Samson Jones präsentiert eine Live-Version seines Clubhits „Fick dich“ . Den Track veröffentlichte Samson im Jahre 2006 noch unter dem Pseudonym Jonesmann. Erst vor kurzem gab es die Videoauskopplung „Welt retten“ , der auch auf seinem anstehenden Album „Angekommen“ erscheint und in dem die Frankfurter Legende auf die großen Probleme unserer Welt verweist. Das Album „Angekommen“ erscheint am 15. April.
Kaveli – Nie ein Gangster [Video]
Während Eko Fresh „Immer Rapper“ und Bushido und Baba Saad „Nie ein Rapper“ waren, war Kaveli „Nie ein Gangster“ – dazu bekennt sich Kaveli ganz offen in seiner gleichnamigen Video-Auskopplung. Der Song ist ziemlich persönlich, melancholisch und selbstreflektierend. „Nie ein Gangster“ stammt aus aus seinem zweiten Album namens „Labyrinth“ , das am 29. April diesen Jahres erscheinen soll.
Ali As – Euphoria [Review]
Ali As hat im Vorfeld nichts unversucht gelassen, um mit „Euphoria“ endlich den Durchbruch zu schaffen. Er versöhnte sich mit denselben Typen, die er letztes Jahr noch als YouTube-Lelleks geschmäht hatte, er veröffentlichte sein erstes Video über den Banger Channel und er schoss mit „Lass sie tanzen“ einen mehr oder weniger offensichtlich auf Radio-Airplay ausgelegten Song ins Netz.
Man könnte also durchaus die Befürchtung haben, dass das Album selbst komplett kommerziell angelegt ist. Dem ist aber – soviel sei vorweggenommen – glücklicherweise nicht so. Vielmehr eröffnet Ali As sein drittes Soloalbum mit „Denkmäler“ und erzählt dem Zuhörer detailliert die Geschichte seiner Eltern: „Zig Milliarden Stories hier ist eine davon/ Papa fuhr über die Grenzen, ganz allein im Waggon/ Alle Habseligkeiten in einem kleinen Karton/ ne Tausend Meilen weite Reise in der Heimat begonnen“ , heißt es dann. Anstatt jedoch die eigene Familiengeschichte auf Songlänge auszudehnen, ballern nur circa eine Minute später wummernde Kicks und schnelle HiHats aus den Boxen, über die der Münchner Dinge rappt wie: „Jubelnde Fanbase, Trubel entsteht/ Frauen machen den String zur Seite, wie Google Translate“ – auf dem gleichen Song wohlgemerkt. Alle Achtung. Und: Diese ersten 3:31 Minuten von „Euphoria“ stehen sinnbildlich für das gesamte Album, denn Ali tut hier immer wieder Dinge, die man so eher nicht erwartet hätte – im Guten, aber manchmal auch im Schlechten.
Als Beispiel für letzteres dient vor allem „Jetzt komm‘ wir“ . Nachdem sich der Künstler auf einem packenden Beat selbstkritisch mit den großen Namen der Weltgeschichte vergleicht, setzt in der Hook ein Kinderchor ein und singt: „Denn es waren schon so viel Menschen vor uns hier an diesem Ort/ Und jetzt kommen wir, malen ein großes buntes Herz auf den Beton“ . Puh. Ali As möchte Epik, mir ist das in diesem Fall aber eindeutig zu kitschig.
Keine zwei Meinungen gibt es allerdings bei der Qualität der Produktionen. ELI vermischt trappige Drums mit unkonventionellen Samples, vereinzelten Reggae-Elementen und kurzen, prägnanten Vocalsamples zu einem Trademarksound, der hervorragend zu Ali As‚ Style passt.
Logischerweise ist nicht jeder Song eine experimentelle Gratwanderung. Manche Tracks sind auch einfach dope. Der großartige Titelsong „Euphoria“ mit Kollegah oder „Dope in der Denim“ zum Beispiel. Dass Ali As ein Lyricist der gehobenen Klasse ist, wird auf „1 Mio Psychos“ ein weiteres Mal eindrucksvoll unterstrichen. Hier beschreibt Ali die Großstadt mit all ihren Facetten, Menschen und Geschichten ausgesprochen treffend. „Tausend tote Träume am Boden der engen Gassen/ Hilferufe verhallen zwischen klobigen Sendemasten/ Nächte werden in rosa getränkt/ Botox-Lächeln für den Kodak-Moment“ . Das Kopfkino wird erneut von einer gesungenen Hook abgerundet, die sich abermals an der schmalen Grenze zwischen Hitpotenzial und zu-viel -gewollt bewegt.
