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review | Marteria
Autor: staiger
03.09.2010 Marteria
Zum Glück In Die Zukunft

Label: Four Music
 Marteria im Netz
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Noch nie schien die Kluft zwischen Hype und Ablehnung so tief zu sein, wie beim "neuen“ Marteria. Ich weiß nicht, ob ich mich täusche, aber die Anzahl der negativen Kommentare auf "Zum Glück in die Zukunft“ und der Hype auf der anderen Seite, gerade auch aus "Nicht Hip Hop Kreisen“ war selten größer. Was hat Marteria gemacht, um ein solches Echo hervorzurufen.
Marten Laciny hat sich erlaubt, Rap als das zu benutzen, was es eigentlich ist. Als künstlerische Ausdrucksform. Als Vehikel für Geschichten, die nichts mehr mit der Hip Hop Szene zu tun haben und vielleicht aus diesem Grund für einige nicht mehr nachvollziehbar sind und für sehr viele andere darum um so mehr.

Marteria beschreibt auf seinem neuen Album Orte einer modernen Welt, in der man sich bewegen kann, wenn man in Berlin im Jahre 2010 lebt.
Zugegeben, man muss diese Welt nicht kennen, die sich zwischen Drogen, verstrahlten Wochenenden in der Bar 25, Drogen, gescheiterten Beziehungen, noch mehr Drogen und Sorgerechtsstreitigkeiten um das gemeinsame Kind bewegt, das halt auch schon da ist.
Man muss diese Welt auch nicht gut finden, oder erstrebenswert, aber es gibt sie und für sehr viele Menschen, an der Schwelle zum Erwachsenwerden, ist diese Welt die Realität. Viel mehr als verrauchte Cyphers in irgendwelchen Homestudios, Basecaps und Baggy Jeans und was auch immer Erwachsenwerden bedeuten soll, im Jahr 2010, in Berlin, wo sich sowieso alle ein bisschen länger Zeit lassen mit dem Erwachsenwerden.
Wem das alles zu hip und metrosexuell ist, zu aufgesetzt und Mainstream, der wird "Zum Glück in die Zukunft“ nicht fühlen können, was tatsächlich schade ist, weil er dann ordentlich was verpasst.

Marteria schafft auf dem Album Bezugspunkte, die wahnsinnig persönlich und auf der anderen Seite trotzdem so frei und offen sind, dass jeder in sie hineinfallen darf und kann. Natürlich waren wir noch nie in "Amy’s Weinhaus“ und trotzdem kennt jeder irgendwo ein Amy’s Weinhaus, eine Bar, eine Kneipe, ein Cafe, wo sich irgendwann einmal ein vernarbter Mann mit schwieligen Händen neben Dich gesetzt und Dir seine Lebensgeschichte erzählt hat. Ungefragt und ein bisschen zu penetrant. Vielleicht bist Du dann auch schnell aufgestanden und gegangen, irritiert vom plötzlichen Einbruch einer fremden Welt in Deine Welt und mit Schrecken musstest Du feststellen, es ist unsere Welt.
"Zum Glück in die Zukunft“ ist ein bisschen genau so, mit dem Vorteil, dass es sich bei Marteria um einen Menschen handelt, den man mit Sicherheit gerne am Tisch haben würde, damit er noch ein bisschen mehr aus dem Nähkästchen plaudert. Ein Mensch, dem man anmerkt, dass er was erlebt hat in den letzten, sagen wir mal, drei Jahren.

Die frühere Arroganz des Rostockers, zurückzuführen auf die Karrieren als Fußballer, Modell und  Rapper ist einer etwas gebrocheneren, dafür wesentlich interessanteren Persönlichkeit gewichen. Die einstige Attitüde, die aus dem "Guck mal, was ICH alles schon gemacht habe, geil wa?“ bestand und mich fast rasend gemacht hat, wurde ausgetauscht mit dem eher menschlichen "und nichts hat so wirklich geklappt.
Das verleiht der Kunstperson Marteria endlich die Ecken und Kanten, die gefehlt hätten, wenn alles glatt gegangen wäre. 

