„Dis kannsu doch nich ernst mein‚“ Greeny Tortellini lässt wieder von sich hören. Auf einem zeitgeistigen Trap-Beat gibt er dipping-Flows zum Besten – und stellt klar was er von krampfhaften Doubletimes und -Rhymes hält. Aber ob er das auch ernst meint?
Sudden gibt Features auf „Superkräfte“ bekannt
Sudden veröffentlicht den zweiten Videoblog mit Infos zu seinem Album „Superkräfte„, das am 6. März erscheint. Das Trailerpark-Mitglied nennt alle Featuregäste vom Album: RAF Camora, Sina und Alligatoah.
Erstgenannter wird auf dem Track „Du oder Ich“ zu hören sein, Sina ist eine Sängerin, die man „öfter auf dem Album“ hören wird. Das „richtige Feature“ stellt aber der Song „Fluchtversuch“ dar. Alligatoah unterstützt Sudden beim „Hitler töten„. Aufgrund des aufwendigen Settings für die letzte Bekanntgabe kann man davon ausgehen, dass „Hitler töten“ auch als Video ausgekoppelt wird – es handelt sich beim Setting sich wohl um das Set für den Videodreh.
Die letzten Videoauskopplungen von „Superkräfte“ waren „Dörte Müller„, wo Sina bereits zu hören war und „Super Sudden„.

Kanye West war noch nie auf der Schwäbischen Alb (Kommentar)
Um eins vorneweg gleich mal klarzustellen: Kanye West war noch nie im Steinlachtal. In den letzten Tagen kursierte das Gerücht, Mr. West habe sein neues Video „Only One“ am Rande der Schwäbischen Alb, im schönen Mössingen gedreht. In die Welt gesetzt hat diesen Irrtum niemand anderes als – ich. Das ist die neue Maxime bei rap.de. Wir berichten nicht mehr über Fakten – wir schaffen selbst welche. Ha!
Was war geschehen? Nun, in einem Artikel über das neue Video wählte ich eine Übertreibung als Stilmittel. Um das ausgesprochen unglamouröse, ja, unamerikanische der verregneten Landschaft auf den Punkt zu bringen, schrieb ich, es sei auf der Schwäbischen Alb gedreht worden – unweit von Undingen, wo Die Orsons ihr neues Album „What’s goes“ aufgenommen haben – die Querverbindung mit den vier genialen Schwaben erschien mir dabei nur logisch.
Soweit, so lustig. Eine Mitarbeiterin der RTL-Sendung „Exklusiv“ jedoch nahm die Angabe für bare Münze – was zu einem Nachrichtenbeitrag in der entsprechenden Sendung führte, immerhin mit Quellenangabe, auch wenn die vermeintliche Information offenbar nicht groß gegengecheckt wurde. Diese Meldung wiederum griffen nun diverse Lokalzeitungen aus der Region um das sagenumwobene Mössingen (im ortsansässigen Slang übrigens gerne auch Mösingen genannt) auf, darunter der Reutlinger Generalanzeiger und das Schwäbische Tagblatt, aber auch der Jugendradiosender Das Ding.
Die Folge: Jede Menge Anfragen in meinem Postfach, woher ich den offenbar streng geheim gehaltenen Drehort des Videos denn wisse. Woraufhin ich die Kollegen aus dem Schwabenland über den wahren Hintergrund der Aussage aufklärte. Was wiederum zu genialen Überschriften wie „Kanye West war nie in Mössingen“ führte, die ich fast für diesen Artikel geklaut hätte. Fast.
So wurde aus einem kleinen Scherz am Rande eine Meldung, die Furore machte. Inzwischen würde mich gar nichts mehr wundern. Wenn Yeezy nun verkünden würde, er habe sein Video tatsächlich auf der Schwäbischen Alb gedreht, wäre das eigentlich der perfekte Abschluss. Hoffentlich hat er auch das regionale Bier dort getestet – das gute Fischer’s schmeckt nämlich vorzüglich.
Hier ein paar Artikel:
Hat Kanye West sein neues Video auf der Alb gedreht?
