mortel die Ermittlungen aufgenommen. Bereits gestern berichteten wir von einem Vorfall, der sich am Mittwoch Abend ereignete, in dem Polizeibeamte mit Schlagstöcken und Pfefferspray auf Familienangehörige von Rapper Mortel losgingen. Zudem wurde vom Trierer Volksfreund sowohl die polizeiliche Sicht als auch die des festgenommenen Bruders veröffentlicht.
Laut Polizei soll eine Zivilstreife von einem Augenzeugen darauf aufmerksam gemacht sein, dass ein Mann mitten in Konz eine Frau schlage. Daraufhin eilten die Beamten zum Tatort und fanden dort den „Sachverhalt bestätigt„. Als die Beamten die Personalien der beiden streitenden Personen feststellen wollen, wenden sich diese gegen die Beamten. „Binnen kurzer Zeit“ seien dann mehrere Personen am Ort des Geschehens erschienen, die Lage habe sich zugespitzt. Um eine Eskalation dieser zu verhindern, greifen die Polizisten zu Pfefferspray und rufen Unterstützung.
Daraufhin sei der mutmaßliche Schläger festgenommen worden, sowie ein weiterer sechzehnjähriger Junge, der einen Polizisten attackiert haben soll. Dabei sollen drei Polizisten verletzt worden sein, sowie eine ältere Frau, die zum Ort des Geschehens eilt und dort aus „bisher nicht bekanntem Grund“ zusammenbricht und ins Krankenhaus geliefert werden muss – Mortels Mutter.
Die Schilderung des Tatvorgangs seitens des festgenommenen Schwagers sieht allerdings gänzlich anders aus: so habe sich dieser mit seiner schwangeren Freundin nicht gestritten, sondern lediglich geneckt und sei dieser gegenüber auch niemals handgreiflich geworden. Wenige Sekunden später seien die Zivilbeamten erschienen, die den Mann umgehend auf die Motorhaube seines Autos gedrückt haben sollen. Bei dem Versuch, sich loszureißen, sei einer der Polizisten ausgerutscht und hingefallen, woraufhin dieser aus Wut Gebrauch von Schlagstock und Pfefferspray gemacht hätte.
Außerdem habe der Polizist den Mann mit rassistischen Beleidigungen beschimpft, sowie mit Aussagen wie „Geh zurück in dein Land!“ beleidigt. Seine schwangere Verlobte, die daraufhin einschreiten wollte, sei zu Boden gedrückt und ebenfalls mit Schlagstock und Pfefferspray angegriffen worden. Erst dann sei besagter sechzehnjähriger Junge zur Hilfe geeilt und habe den Beamten angegriffen. Die ältere Frau, die bei dem Vorfall kollabierte, sei seine herzkranke Schwiegermutter.
Die Stellungnahme des Polizeipräsidiums zum Vorfall lautet kurz und knapp: „Nach den bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um haltlose Vorwürfe„; nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Mortel indes veröffentlicht weiterhin Statusupdates auf seinem Facebook, denen seine Wut und Verzweiflung zu entnehmen ist. So sei laut ihm die polizeiliche Schilderung des Tatvorgangs völlig falsch und er fühle sich machtlos gegenüber der Justiz. Sein Freund und Kollege Manuellsen besuchte in der Zwischenzeit Mortels Mutter im Krankenhaus, wie einem weiteren Status, sowie einem gemeinsamen Gruppenbild auf Mortels Profil zu entnehmen ist.
Snoop Dogg – Doggystyle: The Samples (Audio)
„Doggystyle“ ist nicht nur eine beliebte Stellung beim Geschlechtsverkehr, sondern auch ein legendäres Rap-Album – das Debüt Snoop Doggs nämlich, erschienen 1993, das sich bis heute in den USA über fünf Millionen mal verkauft hat und damit immer noch die kommerziell erfolgreichste Platte des Doggfather of Rap ist. „Doggystyle“ wird morgen, am 23. November, auf den Tag genau 20 Jahre alt. Da es damit in den USA aber leider noch keinen Alkohol trinken darf, hat sich der Papa was ganz Spezielles zum Ehrentag des Erstgeborenen ausgedacht: Er hat einen knackigen 54minütigen Mix aus allen auf dem Album, das selbstverständlich von G-Funk-Gott Dr. Dre produziert wurde, verwendeten Samples. Dazu erzählt Snoop hier und da noch ein paar Insider-Stories und freestylt auch mal über die Beats. Rund eine Stunde Musikgenuss für Rap-Nostalgiker.
