Nach Beenie Mans schwerem Verkehrsunfall, in der letzten Woche, hat es nun auch Elephant Man erwischt. Schuld an diesem Crash war, laut Elephant Mans eigener Aussage, ein unachtsamer Radfahrer, dem der Energy God ausweichen musste und folgend seinen Wagen an einen, ihm entgegen kommenden Honda setzte. Alle Beteiligten – in Eles BMW saß außer ihm noch seine Frau Mama – sind mit kleineren Verletzungen davon gekommen, Ele klagt momentan lediglich über Schmerzen im rechten Fuß.
Jay-Z und The Beatles gemeinsames Album
Der DJ und Produzent Danger Mouse hat die kompletten Vocals von Jay-Zs Black Album und Stücke von dem legendären White Album aus dem Jahre 1968 der Beatles genommen, um neue Produktionen mit diesem Material herzustellen. Er gibt an, dass er nur den Inhalt und die Musik des White Album gesamplet habe, um diese zu verwenden. Das Grey Album, so der Name des Albums, wird ab März 2004 im jedem gut sortierten Plattenladen und Onlineshop zu haben sein. Mal schauen, ob es wirklich hörenswert ist oder ob es nur ein weiteres typisches Remixalbum wird.
Jay-Z – The Black Album
The Bounce is back! New York, New York! shoutet der Meister euphorisch im Intro der neptunes-produzierten ersten Maxi Change Clothes auf dem für ewig letzten Jay-Z-Album. Den Longplayer selbst nennt er im Hinblick auf die traurigen Tage, die nach seinem Abgang unweigerlich anstehen, The Black Album. Die Maxi ist hammer, kein Ding. Hab ich sofort gekauft (kein Witz, auch wenn mein Tonfall vielleicht nicht danach klingt bei Dig A Little Deeper in der Torstraße, Berlin-Mitte, sehr sehr fetter Plattenladen!). Auch Naomi Campell im zugehörigen Video sieht man gerne. Bobby De Niro, Flavio Briatore und alle, die sonst schon über ihr waren, haben eben einen guten Geschmack. Das gilt natürlich auch für young Hova, dessen privates Interesse offiziell bekanntlich aber Bounce Knowles gilt. Champagner-Styles halt.
Was gibt es sonst über diese Scheibe zu sagen? Sie ist als Produkt noch typischer amerikanisch, als viele anderen amerikanischen Konsumartikel. From Marcy to Madison Square bringt den amerikanischen Traum auf den Punkt: Aus den Projects ins Stadion, vom Ghetto-Hustler zum Millionär. Jay-Z, the man, the myth. Einer der alles erreicht hat, und einer, der sich nur noch verabschieden muss. Aber wie macht man das? Natürlich mit allen A-Klasse-Buddies, die man im Laufe der Zeit so angesammelt hat. Da Jigga gerne noch eine zweite Meinung hört, hat er ?uestlove von den Roots gebeten, ihm bei der Auswahl der Beats behilflich zu sein. Lange, lange werden die beiden gebrütet haben, um auf Produzenten wie Just Blaze, Kanye West, die Neptunes, Timbaland und Eminem zu kommen.
Doch Spaß beiseite und auf den Punkt: Dieses Album ist soundmäßig so fett und tight produziert, wie wenig sonst. Wer den bislang besten Kanye West-Beat aller Zeiten hören will (da kann man Davide Bortot nur Recht geben), muss sich Encore reinziehen. Wer ein paar mehr als gefällig arrangierte Just Blaze-Streicher vernehmen möchte, muss December 4th anwählen. Auch das von Aqua und Joe 3H Weinberger produzierte My 1St Song wartet mit einem Instrumental auf, für das viele Produzenten alles geben würden. Gleichzeitig ist dieser Song meiner Meinung nach gerade auch in negativer Hinsicht äußerst aussagekräftig. Nach der Hälfte des Tracks fällt Jigga nichts mehr ein, was andere aufgeschrieben hätten, und so enden die letzten Minuten in Shout Outs. Leider hat das Black Album eben kaum noch was mit Reasonnable Doubt zu tun. Auch das, was man vorher hören kann, klingt streckenweise oft eher nach Gimmick und Promotool. Natürlich steckt da viel Familienverbundenheit drin, wenn Mama Carter in December 4th erzählen darf, dass es bei der Geburt ihres vierten Kindes nicht mehr weh tat. Aber wer will das wirklich hören?
Um es noch mal klarzustellen: Ich finde die Platte nicht schlecht, einzelne Stücke sogar äußerst dick. Trotzdem ist vieles schon eher jenseits von Gut und Böse. Als Metallica ihr Black Album rausbrachten, spielten sie sich damit in ihren Zenit. Das schwarze Album von Akhenaton (I Am), sein vorläufig letztes Solo-Album (erschienen 2003), ist gesellschaftskritischer denn je. Jay-Z ist leider nur der Geilste.