Natürlich ist diese Entwicklung mit Sicherheit auch ein Gutteil auf die Zusammenarbeit mit den Krauts zurückzuführen, die ja auch schon beim Mega-Erfolg eines Peter Fox ihre Produzenten- und Texterfingerchen im Spiel hatten. Die beiden Männer im Hintergrund schaffen mit ihren Beats eine ideale Spielwiese für all die Gedankenkapriolen und Witze, die der gute Marten sich ausgedacht hat. Sei es jetzt das osteuropäisch angehauchte "Kate Moskau", in dem es um die gefährliche Liebschaft zu einer Oligarchentochter geht, oder eben die drogenschwangere Hymne wie "Verstrahlt“ oder der drogenschwangere Akkustiktrip "Veronal“.
Ähnlich wie bei "Stadtaffe“, zeichnet sich das Produzententeam durch eine wahnsinnige Liebe zum Detail und akribische Feinarbeit aus. Das ist vielleicht nicht der spontanste aller Wege, aber die Zeiten in denen man voller Stolz erklärte, dass man nur zehn Minuten für den Part gebraucht hat und das Album in nur einer Woche hingerotzt hat, diese Zeiten sind vorbei. Zuviel Mittelmaß wurde veröffentlicht und zu viel Schrott auf die Straßen gepumpt.

Bei "Zum Glück in die Zukunft“ haben sich einfach ein paar sehr talentierte Leute hingesetzt, sich Mühe gegeben, mit viel Liebe durchgehalten, Zeit und Kraft investiert und einfach mal alles richtig gemacht. Das macht das Album auch so geil und deshalb ist dieses Album auch nicht überschätzt und deshalb ist dieses Album auch schon jetzt ein Klassiker. Kapiert? 
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Kommentare:
mac36   03.09.2010
WORD! GEILES ALBUM; MIT GEILEM ARTWORK; MIT GEILER MUCKE DIE AUCH NACH DEM 100 DURCHHÖREN NICHT LANGWEILIG WIRD DANKE MARTERIA

lolo   03.09.2010
ieins der besten deutschrapalben... klassiker passt hier wirklich

LinOt   03.09.2010
Mir ist das alles viel zu glatt. Der Dreck fehlt. Aber trotzdem viel Glück an Marten.

azzih   03.09.2010
Bei dem Album bin ich echt unentschieden: Einerseits die echt geile Produktion mit guten Beats und Tracks die ein stimmiges Ganzes ergeben. Andererseits der immer gleiche Flow von Marteria, mal die Stimme variieren oder mal anderes Tempo rappen tut er einfach nicht. Das macht es doch etwas eintönig. Naja im Endeffekt wars den Kauf wert weils einfach nicht so 08/15 klingt wie der meiste Deutschrap Kram gerade, was aber eher an der Produktion liegt als an Marterias Rapkünsten (auch wenn diese durchaus solide sind).

hp   03.09.2010
du sagst es staiger!

ReeferRob   03.09.2010
Für mich ein völlig überbewertestes Album, ich kann den Hype einfach nicht nachvollziehen. Beats sind ganz nett, vielleicht hab ich´s auch einfach alles noch nicht oft genug gehört, um den vielfach gelobten Inhalt wertzuschätzen. Für mich ist das ein vom Ansatz her ganz interessantes, aber im Endergebnis maßlos überschätztes Album, dessen Reiz sich mir nicht wirklich erschließt (ähnlich wie bei Maeckes, Plan B und wie sie alle heißen). Mag auch sein, dass ich bei nem Album, was sich selber noch irgendwo im Hip Hop verortet, einfach auch ne bessere Rapleistung erwarte. Diesbezüglich ist der gute Marteria nämlich allenfalls unterer Durchschnitt. Interessanter als das x-te Gangsta-Street-Rap Album ist das aber allemal und vielleicht check ich die Qualität ja auch noch irgendwann....

hjhz,vhjb   03.09.2010
gefällt mir nicht, hab aber trotzdem nicht das gefühl irgendwas zu verpassen