Perverz – Das Vorurteil stimmt (Video)
Da isser wieder, der Perverz. Dieses Mal mit dem Video zu „Das Vorurteil stimmt“. Der Track stammt aus seinem Album „Mein Kopf zerplatzt 2“ (hier bestellen), das ab heute erhältlich ist. In dem Song thematisiert Perverz den Struggle, den er so oft mit sich selbst hat und die Momente, in denen er sich eingestehen muss, dass das Vorurteil gegen ihn, welches auch immer das genau sein soll, stimmt. „Ich will fliegen, doch bleib‘ stehen„. Ganz nach der Devise seines aktuellen Albums also, das wie auch sein Vorgänger sehr persönlich ist. Der düstere Beat untermalt Perverz‘ Selbstkritik und die bedrohliche Linie, die er schon auf „Deadline“ gefahren hat, wird weitergeführt.
Marteria – Kids (2 Finger an den Kopf) (Audio)
Gestern postete Marteria noch ein kleines Previewvideo zu seinem Song „Kids (2 Finger an den Kopf)“ auf Instagram, heute gibt’s schon den kompletten Track auf YouTube. Den hat ein flinker Finger mal eben aus dem Radio Fritz Stream gerippt. Und auch wenn der gute Marten sicherlich nicht jünger wird, übernimmt er in dem Song die Peter Pan-Rolle des „Nicht-erwachsen-werden-Wollens“. Bausparvertrag statt Rock ’n‘ Roll und Schluss mit Kiffen, Saufen und Feiern? Nö, wieso denn? Verschwende deine Jugend! Und vor allem: Bleib jung. Hat ja auch niemand behauptet, dass Erwachsenwerden cool ist. „Alle auf Salat, keiner ist verstrahlt“ – geht gar nicht. Also: Weg mit dem Mitgliedsantrag der Jungen Union, das Sakko in den Schrank und nicht immer vor 12 ins Bettchen.
Architekt – Vergessene Welt (Video)
Bilder von dir überdauern bis in alle Zeit… Ach so, nee, falscher Song. Um Bilder geht’s aber auch in Architekts neuem Video „Vergessene Welt“: Der Bielefelder MC Zuhälter sitzt nämlich auf einem Dachboden und wühlt sich durch alte Fotos. Nostalgie pur. Und ein bisschen Magie ist auch noch mit dabei, die Fotos bewegen sich nämlich. Inhaltlich rechnet der Rapper mit seiner Vergangenheit ab. Der Song wurde produziert vom Duo Jerrycanists, die auch schon für Kool Savas oder Favorite Beats gebaut haben, und ist zu finden auf „Total Error“ (hier bestellen), dem ersten Teil seiner angekündigten EP-Trilogie.
sido feat. Genetikk & Marsimoto – Maskerade (Hörprobe & Download)
Auf den Track „Maskerade“ aus sidos neuem Album „30-11-80“, das am 29. November erscheint, ist die Rapcommunity schon seit langem besonders gespannt. Nicht nur wegen der musikalischen Konstellation mit Siggi, Marten und Genetikk, sondern auch wegen der Ankündigung, dass er im Video zu der Single erstmals wieder mit einer 2.0 Version seiner Totenkopfmaske zu sehen sein wird. Erste Bilder gab es auch schon. Nun gibt es auf iTunes eine erste eineinhalbminütige Hörprobe von „Maskerade“, in der neben sido auch der Part von Marsi zu hören ist. Runterladen kann man sich den kompletten Song auch – für 1,29. Zur Hörprobe geht’s hier lang:
Hörprobe: sido feat Genetikk & Marsimoto – Maskerade

Shawn The Savage Kid – Goamädchen (Video)
Achtung, Spoiler: In „Goamädchen“ geht es nicht um eine ehemalige portugiesische Kolonie in Indien. Dann schon eher um die gleichnamige EDM-Ausprägung, die ihre Wurzeln in ebenjenem indischen Bundesstaat hat. Alles ganz schön kompliziert. Weniger kompliziert scheint hingegen besagtes Mädchen zu sein, das Shawn in dem Song auf einer Party kennenlernt und in das er sich zu elektronischer Musik verknallt: „Bei dir muss ich mich nicht verstellen/Ich liebe dich solang‘ der Trip anhält“. Der Trip wiederum wird dann recht gelungen im zugehörigen Clip visualisiert. Hängt halt alles zusammen. „Goamädchen“ ist übrigens zu finden auf Shawns Debüt-EP „Kennen wir uns?“ (hier bestellen), die ab heute käuflich zu erwerben und garantiert günstiger als ’n Trip ist.




