#unhatewomen kritisiert verbale Gewalt gegen Frauen in Raptexten

In der vergangenen Woche wurde die Initiative „#unhatewomen“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Kampagne, die auf verbale Gewalt gegen Frauen in Songtexten aufmerksam machen soll.

In einem dazugehörigen YouTube-Video lesen mehrere Frauen einzelne sexistische Textzeilen verschiedener Rapsongs der letzten Jahre vor. Die nüchterne Art und Weise des Vortrags lenkt den Fokus dabei auf den Inhalt der Textpassagen. Am Ende des Clips erscheint die Botschaft „Es ist Zeit, etwas zu ändern“, mit dem Verweis auf die eigene Website.

Die Initiative „#unhatewomen“ stammt von Terres de Femmes, einem gemeinnützigen Verein, der sich für ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben von Mädchen und Frauen weltweit einsetzt. Die Organisation fordert die Bundesregierung auf, frauenverachtende Hasskriminalität im Internet aktiv und konsequent zu bekämpfen.

Auch wenn Rap seit jeher davon lebt, die Grenzen der Kunstfreiheit auszutesten, sollte man sich die Frage stellen, ob frauenverachtende Inhalte ein Teil davon sein sollten. Dass das Gesetz das Rappen derartiger Zeilen ermöglicht, heißt nämlich nicht zwingend, dass eine solche auch vor Kritik gefeit ist – denn für das, was man von sich gibt, ist einzig und allein man selbst verantwortlich.