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Xavier Naidoo & Moses Pelham kündigen „Nicht von dieser Welt 2“ für April an

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Xavier Naidoo kündigt sein sechstes Studioalbum „Nicht von dieser Welt 2“ für den 01. April 2016 an, das in gemeinsamer Arbeit mit dem Frankfurter Urgestein Moses Pelham entstanden ist.

Das Debütalbum „Nicht von dieser Welt“ von Xavier Naidoo erschien vor 18 Jahren, in Zusammenarbeit haben die beiden Erfolgskünstler nun knapp drei Jahre lang an dem Nachfolger gefeilt. Zum größten Teil stammen die Lyrics von Moses Pelham, das Album wird über Naidoo Records GmbH/Tonpool veröffentlicht.

Als Vorgeschmack soll am 26. Februar die erste Single „Frei“ releast werden, bereits jetzt gibt es aber schon den ersten Trailer „In meinen Armen“ zu hören.

Manuellsen – Brüder/Hoch Hinaus (Akustik) [Video]

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Manuellsen veröffentlicht weitere Akustik-Videos, welche im Zuge der Promophase zu dem Album „MB3„, das 2014 erschien, entstanden.

Dieses mal hört man den Ruhrpottler mit den Songs „Brüder“ und „Hoch Hinaus“ zu Pianobegleitung. Zuvor gab es das Akustik-Video zu „Thx I Get

Das letzte Release des Mülheimers war „Killemal“ im August 2015. Manuellsen gründete im vergangenen Jahr das Label „Könige aus dem Schatten“ .

Lumaraa – Gib mir mehr [Review]

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Lumaraa is back! Wer? Na Lumaraa, das ist die, die mal bei Rap am Mittwoch war, die mit „Mädchensache“ , die, die mit dem Asiaten zusammen ist. Naja ist ja auch egal, jedenfalls hat sie am 5. Februar ihr neues Album „Gib mir mehr“ veröffentlicht.

Im Vornherein habe ich nicht viel erwartet. Ich bin als Frau weder eine Verfechterin von Frauen im Rap-Biz, noch bin ich ihnen negativ gesonnen. Dass Lumaraa der Sparte Pop-Rap zuzuordnen ist, war mir auch bereits bewusst.

Die Themen auf „Gib mir mehr“ sind schnell abgesteckt: Es geht um Liebe, Verrat, falsche Freunde, um Kerle, die sie hintergangen haben, um Kerle, die sie ganz toll findet, aber auch um ihr glückliches Single-Dasein (trotz aktueller Beziehung) , ihre neu gewonnene Hoffnung, und natürlich darum, dass Lumaraa „der Shit“ ist.

„Hebt die Gläser hoch, ich bin wieder am Start/ Oh, oh, wieder allein/ Oh, oh, kein Kummer und kein Schmerz mehr/ Gib mir mehr, gib mir mehr, gib mir mehr, yeah, yeah// Mein neuer Status ist n Smiley mit nem Grinsen// Denn wenn ich den Schlüssel vergesse, hab ich nen zweiten, yeah“. („Gib mir mehr„)

Der Titelsong eröffnet sogleich das Album. Erste Assoziationen: Klingt wie Blümchen, oder Tic Tac Toe, Teeniegirl-Rumgehopse, Post-Liebeskummer-Scheiß-auf-den-Penner-der-hat-mich-nicht verdient-Hihihi, und klingt sowas von nach „MMMBop“ von Hanson – ihr wisst schon dieses „Du dab dib dab dab duu dab yeah yeah – von 1997. Treffender Einstieg in das Album, um einen Querschnitt des gesamten Werkes aufzuzeigen.

Aber nur fast, mit dem zweiten Track „Ich bin die Eins“ präsentiert Lumaraa direkt mal ihre Rap-Skills. Hörbar von sich selbst überzeugt haut sie am Fließband Phrasen wie „Lumaraa ist am Stizzle“ oder das bereits erwähnte „ich bin eigentlich der Shit“ raus. Okay. Sogar einen kleinen Seitenhieb Richtung Fler erlaubt sich die liebe Lumaraa auch. Der hat ihr wohl damals, als sie noch ganz innocent und young nach Berlin kam, um Musik zu machen gesagt, der Kuchen sei schon aufgeteilt, kein Platz mehr für klein-Lumi.