Kanye West am Rande der Alb
Kanye West war nie in Mössingen
AsadJohn – Lass die Huren aus dem Zoo feat. Adi Space (Audio)
AsadJohn fordert lautstark und Autotune-geschwängert: „Lass die Huren aus dem Zoo„! Die Referenz muss an dieser Stelle wohl nicht näher erläutert werden. Unterstützt wird er dabei von Cosmo-Gang-Member Adi Space, aus deren Dunstkreis man wohl auch den Protagonisten des Songs kennen dürfte.
Zuletzt veröffentlichte AsadJohn die „Future Lean„-EP gemeinsam mit Albert Parisien, der ebenfalls der Cosmo Gang angehört. Freunde des Money Boy’schen Swaggers dürften auch mit „Lass die Huren aus dem Zoo“ auf jeden Fall ihren Spaß haben, auch wenn man es im Hause Cosmo etwas subtiler anzugehen beliebt.
Kontra K – Aus dem Schatten ins Licht (Review)
„Aus dem Schatten ins Licht“ – oder: vom eigenen Label DePeKa zum Majorlabel Four Music. Klar, so könnte man Kontra Ks Albumtitel interpretieren. Damit läge man allerdings ganz und gar falsch. Denn dieser Mann hier meint nicht Geld und Luxus, wenn er von Licht spricht (jetzt mal abgesehen von der Frage, ob ein Major sowas heutzutage überhaupt noch oft bieten kann). Er sucht, Brust raus, Bauch rein, nach Echtheit, Wahrheit, Wahrhaftigkeit – Erlösung.
Man sagt den Deutschen einen gewissen Hang zum Tiefgang nach, eine gewisse Schwäche für Echtes, Ungekünsteltes, Unverstelltes. Und in diesem Sinne ist die Musik von Kontra K ausgesprochen Deutsch. Gimmicks, Showeffekte, witzige Sprüche gibt es hier nicht. „Aus dem Schatten ins Licht“ ist todernst. Hier kämpft ein Mann mit seinen inneren Widersprüchen, aber auch dem Widerspruch zwischen seinem Innenleben und der verlogenen Außenwelt, dem falschen Glanz, der geheuchelten Freundlichkeit. Hier werden Masken schonungslos heruntergerissen, aber auch das eigene Visier ohne Scham hochgeklappt.
„Der Wind ist kühl, die Augen tränen
Es läuft mehr schleppend als zu gehen
Druck auf meinen Schultern, die Vergangenheit ist ein schweres Paket
Drückt mich tief in den Morast, Warum fuckt mich alles ab?
Und keiner meiner Schritte bringt mich voran
denn ohne den Willen auch keine Kraft“ („Atme den Regen„)
Natürlich kann man dieses Konzept in einer Zeit der totalen Ironie leicht ins lächerliche ziehen. Und natürlich muss man die Leni-Riefenstahl-Ästhetik des Covers nicht unbedingt feiern. Vom wirklich wesentlichen sollte das allerdings nicht ablenken: Kontra verkörpert das, was er verkörpern will, absolut glaubwürdig. In einem Meer von Ich-will-mich-da-lieber-nicht-festlegen ist er der feste Fels in der Brandung, der die Eier hat, seine Position konsequent zu vertreten. „Aus dem Schatten ins Licht“ riecht nicht nach Parfüm, sondern, so ausgelutscht das jetzt klingt, nach Blut, nach Schweiß und nach Tränen. „Erfolg ist kein Glück„, rappt der Berliner, und das ist keine Phrase, die sich ganz gut anhört, sondern erfahrenes Wissen.
Auf der anderen Seite inszeniert sich Kontra K aber nicht als unverwundbarer Supermann. Einfach gesagt: Von nix kommt nix. Es ist eine ehrliche Malocher-Ehre, die das Album durchzieht wie ein roter Faden. Kontra ist, in der Terminologie von Blut & Kasse, ein Macher, kein Träumer. Ein bisschen rumsitzen und kiffen? Nee. Langweilig. Führt zu nix.
Das drückt sich auch in der musikalischen Umsetzung aus, für die Dirty Dasmo, Abaz und andere Könner verantwortlich zeichnen. Schon auf der EP „Wölfe“ deutete sich die Öffnung für gesungene Hooks an, und diese wird auf „ADSIL“ konsequent vorangetrieben. Dezente Rockeinflüsse kommen hinzu, fallen jedoch im Gesamteindruck nicht so sehr ins Gewicht wie mancher, der bei Four sofort an Casper denkt, vielleicht befürchtet hatte. Der Sound ist schwer, tonnenschwer, aber melodiös.
