Start Blog Seite 941

Interview mit Sero über „One And Only“, Four Music, Arroganz u.v.m.

0

Fotos: Adopekid

Als Newcomer beschreitet Sero einen Weg, der heutzutage fast schon ungewöhnlich ist: Ohne vorherige Präsenz im Internet oder Soundcloud-Hustle betritt das bis Dato unbeschriebene Blatt die große Bühne via Four Music und veröffentlicht sein Debütalbum „One And Only“ gleich mal ohne vorher angekündigtes Releasedate.

Du hast das Album ohne angekündigtes Datum veröffentlicht. Gerade als Newcomer ist das ein gewagter Move. Warum?

Ich hatte Bock. Ganz einfach. Mein Team stand hinter mir, ich wollte das Album rausbringen und hatte keine Lust, lange um den heißen Brei zu reden. Ich wollte der Welt dieses Album geben und die Musik für sich sprechen lassen. Four Music lässt mir da Gott sei dank auch sehr viele Freiheiten.

Im Intro sagst du, du hättest weder einen Manager, noch Facebook und Twitter. Du hast das wahrscheinlich alles schon früher geschrieben, oder? Warum hast du es trotz des Widerspruchs zur aktuellen Lage so aufs Album genommen?

Ja, das kommt aus einer anderen Zeit. Ich habe auch tatsächlich überlegt, die Line zu ändern, aber dachte mir dann, dass das halt damals der Status Quo war und gepasst hat. Das war der erste Song von meinem Demo damals. Jetzt ist er halt das Intro von meinem Album geworden. Zeiten ändern sich (lacht). Find ich aber gut.

Zeiten ändern sich offenbar sogar schnell. Heutzutage ist es ziemlich ungewöhnlich, den klassischen Weg per Demo ans Label zu beschreiten.

Es gab auch viele Leute, die mir gesagt haben, das sei so nicht möglich. Aber ich wollte das so, deshalb hat es auch so geklappt. Keine Ahnung, ob das so besser ist. Ich bin diesen Weg gegangen und kann das deshalb schlecht vergleichen, hat bestimmt alles seine Stärken und Schwächen. Aber ich kann meine Musik hier so machen, wie ich möchte. Gerade dieser Schritt in die Öffentlichkeit ist ja ein sehr großer. Ich habe mit Visa Vie im Interview darüber geredet und sie meinte auch, sie hätte sich gewünscht, manche Songs von sich damals nicht ins Netz gestellt zu haben. So ist das auf jeden Fall alles effektiver.

Die einzige Info, wie es zu dem Deal kam, ist: „Über Umwege“. Wie lief das konkret ab?

Ich habe, nachdem ich das Demo gemacht hatte, meinen besten Freund aus der Kindheit nach etwa zehn Jahren wieder getroffen. Wir haben uns erzählt, was so in unserem Leben passiert und ich habe ihm nebenbei halt mein Demo gezeigt. Er meinte dann, dass sein Vater irgendwas mit Musik zu tun hätte. Er hat dann mit seinem Vater gequatscht und der hat mir das Okay gegeben, dass ich ihm mein Demo zuschicke. Über den kam das Demo zu Four Music – und sein Vater ist jetzt mein Manager.

Glaubst du, wenn du das Demo auf herkömmlichem Wege an Four Music geschickt hättest, wäre es auch so gelaufen?

Kann ich nicht genau sagen. Das war schon ein starkes Demo. Ich denke schon, dass auch der Moment dazu beigetragen hat, aber es war ja nicht so, dass ich einfach direkt vom Fleck weg gesignt wurde. Sowas ist eine Wunschvorstellung. Mir wurde dann gesagt, dass es krass gut ist, was ich mache. Aber ich sollte erstmal ein bisschen Geld in die Hand nehmen und in einem richtig professionellen Studio einen Song aufnehmen. Dann war ich halt dreist und bin direkt mit drei Songs zurückgekommen. Dann hieß es: „Cool, mach doch noch einen. Vielleicht wird’s ja ne EP“. Ich bin dann einfach mit fünf Songs zurückgekommen. Das war denen dann zu viel für ne EP – ich hab halt einfach gemacht. Als ich die Chance gewittert hatte, ging es einfach Schlag auf Schlag. So schnell konnte keiner schauen.

