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Review: Mädness & Döll – Ich und mein Bruder

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Eine Review dient für gewöhnlich dazu, ein Album tiefergehend zu behandeln. Unter der Oberfläche zu graben und das nicht direkt ersichtliche zu Tage zu fördern. Sie soll die Höhen und Tiefen eines Projekts behandeln, es wenn möglich loben und wenn nötig kritisieren, es auf Herz und Nieren prüfen und möglichst umfassend ausleuchten. Und in vielen Fällen kann man sich dann allein stundenlang mit der Suche nach dem berühmt berüchtigten roten Faden beschäftigen.

Das Problem ist nur, dass man all diese Werkzeuge selten so schlecht auf ein HipHop-Release anwenden konnte, wie auf das hier vorliegende Album „ich und mein Bruder“ von Mädness und Döll. Das Bruderpaar, bürgerlich Marco und Fabian, haben lange mit einem gemeinsamen Projekt auf sich warten lassen, beim jüngeren Döll lag in letzter Zeit sogar vermehrt die Befürchtung nahe, dass da schlimmstenfalls nie wieder was kommen könnte. Nun sendet das Duo allerdings doch und auf umso elegantere Weise mit Hilfe hessischer Mundart at it‘s best zeitgerechte Shoutouts an die Zwillinge Stieber, die ihre Familie schon vor mehr als zwei Dekaden zur Rapkombo umfunktionierten.

Ähnlich wie einst Martin „Jekyl“ und Christian „Hyde“ ergänzen sich auch Mädness und Döll an vielen Stellen der Platte ideal, ihre Stile und Texte hören sich im Zusammenspiel beinahe so harmonisch an, als hätten die beiden nie unabhängig voneinander Musik gemacht, sondern bereits ihr ganzes Leben wie Zahnräder ineinander gegriffen. Auch wenn es sich schräg anhört: dieses Album ist in meinem Augen definitiv zu rund für eine inhaltlich fokussierte Review. Erstens, weil ich ehrlich gesagt das Gefühl habe, dass nach dem Anhören der Platte bereits alles gesagt ist. Zweitens, weil diese verflixte Scheibe ja eh dazu im Stande ist, ein wirklich hohes Level vorzugeben und konsequent zu halten, ohne dabei relevante Fragen offen zu lassen oder unnötig gekünstelt zu polarisieren.

„Ich und mein Bruder“ ist großartig, ja, fast makellos. Weil es keinerlei offensichtliche Schwächen wie stillose Brüche musikalischer oder inhaltlicher Natur in sich birgt und trotzdem durch Abwechslung glänzen kann. Weil es so ehrlich und unverkrampft, so gar nicht konstruiert ist. Weil es sich weitgehend selbst erklärt, ohne dabei an Anspruch zu entbehren. Und weil eines sicher ist: nämlich, dass man in künftigen Album-oder-Mixtape-Diskussionen diese Scheibe definitiv als Paradebeispiel für Ersteres nennen kann. Hier wurde jede Feinschraube justiert, ohne dass je etwas kaputt gedacht oder zu sehr geglättet wurde.

All das gelingt vor dem Hintergrund, dass ohne Zweifel die akute Gefahr aufkommender Langeweile geboten ist – schließlich wird über eine Dreiviertelstunde aunaufgeregter Seelenstriptease betrieben. Mädness und Döll beweisen mit ihrem neuen Album eindrucksvoll das Gegenteil. „Ich und mein Bruder“ ist ein Zeugnis dafür, dass auch die einfachsten und alltäglichsten Themen spannend und authentisch sein können, wenn sie denn nur in der richtigen Klamotte daherkommen, mit phrasenlosem Tiefgang beackert und zusätzlich hier und da Lösungsansätze angeboten werden.

In der illsutren Liste der Produzenten sind mehrheitlich alte Wegbegleiter der Jungs zu finden, ob Torky Tork, Yassin, Dexter oder Gibmafuffi, was sicherlich auch maßgeblich zum soliden Endprodukt beiträgt. Auch wenn es selten so schwer war, Höhen und Tiefen eines Albums überhaupt definieren zu können, es zu prüfen, geschweige denn es umfassend auszuleuchten, ist doch relativ klar, dass „ich und mein Bruder“ auf alle Fälle das Zeug zum Klassiker hat, gerade aufgrund seines unverkopften roten Fadens.

Sylabil Spill – Allein sein (prod. Choukri)

Mit „Allein sein“ veröffentlicht Sylabil Spill nach „Auf Modus“ die zweite Videoauskopplung seines kommenden Albums „DLWK“.

Das Video zeigt, wie Sylabil Spill nach einem Überfall auf einen Spätkauf (Kiosk, Büdchen, Trinkhalle – was auch immer) wegen eines Schokoriegels im Gefängnis landet und daraufhin überhaupt keine Lust darauf hat, irgendwem auf adäquater Ebene zu begegnen. Nachvollziehbar.

„DLWK“ wird am 14. April über Kopfticker erscheinen. Im Mai geht’s auf „D.L.W.K.“ Tour durch Deutschland.

Ali As gibt Release-Datum für „Insomnia“ bekannt

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„Wie das Cover von „Insomnia“ aussieht und dass es überhaupt irgendwann kommen wird, wissen wir immerhin. Wann genau wir damit rechnen können, ist bisher aber unklar.“ hieß es noch heute Mittag bei unserem Artikel über die erste Single zum Album„Mercedes“.

Nun aber gibt Ali As das Release-Datum von „Insomnia“ bekannt: Das Album soll am 2. Juni über Embassy Of Music (Warner) erscheinen. Zuvor gab es 2015 das Album „Amnesia“ und daraufhin 2016 „Euphoria“.

