Öff. "Shenesisch für Anfänger“, das ist ein blöder Name. Keiner mag Wortspiele mit Namen. She MC weiß das aber nicht, und nennt deshalb ihr Album "Shenesisch für Anfänger“. Laut Waschzettel „schon seit 2003“ dabei, hat sie jetzt, mit 31, ein Solo-Album rausgebracht, mit "tanzbarer Clubmusik“ und "Inhalten“ und "Skills“. Achja, das ist übrigens auch die Königsklasse des Raps: Tanzbare Clubmusik. So so.
Tanzbar und clubbig geht es dann auch schon los, "Hitparade“ heißt das erste Lied, und der Beat ist tatsächlich irgendwie poppig-tanzbar, aber im positiven Sinne. Der Text ist nicht so interessant, da geht es darum, dass She MC weiß, was Deutschland braucht. Aber der Beat ist gut, auch so das Gitarren-Gezausel am Ende.
Bei "Ohne Penis“ mit Featurebeitrag von Avista wird es dann alles irgendwie irritierend traurig und hoffnungslos. Da geht es darum, dass die She schon 31 ist und nichts so richtig klappt. Pech mit die Männers, kein Business-Erfolg. Irgendwie macht einen das Lied sehr traurig, weil She einem da Leid tut. Das arme Ding.
Dann wieder Egoboost. Bei "Ich bin She“ geht es dann darum, dass She sehr erfolgreich ist und "voll sexy“ tanzt. Das ist alles noch irritierender, das erinnert einen an die Beschreibungen von Manisch-Depressiven: "Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt!“ Ah, dann die Auflösung, Weckerklingeln, "Mama, du musst aufwachen!“. Hmm.
Achja, She MC ist auch Arbeiter-Klasse, übrigens. Auch ohne Feather Cut. Deshalb hat sie ein Lied namens "Moderne Sklaven“. Da geht es um Arbeit und darüber, eine allein erziehende Mutter zu sein. Irgendwie ist das ganz nett, weil es sehr authentisch rüberkommt, aber ich würde dann doch gerne wissen, welchen JobShe MC ausübt. Der Sänger auf dem Track, Maxim Noise, nervt aber, weil er sich, im Gegensatz zu She, zu sehr mit Allgemeinplätzen begnügt: "Wir haben nicht mehr zu sagen, als Moderne Sklaven, Es ist Zeit, für die Freiheit Alarm zu schlagen!"
Dieser Track gehört trotzdem zu den besten Tracks des Albums, weil er angenehm wütend und kraftvoll rübergebracht wird.
Auf "Zeit der Wölfe“ wird dann eine Story getellt, weil ihr Sohn sonst nicht schlafen geht. Da wird dann mit so Fantasy-Metaphern die Rap-Industrie beschrieben, "Eiserne Ritter“, "Huren und Hexen“ und "Dunkle Mächte“. Auf der einen Seite ist diese aufopferungsvolle Mutter-Kind Verhältnis rührend und gut, auf der anderen Seite ist dieses "Fantasy-Metaphern-auf-die-Rapwelt-beziehen"-Idee seit Prinz Pi nicht mehr so interessant.
Und dann kommt noch der obligatorische Sex-Track namens "Fass mich an“. Da geht es darum, dass She MC gerne angefasst werden möchte. Von einem nicht näher beschriebenen Sex-Hengst, dessen einziges Detail ist, dass er kein Sixpack hat. Aber das macht nichts, "Ich kann ihn eh’ nicht sehen, wenn du mich von hinten fickst“. Und so laszive Stimmen bei Sex-Tracks, das nervt.
Auch hier bleibt alles irgendwie seltsam schemenhaft, auch wenn es teilweise schon recht zünftig zur Sache geht. Man wird nur das Gefühl nicht los, dass hier sehr routiniert alle relevanten Themen abgeklappert werden.
Leider ist She MC auch keine wahnsinnig talentierte Rapperin, so dass selbst interessante Themen eintönig und standard-mäßig abgehandelt werden. Das ist wiederum ärgerlich, weil She MC irgendwie total sympathisch ist. Die Stimme macht, außer auf dem Sextrack, Spaß, und das Engagement, dass hinter der Platte steckt ist ebenfalls lobenswert.
Leider ist die Platte selbst halt nicht so ganz das große Kino.
skeptiker 04.02.2010 ....liebes rap.de es gibt so viele unbekannte künstler_innen, mit wirklich...wirklich guten platten...warum zum teufel, werden solche platten, wie diese von euch besprochen und echte perlen liegen gelassen?
