Das Mista „Luv Doctor“ 50 Cent ein Pimp ist, wissen wir spätestens seit P.I.M.P. Nun wird Fiftys gepimper mal wieder durch einen Hardcore Videoclip zur Single „Disco Inferno“ bestehtigt. Da derzeit in Amy-Land die TV-Sender noch über eine Ausstrahlung nachdenken, hat Fifty schlichtweg den Clip selbst ins Netz gestellt. Wer den Clip sehen will kann das auf der eigens dafür eingerichteten Seite tun, aber bitte erst ab 18.
Busta ist stinkig auf Funkmaster Flex
Auch wenn manche Künstler ihre kommenden Singles selbst ins Intenet stellen, um dadurch beim Label Druck für die Veröffentlichung zu machen, gibt es wiederum manche die es garnicht freut, wenn sie ohne Zusage ihre Single im Radio hören. So erging es nämlich Busta Rhymes. In Funkmaster Flex’s Show auf Hot97 wurde Busta’s Track „I’ll Hurt You“ ohne Freigabe seitens Busta Rhymes oder Aftermath gespielt. Busta sagte dazu: „Ich habe versucht Flex ans Telefon zu bekommen, aber er ruft nicht zurück. Meine erste Single ist irgendwie durchgesickert und ich versuche herauszufinden, wie das passiert ist. Ich verstehe nicht, weshalb Flex mich nicht angerufen hat, um mich zu fragen, ob es okay ist den Song zu spielen, den er nicht von mir bekommen hat, weisst du? Flex und ich haben sonst ein gutes Verhältnis, deshalb überrascht mich dieser Move sehr!“ Vielleicht hat es Busta Rhymes ja doch seinem Kollegen 50 Cent gleichgetan und den Track selbst durchsickern lassen.
Awards, Awards, Awards
Ein kurzes Resüme zum vergangenen Award-Wochenende. Zunächst zum Bundesvision Song Contest, bei welchem sich Fettes Brot mit einem äußerst respektablen zweiten Platz und Sido mit seinem dritten Platz positiv hervor taten. Erfreulich auch Clueso´s siebter Platz, etwas abgeschlagen hingegen Samy Deluxe und Deichkind.
Bei den gestern Nacht in Los Angeles vergebenen 47. Grammy-Awards hießen die Gewinner, wie vorherzusehen war, Alicia Keys (Best Female R&B Vocal Performance, Best R&B Song, Best R&B Album, Best R&B Performance By A Duo Or Group With Vocals), Kanye West (Best Rap Album, Best Rap Song), Usher (Best R&B Performance By A Duo Or Group With Vocals, Best Contemporary R&B Album, Best Rap/Sung Collaboration) und als absoluter Spitzenreiter der posthum geehrte Ray Charles (Best Pop Vocal Album, Best Pop Collaboration With Vocals, Album Of The Year, Record Of The Year, Best Gospel Performance). Weitere Preise gingen an Prince (Best Male R&B Vocal Performance, Best Traditional R&B Vocal Performance), Jill Scott (Best Urban/Alternative Performance), Jay-Z (Best Rap Solo Performance), The Black Eyed Peas (Best Rap Performance By A Duo Or Group), sowie zwei Legenden der Black Music-Szene: Toots & The Maytals (Best Reggae Album) und Herbie Hancock (Best Jazz Instrumental Solo). Lustiger Weise sahnte auch Bill Clinton einen Grammy Award ab. Er gewann in der Kategorie Best Spoken Word Album. Man höre und staune.
