Review: Kollegah & Farid Bang – Jung Brutal Gutaussehend 3

Die legendäre „JBG“-Trilogie findet ihren Abschluss. Irgendwie wurde das auch Zeit: „Jung“ sind die beiden Protagonisten nicht mehr unbedingt. Seit dem Erstling sind nunmehr acht Jahre ins Land gezogen. Ob die beiden „Brutal“ sind oder es jemals waren, darüber kann ich glücklicherweise keine Auskunft geben. Und ob das Duo „Gutaussehend“ ist, das ist wohl eine Frage des subjektiven Geschmacks – die eingeölten Adoniskörper lassen aber standesgemäß ihre Muskeln spielen.

Glücklicherweise geht es bei „JBG“ aber traditionell nicht um Realness oder Authentizität. Eigentlich geht es nur um eines: Wahnwitzig überzeichnete Disses in alle denkbaren Himmelsrichtungen. Dabei stehen ganz klar die verkopften Texte im Vordergrund. „Verkopft“ natürlich nicht, weil sich hier inhaltlich über irgendetwas Gedanken gemacht wurde – „JBG“ bleibt primitiv wie eh und je. Doch auf rhetorischer Ebene bleibt hier kaum eine Zeile ohne Hintergedanken. Das Gewirr aus Wie-Vergleichen und Wortspielen wurde von A bis Z durchkonstruiert, wie man es eben von Kollegah und Farid Bang gewohnt ist.

Ist doch geil! Ein unterhaltsames, durchdachtes Punchline-Massaker!

Nicht wirklich. Es mag auf eine Art erfrischend sein, dass der Fokus vollständig auf den Texten liegt. Insbesondere 2017 ist das fast schon ungewöhnlich, herrschte dieses Jahr doch ein klarer Fokus auf wohlklingende Melodien vor. Lyrische Finesse verkam zum Nebendarsteller. Kolle und Farid stellen sich entschieden gegen den Trend. Klingt erstmal löblich, ist aber einfach zu viel des Guten. Die Zeilen klingen umständlich aneinandergereiht, es läuft alles nur auf den nächsten mehrsilbigen Reim, die nächste Punchline hinaus, die irgendwie in diesen Reim eingewoben werden muss. Dadurch entsteht nicht das Gefühl eines zusammenhängenden Songs, stattdessen erweckt alles auf „JBG3“ den Eindruck einer Lustige-Lines-Compilation. Dass auch der Flow und das Gefühl für den Rap selbst dabei zum Nebendarsteller avanciert, liegt in der Natur der Sache.

Es geht halt um den Entertainment-Faktor…

Das ist ja auch in Ordnung. Der Witz ist aber dann halt nach einmal Anhören erzählt. Die Genius-Leaks reichen da fast schon aus. Gerade die zahlreichen Flowfehler sind ein Symptom dieser zweckmäßigen Herangehensweise. Hier wird eine Silbe zu viel in die Zeile gezwängt, da eine zu lange Pause gelassen – das sollte nicht passieren, wenn ein Album dermaßen clean anmuten will wie es „JBG“ tut. Ansonsten wird halt monoton und statisch das Versmaß eingehalten. Am besten klingen da noch die Songs und Passagen, in denen Kollegah und Farid sich geschickt die Bälle zuspielen und sich während der Parts oder sogar innerhalb einzelner Zeilen abwechseln. Das kaschiert die Kontextlosigkeit der einzelnen Zeilen sowie raptechnische Unzulänglichkeiten ausreichend, zeigt aber auch darüber hinaus, wie eine dynamische Kollabo aufgebaut sein sollte. Ansonsten plätschert das Ganze aus musikalischer Sicht aber recht öde und unbeholfen vor sich hin.

Die Beats sind doch krass!