Berlin hate machine   04.09.2010
Ich wohne keine 10 Minuten von besagter Bar25 entfernt und muss sagen, dass ich diesen Laden verabscheue - genauso wie das Berghain/Pannebar. Diese verkackten Röhrenjeans- und V-Ausschnitt- tragenden Szenepunkjunkies sind genauso behindert im Kopf wie ihre Mode aussieht. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit 17-18 meine "Drogenphase" hatte, aber jetzt mit 27 ekeln mich gleichaltrige "Druffjeschickte" einfach nur noch an. Scheiß minimaler Techno, scheiß pseudocooles Szenegetue, scheiß Sommerschals, scheiß Club Mate, scheiß American Apparel - boaahhhhhhh wenn hier nicht wenigstens noch ein paar korrekte Menschen wohnen würden, wäre ich hier längst weg gezogen. Der nächsten von diesen Leuten, der mich fragt, ob ich nicht noch mit auf ne Party will wo Andre Galuzzi auflegt, wenn ich morgens auf die S-Bahn warte, sollte sich lieber appi galoppi aus dem Staub machen. Da rutscht mir dann bestimmt auch mal etwas nicht meinem Alter entsprechendes raus, wie: Verpiss dich, du Hurensohn! Das Gefühl etwas zu verpassen, habe ich in dem Moment definitv nicht! Orgi spricht mir diesbezüglich auf seinem neuen Album quasi aus der Seele. Zur CD: Find ich musikalisch sehr gut! Zumindest das, was ich daraus gehört habe.

aufjedensten   04.09.2010
ganz schöne review für jemanden der denkt deutschland hätte 17 bundesländer, herr staiger...

mli   04.09.2010
is orgi da nich mit drauf?

shakalakalaka   04.09.2010
Yeah, geile Review zu nem Monster-Album! Ist halt keine Musik zum aufmHandyhören...

mr. mars   04.09.2010
Sehr gutes Album und sehr gute Review. Staiger, du hastdas Verhältnis von Marteria zu HipHop genau auf den Punkt gebracht!

Was soll das?!   04.09.2010
Er hat nicht tatsächlich "auf jedsten" geschrieben?!?!? Ws zum Teufel...?!

verkehrte welt   04.09.2010
staiger schreibt ne review und geht nicht nur auf den text ein..........

Strulle   04.09.2010
Derbstes deutschsprachiges Rapalbum seit Bambule. Oder seit NLP. Danke. Interessanterweise hab ich in noch keiner Review einen Vergleich zu The Streets gelesen. Wundert mich, denn von der Stimmung liegen Herr Skinner und Herr Laciny sehr nah beieinander. Und Verstrahlt weckt in mir die gleichen Gefühle wie damals Blinded by the lights. Ganz groß.

Mr.Cornflake   05.09.2010
hätte nicht gedacht das Staiger dieses Teil feiert.

Fossie   05.09.2010
Ey Berlin hate machine ,dass du drogen genommen hast hättste nich erwähnen müssen ,das merkt man auch so!!Coole Review,cooles album und draussen scheint die sonne......

KARNIMANI   05.09.2010
WORD!!!! @Berlin hate machine Mich regen diese ganzen Punkhaften Pussys richtig auf, da rutscht mir vllt ne Faust aus der Tasche, wenn ich die Lappen irgendwo seh. Ganz spontan natürlich. Morlock Dilemma alben sind klassiker, aber nicht so ein Müll. Was soll das staiger? *hate, hate* :)

agnostischer nihilistenhund   05.09.2010
Jetzt, wo der gute Herr ein paar Kanten und Misserfolge in seinem Lebenslauf aufzuweisen hat, ist er also symphatischer und zugägnlicher...diese Berichte werden ja jeden Tag schlimmer und schlimmer. Es geht wirklich noch tiefer als bodenlos..

Klassiker? - Auf keinsten!   05.09.2010
Das Album & der dazugehörige Marteria wird von allen Seiten gepusht, es wird von einer Rettung des Deutschrap gesprochen, wenn jedoch jemand in das Album reinhört, ohne auf die Pressemitteilungen zu hören, wird er schnell feststellen dass das Album nur durchschnitt wenn nicht sogar unterdurchschnittlich ist. Es ist kurz, aber das wird damit argumentiert weil der Marteria keine weiteren Ideen hatte! Die Musik ist nichts Einzigartiges, etwas sehr schlechtes aber wohl, aber diese Tatsache interessiert ja keinen, es reicht wenn irgendjemand meint, es wäre "Bombe" und schon labern alle dasselbe nach! Marteria wird nach diesem Album sich wieder etwas neues suchen müssen, denn die Produktionskosten werden niemals eingeholt und wer ihn schonmal Live gesehen hat, weiß das nach diesem unmenschlichen Hype um ihn, das Interesse an seinem schlechten Live Performance rapide weggehen wird. Rap.de, wenn das für euch ein Klassiker ist, dann habt ihr mit Deutschrap überhaupt nichts mehr am Hut, vielmehr damit, etwas schlechtes als ein "Klassiker" zu verkaufen! Bei Olli Banjo habt ihr ein Fehler gemacht, indem ihr sein Album schlecht rezensiert habt, aber bei diesem Album wurde der Fehler ebenfalls begangen, nur anders herum! Schlechtes Album, mehr nicht - Hype nicht verständlich!

