Das die MCs von G-Unit und speziell 50 Cent gerne in ihren Texten über ihre Gangster-Vergangenheit rappen, ist bekannt, doch findet das Bang´em Smurf, ein ehemaliges Mitglied der G-Unit Posse, nur lächerlich. Laut Bang´ em Smurf ist 50 Cent früher zwar ein Dopedealer gewesen, doch hat dieser niemals jemanden mit einer Knarre oder einem Messer auch nur verletzt. Weiter sagt Smurf, dass die ganzen Gangster-Stories, die 50, Lloyd Banks und Co. auf Platten pressen, aus seinem Leben stammen und nicht aus dem Leben der Wannabe-Killer. Doch es scheint, als hätte der gute Bang´ em Smurf einen Grund, 50 zu einem Hater zu werden, denn die beiden haben früher eine Firma namens „Hollow Point Entertainment“ geführt, bei der der gute 50 Cent angeblich die eingenommene Kohle nicht teilen wollte. Wie dem auch sei, ist es nicht etwas hirnrissig, sich darüber zu streiten, wer der größte Killer ist und wer am meisten Menschen um die Ecke gebracht hat?
RJD2 – Since We Last Spoke
RJD2 hat es geschafft. Er hat sich aus der Underground HipHop-Szene von Columbus, Ohio über New York (wo sein Label Def Jux beheimatet ist) nach Philadelphia (dort hat er sich ein Haus gekauft) vorgearbeitet. Das hat er zum einen dem DefJux-Gründer El-P zu verdanken, der vor einigen Jahren zufällig die Musik von RJ hörte und schnell davon begeistert war.
Die Zusammenarbeit gipfelte zwischenzeitlich in RJD2s Debütalbum „Dead Ringer“, das jetzt schon zu einem Meilenstein der Instrumental HipHop-Musik zählt. RJ konnte sich vor Lobeshymnen kaum retten, und als auch noch sein großes Vorbild DJ Shadow seine Begeisterung zeigte, war die Welt für RJ perfekt.
Sein Gefühl für Samples und deren Verknüpfung mit neuen elektronischen Sounds machte Dead Ringer zum interessantesten Album dieses Instrumental-Genres seit „Entroducing“ von DJ Shadow.
Nun ist es an RJ, den nächsten Schritt zu wagen, und das ist nicht immer leicht, wenn man die Messlatte so hoch gelegt hat. Er selbst wäre sicherlich nicht zufrieden, einfach eine Art „Dead Ringer 2“ zu produzieren. Es muss also einen Schritt nach vorne gehen, ohne die Qualitäten, seine Stärken dabei auf der Strecke zu lassen.
Namentlich ist dieser Schritt mit „Since We Last Spoke“ zu erfassen. Der Titel lässt erahnen, dass RJ sich ein wenig Zeit genommen hat, den Erfolg zu verarbeiten, zu reflektieren, um dann seine musikalische Antwort darauf zu geben. Diese umfasst 12 Tracks.
Bereits nach dem ersten Hören hatten mich seine „Antworten“ überzeugt. Man hört deutlich die Unterschiede zum Debüt heraus, erkannt aber zweifelsfrei auch den RJD2, der Dead Ringer produziert hat. „Since We Last Spoke“ wirkt durchdachter, zielgerichteter als sein Erstling. Dabei bleiben aber die Frische, der Soul und seine Stärke für Arrangements – verschiedene Samples und Vocas zusammenzubringen – erhalten.
Es fällt einem leicht, das Album zu hören. Tracks wie „Since We Last Spoke“, „Since ´76“ oder das langsame und leidenschaftliche „Someone´s Second Kiss“ gehen sofort unter die Haut. Erst beim zweiten Hören entdeckt man RJs Liebe zum Detail. Seine komplexen Arrangements machen das Album auch nach mehrmaligem Hören noch zu einer Entdeckungsreise. Für die eine oder andere kleine Überraschung hat er dann auch gesorgt. RJD2 hat sich nämlich einen Vocoder zugelegt und war damit auch fleißig zugange.