Gut produziert sind sie auf jeden Fall, keine Frage! Die zahlreichen Produzenten verstehen ihr Handwerk allesamt und für sich genommen ist jeder Beat absolut solide. Aber seien wir mal ehrlich: Bleibt irgendein Beat so richtig im Kopf? Bis auf das überraschend handzahme „Massephase“-Instrumental und das druckvoll treibende Drum-Arrangement, das Gee Futuristic auf „Rap wieder Rap“ gezaubert hat, ist das Mischmasch aus cineastischen Violinen und epischen Engelschören trotz seiner orchestralen Inszenierung auf Albumlänge eher ein belangloser Unterbau, der halt irgendwie berappt werden will. Selbst die Beats sind hier eben nur Mittel zum Zweck: Zu viel Raum dürfen sie sich nicht nehmen, sonst geraten die Punchlines in den Hintergrund – und die sind der einzig relevante Programmpunkt auf „JBG3“.

Hast du an denen etwa auch etwas auszusetzen?

Ja, habe ich leider. Sogar einiges. Aber nicht nur: Lines wie „Ich hab ein großes Herz dank Anabolika-Missbrauch“ funktionieren hervorragend. Hier wurde eine unvorhersehbare Pointe platziert, die auf smarte und wortverspielte Art zündet, ohne den Hörfluss auszubremsen. „JBG heißt Kampfanzüge statt Anglerhüte und Schwammkostüme“ – auch das macht richtig Spaß, in diesem Falle tragen die locker aus dem Handgelenk geschossenen Reime die dezente Pointe. In den meisten Fällen sieht das aber leider so aus: „Ramm das Butterfly in Laas, wenn ich Hass-Attacken hab / Wie Sido, wenn er wieder mal daheim den Abwasch machen darf“. Oder so: „Ich dacht‘ es gibt kein Schweinefleisch bei Papa Ari, yeah / Doch als ich rein ging, dacht‘ ich ‚Was macht dann Ali hier?'“. Oder halt so: „Schreibt man Laas in die Suchfunktion / Dann fragt Google bloß, ‚Meinten Sie Hurensohn?'“

Du hast jetzt extra die schlechtesten Zeilen rausgesucht. Das sind halt Füller-Lines. Die hat doch jedes Album.

Sorry, aber stimmt nicht. „Baller‘ mit MGs Blei, mach den Weg frei / Oder alle deine Leute beißen in den Gehsteig, JBG 3“ oder „Schieß ruhig Bullets auf mich, ich schlag‘ sie per Baseballbat zurück auf dich / Bis dein Face komplett zerstückelt ist und du reglos in ’ner Pfütze sitzt“ – so sehen hier die Filler aus. Genau wie einsilbige Schimpfworte, etwa „Spast“ oder „Bitch“, die gerne mal kontextlos ans Zeilenende gehängt werden, um einen passenden Reim zu erschaffen („Mission, Spast / Großstadt“ usw.).

Neben diesem Füllmaterial machen Lines wie die oben zitierten einen Großteil des Albums aus. Dass Ali Bumaye fett ist, hat der schon selbst auf seinem 2015er Album „Fette Unterhaltung“ erkannt und zu haufenweise Punchlines verwurstet. Dass die beiden jungen, brutalen, gutaussehenden Herren das jetzt noch mal in 1000 Wie-Vergleichen aufwärmen müssen, ist so wenig spektakulär, wie dass Bushido leidenschaftlicher WoW-Zocker und Shindy eitel ist. Die EGJ-Fronts klingen eher wie eine Mikrowellen-Version von Kay Ones „Tag des Jüngsten Gerichts“. Dafür, dass die Rivalen hier nicht ernsthaft getroffen, sondern eher durch den Kakao gezogen werden sollen, sind die Kalauer einfach nicht unterhaltsam genug. Die paar wirklich guten Lines, die es ja durchaus gibt, reichen bei weitem nicht, um ein Album, das sich komplett auf seine Texte beruft, zu tragen. Wie-Vergleiche, wahllose Disses und Tabubrüche ziehen 2017 einfach nicht mehr.