Unser Redakteur Skinny durfte ein Twitter-Quiz mit dem ungekrönten Twitter-König abhalten und auch welche Alben die Lieblingsalben von einem Ali As sind, hat uns dieser selbst mitgeteilt.

Vor seiner heutigen Single „Mercedes“ erschien auch schon ein weiterer Einblick in die derzeitige Musik von Ali As„Wach“ mit keinem geringeren als Why SL Know Plug als Feature.

Adel Tawil feat. KC Rebell & Summer Cem – Bis hier und noch weiter

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Adel Tawil veröffentlicht ein Video aus seinem neuen Album „So schön anders“. Für „Bis hier und noch weiter“ hat sich der Berliner Sänger die Rapper KC Rebell und Summer Cem ins Boot (bzw. ins Auto) geholt.

Die beiden Feature-Partner sind beim Label Banger Musik und unterstützen den Universal-Artist auf dem von Oliver Sommer produzierten Motivations-Instrumental.

Wie es die Kollaboration erwarten ließ, ist der Song poppig angehaucht und unverhohlen auf Radio-Airplay zugeschnitten. Rebell tanzt im Video mit Adel und rappt darüber, wie viele Steine er schon gezählt hat, die ihm im Weg lagen. Adel hingegen singt darüber, dass Herzen sprechen können und es klug ist, sie ernst zu nehmen. Auch Summer Cem steigt mit einer Gesangspassage in den Song ein und bleibt dem Thema treu.

Das Video zeigt viel Sand, Wüste, tanzende Rapper und einen laufenden Adel Tawil. „So schön anders“ erscheint am 21. April über Island (Universal Music).

Frauenarzt & Taktloss veröffentlichen die Tracklist, Features & Releasedate von „Gott“

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Dass diese Platte je erscheinen würde, war eigentlich, insbesondere nachdem Taktloss letztes Jahr das Ende seiner Rapkarriere verkündete, aus dem Horizont des Möglichen katapultiert – Doch am 26. Mai gibt’s ein Kollabo-Album von Taktloss und Frauenarzt zu hören.

Das gemeinsame Album soll den Titel „Gott“ tragen und über die Labels beider Künstler, Proletik und Fick die Biaaatch Rekordz, erscheinen. Neben dem Cover und dem Releasedate stehen jetzt auch Tracklist und Featuregäste fest:

01 Wir sind GOTT
02 Ich schwöre
03 Kein Geheimnis feat. Sido & Marteria & Prinz Pi
04 Bis sie mich töten
05 Egal was du sagst feat. Burak
06 Jemand muss es tun
07 Was ist los?
08 Es ist Zeit
09 Ich tu nicht viel feat. Jack Orsen
10 Einer klatscht
11 Sag wie es ist
12 Untergrund Rap feat. Lokke
13 Vorhang auf 3 feat. MC Bogy & Corus86 & Justus Jonas
14 Weltuntergang

MC Sadri über „Denkmal“, Samy Deluxe, Straßenrap, Message, Gefängnistour

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MC Sadri aus Hamburg macht das schon paar Jährchen. Als der Großteil der deutschen Straßenrapper noch Päckchen im Kindergarten vertickte, machte der junge Mann schon eine Tour durch mehrere JVAs. Nicht als Insasse, sondern als Rapper. Sein Werdegang erzählt viel über Deutschrap. Wir sprachen mit ihm über sein von Samy Deluxe produziertes Album „Denkmal“, eine nicht sehr wohlwollende Review auf rap.de zu seinem vorletzten Album sowie über das, was Sadri in seiner bisherigen Rapkarriere erlebt und gelernt hat.

Marteria gibt Tracklist und Features von „Roswell“ bekannt

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Gestern erst wurden Titel und Cover von „Roswell“ bekannt, heute wurde schon die erste Single „Aliens“ veröffentlicht, aber damit ist es immer noch nicht genug, denn jetzt stehen sowohl die Tracklist als auch die Featuregäste auf Marterias kommendem Album fest.

Das Album fasst ingesamt zwölf Tracks, von denen zwei mit Featuregästen versehen sind. Zum einen gibt’s die altbekannte MarteriaMiss PlatnumYasha-Kombi auf die Ohren, zum anderen ist Arnim aka. Teutilla von den Beatsteaks in der Hook von „Aliens“ zu hören.

„Roswell“ wird am 26. Mai über Four Music erscheinen.

Tracklist:

01 Roswell
02 Aliens feat. Teutilla
03 Scotty Beam Mich Hoch
04 El Presidente
05 Das Geld Muss Weg
06 Tauchstation
07 Blue Marlin
08 Cadillac
09 Links
10 Große Brüder
11 Skyline mit zwei Türmen
12. Elfenbein feat. Yasha & Miss Platnum

Kontra K – Mehr als ein Job (prod. RAF Camora)

Mit „Mehr als ein Job“ liefert Kontra K nach „Diamanten“ die zweite Videoauskopplung zu seinem kommenden Album „Gute Nacht“.

Schon im letzten Video konnte man erkennen, dass der gebürtige Berliner großen Wert auf bedeutungsstarke Bilder legt. Es geht um das nicht Halt machen Können und Wollen, darum, dieses eine Leben endlich zu nutzen: „Ich bin wie der Wind, für meine Vergangenheit nicht mehr zu greifen“.

„Gute Nacht“ erscheint am 28. April über Four Music und beinhaltet neben „Diamanten“ und „Mehr als ein Job“ 16 weitere Tracks, unter anderem mit Featuregästen wie RAF Camora, Bonez MC und Bausa.

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