Das Ergebnis hört man zum Beispiel auf „Making Days Longer“, bei dem er dann die Vocals selbst beisteuert. Da er, nach eigenen Angaben, nicht unbedingt das allergrößte Gesangstalent ist, macht es halt Spaß, das Ganze ein wenig durch den elektronischen Reißwolf zu ziehen und zu verfremden. Was soll ich sagen, es funktioniert, und er hat sicherlich Geld für teure Features gespart. Aber das war wohl nicht seine Hauptintention.
Von rockigen Gitarrenriffs über Soul- und Funksamples, HipHop-Einflüsse, Elektrogezirpe oder verschiedene Vocalschnipsel ist eigentlich alles vorhanden, was man für einen würdigen Nachfolger braucht. Genregrenzen gibt es für den Produzenten aus Columbo nicht. Warum sollte man sich auch unnötig limitieren, wenn man der Kreativität freien Lauf lassen kann. Dazu noch mal zwei Anspieltipps, wie das herrlich verspielte, rockige „Through The Walls“ oder das melancholisch funkige „Iced Lightning“.
RJD2 hat den vielleicht schwersten Schritt einer Karriere eindruckvoll gemeistert. Ein Nachfolgealbum, welches seine eigenen Qualitäten besitzt aber alte Stärken mit einbezieht und alles wunderbar miteinander verbindet, ist nicht gerade eine der leichtesten Übungen, wie die Musikhistorie zeigt. RJ zeigt, wie man es machen kann: „Since We Last Spoke“!
Rheinkultur/ Rheinhiphop 2004
In Bonn wird am 03.07.2004 wieder die Rheinkultur/ Rheinhiphop 2004-Party veranstaltet und das Line up steht fest. So werden z.B. Kool Savas, Explicit Samourai (Saian Supa Crew) und auch Azad feat. Bozz Artista zum Live-Gig antreten. Weitere Acts findet ihr in unserem Event-Kalender. Anschließend wird es im Brückenforum noch eine After-Show-Party mit GBZ Babbasoundz, AFDC, Young Basstardz, Dj Sens A. und einer Live-Show von SD & Spontan geben. Der Clou aber wird die Rheinhiphop Pre-Show-Jam im Club Basic, am 02.07.2004 sein. Da werden auftreten: Postive Black Soul ( Senegal), Moqui Marbles (Hamburg), 030 Ganxta Clicc (Berlin), Goldene Mitte (Stuttgart) und DJ Lifeforce (Köln). Moderiert wird diese Veranstaltung von HBK. Dazu wird auf der Pre-Show-Jam der Vorentscheid zur dem Rheinhiphop-Freestyle-Battle stattfinden. Die besten 8 Freestyler werden dann auf der HipHop-Bühne gegeneinander antreten. Der Hauptgewinnpreis ist eine 30minutige Show auf der Freestyle Bühne vom Splash! What a Thing, Bonn scheint eine Reise wert! Wir verlosen übrigens fünf Tickets für besagte After-Show-Session, am 03.07.2004 – klickt euch einfach rein, in die Goodies-Sektion.
Taktlo$$ & Jack Orsen – Direkt aus den Knast (Du Spast)
Nun liegt es vor mir, das Album von Taktlo$$ & Jack Orsen, welches den Titel „Direkt aus dem Knast (Du Spast)“ trägt. Bei einem Album mit solch einem Titel darf man sicherlich nicht auf Texte mit inhaltlicher Tiefe hoffen. Da mir der ältere Stuff von Taktlo$$ und Jack Orsen durchaus bekannt ist, kann ich mir in etwa vorstellen, was mich die nächsten 54 Minuten erwartet. Zum Beispiel, dass nicht immer so genau auf den im HipHop gängigen 4/4 Takt geachtet wird, oder auch, dass ich zu hören bekomme, dass die Akteure auf dem Silberling echte Gangster sind und jeder ein riesiges Genital besitzt.