Bessawisser Crew – Das Ende vom Anfang
Vor mir liegt die Demo-EP „Das Ende vom Anfang“ der Bessawisser Crew aus Köln, und damit einer weiteren Rap-Armee, wie uns der Opener „BW Armee“ gleich zu Beginn klar machen soll. Der Beat kommt mit Synthis und Streichern samt gesampelter Frauenstimme eigentlich ganz nice – nix überragendes, aber auch nicht nervend. Der Rapper nimmt diesen Track zum Anlass, uns zu erklären, dass er der Beste ist und nur mit Perlen im Bett war. Rookie-Level im Text, ansonsten auch nix neues.Unterbrochen ist die im Endeffekt vier Tracks umfassende EP nach jedem Track von Introducing Skits, auf denen Depoze, der Rapper der Crew, uns aufklärt, dass es sich hier um deutschen Rap handelt. Nach dem „Intro“-Skit also weiter zum nächsten Track „Viel Zu Fresh“, bei dem es – wie sollte es anders sein – darum geht, dass es sich hier um das Beste handelt. Der Beat auch wieder ganz nett, das Hauptsample ist eine Funkgitarre, unterlegt von Synthisounds. Das sollte wohl ’n Club Track werden, könnte live vielleicht auch funktionieren.Beim folgenden Titel „Freunde“ keimt Hoffnung auf, er beginnt auch vielversprechend. Der Beat ist okay, ein getragenes Streicher-Arrangement mit hektischer Flöte. Depoze zeigt in diesem Track, dass er in der Lage ist, tiefer zu gehen, reflektiert seine Vergangenheit, echte und falsche Freunde. Style- und Flow- technisch solide, im Großen und Ganzen erinnert es aber sehr an populäre Rap-Styles und bietet noch wenig eigene Akzente – auf jeden Fall ist das noch ausbaufähig.Der vierte und damit letzte offizielle Track, ist ein Abgesang auf Köln, wo Bessawisser herkommen. Wieder sehr schönes Sample, eine Flöte, schätzungsweise irischer Musik oder so entwendet. Besungen wird eben seine, Depoze´s Stadt. Fehlen darf da natürlich nicht der Seitenhieb nach Düsseldorf, ganz in guter Kölner Karnevalsmanier. Der Text bleibt sehr oberflächlich positiv bezogen, ein easylistening Stück für´s Auto mit viel Melodie. Ganz nett.Das Outro läuft dann hiddentrackmässig weiter und präsentiert uns den letzten Track, mit dem sich Chilly Willy, Gin Chiller und Depoze dann verabschieden. Da wird es dann auch gleich richtig ekelhaft böse, so wie Rap-Crews eben rüberkommen müssen, um wirklich real zu sein. Absolut authentisch wird hier berichtet, wie sich in Bepozes Wohnung langsam Leichen ansammeln – Punks und Homos werden dann gleich auch noch gedisst; so hört sich dann also „das Beste“ an, was deutscher Rap gerade zu bieten hat.
DJ Ben Kenobi – „May The Beats Be With You, Episode 1“
Es gab einmal Zeiten, da hat man verschiedene Tracks genommen, diese wild aneinander gereiht und das Ergebnis dann als Mixtape verkauft. Heute ist das alles anders: Man holt sich die passenden Künstler einfach direkt ins Studio und produziert mit ihnen Exklusivmaterial. Das wird dann gemischt, gemastert und auf CD gepresst.
Genauso hat das nun auch DJ Ben Kenobi für „May The Beats Be With You, Episode1“, dem ersten „Mixtape“ aus dem Hause Sleepy’s World gehandlet. Randvoll mit exklusiven Tracks liefert die Platte ganze 76 Minuten allerfeinste Ware.
Durch das Programm führt AJ, der auch einige musikalische Beiträge liefert. Des weiteren sind Royce Da 5’9“, Mac Lethal, Ali Vegas, J.Bully, R.A.P., Domination, Big Sal, Styles P, Que, Big Swing und viele andere Künstler auf Kenobis Mixtape am Start. Auf insgesamt vierunddreißig Titeln wird absolut jede musikalische Sparte bedient. Ruhige, gechillte sowie pumpende Club-Tracks versüßen einem den Alltag – wirklich jeder kommt bei dieser Scheibe auf seine Kosten. Außerdem gibt es jede Menge absoluter Neuheiten auf dem Mixtape. Sachen, die noch keiner gehört hat, die aber auf jeden Fall gehört werden sollten! Was leider ein wenig negativ auffällt, ist die geringe Anzahl von Cuts. Einige Titel sind schlicht aneinander gereiht, was ich etwas schade finde.