Genau das ist doch das geile an „JBG“: Boss und Banger scheißen auf Trends und bleiben ihrer Schiene treu!

Ja, theoretisch könnte das wirklich erfrischend sein. Praktisch hat das aber weder einen Retro-Charme, noch wird sich auf irgendwelche Stärken besonnen, die man heute vermisst. Das Steckenpferd dieser Trilogie ist einfach nur noch fad. „JBG3“ ist ein Kaugummi, der keinen Geschmack mehr hat. Die Kiefer mahlen aber immer noch energisch. Braucht wirklich noch jemand einen Doubletime-Part? Wir wissen doch, dass ihr schnell rappen könnt. So geil klingt das nicht und wenn dann auch noch „Ballermänner“ und eine „Billige Bitch“, quasi die Pendants zu den Freestyle-Fillern „Ich weiß genau“ und „Ich komme rein“, erwähnt werden, dann ist das dermaßen überholt, dass man den Part vielleicht lieber einem Archäologen übergeben sollte. Selbiges gilt für Relikte wie Silbenzähler-Reime und dreist kalkulierte Tabubrüche.

Jetzt fang nicht damit an, du Mimimi-Moralapostel!

Keine Sorge, ich lasse hier nicht den SJW raushängen. Das Problem bei den Zeilen ist nicht der moralische Aspekt – zumindest nicht primär – sondern der künstlerische. Diese makaberen Zeilen, die irgendwo zwischen Vergewaltigungs-Witzen und Rassismus changieren, sind nämlich meistens nichts als ein stumpfer Schocker. Keine Pointe, kein doppelter Boden, kein schwarzer Humor – „Bitches nehmen sich nur was raus, wenn ich sie zur Abtreibung zwing“ ist ein absolut schwacher Wortwitz, aber Hauptsache das Triggerwort „Abtreibung“ kommt unter. Ebenso „Ficke deine Mutter heute Syrer-mäßig“.

Wenn die Tränen von „Sidos Scheiß-Flittchen“ dann „als Gleitmittel“ benutzt werden, ist spätestens klar: Hier will man um der Übertreibung willen übertreiben. Das Problem dabei: Wen schockiert das 2017 noch? Wen schockiert Kollegah, wenn er sich den Kosenamen Josef Stalin gibt, nachdem Hollywood Hank, Orgi, Favorite & co die „Ich bin Hitler“-Nummer schon anno dazumal durchgespielt haben?

Du hast doch mitgekriegt, dass sich wieder alle aufgeregt haben. Also klappt es!

Es klappt aber nicht, weil die Lines so schockierend sind. Nicht mal Farids geschmacklose Auschwitz-Line auf dem Bonustrack „0815“ ringt irgendwem mehr als ein müdes „oh“ ab. Niemand steht mit offenem Mund da und fragt sich, ob die das gerade wirklich gesagt haben. Es gibt einen Aufschrei, weil es einfach widerlich ist, solche Sprüche rauszuhauen, nur um sein fades Album aussehen zu lassen wie eine mutige, tabulose Grenzüberschreitung.

Wir haben 2017, da macht kein aufgeklärter Mensch mehr Judenwitze in der Öffentlichkeit. Dass es hier trotzdem passiert, zeigt nur, wie krampfhaft Kollegah und Farid Bang anecken wollen, um ihrem Ruf gerecht zu werden – dabei spielt die Grenze des guten Geschmacks genauso wenig eine Rolle, wie die Qualität der Lines. Die sind nur Mittel zum Zweck, um sich als respektlose Kerle mit losem Mundwerk und lässig-niedriger Hemmschwelle zu inszenieren. Das ist aber verdammt offensichtlich und berechenbar. Ich bin über keine der Lines bestürzt – alles schon tausend Mal gehört, damals sogar teilweise für lustig befunden – ich finde es nur peinlich, wie erzwungen und substanzlos hier Grenzen überschritten werden.