k1bu   06.09.2010
Warum muessen sich eigentlich immer so viele Leute ueber einen unterschiedlichen Geschmack aufregen? Man kann nicht richtig oder falsch rezensieren. Somit ist dieses Rumgenoelle einfach unnoetig. Man kann doch auch klar und sachlich schreiben, was einem nicht gefaellt, dann hat vielleicht auch jemand etwas von dem Kommentar, anstatt einfach nur unqualifiziert rum zu bloecken. Zum Album finde ich wichtig zu sagen, dass eine wirkliche Symbiose von Text, Stimme und Beats vorhanden ist. Die Stimme ergaenzt hier einfach einzigartig die Beats wie als waere sie ein richtiges Instrument, wobei die Melancholie der Beats ebenso den Inhalt unterstreicht, wie man das nur selten zuvor gehoert hat. Ebenso ist jeder Featuregast eine wirkliche Ergaenzung fuer den jeweiligen Song. Wahre Highlights: "Du willst streiten", "Sekundenschlaf", "Amy's Weinhaus". Im uebrigen gibt es zwar keine grosse Variation im Flow, dieser flowt dafuer dann aber auch mies auf den Beats. Und Staiger hat wohl "Verstrahlt" nicht ganz gecheckt ;)

DJ Samplez   06.09.2010
@Berlin hate machine Als erstes feier ich dich! Ich hab auch das neue Orgi Album was neben dem üblichen Inhalt auch über "Berlins" neuen Trend abgeht. Und recht hat er! Ich will hier als Urberlner gar nicht mehr wohnen, es kotzt mich an. Diese "Szene" aus Westdeutschland die hier alles versaut. Club Mate, Röhrenjeans geht bitte nach Hause und lasst euch von Mama und Papa die teure Wohnung woanders bezahlen, so seh ich das! Und Marteria gibt diesen Peter Fox Fans (der das selber gar nicht gewollt hat) die richtige Musik. Ich halte das ganze Album auch für überbewertet. Auch erstaunlich das dass Vorgängeralbum kein Schwein gejuckt hat und jetzt jeder abgeht weil ja die Produzenten von Peter am Regler sitzten. Was ist das für eine Logik? Ist es am Ende Rap? Gibt euch die Platte echt so viel? Antwort: Nein! Ich habe mir diese und die Platte davor angehört und habe die CD's schön wieder in das Regal gestellt. Hab mir dann Cuban Linx 2 geschnappt, DAS ist nen Klassiker. Ach ja Staiger, schrott von der Strasse?!: Farid Bang volle Punktzahl (also nen Klassiker?!), CCN2, Massaka interview usw. wird ja auch schön gefeiert. Ich habe die Vermutung Interviewpartner bekommen generell von dir Top Wertungen. Wenn ihr jetzt wegen meiner Meinung dieses Kommentar nicht postet tuts mir leid um Euch. Versteht mich nicht falsch, ich höre ALLES querbeet, aber ein Hype macht noch keine Qualität. Einen schönen Tag noch.

Codoc   06.09.2010
Gibt es jetzt schon einen Hype das Album zu haten? Naja, lassen wir die Kleingeister sich mal aufregen. Fakt ist, Marten hat alles richtig gemacht und mit Hilfe der Krauts ist daraus ein großartiges Stück Rapmusik geworden. Danke.

Mr.Pferdeschwanz   06.09.2010
das album ist zwar nur platz 7 gechartet aber ich denke mit jeder weiteren single geht es wieder in die charts

Quanteria   06.09.2010
Frage: Kann man sagen, dass man das Album zum kotzen scheisse findet, ohne dass einem der ebenso kleingeistige Vorwurf des HATENS entgegnet wird, nur weil man sich auf einer HipHop Seite (glaube ich jedenfalls) befindet? Die Krauts sind zweifellos ein Segen, die Produktionen outstanding, aber der Performer auf diesem Album ist so unmusikalisch wie Heintjes unehelicher Stief-Neffe.Mal im Ernst, rappen oder einfach nur mit seiner Stimme umgehen kann der Kerl nicht.Hitmelodien bringt er nicht und textlich ist er immerhin ok, aber auch kein Rakim oder so.Ich vermute einfach, dass er (warum auch immer) eine super Lobby im Nacken hat, die dieses Album grossgeredet und somit für alle Nachplapperer zum Klassiker gemacht hat.Ein Klassiker ist musikalisch selten streitbar, was man über dieses Album nicht behaupten kann. Unteres Mittelding - im Prinzp viel zu gute Produktion für den Horst am Mic.