Danach plätschert das Album munter dahin: Ein paar Radio-Songs, einige Hoffnung-Kopf-hoch-Songs, eine harmlosere, fröhlichere Antwort-Version an K.I.Z.sVerrückt nach dir“ aus der Sicht der Gestalkten, noch mehr Frauen-Power-Hymnen, serious-Piano-deep-shit-realtalk, pseudo theatralische Erinnerungen an irgendeinen Kerl (mit Berliner S- und U-Bahn-Ansagen und einem ganz dramatischen „Dieser Zug endet hier“ am Schluss des Songs, warum auch immer). Im Grunde basiert jeder Song auf einer schon zigfach gehörten Blaupause, die man beim besten Willen nicht wieder hätte ausgraben müssen.

Als klares Highlight des Albums setzt Lu ihre im vergangenen Werk begonnenen „60 Bars“ mit „100 Bars“ fort und beweist doch ein gewisses Raptalent. Lumaraa flowt locker aus der Hüfte und macht, was man auf X-Bars Songs so macht: Representen. Den Schluss des Albums bilden erneut pseudo deepe Songs über ihren Werdegang bzw. ihren Weg, ein don’t-give-up-Song, ein wohoo-gute-Laune-Sommer-Sonne-Song und einer über den heiligen Moment vor einem Auftritt.

Viel hat sich thematisch und technisch seit „Mädchensache“ nicht getan. Doch wider Erwarten ist das Durchhören des 18 Tracks langen Albums zwar keine Erleuchtung, aber auch keine große Qual. Lu hat eine angenehme Stimme, sowohl beim Singen als auch beim Rappen. Klingt zwar wie jede x-beliebige Sängerin, aber halt angenehm. Sie gibt sich durchaus selbstbewusst – sie ist ja auch schon ganze 25, Mensch – und man kauft ihr ihre Geschichten auch irgendwo ab, das sind sicherlich wahre Geschichten, die sie in irgendeiner Weise erlebt hat, und in simpel gestrickte Songs verpackt hat. Das Songwriting mag zwar nicht ihre größte Stärke sein, sie schafft es aber doch, ganz angenehm zu klingen. „Gib mir mehr“ ist easy Listening in seiner reinsten Form – wenn auch auf längst ausgetretenen Pfaden.

Red Café – No Fakes feat. Kay One (German Version) [Audio]

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Bei Red Café ist nichts fake, nun auch auf deutsch. Die german version von „No Fakes“ ist eine Kollabo mit keinem geringeren als Kay One. Den ursprünglichen Song hat der New Yorker Mitte Januar veröffentlicht. Auch eine französische Version mit Les Twins wurde gedroppt.

Red Café steht bei Akons Label Konvict Muzik und bei P Diddys Label Bad Boy Entertainment unter Vertrag.

Kay Ones letztes Release war „Jung genug um drauf zu scheißen“ im Juni 2015.

Sylabil Spill veröffentlicht interaktiven 360-Grad Teaser zu „hyper.Realität.“

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Sylabil Spill droppt den zweiter Albumteaser zu seinem im April erscheinenden Album hyper.Realität.“ . Es wird die fünfte LP des Bonners sein und über sein eigenes Label Lourd Records erscheinen.

Das Video steht unter dem Motto „Mittendrin statt nur dabei!“ und bedient sich an der neuen, interaktiven 360-Grad Technik.

Zuletzt machte Sylabil Spill 2015 mit zwei gleichzeitig erschienenen EPs von sich reden, die „Okular“ EP, die von Ghanaian Stallion produziert wurde, und die EP „Fress.Orgie“ mit Beats von Spill selbst. Warum die beiden EPs nicht zu einem Album zusammengefasst worden sind, erklärt der gebürtige Kongolese im Interview mit uns.

Wochenend-Überblick 6. & 7. Februar: Fler feat. Sentino, Megaloh, Money Boy u.a.

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Was war am Wochenende – den 6. & 7. Februar – los im Rap-Game? Einiges. Wer nicht den Überblick verlieren will, kann wie jeden Tag in unserer Tagesübersicht checken, ob er was verpasst hat.