Ich finde „JBG3“ trotzdem geil. Kolle und Farid machen es genau wie damals und haben vor nichts und niemandem Respekt.

Darfst du auch. Und ich darf dir sagen, was ich daran scheiße finde: Mich stört einfach alles daran. „JBG3“ ist ein Anachronismus, den heutzutage keiner mehr braucht. Das Album baut auf lustige Wie-Vergleiche, Doubletime-Passagen, epische Chor-Beats, Tabubrüche und Rundum-Disses. Was davon ist bitte noch nicht durchgespielt? Außer dem kultigen Namen gibt es keinen Grund, sich dieses Album geben – die beiden rappen ja nicht mal ansatzweise gut. Klar, zuweilen sind die Zeilen unterhaltsam und beim ersten Anhören hatte ich auch stellenweise Spaß.

Aber von Mal zu Mal – und leider habe ich es wahrscheinlich öfter gehört als die meisten Fans – wurde es weniger. Der gesamte Witz ist nach dem ersten Durchgang erzählt, danach schnappt man ab und zu noch eine nette Line auf und versteht beispielsweise, was mit dem „schicke Emojis / ihm OGs“-Wortspiel gemeint war, aber dann ist auch gut. Der Beat-Einheitsbrei und die holprigen, steifen Flows halten definitiv nicht länger bei Stange. „Jung Brutal Gutaussehend 3“ macht schlichtweg nichts Neues – und fast nichts gut.

37 KOMMENTARE

  1. Super geschrieben – und noch sehr nett! Mein Review fällt kurz aus: „Zwei Minusmenschen veröffentlichen wieder ein irrelevantes Album für Studenten und kleine Jungs mit Identifikationsproblemen.“

  2. Teile die Meinung: beim ersten Mal hören hat JBG3 durchaus Bock gemacht. Aber je öfter ich das Album einlege, umso mehr Songs muss ich skippen. Kaum ein Beat oder eine Punchline, die wirklich rausstechen, alles sehr kalkuliert und repetitiv. Gönne Farid und Kolle den Erfolg, aber der ist kein Gradmesser für Qualität. Super Review von Skinny.

  3. Die Deutschrapszene ist im Moment echt fast nur noch für kleine, 18-jährige Jungs, die den dicken Larry markieren wollen und sich genau so versuchen zu kleiden und zu verhalten wie ihre vermeintlichen Helden in den Musikvideos.
    Es ist traurig zu sehen, wie viele es davon gibt, es bringt mich jedes Mal extrem zum fremdschämen aber irgendwann werden auch diese Leute ihr jetziges Verhalten und ihren „Geschmack“ peinlich finden und das ist auch völlig normal. Man wird eben langsam erwachsen und älter. In meiner unmittelbaren Umgebung sind die ältesten die JBG hören und für gut befinden Mitte 20. Ich hoffe, sie kommen bald aus der pubertären Findungsphase raus, denn es ist peinlich anzusehen, wie diese Jungs denken, dass das richtiger Rap sei und das obwohl sie vom Alter her wissen müssten, wie richtiger Rap geht. Ist ja erst ein paar Jahre her.

    Viel schlimmer finde ich noch die Kinder, die diese Trap-Bewegung abfeiern rund um Miami Yacine, KMN-Gang usw. Das hat nichts mehr mit Rap und auch nichts mehr mit musikalischem Können zu tun. Lyrische Totalausfälle gepaart mit einem Interpret, der kein Gespür für Musik hat und auch über jeden Gesang eine Autotune-Spur legen muss, um sein Nichtskönnen zu vertuschen. Die Kiddies, die das abfeiern tun mir echt Leid. Sie werden nie wissen, was gute Musik ist, solange diese Phase anhält. Bin echt froh und dankbar, dass ich mit qualitativ extrem viel höherer Musik gross geworden bin.