öpö 04.02.2010 also wenn man mal stark nachdenkt ist shenesisch für anfänger nicht nur einfaches plattes wortspiel. es stecken schon mehrere sachen dahinter (ihr erstes album, sodass die leute lernen können sie zu verstehen .. etc.)
also ist der erste satz dieses reviews schonmal schwachsinn. schlimmer wirds im zweiten satz. leicht faschistische hintergründe sind da schon erkennbar, auch wenn ich das hier NICHT unterstellen will, auf garkeinen fall. aber wortspiele und ihre wirkung auf den einzelnen sind absolute geschmackssache, zumal grade im rap wortspiele eine riesengroße sparte darstellen die immer mehr in den vordergrund stößt (siehe kollegah, fav, 257ers etc.).
ansonsten ist dieser text auch ehr die eigene meinung des verfassers, als die, die der allgemeinheit informationen verschafft
ich habe SHEs sachen bis heute nicht ein einziges mal gehört, aber ich finde schon schade dass sie schon im ersten satz nicht wirklich ernst genommen wird, was sich durch den gesamten text zieht.
nunja sei es so
John-Deluxe 04.02.2010 Was ist das denn bitte für ein Review? Schon beim ersten Absatz erweckt der Schreibstil des Reviews den Eindruck, der Verfasser sei ein Schüler mit, naja sagen wir mal unterdurchschnittlicher Deutschnote. Aber eines "professionellen" Autors ist dieser Artikel meiner Meinung nach nicht würdig. Auch inhaltlich nicht. Ich habe das Album von She MC zwar (noch) nicht komplett gehört, aber ich habe mir die Kurzversionen der Tracks und das Video zu "Moderne Sklaven" auf SHEs MySpace Seite angehört und kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass das Album so schlecht ist, wie es hier beschrieben wird.
spés 07.02.2010 She, Grüße aus Mönchengladbach !
daffke 07.02.2010 hab die platte nich gehört, aber irgendwie klingt der rezensent ein bissl überheblich und herablassend. tres unsympatico...
Jack Death 10.02.2010 Einfach mal das Video auf myspace anschauen - oberwhack.
teddyinlet 20.02.2010 Weil ich mich gerade im MZEE.com Forum etwas negativ über sie geäussert habe, hat sie mir doch tatsächlich per PN Gedroht. DAS kann man als Artist echt nicht bringen! Soviel zum Thema manisch depressiv. Sie ist es wirklich!
SniperTom 25.02.2010 Jetzt bin ich mal gespannt, ob das hier veröffentlicht wird:
Es wundert mich doch immer wieder gerne, was sich alles „Kritik“ schimpft und was unterm Strich dabei raus kommen kann, wenn der Verfasser / die Verfasserin am Medium, welches unter selbige gestellt wird, mal sogar nix an dem Ding geblickt hat!
Nicht nur, dass die gewählte Sprache ehr von evtl. Neid, fehlendem Einfühlungsvermögen und fehlender Reflexionsfähigkeit zeugt, vermittelt sie auch deutlich, dass der/die Verfasser/In nicht wirklich gut in der Lage ist, hinter die Dinge zu schauen.
Dieses voyeuristische wenig gönnerhafte Geschwafel mag in der heutigen Medienwelt gern gesehen und sicherlich laut applaudiert sein, weil einfach einfacher und ebenso Gang und Gebe (das zeigt unter anderem deutlich, dass größtenteils Rapper mit weniger sinnigen Texten dafür mehr Aggro, BlingBling und Bitches am start gepusht werden als fachlich Begabte mit einer Sinn- und wertvollen Aussage)… auch ist es in der heutigen Zeit klar, dass man, ohne eigenen Einsatz, schnell mal reflexionstechnisch auf der Strecke bleibt, lässt man sich von diesem ganzen „Gehirnweichgemache“ einmal einlullen… dennoch sollte man sich es wirklich sparen, solche Zeilen zu schreiben, wenn man nicht in der Lage ist tiefer zu denken, bzw. fachlich zu werten.
Das ganze ließt sich wie ein Hasschreiben eines/ einer Zwölfjährigen.
Zum Einzelnen:
Bei ohne Penis geht es wohl ehr um die Probleme mit denen sich eine Frau auseinanderzusetzen hat, in einem Metier in dem vorwiegend Männer gepusht werden.
Davon können scharenweise Rap-Kolleginnen ein Lied singen.