Fler feat. Sentino – Unterwegs (prod. Oster) [Audio]

Da isser wieder: Sentino. Erster Part seit dem brandneuen Maskulin-Deal bei Fler, den die Öffentlichkeit zu hören bekommt. Er darf die erste Single von Flers neuem Album „Carlo Escobar“ eröffnen.

Megaloh – Vers III [Video]

Vers III: Mit einem weiteren „Vers“ stimmt Megaloh auf sein kommendes Album „Regenmacher“ ein.

Interview mit Money Boy [rap.de-TV]

Zeiten ändern sich: Als wir Money Boy vor anderthalb Jahren zum ersten Mal zum Interview vor die Kamera baten, war der Wiener noch nicht wirklich ein fester Bestandteil der deutschen Rapwelt. Heute ist er – wenn auch keineswegs unumstritten, ganz im Gegenteil – nicht mehr wegzudenken.

Eko Fresh – Domplatten Massaker (prod. Phat Crispy) [Video]

Eko Fresh gibt als erster deutscher Rapper einen Kommentar zur Silvesternacht in Köln ab – und der fällt angenehm eindeutig aus. Eko verurteilt die sexuellen Übergriffe mit deutlichen Worten, vergisst aber nicht, auch die Ausnutzung der schrecklichen Ereignisse durch Rassisten zu kritisieren.

US-Rap Weekly #5: Mit Young Thug, Puff Daddy, Fetty Wap & A$AP Ferg

Unser Schwerpunkt liegt zwar auf der Berichterstattung über das Geschehen im deutschen Rapgame, allerdings wollen wir auch nicht ignorieren, was Übersee so passiert – daher hier unser US-Rap Wochenrückblick für den 30. Januar – 5. Februar.

Jasko – Gossenunikat (prod. Joznez & Johnny Illstrument) [Video]

Vor ein paar Jahren wurden Majoe & Jasko, damals noch ausschließlich als Duo unterwegs, belächelt. Wenn heute Jasko nach einer gefühlten Ewigkeit mit seiner Solokarriere durchstartet, ist die Ausgangslage eine ganz andere.

Interview mit EstA über „BestA“

EstA war bei uns zum Interview und hat mit uns über sein kommendes Album „BestA“ , seine Zeit bei der Halunkenbande, sein Label in Spe und über diverse weitere Themen – wie zum Beispiel die beste bzw. schlechteste Entscheidung in seiner Karriere, seine Familie und das Phänomen Money Boy – gesprochen.

Interview mit EstA über „BestA“

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EstA war bei uns zum Interview und hat mit uns über sein kommendes Album „BestA“ , seine Zeit bei der Halunkenbande, sein Label in Spe und über diverse weitere Themen – wie zum Beispiel die beste bzw. schlechteste Entscheidung in seiner Karriere, seine Familie und das Phänomen Money Boy – gesprochen. „BestA“ kommt am 12. Februar in die Läden und wurde produziert von dem Hamburger SiNCH.

Du kommst gerade von Disslike – ist dir ein bestimmter Diss im Kopf hängengeblieben?

Magst du EstA! – Nope. Seine Schwester? – Jap!” Kam natürlich. Sonst ja, ziemlich viel. Es waren viele aus’m rappers.in-Forum unterwegs, da hab ich ja dann doch den ein oder anderen Freund dort, aber sonst… ja, war lustig. Ist’n lustiges Format. Ich nehme des jetzt nicht ernst.

Gibt ja viele Rapper, die dort richtig zerrissen werden und auch heftig zurückfeuern.

Komplett! Aber ey, das ist das Format! Weißte, das ist leider diese Hate-Generation so’n bisschen, dass da diese Shitstorms entstehen und ja, die Leute brauchen immer irgendwas zum Haten, ist bisschen schade, aber ich meine, wir Rapper sind auch selbst schuld. Machste Promo, machste n’ Disstrack und dann ist der im dem Lager und der in dem anderen. Ja, also ich find’s n bisschen schade, weil ich bin ja mittlerweile auch eher der harmonischere Typ geworden. Klar, bei VBT hab ich ja eher noch polarisiert und ich lese mir immer noch viele Sachen durch, aber zu Herzen nehmen sollte man sich das auf jeden Fall nicht.