    Das JBG3-Album ist also in der momentanen Rap-Landschaft noch das geringere Übel aber trotzdem darf man unter Berücksichtigung aller vier Elemente des Hip Hop keine gute Bewertung abgeben, wenn man wirklich etwas verstanden hat und ein Vertreter des Rap sein möchte. Aus diesem Grund bekommt das JBG3-Album die folgende Bewertung von mir: 3/10 Punkten

    Mit dieser Wertung sind sie noch eher zu gut weggekommen.

    Peace yall

    • Es muss wirklich schlimm für dich sein, dass nicht jeder deinen Geschmack hat. Setz dir doch einfach deine Kopfhörer auf und hör dir den 100ten DJ Premier-Beat an und freu dich wie real du bist.

    • Ich hab zwar kein Bock auf Breakdance, aber Yannick hat dennoch Recht. Besser als Haze-Packs, Pitbulls und Kokain ist Breakdance als Kultursubstanz allemal.

  4. Lieber skinny. …
    Dass du ein überheblicher Typ bist hinter dessen Ausführungen sehr oft heiße Luft steckt hast du spätestens seit deinem Interview mit Hustensaft Jüngling und medimanni bewiesen. Wirklich fast süß finde ich es wie du dir deine eigene Review recht fertigst du hättest das Album öfter gehört als jeder Fan. Denkst du wirklich du könntest es daher besser beurteilen ? Hast du dir schonmal überlegt dass du dir in jeder Review widersprichst und zwar auf plumpe Art und Weise ? Ich finde es auch sehr beachtlich, dass du meinst die Regel aufstellen zu dürfen wer über wen und was Witze machen darf ? Ich bemerke in jeder Zeile deiner wirklich fuchtbar schrecklichen Review wie sehr der Hass gegen das bangercamp in jedem Wort steckt. Ja du und der dicke Olli habt damals mit farid euer Verhältnis nicht gerade mit Zucker begossen aber deshalb jede bangercamp Review schlecht zu schreiben oder gar zu ignorieren ist eine unverschämtheiter und zeugt von sehr schlechtem Journalisten Verständnis. Das erinnert mich doch sehr an Eminem und Benzino……
    Nennung mir doch mal bitte einen Rapper bei dem alle lines eben NICHT zweckmäßig sind. Jeder Rapper und jeder Musiker haben in ihrem Leben schon solche Sätze verwendet und das sollte auch nicht schlimm sein solang der Hauptsatz und der kernSatz geil rüberkommt…..

    Ich wünsche mir wirklich mehr Reviews deren Inhalt ich ernst nehmen kann. ….schon bei der Review zu sillas blockchef habt ihr so schlecht berichtet dass ich sofort gemerkt habe dass ihr das Album nicht mal gehört habt….ausser die soundbeispiele im snippet…..

    Und jetzt das….. wenn ihr das bangercamp und Kollegah ignoriert ist das eure sache…dann macht weiter Berichterstattung über azumjot und tausend andere Rapper die (jetzt mal ernsthaft) keine sau hört und kennt…..aber hört Bitte bitte auf mit diesen schwachsinnigen Sticheleien. ….ihr seid Reporter und Journalisten. …KEINE Rapper…….

    Und lieber skinny eh du dich jetzt über meine teils holprige Formulierung ärgerst…ich schreibe diesen Kommentar auf dem Klo. ……dem Ort an dem wahrscheinlich auch die meisten deiner Reviews entstehen…..

    • Schön, dass du deine kommis auf klo schreibst. Soviel zur Rechtfertigung. Ich für meinen teil hab jetzt nirgend wo gelesen, das skinny regeln aufstellt, über was man witze macht und was nicht. Ich glaube du darfst witze machen über was du möchtest. Wenn du sowas witzig findest….dein ding…aber empathische und anständige Menschen machen keine witze über syrer, dicke Menschen oder deine Mutter

  5. … und das muss man sich anhören von einem Fettsack der sich Skinny nennt (Und Fette sind ja bekanntlich keine Menschen.)
    Naja, die Redaktion von Rap.de wurde ja nicht gestürmt, daher komplett unauthentisches Album.