Trotzdem: „May The Beats Be With You, Episode 1“ ist eine runde Sache, welche auch ohne Probleme im Loop-Modus gehört werden kann, und deren Anschaffung sich lohnt. Sie ist hervorragend für jede Party geeignet, da man das nice Scheibchen einfach laufen lassen kann, ohne ständig skippen zu müssen.
Caput – Die Caputte Sicht
Manche verpassen ihren Feinden „Die Caputte Sicht“ durch stundenlanges Boxen auf deren Augen. Die Leute, die keine Feinde haben oder nicht so auf körperliche Gewalt stehen, können sich diese nun aber auch einfach kaufen, denn „Die Caputte Sicht“ ist auch Titel des aktuellen Caput-MixTapes, das sich jetzt in den Regalen der Plattendealer breit macht.
Doch was steckt hinter diesem Namen, was ist auf der Scheibe? Nun, es handelt sich um Tracks, die unter anderem von Caput selbst, U.G., Amargeddon, DJ Katch und Kool Savas produziert, anschließend aber leider eher lustlos, weder durch Cuts noch Scratches aneinander gemischt worden. Ehrlich gesagt hätte ich mehr von diesem „Tape“ erwartet. Caput mag zwar viele verschiedene Styles und Flows an den Tag legen, doch inhaltlich fehlt eindeutig die Abwechslung. Auch einige der Beats sind ziemlich flach und dünn ausgefallen. Schade.
Für Features kamen Acts wie Spontan, Ayred, Illmatic ins Studio, und natürlich gab sich auch Kool Savas selbst die Ehre. Was mich ein wenig verwundert, ist das Feature mit SD, aber sicherlich wurde „Wenn Caput Rappt“ vor dem aktuellen Stress zwischen SD und Optik recorded. Ein wenig geträllert wird auch, was das Mix-Tape a bissel aufpeppt – Hooks werden gesanglich von Jodaci, Ames oder Devyl D angereichert.
Unterm Strich ist „Die Caputte Sicht“ mehr Mittelmaß als gehobene Klasse. Vielleicht wird ja sein noch dieses Jahr kommendes Solo-Album eine Nummer schärfer.
Neuer Release in Reichweite
Am 15.02.2005 kommt neuer Stoff des Berliners Yaneq in die Platten-Regale. „Wie Fühlst Du Dich Jetzt…?“ heißt der Titel der in Form von… Single und gleichzeitig EP veröffentlicht wird. Zum Titel-Track wurde von Nomad & Miss Reel ein Video gedreht, welches ihr sicher bald zu sehen bekommt. Auf der limitierten Scheibe sind ebenfalls die Titel „HipHopElektroParty“, mit Cuts von DJ Shir Khan, und „Lebe In Den Tag“, das von Kronstädta produziert wurde, zu hören. Am 25.02.2005 übrigens findet im Berliner Basstard die zur EP gehörige Release-Party statt.
Fit wie Kanye West!
Sieben Mal wurde der im Juni vergangenen Jahres verstorbene Ray Charles nominiert, je acht Mal Alicia Keys und Usher, mit zehn Nominierungen aber ist ziemlich eindeutig Kanye West der Favorit für die morgen Nacht statt findenden Grammy-Verleihungen, bei welcher Künstler für musikalische Bestleistungen des zurückliegenden Jahres geehrt und ausgezeichnet werden. Wie es zu derartigen Höchstleistungen kommen kann ist vielleicht durch Kanye´s nächste Single – „The Workoutplan“ – zu erfahren, welche am tag darauf ihren Release hat. Zum Thema passend wurde nun ein ziemlich witziges Spiel a.k.a. der passende Workoutplan entworfen, mit dem ihr Freunde, Verwandte und Kollegen mal amtlich vorführen könnt.