Flanders   06.09.2010
ich hab endlich den Sinn von Seit dem Tag als Michael Jackson starb kapiert!

Strulle   06.09.2010
@Flanders: und der wä re?

Strulle   06.09.2010
@Quanteria: "Ein Klassiker ist musikalisch selten streitbar". Wenn man sich die Reviews anschaut, ist "Zum Glück in die Zukunft" auch nicht streitbar. Wenn man aber auf Foren Kommentare was gibt, ist jedes Album streitbar, irgendwem gefällts halt immer nicht, Azad findet das Denyo nich flowen kann, also is Bambule für ihn kein Klassiker. So what? Davon ab wurde über Alben wie z.B. De la Soul is dead damals sehr wohl ziemlich heftig diskutiert. Trotzdem Klassiker.

DJ Samplez   06.09.2010
Ein Klassiker: Sido/alte Sektensachen/Tapes, Bushido/VBBZS, Kool Savas Neongelb/Beste Tag deines Lebens, Azad's alte Sachen, Torch seine Alben. Den ganze Marterai-Hype Klassik zu nennen ist schwer übertrieben. Ein Klassiker ist es, wenn es eine ganze Generation beeinflusst/anspricht. Ist bei der Platte, wie man klar sieht, nicht der Fall. Ich sehne mich wehmutig zu 1990-2000 zurück als Rap nur von Fans gehört wurde und nicht zum Massenphenomän verkrüpelt wurde. Wann wird Techno wieder Trend? Dann haben die richtigen Heads ihr Ruhe.

Base Ventura   06.09.2010
Base Ventura war besser

Airetram   07.09.2010
Exzellentes Album? Definitiv! Klassiker? Niemals! Punkt.

Ich bin du   07.09.2010
Äh ja 2pac is mir auch zu kommerziell, Bob Marley auch und Che Guevara und Karl Marx und Batman. I

qq   07.09.2010
@DJ Samplez: von klassikern reden und dann Torch seine Alben(Plural) schreiben.

..   07.09.2010
auf jeden fall das beste album "seit hin zur sonne"! einfach nen klassiker, auf jedsten!!!

DJ Samplez   08.09.2010
@qq Er hat ja nicht nur Blauer Samt veröffentlicht, ich hätte vielleicht "Releases", "Dingsga" oder "Zeug" schreiben sollen für die Rap Proffessoren. Jedenfals weiß man was ich damit meine...

NUKE   08.09.2010
Jetzt gibts den MARTERIA Kopf vom Album Cover zum selberbauen als download unter: zentraleberlin.com und ein Video vom "Making of" ZOUL

Regen in der Wüste   09.09.2010
Ich kenn das Album nicht, aber die zwei Videos, und auf die trifft die Kritik, die ich hier lese, komplett zu: top produziert, aber ein mäßig talentierter Rapper, der stimmlich und flowtechnisch wenig variiert. Ich denke, dass das Album so gut ankommt, ist eher so ein Regen-in-der-Wüste-Phänomen wie Kanye West - nicht wirklich spektakulär aber eine willkommene Abwechslung für Leute, die sich über zuviel Gangstarap ärgern. Das gilt insbesondere für so Hiphop-Opas, die mittlerweile lieber "Elektro" hören und nicht aufhören können zu betonen, was Bambule doch für ein Klassiker war. Ihr könnt meinetwegen im Berghain feiern bis ihr 50 seid. Marteria wird deswegen kein Klassiker.

Pauler   18.09.2010
Leude! Einklich alles gesacht. Nix Klassiggä, zu glatt und nix dahinner as ne teure Produxion ... ich freu mich dafüeh richdich übä Morlockk Dilemma ihm sein "Postapokalypse Jetzt" - un nur sowat wie DAT issn Klassiggä - un nich annäs! Fjedn!