Was sich durch „One And Only“ zieht, ist eine arrogante Attitüde. Ich habe dich aber als sehr bodenständigen und freundlichen Menschen kennengelernt. Warum präsentierst du dich dennoch so? Ist das nicht ein krasser Widerspruch?

Ich würde es nicht arrogant nennen. Ich würde „erhaben“ sagen. Nur weil man erhaben ist, heißt es ja nicht, dass man nicht nett zu Menschen sein kann. Das hat einfach mit Respekt zu tun. Ich könnte mich jetzt auch hier hinsetzen und richtig scheiße zu dir sein – aber das ist doch kacke. So macht mir das Leben auch keinen Spaß. In anderen Punkten bin ich ja arrogant. Wenn wir battlen würden, statt ein Interview zu führen – klar wäre ich dann arrogant. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass du im echten Leben ekelhaft zu Leuten sein musst. Dass du dich selber liebst, heißt ja nicht, dass du andere niedermachen musst. Ich bin so mit mir selbst im Reinen, ich muss niemanden degradieren. Ich erhöhe mich selbst durch das, was ich mache. Ich habe aber trotzdem für jeden anderen genug Respekt und Liebe.

In deiner selbst verfassten Biographie ist deine Zerrissenheit zwischen zwei Nationen und Identitäten ein großes Thema. Auf dem Album wird das kaum thematisiert. Warum?

Weil das immer noch eine Frage ist, die ich mir selbst stelle. Es geht mir ja immer noch darum, eine neue Identität in der Mitte zu schaffen. Das ist Sero. Das ist meine Identität. Deswegen habe ich die beiden Pole links und rechts ein bisschen ausgelassen. Ich habe thematisch nicht so viele deepe Songs gemacht, das was an deepen Songs auf dem Album ist, hat gereicht. Ich habe es auf andere Art thematisiert. Nicht textlich, aber musikalisch. Da stecken orientalische Vibes drinnen und auch in meiner Attitude spürt man das Arabische. Das ist mein Leben lang schon ein großes Thema. Bevor ich darüber einen Song machen kann, brauche ich selbst eine Antwort darauf.

 
[amazon box=“B0722RHVJ4″]

Review: Sero – One and Only

Viel Attitüde, aber wenig Abwechslung.

Posted in Reviews | Tagged , , | Leave a comment

Ali As veröffentlicht die Tracklist von „Insomnia“

0


Ali As
veröffentlicht die Tracklist seines kommenden Albums „Insomnia“. Darauf sind einige interessante Featuregäste zu finden.

15 Tracks, fünf Features – Ali As holt sich für den Nachfolger von „Euphoria“ Unterstützung von Kollegah, SXTN, Prinz Pi, Joshi Mizu und Kolja. Das Album erscheint am 2. Juni.

01 Königshallen
02 Pfeil & Bogen
03 Senden an alle
04 Cobra Kai Dojo Style
05 Asche auf Balmain feat. Kollegah06 Insomnia
07 Kilimandscharo/Nachtwache feat. Kolja
08 Von den fernen Bergen feat. SXTN
09 Jasmina feat. Joshi Mizu
10 Verfogt von Ferraris
11 Ich drifte feat. Prinz Pi
12 Liebe in Zeiten des Krieges
13 111
14 Stuntman
15 Mercedes

Ali As – Stuntman (prod. The Cratez, DAVID x ELI)

Agent 00 Ali As.

Posted in Sound und Video | Tagged , , | 1 Comment

[amazon box=“B06XPVCCZG“]

Neues Kopfticker Signing Ajé veröffentlicht erste Videosingle „S auf der Brust“

Kopfticker Records präsentiert seinen jüngsten Zuwachs: Ajé. Der Darmstädter war bereits Tour-Support für Olexsh und hat, unter anderem auf dessen „Straßencocktail“ und dem „Unter Deck“ Mixtape von Nate57 mitgewirkt.

Die Bekanntgabe seines Labeldeals ist mit der Veröffentlichung seiner ersten Videosingle „S auf der Brust“ gekoppelt, die gleichzeitig der Titelsong seines kommenden Albums ist. Produziert wurde der Track von Julez Jadon und SVRN.

Das Album „S auf der Brust“ erscheint am 2. Juni und wird ausschließlich digital erhältlich sein. Du kannst es dir hier bestellen.