Meine Prognose wird schon am Anfang der CD bestätigt. In den Song namens „Eiskalte Killa“ z.B. wird meine Behauptung, dass inhaltliche Tiefe zu vermissen sein wird, bestätigt. In der Hook heißt es: „Seht uns an / wir sind Verbrecher man / Wir pumpen den Shit / denn niemand besser kann. / Wir sind Eiskalte Killa / ohne einen Funken Verstand. / Denn wir sind / dazu verdammt“. Ein Erste-Klasse-Beispiel für einen „Vorskipsong“.
Relativ gute Punshlines gibt es auf „Booyaka“ zu hören. Zwar sind sie Lines nicht neu und auch nicht so einzigartig, dass man denken könnte: „Wow, das habe ich noch nie gehört“, doch rechne ich vor allem Jack Orsen hier eine Verbesserung in der Reimtechnik an. Big Bennay hat für „Booyaka“ einen guten Beat produziert, der mich mit gut gewählten Streichersample und der Bassline überzeugen kann. Das ist eindeutig einer der besseren Tracks auf der Compact Disc. Ein weiteres Beispiel ist auch der Song „Mörder Rap“. Ich finde hier zwar die Rapps von Taktlo$$ und Jack Orsen nicht so toll, doch gefallen mir der bouncende Club-Beat von „Jaysus“ und die Cutz von „DJ Z“ sehr gut.
Es gibt auf dem Silberling eine Menge verschiedener Beatbastler zu hören. So haben zum größten Teil Big Bennay und Jaysus die Beats gebaut, doch haben auch Mellow, Kaizer Soze, Takomponist und Orgie69 (BASSBOXXX), der auch ein Rap Feature auf dem Song „Männer an die Macht“ hat, Beats fĂĽr „Direkt aus dem Knast (Du Spast) beigesteuert. Wie eben schon erwähnt, haben sich neben Orgie69 noch Justus, Big D, Hook und Fumanshu stimmlich auf diesem Release verewigt.
FĂĽr Fans von Taktlo$$, Jack Orsen oder dem Royal Bunker ist dieses sicherlich eine Bereicherung im CD-Regal, doch wird mein Review-Exemplar auch genau in dasselbige verschwinden und wahrscheinlich auch nie wieder hervorgeholt.
Eyedea & Abilities – E & A
Wenn man zwei der vier Grundelemente des HipHop, nämlich das Deejaying und MCing, zusammen in eine Zwei-Mann-Kombo packt, dann kann man sich auf etwas wirklich „reales“ freuen. Genau so eine Kombo ergibt sich aus der Zusammenarbeit von Eyedea & Abilities.Ganz im Sinne von: „Two Turntables and a Mic!“
Nachdem die beiden bereits im Herbst 2001 ihren Debüt-Longplayer „First Born“ über Rhymesayers Entertainment gedropt haben, ist nun das zweite, aus 13 Tracks bestehende Album ebenfalls über Rhymesayers erschienen. Es trägt den simplen Namen „E&A“.
Den Part des Lyricist übernimmt hier, in beeindruckender Art und Weise, Eyedea und zeigt, dass er ein MC erster Klasse ist. Doch nicht nur Eyedea leistet auf „E&A“ hervorragende Arbeit, auch DJ Abilities lieferte sehr gute Beats und Cuts für das aktuelle Album ab.
Dies wird bereits besonders beim ersten Track „Reindroducing“ deutlich. Hier werden die Raps von Eyedea gescratcht und in die Strophen eingebaut. Ich würde mal behaupten, dass hier Stantons „Final Scratch“ zum Einsatz kam. Dieser Track stellt für mich eine wahre „Bombe“ dar und zeig mir wieder einmal, dass ich unbedingt dieses „Final Scratch“ brauche! Die beiden hatten hier eine sehr tighte Track-Idee und konnten sie auch gut umsetzen.