Auf „Euphoria“ wird der mit „Amnesia“ eingeschlagene Weg konsequent weitergeführt und weiterentwickelt. Die Rapskills des Protagonisten werden mit hittigen, manchmal etwas arg poppigen Hooks angereichert und von druckvollen, sehr gut ausproduzierten Beats unterlegt. Das funktioniert in den häufigsten Fällen gut und schafft ein individuelles Soundbild ohne Kopier-Verdacht. Hin und wieder wird die Schraube zwar überdreht, aber mir ist ein Langspieler wie „Euphoria“ , der sich etwas traut und konsequent die eigenen Horizonte erweitert, zehn mal lieber als das x-te Standard Rap-Album mit den gleichen Themen und Soundentwürfen.

Ali As feat. MoTrip – Stempel im Pass (prod. ELI) [Video]
Ali As veröffentlicht heute sein drittes Soloalbum „Euphoria“ . Pünktlich zum Release spendiert der Münchner seiner Hörerschaft das Video zu „Stempel im Pass“ . Die Hook liefert MoTrip, produziert wurde der Song, wie das gesamte Album, von ELI.
Auf einem düsteren Instrumental tut Ali das, was er am besten kann: Punchlines kicken. Die gesungene Hook unterstreicht den Battle-Rap Gedanken: „Ich häng‘ sie ab, genauso handle ich das/ Um mich zu kriegen fehlen die Stempel im Pass“ .

Dendemann – Kein Bock [Video]
In der wöchentlich ausgestrahlten Late-Night-Show „Neo Magazin Royale“ von Jan Böhmermann performt der Hamburger Dendemann regelmäßig neue Songs mit seiner Band Freie Radikale. Diesmal hat der Hamburger allerdings so gar keinen Bock und lässt es den Zuhörer auch wissen: „Kein Bock auf die Meinungsfreiheit/ kein Bock auf die Demokratie/ kein Bock auf die Kein Bock Habenden/ kein Bock auf die Egomanie“ . Dendemann mimt den Bürger, der sich über alles beschwert, aber nichts tut, um etwas zu ändern – und hat auch gleich einen Lösungsvorschlag parat: „Boah was hab ich Bock das du zu Hause richtig zuhörst/ Die Veränderung braucht den Bock von tausend Dickie Schuberts“ .
Cap Kendricks releaset Instumental-Album „Don’t Grow Up“
Edgar Wassers Kollege und Produzent Cap Kendricks releaset heute sein acht Tracks starkes neues Album „Don’t Grow Up“ . Bisher ist er vor allem durch die Produktion des Kollaboalbums „Wir korrigieren 4 Tonnen Stahl mit einer Hand“ mit besagtem Edgar Wasser bekannt, das bereits nach einem Tag ausverkauft war. Sein Album verspricht also einiges. Caps Beats bewegen sich irgendwo zwischen Jazz, Soul und HipHop und bieten damit die perfekte Atmosphäre für ein hoffentlich sonniges Wochenende.
Kay One kündigt neues Album an
Kay One kündigt in einem Video auf seiner Facebook-Seite ein neues Album an, was noch in diesem Jahr erscheinen soll. Laut Kay wird es „das Heftigste“ , was er je geschrieben hat. Titel, Cover, Tracklist sowie ein genaues Release-Date sind noch nicht bekannt.
Schon sein letztes Album „Jung genug um drauf zu scheißen“ sollte laut Aussage des Jungen vom Bodensees den Vorgängern in punkto Härte überlegen sein. Auch unter dem Kürzel „J.G.U.D.Z.S.“ bekannt, erschien es im Sommer 2015 und kam mit Featuregästen wie unter anderem Al-Gear, Sänger Xavier Naidoo und US-Rapper DMX daher. Zu dem Album gibt es auch eine Review von Skinny.
David Floyd feat. Simon den Hartog – Lichtschimmer (Video)
Passend zum Frühlingsanfang vertreibt David Floyd die letzten Nebelschwaden: Um die Zeit bis zum Release seines Debutalbums „Mandala“ am 3. Juni zu verkürzen, veröffentlicht der Kölner Newcomer schonmal das exklusive Video zu „Lichtschimmer“ , für das er sich sogar extra tätowieren ließ. Den Beat zum Track liefert Lex Barkey.