Paris produziert das neue Public Enemy Album
Das Label „Guerrilla Funk“ wird im Sommer dieses Jahres ein Public Enemy Exklusiv-Album veröffentlichen, welches von Paris produziert wird. Das Album soll „Rebirth Of A Nation“ heißen und wird auch von „Guerrilla Funk Records“ vertrieben. Wir können sehr gespannt sein auf das Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Mal schauen, ob es halten kann, was die viel versprechenden Namen erhoffen lassen…
Lenny – Fight Club
Vielen von euch dürfte Lenny schon von seinen etlichen Features ein Begriff sein. Er war zum Beispiel auf der im Jahre ´99 erschienenden DCS-Platte Austausch zu hören. Des Weiteren war er auf den beiden Plattenpapzt-Alben Full House und Dreamteam, auf dem meines Erachtens Deutschrap-Meilenstein Gottes Werk und Creutzfelds Beitrag von Creutzfeld & Jakob und auf dem MOR-Album NLP vertreten, um nur einige zu nennen. Für diejenigen unter euch, die Lenny schon auf seinen Features geflasht hat (dazu zähle ich übrigens auch), galt bis jetzt bestimmt auch folgende Frage: Wann kommt endlich das ‚Fight Club‘ Album von Lenny, es sollte doch bereits im Sommer 2002 kommen?Jetzt ist es endlich draußen und erscheint über Put Da Needle To Da Record.
Ich öffne also meinen CD Player, lege die CD ein, schiebe den Fader am Mixer hoch, und warte voller Vorfreude auf den Sound, der die nächsten knapp 73 Minuten auf meine Boxen pumpt.
Den Anfang macht Musik Amok dem ersten Track auf der Scheibe. Len stellt bereits in diesem Song klar, dass ich mich nicht zu früh gefreut habe. Der von Lenny und Hudge Matters produzierte Beat ist sehr chillig und liefert einen guten Einstieg in das Album. Lennys Text ist auch, wie von ihm gewohnt, gespickt mit stylischen Rhymes und Lines.
Der Supermutant fordert im nächsten Track alle Leute auf, es sich selbst zu machen, die von ihm denken, dass er behindert und krank sei. Der von Schivv produzierte Beat kommt mit einem hammer Streicher-Sample an den Start und bumst ordentlich im Gehörgang. Lenny flowt extrem gut über das Teil. Supermutant ist ein Punchline-Feuerwerk.
Aus dem gleichnamigen Film Fight Club mit Brad Pitt kommt das Skit als vierte Trackmarke, Tyler Durden hält eine Ansprache, in der er von der großen Depression spricht, die uns zum Ausrasten bringt&Nach dem Skit kommt der Titeltrack zum Album, auf einem bumsenden Beat vom MOR-Member Ronald Mc Donald aus Berlin. Der Song hat neben einer gut überlegten Message eine ebenso tighte Hook: Steh´ auf, geh´ raus, atme, leben und lauf – um dein Leben Punker sind drauf, überall Krieg zuhauf – das ist Fight Club& Es gibt in der Welt, laut Len, so viele Dinge, die einem den Kopf zerfi**en und einen zum Ausrasten bringen& Fight Club Styles halt.
Lenny gibt im nächsten Song Kein Fick auf Leute im deutschen Rap Game, die ihm auf seiner bisherigen Laufbahn im Weg gestanden haben. Mit einigen Leuten rechnet Len persönlich ab, wie z.B. mit seinem damaliger A&R oder Baer von Def Jam Germany. Den Beat hat Lenny selber produziert, doch leider turnt er mich diesmal nicht so sehr wie auf den bisher gehörten Songs.
Ein weiterer Song ist Project Chaos featuring Pitza, Ercandize, Daniel, Lucky Luke, Paul, Olli Banjo, Fringso und Jack Orsen. Der Track besteht aus einzelnen Parts aller Beteiligten, die meiner Meinung nach sehr zusammengepuzzelt klingen. Nicht bei allen flowen die unterschiedlich langen Parts auf den guten Beat von Lenny. Textlich sind alle relativ cool. Besonders gefallen mir die Beiträge von Len, Ercandize, Lucky Luke und natürlich von Olli Banjo.
Wie Lenny im Club abgeht oder wie er sich nach übermäßigem Alkoholkonsum fühlt, kann man sich beim Song Absturz recht gut vorstellen. Hierbei werden sich einige von euch, die auch mal gerne ein Whiskey Cola zu viel trinken, bestimmt wiedererkennen. Dieser Song ist cool umgesetzt worden.
Dass Du stinkst, findet nicht nur Lenny, sondern auch die für diesen Song gefeaturten MCees von Creutzfeld & Jakob, Lakman und Flipstar. Das ist ein Ruhrpottstyle Battletrack mit einem Beat von Mr. Wiz (RAG), der nach vorne geht. Die Strophen der drei MCees sind voll mit Punshlines, Flow und Style. Tighter Song.