Auch überzeugen kann mich der Song „Now“, bei dem Eyedea teilweise double-time auf dem mir etwas zu experimentell klingenden Beat flowt. Ihr werdet jetzt sicher denken: Wie kann der sagen, ihn überzeuge der Song, wenn ihm der Beat zu experimentell ist? Ja, sicherlich ist euer Einwand berechtigt, doch kann ich euch sagen, dass der Beat zusammen mit den Raps als Einheit fungiert und mich deshalb überzeugt. Bei „Star Destroyer“ wird man von einem Vocal-Cut von Xzibit begrüßt, welcher einen guten Einsatz für Eyedeas agressiv gerapte Strophen bietet.
Dass Eyedea nicht nur schnell, aggressiv und powervoll rappen kann, beweist er beim Track „Paradise“. Auf dem mit smoothen Jazz-Samples versehenden Beat flowt Eyedea sehr relaxt und zeigt, dass er es auch anders kann. Die Hook wird von ihm mehr oder weniger gut gesungen, doch geht sie direkt ins Ohr.
Das Album von Eyedea & Ablitities „E&A“ ist ein weiteres Release von Rhymesayers Entertainment, das in keinem gutsortierten Real-HipHop-DJ-Regal fehlen darf. Manche Songs sind mir zwar beatmäßig etwas zu gewagt, doch handelt es sich im Großen und Ganzen um ein empfehlenswertes Album.
Remix Contest
2004 gehen die Organisatoren von www.Start-Ab.com mit zwei Masterminds der elektronischen Musik an den Start: Dieter Meier und Boris Blank aka YELLO. 1995 zollten ihnen internationale Künstler- und DJ-Größen wie The Orb, Carl Cox, Moby auf dem Release „Hands on YELLO“ und Remixen der erfolgreichsten YELLO-Klassiker Respekt – jetzt darf eine neue Generation Remixer und Nachwuchsproducer bei www.start-ab.com ihre Hände auf einen Titel der Schweizer Künstler legen. YELLO stellt mehrere Audio-Spuren aus einem Titel zur Verfügung. Die Teilnehmer müssen aus den vorhandenen Audio-Files innerhalb von 48 Stunden einen neuen Track produzieren. Warum das für Euch interessant ist? Nun, hochwertige Preise winken, z.B.: Hard- und Software Equipment sowie Förderpreise (Kurse an der School of Audio Engineering) und ein fitter HipHop-Remix kann den beiden alten Herren wohl auch nicht schaden!
Andre 3000 demnächst als Cartoon
Outkasts Andre 3000 steht in Verhandlungen mit der Firma Cartoon Network, da er im Moment einen halbstündigen Trickfilm erarbeitet, den er im besten Fall im „Adult Swim“-Programm von Cartoon Network unterbringen möchte. Die Inspiration zu diesem Cartoon findet Andre in seinem eigenen Leben. Titelfigur des Comics soll sein Alter-Ego Johnny Vulture werden – welcher schon im Video zu “Hey Ya” auftauchte und da die Gitarre bediente. Sollten die Finanzen stimmen, scheint dieser Geschichte nichts mehr im Wege zu stehen. Außerdem wird Andre auch für den Sound zum Trickfilm verantwortlich sein. Bleibt zu hoffen, dass dieses Projekt tatsächlich umgesetzt wird!