  6. Ich Stimme grösstenteils zu. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen. Nicht neues. Nichts weltbewegendes. JBG3 Kiddies incoming.

  7. Es ist textlich wahrscheinlich das schwächste jbg aber beat und song technisch sicherlich das beste.
    Haben halt rap.de gefrontet und jetzt muss sich rap. de nicht mehr zwingen, wie bei jedem anderen deutschrap- release gute Mine zum bösen Spiel zu machen. Ist es nicht so?

  8. Nur noch entspreche Endreime hinzufügen und wir haben einen soliden Disstrack. Aber zu sagen, die beiden rappten nicht mal ansatzweise gut, ist schlichtweg nicht nachvollziehbar. Es ist rein handwerklich nahezu einwandfrei. Außerdem wusste das ganze Land, dass es eklig werden würde und keine Innovationen zu erwarten waren. JBG3 dafür zu kritisieren, dass es das ist, was es auch sein soll, erscheint mir unschlüssig. Man kann das Album eigentlich nur an den Maßstäben messen, die seine beiden Vorgänger definiert haben.
    Man würde einen Boxer auch nicht mit einem Fußballer vergleichen, obwohl das beides Sport (Rap) ist. Zudem würde man den Boxer, der nach längerer Pause zu seinem dritten Titelkampf antritt, nicht dafür kritisieren oder es als “fad” bezeichnen, dass er mal wieder nur Haken und schnelle Geraden abfeuert, wenn ihm ebend diese Schläge Erfolg gebracht haben. Man könnte auch den Film Rambo 3 als Beispiel nehmen(Ja, ja, nicht die besten Vergleiche)
    Ich denke, man kann es halt nur mögen oder eben nicht. Skinny mag Es nicht, was voll ok ist. Doch es für das zu kritisieren, was es zu sein hat, ist die falsche Perspektive. Skinny kann natürlich Kritik an JBG als Ganzes üben. Geschmacklosigkeiten, Wortwitze, vergleiche, Doubletimes, Flow, etc. kann man und sollte man kritisch bewerten, aber er setzt den dritten Teil in den “Gesamt-Deutschrap”-Kontext, obwohl dieses Album ein absoluter Sonderling ist. Doubletimes sind vll nicht mehr zeitgemäß, aber sie gehören, wenn auch immer knapp dosiert, selbstverständlich zu JBG und den beiden Artists und man wäre eher verwundert gewesen, wenn schnelles spitten ausgeblieben wäre. Es ist gewollt primitiv, wie auch seine Vorgänger und er kritisiert Lines wie “Schreibt man Laas in die Suchfunktion / Dann fragt Google bloß, ‚Meinten Sie Hurensohn?’“. Dann kritisiere bitte das ganze “Wesen” von JBG und tu nicht so, als ob du einen traplastigen sound mit einsilbigen Reimen im dritten Teil erwartet hättest.

    Tüss

  9. Und ich bin mal gespannt ob mein Comment hier veröffentlicht wird, weil die letzten 3 wurden es nicht. Das nenne ich Trandparenz liebes RapDe

  10. Dad das 2017 nichtmehr zieht würd ich nicht sagen.
    Weil wär ja falsch guck einfach mal auf die verkaufszahlen die sprechen für sich.
    Jeder wusste was auf jbg3 passiert.
    Nur weil du paar mal gedisst wurdest und dieses magazin das nicht viel besser berichtet wie die bild.

  11. habe iwann aufgehört die sehr einseitige Review zu lesen. das ist verbitterung, kein seriöser journalismus. rap.de hat einen leser/besucher weniger…

  12. Review trifft voll zu. Finde ich stark von Skinny. Ein Zeichen für guten, unabhängigen Musikjournalismus. Wer denkt Rap.de will sich für Disses rächnen, hat echt den Schuß nicht gehört und noch nie was von Skinny gelesen. Das kommt mir auch eher wie eine Affekthandlung von Fanboys vor, was manche hier schreiben. Allgood hat JBG noch mehr zerrissen. Damit ist meine Hip-Hop Welt wieder im Lot. Rap.de und Allgood sind die letzten »Kritiker« die man im Rapjournalismus noch ernst nehmen kann.

