Hinter den Kulissen des Limestone Festivals: Veranstalter Stephan Thanscheidt im Interview (Advertorial)


Es ist für viele die beste Zeit im Jahr: Die Festivalsaison. Stephan Thanscheidt vom Veranstalter FKP Scorpio ist so jemand, der im Hintergrund dafür sorgt, dass alles glatt läuft – von der Vorbereitung bis zum Abbau. Wir sprachen mit ihm über den Job des Veranstalters, die Vorbereitungen eines Festivals und über das Limestone Festival, das in diesem Jahr seine Premiere feiert und gleich mit einer exklusiven Deutschland-Show eines absoluten Megastars aufwartet.

Wie wird man selbst Veranstalter? Was sollte man mitbringen und worauf muss man sich einstellen?

Man sollte eine große Liebe zur Musik mitbringen. Welche Musikrichtung das ist, ist dabei fast vollkommen egal. Wichtig ist, dass man sich in seinem Genre auskennt, denn irgendwo muss man anfangen. Ich habe selbst früher in diversen Bands gespielt. Für diese und weitere Bands von meinen Freunden habe ich irgendwann angefangen, Auftritte zu organisieren.

Man braucht die richtigen Gelegenheiten, wie ich sie auch bekommen habe und so hat es sich bei mir professionalisiert. Es braucht ein bisschen Glück, um den Job am Ende auf einem gewissen Level ausüben zu können; sei es bei einer Konzertagentur oder bei anderen Veranstaltern. Darüber hinaus muss man schließlich Verbindungen knüpfen, um sich sein eigenes Netzwerk aufzubauen. Ein guter Geschäftsmann sollte man sein, denn am Ende ist es auch ein kaufmännischer Job, in dem man gut verhandeln muss, um die richtigen Deals abzuschließen. Des Weiteren sollte man ein großes Organisationstalent haben und den Überblick behalten können. Soziale Fähigkeiten sind immens wichtig, denn man muss mit den Leuten auf Augenhöhe reden können. Egal, ob es die Künstler, das Produktionsteam oder Mitarbeiter der Gastronomie sind.

„Wir setzen in jedem Fall auf Qualität, und so kommen die Gäste auch im nächsten Jahr wieder“

Das Budget ist von Festival zu Festival unterschiedlich. Wie haushaltet man am besten mit dem Budget?

Das Budget eines Festivals teilt sich immer zwischen den Künstlern und der Produktion auf. Wir als Veranstalter geben sehr viel Geld für Künstler aus, weil wir glauben, dass ein Sparprogramm nicht wirklich funktioniert. Gerade weil es so viele Festivals auf dem deutschen Markt gibt. Das Gleiche gilt für die Produktion, da Festivals heute viel mehr sein müssen als Bühne und Bierstand. Heute verlangen unsere Gäste Komfort, guten Service und tolles Essen – was uns als Veranstalter freut, da wir immer neue Ideen ausprobieren können. Insofern sind Festivals deutlich komplexer als es sie es vor zehn Jahren waren. Es ist schlichtweg nicht ratsam, in der Vorbereitung zu sparen. Wir versuchen jedes Mal aufs Neue, das bestmögliche Festival auf die Beine zu stellen, für den bestmöglichen Preis. Wir setzen in jedem Fall auf Qualität, und so kommen die Gäste auch im nächsten Jahr wieder.

Ihr organisiert als Veranstalter viele Festivals wie zum Beispiel das Southside oder das Hurricane Festival. Was ist die allgemeine Idee des neuen Limestone Festivals und was ist anders bei den Vorbereitungen zu diesem Event, das dieses Jahr seine Premiere feiert? 

Wir haben das Limestone Festival mit folgendem Leitsatz überschrieben: „We Are Your Favorite Club – Outdoors”. Konkret heißt das, dass wir die besten und interessantesten Künstler aus dem Urban-, Hip-Hop- und Pop-Bereich unter freiem Himmel präsentieren wollen, ohne auf den Komfort eines Clubs zu verzichten. Dafür sorgen ein sehr schönes und liebevoll gestaltetes Gelände und internationale Top-Acts – unser Ziel ist es, ein komplett neues Festivalerlebnis in genau diesem musikalischen Bereich in Moosburg zu etablieren.

Ein großer Unterschied zu den anderen Festivals ist, dass wir uns beim Limestone Festival als City-Festival verstehen. Das heißt, wir sind direkt am Stadtrand, und wir werden viele Gäste zählen, die uns für eine Nacht aus München besuchen, eben wie einen Club. Camping-Optionen werden natürlich auch angeboten, aber man kann eben beim Limestone Festival easy aus der Stadt pendeln und ein schönes Wochenende haben, ohne Camping und den klassischen Ablauf eines Festivals. Auch musikalisch positioniert sich das Limestone anders als die von dir genannten Festivals. Das sind große, gemischte Mainstream-Festivals, wo auch Hip-Hop stattfindet, genauso wie Metal, Punk oder andere Musikrichtungen. Beim Limestone Festival stehen Hip-Hop oder Urban dagegen im Mittelpunkt. Es ist speziell für eine bestimmte Zielgruppe gemacht, nicht für die breite Masse.

Gibt es eine Geschichte hinter dem Namen des Limestone Festivals?