Als nach der VBT Zeit dein Debüt Album rauskam, gibt’s da Fans, die zu Hatern geworden sind, weil sich dein Stil so verändert hat?

Ja, damals nach diesen 30, 40 Battle-Runden hab ich „EstAtainment“ gebracht und damit eher sanftere Töne angeschlagen, und ja, damit bin ich paar Fans vielleicht doch auf die Füße getreten, die sich eher so’n „Hurensohn“ -Album vorgestellt haben. Aber ja, des war ’ne gespaltene Meinung, hat ganz schön polarisiert, war gar nicht mal schlecht. Es war zu dem Zeitpunk auf jeden Fall das, was ich machen wollte und ich bereue das auch nicht, so ein Album rausgebracht zu haben. Nur die Leute, die das dann damals gehatet haben, die sollen sich dann das neue Album mal anhören und dann werden die die Weiterentwicklung sehen.

Denkst du, du gewinnst die mit dem neuen Album wieder zurück?

Das weiß ich nicht, aber ich fordere auch niemanden auf, sich das Album zu kaufen oder so. Hört’s euch einfach an. Seht die Weiterentwicklung und seht, dass ich Songs schreiben kann und jetzt Musik auf ‘nem ganz anderen Level mache. Allein schon durch die Produktion.

„BestA” ist stilistisch auf jeden Fall gemischt, aber doch auch sehr poppig. Tatsächlich hab ich im ersten Moment etwas an Cro denken müssen, als ich es gehört habe.

Ja okay. Aber nicht alle Songs meinst du jetzt, oder?

Nicht alle Songs – vom Vibe her aber schon.

Sehe ich als Kompliment auf jeden Fall. Ey, Cro – ist der Messias des Rap. Hat doch Tarek K.I.Z. mal gesagt, ich muss immer wieder lachen! Super! (lacht) Nö, ich sehe das als Kompliment, aber, ich denke, man sieht schon, dass ich da meinen eigenen Weg gehe. Klar sind poppige Akzente drin und das ist auch bewusst so gemacht und das Album ist auch sehr vielseitig. Es ist kein “Derbe HipHop – HipHop” -Album, aber ich meine, das Ding ist immer, ich versuche, musikalisch zu bleiben, selbst wenn das ’ne VBT-Runde war oder so, gab’s trotzdem immer relativ eingängige melodische Hook und das ist mir halt sehr wichtig. Ich denke, ich fahr damit ’n ganz guten Weg.

Du hast vor ein paar Tagen den Freetrack “Magst du EstA” in Anlehnung an “Choices” von Money Boy rausgehauen. Du hast mal in einem Interview gesagt, dass du es schade findest, dass Money Boy für das, was er macht mehr Aufmerksamkeit bekommt als talentiertere Rapper. Mit so einem Song gibst du Money Boy doch aber auch eine gewisse Aufmerksamkeit.

Auf jeden Fall und das Ding ist, ich will jetzt hier auch gar nicht gegen den Typ haten. Der ist halt einfach ‘n Phänomen. Aber er hat auch was ausgelöst und hat sich das auch in einer gewissen Weise erarbeitet und wenn man weiß, was er für ’ne Diplom Arbeit geschrieben hat. Der Typ ist voll in diesem Rapding drin! Der lebt das halt einfach! Und das ist ’ne Kunstfigur. Klar übertreibt der Typ und klar, ich bin kein Fan von ihm, aber Respekt für das, was er auf die Beine gestellt hat. Muss man einfach sagen. Und dieses “Magst du EstA” -Ding, es war halt so – ich hab lange überlegt, ob ich darauf reagieren sollte, ich hab mich früher immer mit dem über Twitter gebeeft, da ging’s immer so hin und her, gegenseitig beleidigt, keine Ahnung was. Aber irgendwann hab ich dann so gemerkt: Ey, nimm das doch nicht so ernst, belächele es doch einfach und zieh’ doch dein Ding daraus und dann hab ich gesagt, okay, machst’n Song und samplest dieses “Magst du EstA” -Ding, weil du siehst unter jedem Post, den ich mache “Magst du EstA?” , blabla, seine Schwester – und hab gedacht, okay, gehst dem Ganzen jetzt entgegen und ja, der Song kam super an. Hab dann ‘n spontanes Video dazu gedreht. Wunderbar!