Auch die aktuellen Trapentwürfe sind an „Aus dem Schatten ins Licht“ nicht spurlos vorbeigegangen. „Spring“ oder „Hassen ist leicht“ basieren auf dem klassischen 808-Drumsound und einem keineswegs magenschonenden Bass. Letzteres bringt die sprichwörtliche Aufrichtigkeit, die hier geradezu zelebriert wird, noch mal gut auf den Punkt.
„Hassen geht so leicht, wenn man was nicht versteht
doch wirklich ehrlich sein ist der steinigere Weg
Immer erst dagegen, bevor du die Props gibst
doch ist er wirklich besser, Dicker, hat er sie verdient“
Trotz allen Nicht-Unterkriegen-lassens: Die endgültige Erlösung gibt es nicht, stellt Kontra fest. Der Schatten hat nun mal die Eigenschaft, einem auch oder besser gerade ins Licht zu folgen. Aufgeben ist dennoch keine Option. Danach besteht nach dem Hören von „Aus dem Schatten ins Licht“ nicht der Hauch eines Zweifels. Und auch abgesehen davon ist das Album ein starkes Stück, mit dem sich Kontra endgültig seine Position im Rapspiel sichert. Hinter Labelkollegen wie Casper oder Marteria braucht er sich nicht zu verstecken – genausowenig, wie er sich die Gleichsetzung mit deren Soundentwürfen gefallen lassen muss. Eigenständig, konsequent und mit viel Herz weiß „Aus dem Schatten…“ voll zu überzeugen. Wenn die Selbstzweifel einen zu erdrücken drohen sollte man sich von seinem Therapeuten dieses Album verschreiben lassen.

Animus – Purpur (Snippet) (Audio)
Animus veröffentlicht das Snippet von seinem Album „Purpur„, das übermorgen, am 6. Februar erscheint. Knapp 12 Minuten Vorgeschmack auf den Longplayer, der das fünfte Studioalbum des Heidelbergers darstellt, werden gewährt.
Abgesehen von seiner emotionsgeladenen Promophase fiel sein Name in letzter Zeit des Öfteren durch Sticheleien von Seiten Bushidos. Der hat es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, durch kleine Seitenhiebe dafür zu sorgen, dass die Youtube-Bewertungsbalken unter Animus‚ Videos stets mindestens zur Hälfte aus Dislikes bestehen. Nachprüfen kannst du die Statistik unter seinen letzten Auskopplungen, etwa der kürzlich releasten Videotrilogie „Karma“, „Interlude“ und „Purpur“.
Jimmy Fallon: US-Nachrichtensprecher rappt Snoop Doggs „What’s my name“ (Video)
Jimmy Fallon schlägt wieder zu. Dieses Mal, naja, rappt der NBC-Nachrichtensprecher Brian Williams den Snoop Dogg-Klassiker „What’s my name“. Die technische Umsetzung ist perfekt. Und wann schneidet Stefan Raab ein Video, in dem Carmen Miosga „Hammerhart“ von den Beginnern rappt? Na? Deutschland hat es einfach nicht verstanden…
Action Bronson – Big League Chew prod. by The Alchemist (Audio)
Der Gourmet des HipHop zeigt sich auch abseits der kulinarischen Aktivitäten in der hauseigenen Serie „Fuck, that’s delicious“ aktiv – musikalisch, versteht sich. Gemeinsam mit Beatschmied The Alchemist serviert Bronsolino mit Empfehlung des Chefkochs „Big League Chew„.
Der Song ist freilich nicht die erste Kollaboration des New Yorker MCs mit dem Instrumental-Virtuosen aus Beverly Hills. Ende 2012 veröffentlichten die beiden das gemeinsame Mixtape „Rare Chandeliers„, das mit seinen 13 Tracks voll überzeugte.
„Big League Chew“ stammt aus den Aufnahmen zu Action Bronsons kommendem Album „Mr. Wonderful„, an denen The Alchemist beteiligt ist. Drauf geschafft hat er es allerdings nicht. Der Longplayer erscheint in den USA am 24. März.