KC Rebell und Summer Cem geben Einblick in die „Optimum“-EP

KC Rebell und Summer Cem liefern einen ersten Vorgeschmack auf ihre kommende EP „Optimum“. Genau wie „Nicht jetzt“, lässt die Sneak Preview des Intros erahnen, dass auch die beiden Banger keine Angst mehr vor dem Einsatz von Autotune haben. Das Video zum Track wurde laut Social Media in Andalusien gedreht und überzeugt mit einer sommerlichen Feel-Good-Atmosphäre.

Die EP „Optimum“ wird in der Deluxebox des Albums „Maximum“ zu finden sein, welches KC Rebell und Summer Cem am 16. Juni releasen werden.

KC Rebell x Summer Cem – Nicht jetzt (prod. Juh-Dee) [Video]

Afro Trap lässt grüßen.

Posted in Sound und Video | Tagged , , | Leave a comment

[amazon box=“B06Y69D3T5″]

Hustensaft Jüngling – Wap Wap (Bibi Diss) [Audio]

Große Neuigkeiten: Neben mittlerweile gut 1,5 Millionen anderen Menschen, gefällt Hustensaft Jüngling der neue Song von Bibi H – “ How it is (Wap Bap)“ ebenfalls nicht.

Seine Missgunst drückt der GUDG Star in seinem Song „Wap Wap (Bibi Diss)“ aus. Wortwörtlich heißt es da, Bibi habe „keinen Swag“. Dass zwischen Gigs in der Schweiz, dem Konsum von Kokain und Freizeitbeschäftigungen mit Groupies wenig Zeit bleibt, an Flows und anderen musikalischen Feinheiten zu arbeiten, erklärt sich von selbst.

Über sein Ungemach hinaus, kündigt Hustensaft Jüngling auch schon neue Projekte an, unter Anderem ein kommendes Album.

Snippet: Pedaz – Malocherattitüde

0

Pedaz holt den Vorschlaghammer raus und gibt einen knapp achtminütigen Einblick in sein kommendes Album „Malocherattitüde“. Der Lange veröffentlicht das Snippet, das einen Ausschnitt von jedem einzelnen Song des Albums zeigt.

„Malocherattitüde“ erscheint am 26. Mai und kommt mit Gastbeiträgen von 257ers, Snaga & Pillath, Manuellsen und Veysel – alle stammen ebenfalls aus dem Ruhrpott – daher. Die Videos „Schwatte Patte“ und „Kumpels X Mutanten“ mit den 257ers gibt es bereits zu sehen.
[amazon box=“B06Y1L6QDT“]

„Malocherattitüde“: Pedaz veröffentlicht Tracklist mit allen Features

Vom Pott in die Welt

Posted in News | Tagged , | Leave a comment

MC Smook – Brudi (prod. Benji Bizzle) [Video]


MC Smook
droppt über Nacht das Video seines Tracks „Brudi“, der auf dem „Summer Tape 2k17“ erscheint.

Mit wachsendem Erfolg steigt auch die Gefahr, sich auf falsche Freunde einzulassen – MC Smook ist sich dessen aber bewusst und ehrt in seinem neuesten Song seine Brudis: „Zum Glück blieben die Mädels und Jungs stehen, die mit mir, egal ob Fame oder nicht, gleich umgehen.“

Produziert wurde „Brudi“ von Benji Bizzle, das Video ist von El Wafflo„Summer Tape 2k17“ ist seit dem 11. April auf Spotify verfügbar.

MC Smook veröffentlicht neues Album „Summer Tape 2k17“ über Nacht

MC Smook macht es „Für die Kultur“.

Posted in Sound und Video | Tagged , , , , , , | Leave a comment

Eko Fresh und Captain Morgan unterwegs in Bierstadt [Video]

0

Captain Morgan will sein neues Bier mit Rum Flavour nach Deutschland bringen. Welcher Ort bietet sich hier besser an als das hessische Städtchen mit dem verheißungsvollen Namen Bierstadt – liegt hier das Epizentrum des Bieres? Und wer könnte ihm bei seinem Vorhaben besser zur Seite stehen als der selbsternannte König von Deutschland Eko Fresh? Eben. Gemeinsam starten die beiden ihre Mission: mehr Flavour nach Deutschland bringen, aus Bierstadt soll Mutineerstadt werden.

Featured