Kill.Switch
Wenn man Namco sagt, muss man auch Time Crisis sagen. Oder Ridge Racer. Auf jeden Fall verbindet man mit Namco erstklassige Arcadeaction und ein intuitiv einfaches Spielprinzip, um es mal positiv auszudrücken. Metal Gear Solid 3 wirft seinen langen Schatten bereits über den östlichen Horizont, und wem die Metal Gear Reihe bisher zu sehr auf den schleichenden Aspekt des Superagentendaseins fokussierte, wird in Kill Switch eine reizvolle Alternative finden. Ähnlich wie bei MGS steuert ihr einen supergeheimen Superagenten mit allerlei Superfähigkeiten, mit denen ihr euch durch Massen von Superschurken hindurchkämpfen werdet. Um den Superlativen noch eins hinzuzufügen, kann unser Herr Superagent stolz von sich behaupten, der erste Zombiesuperagent zu sein, der das Licht der Videospielwelt erblickte. Soll heißen: der nette Typ mit dem Sturmgewehr und Lizenz zum Zerstören weiß eigentlich gar nix davon, dass er permanent Massen von Gegnern ins Jenseits schickt. Ihr werdet nämlich im Verlaufe der Story immer wieder von einem seltsamen Implantat auf die nächsten Missionsziele hingewiesen, die sich meist auf Destroy anstatt Seek and Destroy reduzieren. Zudem werdet ihr von diesem Implantat auch irgendwie ferngesteuert.
Aber gut, Arcadeaction ist nun mal Arcadeaction, also weg von der undurchsichtigen Story hin zum eigentlichen Spielgeschehen. Ihr scheut eurem Alter Ego in schmuckem 3D über die virtuelle Schulter und bewegt euch dabei durch die streng linear aufgebauten Level. Während ihr dies tut, stellen sich euch natürlich eingangs erwähnte Massen von Gegner in den Weg und wollen unserem Charakter den alltäglichen Killing-Spree vermiesen. Da greift man natürlich schnell zu Sturmgewehr und diversen Granaten, um sich sein wohlverdientes Recht zu erkämpfen. Nein, das war falsch ausgedrückt: Ihr zieht natürlich nicht erst euer Gewehr, sondern ballert vielmehr permanent auf herannahende Gegnerformationen. Neu dabei ist das lustige Feature, aus Deckungspositionen blind auf die Gegner zu feuern oder um eine Ecke zu spähen und sicher vor dem gegnerischen Kugelhagel gezielte Schüsse anzubringen. Jedoch werdet ihr selten Zeit zum Verschnaufen finden, denn wie bereits einige Male erwähnt, stürmen die Gegner, die zum Teil alles andere als bloßes Kanonenfutter sind, unaufhörlich eure Positionen. Gott sei Dank gibt es in den Levels an kritischen Stellen die heißbegehrten Savepoints. Und: so toll ihr als Superagent auch seid, eure Gegner sind nicht von gestern und machen euch das Leben zur Hölle.
Übrigens nicht nur die Gegner, denn auch bei der Steuerung hat Namco einige Tücken eingebaut. So ist das so genannte Blindfire aus der Deckung heraus zwar ein interessantes Konzept, jedoch verballert ihr aufgrund der hohen Ungenauigkeit dieses Angriffs schon mal das eine oder andere Magazin, bevor ihr den einen Gegner niederstreckt, auf den ihr die ganze Zeit zielt. Oder ihr schießt gar nicht auf den Gegner, sondern davor, dahinter, darunter oder daneben, weil ihr das schwammige Fadenkreuz beim Laufen gar nicht erst kontrollieren könnt.