Das da ein kleiner Junge mitgeschnitten wird, der eine wahre Geschichte hören möchte, weil er nicht einschlafen kann, soll wohl ehr deutlich machen, dass unsere Kleinen ihre Ängste und Sorgen haben und aufgeklärt werden möchten. Das in jedem Kind ein wertvoller Ansatz steckt, den es gilt zu fördern anstatt mit Scheiße vollzustopfen (ich beziehe mich wieder auf aggromanes Geschwafel, BlingBling und Bitches). So ist dieser Mitschnitt wohl er als unterstützendes Stilmittel zu sehen als Einleitung zum darauf folgenden Track, der ja nun einmal, wenn man sich denn die Mühe macht, einmal tiefer in die Materie vorzustoßen, nicht einfach nur (wie behauptet) einen platten Mitleid-erregenden MutterKindDialog vervollständigt, sondern sich mit einem ernsthaften Problem unserer heutigen Ellbogengesellschaft auseinander setzt.
Außerdem verdeutlicht er sinnvolle Prävention eines Kindes durch die Mutter, was heutzutage leider auch nicht mehr Selbstverständlich ist.
Die Wahl der mittelalterlichen Metaphern ist hierbei Werkzeug um zu zeigen, dass es in der heutigen Zeit, beim Umgang miteinander, wieder zunehmend zugeht wie im Mittelalter. Außerdem passt es einfach gut zum Titel.
Scheint aber ehr für Mitdenker zu sein.
Desweiteren geht es in „Moderne Sklaven“ keineswegs nur platt um Arbeiten und Mutter sein, wie auf infantile Art und Weise behauptet wird. Hier geht es um ein Problem, welches MENSCHEN in unserem heutigen System haben… um Opfer einer kapitalistischen Gesellschaft, eines Seelen-fickenden Wirtschaftssystems und Medienverarsche. Dabei ist es, auf Deutsch gesagt, SCHEIßEGAL ob She preisgibt was sie für einen Job hat, weil es da draußen tausende gibt, die dieses Schicksal erleiden, völlig gegen ihr Bestreben.
Auch hier wurde mal wieder herrlich einfach an der Oberfläche geschwommen, anstatt einmal tiefer in die Materie des Songs einzutauchen.
Allein zum Thema „Hitparade“ kann ich zustimmen, da mir dieser ebenfalls zu poppig ist. Das ist allerdings nur meine subjektive Empfindung. Und immerhin bleibt zu sagen (und das überwiegt meine subjektive Wahrnehmung) dass es doch gerade der kritische HINT hinter dem Song ist, dass er so poppig ist, denn er trägt ja schließlich den Titel „Hitparade“ *AugenzwinkerfürLeutemitBrettvormKopf*.
Lieber Verfasser, liebe Verfasserin, nicht jeder muss ein Thema mit der Brechstange anpacken, dezent kreative Umschreibung ist eine Kunst für sich.
Was soll routiniert relevantes Abklappern von relevanten Themen bedeuten? Immerhin sind diverse Themen vorhanden und diese gar nicht mal so unwichtig! Es gibt hunderte Releases, die sich nur um ein Thema drehen (wieder einmal beziehe ich mich auf Aggro, BlingBling und Bitches), die aber voll gepuscht werden, weil es ja gut verkauft wird und jeder etwas vom Kuchen haben möchte.
Zu Guter Letzt wird dann auch noch durch den Kakao gezogen, das She mit 31 (extra betont)… ERST… ihr Debut bringt.
Nun, liebe Verfasserin/lieber Verfasser. Es gibt vielleicht auch noch Menschen, die so etwas machen, weil sie Spaß an der Sache haben und es als ihre Ausdrucksform benutzen um Menschen eine wichtige Botschaft zu bieten und nicht umso schnell wie möglich im Sumpf der Medien an die Spitze zu kommen. Außerdem könnten bestimmte Lebenssituationen einfach verhindert haben, schneller an einer Sache wie dieser zu arbeiten. Dadurch ist es wohl ehr lobenswert, dass She NOCH mit 31 ein solches Ding bringt.
Mal drüber nachgedacht? Ich denke nicht… wie über so vieles nicht.
Also bitte beim nächsten Mal doch besser etwas mehr in die Tiefe gehen undn bissken mehr subjektiven Show-Drang zurückdrehen. Ich weiß, das kann man sicherlich nicht von jedem erwarten, weil sicherlich anstrengend… dann aber auch bitte nicht solche Zeilen schreiben.
Fist up, Tom