Das Festivalgelände liegt an einem wunderschönen See mitten in Bayern. Direkt in Moosburg, im Norden von München. Dieser See ist karibisch-blau und hat superschönes Wasser. Am Grund des Sees befindet sich Kalkstein, was auf Englisch Limestone bedeutet. Die Farbe, die er dem Wasser verleiht, hat das gesamte Design inspiriert.

Wie konntet ihr Post Malone für das Limestone Festival gewinnen, und das noch für seinen einzigen Auftritt in Deutschland?

Dass wir Post Malone für unser neues Festival gewinnen konnten – und das noch für seine einzige Show in Deutschland – war eine absolute Sensation und hat mich tierisch gefreut. Ich habe da sehr lange dran gearbeitet und zwischenzeitlich dachte ich schon, dass es nicht mehr klappt. Kurz vor Weihnachten war es dann aber soweit und wir hatten ihn überzeugt. Wir haben ihm erklärt, welche Vision wir für das Festival haben, an welchem besonderen Ort es stattfindet und welche anderen Künstler wir noch im Auge haben. Das hat ihn überzeugt. Wir haben schon lange versucht, mit ihm zusammenzuarbeiten. Aber er ist eben unglaublich gefragt, er war 2019 der meistgestreamte Künstler weltweit. Wie wir alle finden, hat er eines der besten Alben der letzten Jahre veröffentlicht. Wir sind alle große Fans und freuen uns natürlich tierisch, dass das geklappt hat und dass wir in der kurzen Zeit auch noch so viele weitere gute Künstler für uns begeistern konnten. Was aber auch daran liegt, dass Post Malone schon mal da ist und alle merken, dass dieses Festival schon jetzt einen guten Vibe hat. Dass da gerade etwas Großes passiert.

„Es ist am Ende die Balance, die man hinbekommen muss“

Es wurden mit unter anderem Seeed, Kontra K und French Montana viele weitere Acts verkündet. Auf was habt ihr bei der Auswahl der Acts geachtet?

Das Wichtigste für uns beim Booking des Limestone Festivals war, die richtige Mischung präsentieren zu können. Es ist im Allgemeinen sehr wichtig bei einem Festival, die richtige Mixtur aus internationalen und nationalen Künstlern zu finden. Auch eine Mischung aus kleinen und großen Künstlern ist wichtig, damit für jeden etwas dabei ist. Wir haben dieses Mal versucht, sehr international zu buchen. Natürlich sind derzeit unglaublich viele, richtig geile deutsche Rapper am Start, die zu Recht häufig auf der Bühne zu sehen sind. Deshalb wollten wir etwas Besonderes machen und haben dem Ganzen einen etwas internationaleren Charakter gegeben. Nichtsdestotrotz wird es natürlich auch diverse deutsche Künstler geben, die dort performen werden. Es ist am Ende die Balance, die man hinbekommen muss. Wenn das aufgeht, steht am Ende ein sehr erfolgreiches Festival.

Auf manche Dinge wie zum Beispiel das Wetter hat man als Veranstalter keinen Einfluss. Wie handelt man in solch einer unvorhersehbaren Situation?

Man muss auf alles vorbereitet sein und einen Plan B haben. Wir haben ein großes, professionelles Team, das eng mit den Behörden zusammenarbeitet. Wenn es zu einem Unwetter auf einer Open-Air-Veranstaltung kommt, laufen Maßnahmen ab, die sehr genau geplant sind. Unsere Notfallpläne sind so ausgerichtet, dass die größtmögliche Sicherheit für die Besucher gewährleistet ist. Im besten Fall kann das Festival nach einer kleinen Unterbrechung wieder fortgesetzt werden. All unsere Sicherheitsmaßnahmen haben zum Beispiel bei einigen Festivals 2016 und 2017 sehr gut gegriffen.

Was war der bisherige Supergau?

Das Schlimmste ist, wenn auf einem Festival Menschen ernsthaft zu Schaden kommen. Das ist, seitdem ich die Festivals bei FKP Scorpio betreue, zum Glück noch nicht vorgekommen. Die schwierigste Situation, bei der ich dabei war, war das Wetter in 2016. In dem Jahr mussten wir das Southside-Festival bereits nach einigen Stunden abbrechen. Das hat nochmal neue Maßstäbe gesetzt, denn in diesem Jahr waren viele Festivals in Deutschland betroffen. Es ist damals alles sehr geregelt abgelaufen und wir haben alles in den Griff bekommen. Es ist niemand zu Schaden gekommen, aber natürlich war es unglaublich schade für die Besucher und für uns. Es ist traurig, wenn man sein ganzes Herzblut in ein Festival steckt und dann eine Wetterlage wie 2016 erlebt. Umso schöner ist es, dass es in den Jahren 2018 und 2019 keine Probleme gab. Das hoffen wir natürlich auch für dieses Jahr.

Wie stehst du im Verhältnis mit den Künstlern? Trifft man sich auch mal auf ein Bier nach dem Auftritt?

Das ist sehr unterschiedlich. Mit vielen Künstlern, die man teilweise schon jahrelang betreut, ist man befreundet. Die trifft man auf den Festivals und wir organisieren oft auch deren Tourneen. Generell versuchen wir, ein guter Gastgeber zu sein und den Leuten eine gute Zeit zu bescheren. Wir tauschen uns mit den Künstlern aus wie die Show war oder ob das neue Album gut läuft. Selbstverständlich trinkt man auch mal nach dem Auftritt ein Bier zusammen. Vieles ist über die Jahre stark zusammengewachsen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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