Kam von Money Boy eine Reaktion darauf?

Ich glaube nicht, nee. Ich hab’s ihm dann auch getwittert, aber da kam noch nichts. Aber ich bin mir sicher, dass er es gesehen hat.

Du hast in vorherigen Interviews schon erwähnt, dass “BestA” ein autobiographisches Album ist. Du hast sehr viele persönliche Themen darin angesprochen. Was war für dich das ausschlaggebende Thema für dieses Album?

Das Ding ist, der Prozess des Schreibens lief schon seit zwei Jahren. Ich hab ziemlich schnell nach dem ersten Album angefangen, daran zu arbeiten und das war dann so ’ne Entwicklung. Ich hab da schon Tracks aufgenommen, einige Lieder auch wieder verworfen. Es sind jetzt 16 Songs drauf. Klar, man entwickelt sich weiter, ich versuche auch immer, viele persönliche Sachen mit reinzubringen und emotionale Themen zu verarbeiten und gerade so Songs wie “Freundeskreis”, also das war von Anfang an klar, dass sowas drauf kommen wird, weil mir das einfach sehr wichtig ist. “So bin ich nicht”, auch ein sehr autobiographischer Song, aber das sind dann auch reine Albumsongs. Ich glaube, wenn ich jetzt auftrete, dann werde ich das Ganze nicht spielen. Das sind gute Albumsongs, aber für live – es ist cool, hinter die Kulissen zu blicken, was bei mir so im Kopf abgeht, wie so meine Gedankengänge sind, aber ich glaube, für live ist das nichts.

Du sagtest, du willst nach deinem Bachelor nun den Master machen. War dein Studium mit dafür verantwortlich, dass dein zweites Album so lange gedauert hat?

Nee, das hat auch damit zu tun, dass ich mich von der Halunkenbande getrennt hab und ja genau, zwischendurch hab ich dann noch die Bachelorarbeit geschrieben und mir dann auch nochmal drei Monate ‘ne Auszeit genommen und mich dann bisschen auf’s Studium konzentriert, zur Abwechslung mal. (grinst) Aber ich war ja immer wieder im Studio in Hamburg, paar Sachen aufgenommen.

Welche Art von Rap hat dich eigentlich am meisten geprägt?

(überlegt) Ja, also geprägt hat Rap denke ich Berlin am meisten, ganz klar.

Für dich persönlich auch?

Aggro Berlin! Ansage Nummer 3! Die ganzen Sachen, ey. Auch Pi und so Geschichten. Das war schon meins und ja, damit hat’s bei mir angefangen mit Rap. Deshalb vielleicht auch so diese Aggro-Schiene, weißt du.

Aber das ist stilistisch ja schon ein krasser Kontrast zu dem, was du jetzt machst.

Ich bin privat komplett für alles offen, nicht unbedingt nur Battle-Rap. So ruhige Sachen feier ich auch. Das Ding ist ja, die Leute kannten das gar nicht von mir, bis zu dem VBT. Aber zum Beispiel im Outro sag ich auch, ich hab den ersten deepen Song für meine Ex geschrieben und ich hab schon immer so Songs gemacht während dem Battlen, nur die hab‘ ich nicht veröffentlicht. Also es gibt auch den soften EstA (lacht). Es kommt halt auch immer darauf an, auf was ich Bock hab. Ich hatte halt Bock, das VBT Ding durchzuziehen, hab mir das mehrfach gegeben und nach 40 Battlerunden hast du halt auch keinen Bock mehr, nur so Hurensohn-Rap zu machen. Dann kam ich mit einem eher softeren Album um die Ecke und das jetzige Album ist ja eher so ‘n Mittelding geworden. Gut durchmischt. Und das war auch genau der Hintergedanke. Vielseitigkeit zeigen. Ich kann alles, ich kann deep schreiben und ich kann “in die Fresse” und auch irgendwelche Thementracks schreiben. Das finde ich auch viel interessanter. Guck mal, dann hörst du dir andere Rapper an und denkst dir so “Okay, die Titel kann ich jetzt einfach austauschen. Macht eh nichts aus, weil sich jeder Track komplett gleich anhört.“ Und da ist aber auch krass zum Beispiel, das können viele Produzenten finde ich zum Beispiel nicht. Ich kann selbst keine Beats bauen, ich will mich jetzt nicht so weit aus dem Fenster lehnen, aber mir fällt das immer wieder auf, da hast du einfach so ‘n mit 15 Songs vollgepacktes Album und irgendwie hört sich jeder Beat gleich an. Und das kann ein Sinch zum Beispiel krass. Ich hab einen Song wie “Freundeskreis” drauf und “Was da los” , das ist komplett was anderes. Und das macht’s halt wieder interessant für mich.