Also: Ihr lauft immer schön brav von Punkt a nach b, entschärft hier und da eine Bombe (oder drĂĽckt einen Schalter, oder drĂĽckt an einer Sicherung, oder platziert eine Bombe… im Prinzip also von a nach b mit austauschbaren Extrastationen.) und killt währenddessen hunderte von Gegnern. Da das Spiel streng linear ist, kam es mir oft wie ein Time Crisis mit freiem Bewegen vor. Was aber nicht heiĂźen soll, dass Kill Switch langweilig wäre, ganz im Gegenteil. Vor allem grafisch sticht das Namcowerk hervor. Nebst opulenten Licht und Wettereffekten geizt es nicht mit schönen Texturen und gutem Leveldesign. Der Sound beschränkt sich zumeist auf das Geräusch, das MĂĽndungsfeuer nun einmal erzeugt. Trotz alledem macht es viel SpaĂź, sich hinter einer Deckung zu verschanzen und den Gegner mittels Handgranaten und Blindfire so richtig auf Trab zu halten. Die Steuerung ist flott erlernt, der Levelaufbau und somit die Gegnerpositionierung herausfordernd, kurzum: Kurzweil ist bei diesem Spiel garantiert. Einziger Haken: Nach dem Spiel ist nach dem Spiel. Wenn ihr´s durchhabt, was so ungefähr nach 6-7 Stunden der Fall sein dĂĽrfte (inklusive der ganzen Tode an bestimmten Stellen), war’s das dann auch. Keine Extras, keine neuen Spielmodi, einfach Oldschool (um es mal wieder positiv zu formulieren).Fazit: Kill Switch ist nicht opulent und stellt auch gar nicht den Anspruch einer groĂźartig inszenierten Dramaturgie. DafĂĽr bietet es nonstop Daueraction und eine leichte Bedienung, in allen Belangen also ein Shooter, der sich an Klassikern wie Contra oder eben Time Crisis orientiert, sieht man einmal von der dreidimensionalen Komponente ab. Wie der Sprecher euch zu Beginn von Mission drei sagt: „Do what you do best. Think like a gun“. In diesem Sinne: Kauft es euch, Shooterfreunde! Alle anderen, die lieber cineastische Stories und opulente Aufmachung schätzen, MGS 3 kommt ja bald.Pro:
– gute Grafik, die zum Teil die Atmosphäre von MGS 2 auffängt
– Actionreiches Gameplay ohne Pausen. Obwohl die Aufgaben stets die gleichen sind.
– Das Blindfire und die Möglichkeit, hinter einer Deckung auf die Feinde zu feuern, sind interessante Ideen, aber noch nicht effektiv genug.
– Die Steuerung ist schnell erlernt und geht auch nach 2 Wochen Pause locker von der Hand.
– FĂĽr zwischendurch ist Kill Switch auch nach dem Durchspielen immer wieder gut.Contra:
– Das Spielprinzip ist schon arg… simpel.
– Wie ich schon sagte, Blindfire und so ist zwar nett, aber ĂĽberproportional oft eure einzige Möglichkeit. Anscheinend waren die Entwickler dermaĂźen Stolz auf ihre Idee, dass sie euch mit entsprechenden Situationen geradezu ĂĽberfluten.
– Der Schwierigkeitsgrad ist fĂĽr Neueinsteiger viel zu hoch angesetzt, aber fĂĽr Shooterveteranen genau das, was die Neuzeitshooter nicht mehr boten: eine echte Herausforderung.
– Das Zielen aus dem normalen Lauf ist fast unmöglich sicher zu beherrschen, zumal man nur bei Stillstand in eine Egoperspektive wechseln kann. Und wer still steht, kann auch direkt still liegen.
– Ach ja, die Kamera. Manchmal sterbt ihr an einer Stelle nur, weil die Kamera euch in Nahaufnahme statt den Gegner hinter der nächsten Ecke zeigt. Das Leben kann so hart sein.
– Okay, dass die Story keine intellektuellen Meisterleistungen verlangt, dĂĽrfte ja wohl zu erwarten sein. Trotzdem fĂĽhr ich es mal als Kritikpunkt auf. Wer halt drauf wert legt…
– Eben durch das häufige Verschanzen hinter Objekten schmerzt euch bald der linke Zeigefinger (Verschanzen=L1-Taste…)Singleplayer: 5-6
Multiplayer: -Developer: Namco
Publisher: Namco
Spieler: 1
USK: 16Kill.Switch kaufen