Alle Leute, die durch´s Leben gehen ohne Probleme und ohne Sorgen, sollten beim 15. Song Bedient genauer hinhören, denn dieser Track ist an jene Leute gerichtet. Der Beat kommt mit einer geilen, live eingespielten Gitarre und ist sehr gut von Lenny, Hugh Matters und Bertil produziert. Lenny rappt im Chorus: Ich lieg´ am Boden, doch möchte ich an die Decke gehen – in einer Zeit, in der Scheiße mein Lieblingswort ist – ihr kennt vielleicht mein Gesicht, doch ich hab nichts, ich bin bedient – vielen Dank& die Welt macht mich krank! Tighter Song, ohne Frage einer meiner Favoriten auf dem Album.
Die CD ist noch nichtAm Ende, doch kommt jetzt ein Track, der genauso heißt. Bei diesem Song featuret Lenny Tatwaffe, DCS und STF. Ein Good Cologne Representer Song mit tightem Beat von Lenny. Der Song ist zwar eine Bereicherung für das Album, doch ist er nicht unbedingt einer der besseren Tracks.
Bereits auf der CD in der Juni-2002-Ausgabe der Juice war der Song Regieren Wie enthalten, Schon damals fand ich diesen Song richtig geil. Der Beat ist ebenfalls von Lenny produziert und pumpt ohne Ende. Keine Frage, auch einer meiner Lieblingstitel auf dem Long Player!
Das aus 22 Trackmarken bestehende Album ist genauso tight, wie man es sich gewünscht hat.Dass die ganze Welt Lenny krank macht, wird auf dem Album mehr als deutlich. Ich teile Lennys Einstellung auf Fight Club, denn es gibt wirklich viel Shi* da draußen! Mir gefällt nicht jeder Song auf dem Album, aber das ist ja auch eine individuelle Meinung und eine Geschmacksfrage. Der größere Teil von Fight Club jedoch ist echt gut. Die Beatz, für die überwiegend Lenny selbst, jedoch auch Mr. Wiz, Roe Beardie, Schivv, Iron Ive, Andre Official, Ronald Mc Donald, Hudge Matters, Tobeyer und Noisy Styles verantwortlich sind, pumpen sehr gut und sind alle recht hörenswert.
Für alle die sich die CD-Version von Fight Club kaufen wollen, gibt es noch einen kleinen Bonus. In der CD-Hülle befindet sich noch eine Lenny Fight Club DVD mit Videoclips zu fast allen Songs auf Fight Club. Es gibt außerdem noch Interviews mit Lenny, mehrere Making-of-Beiträge zu Videoclips wie zum Beispiel Politix, und noch eine Menge interessantes Bonusmaterial. Einiges davon werdet ihr in Kürze auch hier auf rap.de als Stream zu sehen bekommen!
Fight Club kaufen und auschecken lohnt sich auf jeden Fall!
Fabolous will Schauspielern!
Der Rapper Fabolous gibt bekannt, dass er sich nach Veröffentlichung seines dritten Long Players „Real Talk“ verstärkt um seine Schauspiel-Karriere kümmern wird. Weiter sagt er: „Ich habe schon einige Scripts bekommen, die sehr interessant für mich sind. Ihr werdet mich bald auf der Leinwand sehen, und ich kann es gar nicht mehr abwarten, mein Talent unter Beweis zu stellen.“ Fabolous könne sich sehr gut vorstellen, in Komödien mitzuspielen, doch sei er sehr gespannt darauf, ob er auch in den Kategorien „Thriller“ und „Drama“ ein gutes Bild abgeben werde!? Genauso gespannt wie er selbst sind sicherlich auch wir, ihn im Kino in seiner ersten Schauspielrolle zu bewundern.
Grand Royal – zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten
Allen Beastie Boys Fans dürfte auf Grund dieser Meldung ordentlich das Herz rasen. Grand Royal wird, für ein Mindestangebot von 10.000 Dollar, im Internet versteigert. Das Internet-Auktionsforum bid 4 assets bietet noch bis 22.01.2004 das, vor zwei Jahren wegen finanzieller Probleme geschlossene Label zum Kauf an. Ob die Lizenz für das Magazin inbegriffen ist, geht aus dem Angebot nicht hervor. Grand Royal vertrat nicht nur Künstler wie Money Mark oder Luscious Jackson. Es galt vielmehr auch als „Spielplatz“ und Experimentierplattform der Beastie Boys selbst. Die hauseigenen Veröffentlichungen „Check Your Head“ und „Ill Communication“ sind bis heute legendär.
Thomas M. Stein zieht nach
Es scheint inzwischen so, als sei der Major-Label-Chefetagen-Super-Gau nur noch eine Frage der Zeit. Während bereits gestern der Rücktritt Tim Renners im Hause Universal für Aufruhr sorgte, schwappt die Welle nun über zu BMG. Gerüchten nach soll nun auch Thomas M. Stein seinen Posten, als President BMG G/S/A, räumen. Maarten Steinkamp, President BMG International und ebenso Interim President der französischen BMG-Dependance, wird derzeit als Nachfolger Steins gehandelt. Offiziell bestätigt wurden diese Meldungen bisher nicht.