Im Rückblick: Was war bisher deine beste Entscheidung in deiner Karriere und was war deine schlechteste Entscheidung?

Krasse Frage – sehr gute Frage. (überlegt) – Meine beste Entscheidung war, so hartnäckig dran zu bleiben. Weil ich muss sagen, dann bin ich bei HB ausgestiegen, klar, das Album hat schon bestanden teilweise und ich hab daran weiter gearbeitet und dann wurde das mit dem Studium auch bisschen viel und dann überlegst du dir halt doch, hinsetzen, dies und das. Im Endeffekt hätte ich alles unter einen Hut kriegen können, aber ich glaube, die beste Entscheidung war, einfach weiter zu machen. Weil ich einfach sehr stolz auf das neue Album jetzt bin. Und das ist dann geil, weißt. Wenn du’s dann hörst und denkst “Zum Glück hab ich weitergemacht”. Das war meine beste Entscheidung. Meine schlechteste Entscheidung… (überlegt), weiß ich jetzt gar nicht..

Was bereust du?

Was ich bereue? Ich versuche immer, nichts zu bereuen.

Aber über gewisse Entscheidungen macht man sich doch zumindest nochmal Gedanken, oder?

Klar! Was mich bisher ärgert, sind die ersten Interviews, als ich dann so nervös war. Klar, du kannst es nicht lernen. Das war auch hier bei rap.de, zum Glück war das kein Video-Interview, ich hab da gesessen, kleiner Typ so, klar wirst du da erst so reingeworfen in dieses Rap-Haifischbecken, aber ich weiß noch nicht, ob ich das bereue. Das gehört einfach zur Entwicklung dazu. Ich weiß gar nicht, ich bereue eigentlich relativ wenig. Ich versuche immer alles so zu gestalten, dass ich im Endeffekt nichts bereue. Klar, privat bereue ich auf jeden Fall ‘n paar Sachen, aber nicht so in der Rap Karriere.

Vielleicht etwas in Bezug auf die Halunkenbande?

(überlegt) Nö! Eigentlich nicht. Also ich bin komplett damit zufrieden mit der Entscheidung, dort nicht mehr den Vertrag verlängert zu haben. Ich hab mir da echt lange Gedanken gemacht und im Endeffekt war’s die richtige Entscheidung.

Warum hast du da einen Schlussstrich gezogen?

Ich hab gesagt, ich will nicht den Vertrag verlängern, das ging dort über drei Releases, zum Schluss hat sich das ja schon ein bisschen angekündigt – ich war auf dem zweiten Sampler nicht mehr so krass vertreten, aber ich hab auch für mich gedacht “Nee, EstA, man muss auch ‘n bisschen langfristiger denken und in zwei Jahren sehe ich mich nicht mehr da.” Am Anfang fand ich’s auch interessant, dieser Gangsta Rap und dann kommt der deutsche Junge zur Gangsta Rap-Schiene. Wir haben auch so ne Base kreiert, unser eigenes Ding durchgezogen, aber auf Dauer, hab ich dann so gemerkt, ist das nicht so meine Welt. Ich mach dann lieber mein eigenes Ding.

War das für dich eigentlich absehbar, dass du wieder einsteigst oder hattest du in deiner Pause auch daran gedacht, mit Rap aufzuhören?

Das hab‘ ich auch noch nie in Interviews so offen gesagt, aber klar hat man so seine Absacker und Downs und klar machst du dir Gedanken – du warst zweieinhalb Jahre weg, mal sehen was passiert, weißte. Nachher ist’s n kompletter Flop und keiner hat Bock. Du warst mal auf so ‘nem geilen Level, VBT mitgenommen, erstes Album auf 11, also ich mach mir keinen Druck, aber du machst dir natürlich Gedanken, ganz klar. Aber jetzt mittlerweile, ich hab Bock, ist jetzt noch knapp ’ne Woche zum Release und ich bin gespannt, was noch kommt. Ich hätte nicht gedacht, dass sie das so gut annehmen.