  13. Schlimmste „Meinung“ von Kommentaren her: Die Verkaufszahlen geben ihnen Recht. Mannmannmann. Mario Barth ist dann auch der lustigste Komiker, Bushido der krasseste MC und Dieter Bohlen der King-Producer. Ikea hat die besten Möbel und McDonalds ist das beste Restaurant. Verkaufszahlen zeigen lediglich wie dumm die breite Masse wirklich ist. Autotune-Straßenrap ist großteils das gleiche wie Fanta 4 in den 90ern – nur in neuem Gewand. Deshalb ist dieser Klickzahlen-Talk der sogenannten Rapjournalisten (Meistens eher Eierleckende Promo-Plattform) auch wegweisend gewesen für Autotune Gejaule, Poprap und schrott Lyrics. Skinny hat voll Recht. Die Kids haben durch schmeichelnde Kasper wie Rooz so hart verlernt was Musikkritik eigentlich ist. Skinny muss hier sogar gezielt Angriffsfläche vorweg nehmen, was im sonstigen Journalismus abseits von Rap gar nicht notwendig ist. Die Journalisten im Rap können einem leid tun. Gut gemachte Texte prallen hier oft auf eine breite Masse verpickelter, halbstarker Schulhofkings und welche, die es werden wollen. Die aber den Ton angeben, mit Klicks nach 13 Uhr, wenn Schule aus ist.

  14. Lieber ein ignoranter Verriss (was nicht auf Skinnys Review bezogen ist), als ein weiteres Abnicken, Lecken, Durchwinken mit nur einem Ziel: Likes, Follower, Standing bei den Rappern. Durch das lesen einer solchen Zerpflückung wird man geschult auf strenge Qualitätskriterien und inhaltliches Reflexionsvermögen. Man muss das inhaltlich gar nicht voll teilen. Aber Antworten sollte man darauf wenigstens auf einem ähnlichen Level. Stattdessen schreibt hier einer Olli = Skinny.

  15. line compli trifft es gut…kolles stimmlage, aussprache und flow sind leider neuer tiefpunkt fuer ihn, ohne pepp hat kolle einfach bel abgebaut, jahr fuer jahr mehr…uebrigens gute angriffsflaeche fuer einen artikel, das er auf drogen viel viel besser gerappt hat ist ihm bestimmt ordentlich unangenehm..wurde ja komischerweise (obwohl fuer langjaehrige kollefans offensichtlich) noch nie von journalisten aufgegriffen

  16. die anzahl der kommentare hier, zeigt, im gegensatz zu der anzahl verkaufter alben, dass hier ein gutes, da kontrovers diskutierbares review geschrieben wurde. ich tippe ohne das album gehört zu haben (werde ich aber noch, keine sorge) darauf, dass ich es ähnlich sehen werde. kollegah hatte schon mehrmals vor die zuhälternummer abzuschließen und was neues anzufangen. das album ist das ende der trilogie. jetzt ist also raum für was neues, ich würde mich freuen, mal was neues von ihm. echte musik, echter rap, nicht nur theater. und wenn kolle dann noch irgendwann die evolutionstheorie so erklärt bekommt, dass er sie versteht, freue ich mich noch mehr.

  17. Musik von Schwachmaten für Schwachmaten. Gute Review, beim nächsten mal aber vielleicht am besten gar keine Review. Menschen, die mit „Vergewaltigungswitzen und Rassismus“ schockieren wollen, sollte man evtl erst gar keine Bühne geben.

  18. gute review aber eigentlich Perlen vor die Säue, denn diesen Müll auf tonträgern sollte man einfach ignorieren und nicht noch mehr Aufmerksamkeit verschaffen!

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