Wo siehst du dich in fünf Jahren? Manche Menschen haben doch so’n Fünf-Jahres-Plan…

Ja, ich nicht, ich lebe eher so in den nächsten Tag. Klar, gerne hab ich ‘n Plan, aber wäre jetzt auch nicht schlimm, wenn ich gar keinen Plan hab. So ‘n Zwischending vielleicht. Also ich bin kein Plan-Mensch, ich bin eher, ja, Risiko so ‘n bisschen, aber ich würde jetzt nicht sagen, muss jetzt alles auf eine Karte. In fünf Jahren… da bin ich ja schon über dreißig (lacht).

Aber immer noch im Rapgame?

Immer noch im Rapgame, hoffentlich. Das ist meine Leidenschaft des Lebens.

Eher Ingenieur oder Rapper?

Rappender Ingenieur, wenn dann. Obwohl ich heute wieder bei Disslike gemerkt hab, wenn man Student ist, dann is das doch bisschen verpönt in der Rapszene, weil dann ist man nicht mehr real. (lacht) Sagen die so “Geh mal weg mit dem rappenden scheiß Student” (lacht). Dann denke ich mir “Ey, ganz ehrlich, wenn du da sitzt und nich mal ’n Hauptschulabschluss hast und ich dich nachher finanziere – mach dich mal locker, Dicker!“ .

Du hast dich ja bestimmt vor den ganzen Interviews auf einige Fragen vorbereitet und einige haben sich bestimmt auch schon wiederholt…

Jetzt kommt ‘ne ganz andere.

Nee. Aber gibt’s ne Frage, auf die du dich vorbereitet hast, aber die bisher noch nicht kam?

Schwer.  Ja, du hast jetzt das Album gehört und hast dich dementsprechend vorbereitet. Manchmal finde ich’s irgendwie schade, wenn Leute einfach gar keine Ahnung haben. (überlegt). Nee, dann kommt oft noch so “Bist du politisch am Start?

Bist du religiös?

Die Frage wurde mir noch nicht gestellt. Also, ich gehe an Weihnachten in die Kirche. Aber das mach ich so aus Familientradition. Schön Lieder singen mit Oma und Opa, das ist schon seit Jahren drin.

Okay, stellen wir die Frage anders: Bist du gläubig? Um gläubig zu sein, braucht man ja keine Kirche.

Nee, auch eher nicht. Also ich find ‘s schön, Glaube ist was Gutes, kann einem Kraft geben auf jeden Fall und ich finde es auch gut, an was Höheres zu glauben, aber ja, ich glaube an mich selbst, das reicht. Nee, ich würde mich jetzt nich als gläubig bezeichnen. Außer das Familiending.

Deine Familie ist gläubig?

Mein Vater ist streng katholisch.

Wie sieht dann deine Familie das, dass du rappst? Gerade mit einem streng katholischen Vater, lässt sich das vereinbaren?

Ja, die sind komplett lässig drauf. Die sind auch beide Lehrer und die supporten das komplett. Also, die sind lässig. Klar, feiern die nich alle Texte. Denken sich manchmal auch “Okay, okay, schon wieder ‘Hurensohn’” , aber die sind lässig drauf und ich hab da auf jeden Fall den kompletten Family-Support.

Willst du noch was loswerden?

Erstmal vielen Dank für das Interview! 12.02., „BestA“ ! Zieht’s euch rein, hört’s euch an. Selbst wenn euch das erste Album nicht gefallen hat, hört’s mal an, ich werde euch da nicht enttäuschen.

Megaloh – Vers III [Video]

Vers III: Mit einem weiteren „Vers“ stimmt Megaloh auf sein kommendes Album „Regenmacher“ ein. Und das wird nicht viel weniger als großartig, so viel machen das erste Video und die kurzen Kostproben schon klar. Hier geht es zu unserem ausführlichen Videointerview mit Mega.

Megaloh – Regenmacher
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