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news | 85% der Musik verkauft nicht
Autor: Staiger30.12.2008 V.A.
85% der Musik verkauft nicht

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Das Internet, der Retter der Musikindustrie und wenn es bald keine physischen Tonträger mehr geben wird, dann werden wir alle, unsere Tonträger im digitalen Handel erwerben. So lautet zumindest die Theorie und vor allem setzten die Verteidiger des Online Handels auf sogenannte Nischenprodukte, mit der Behauptung, dass man für jedes noch so obskure Produkt einen Käufer findet, da das Internet weltweit, leicht zu bedienen und der Marktplatz demzufolge für jeden zugänglich sei.
Formuliert wurde dieser fromme Wunsch durch Chris Anderson, der im Jahre 2006 das Buch The Long Tail veröffentlichte und das zu einem der einflussreichsten Bücher unter Internettheoretikern mutierte. (Auf deutsch erschienen unter dem Titel: The Long Tail - Der lange Schwanz: Nischenprodukte statt Massenmarkt - Das Geschäft der Zukunft)
Doch was jetzt kommt, macht alle bunten Visionen zunichte.

Laut einer Studie der MCPS-PRS Alliance (der Mechanical Copyright Protection Society – einer Art unabhängiger, britischer GEMA), die von Will Page und Andrew Bud durchgeführt wurde, warten 10 Millionen Songs im Internet vergeblich auf ihre Käufer. Bei insgesamt rund 13 Millionen angebotenen Songs würde das bedeuten, dass 85% der im Internet angebotenen Tonträger schlicht und ergreifend keine Abnehmer finden.

Page beschreibt in seiner Studie, in der er die Abverkäufe mehrerer, großer amerikanischer Downloadportale untersuchte, dass es im Internet genau so zugeht wie im normalen Ladengeschäft und hauptsächlich die großen Mainstream-Hits verkauft werden. So stammen 80% des gesamten Single-Umsätze aus dem Verkauf von lediglich 52.000 Tracks und bei den  Longplayern sieht die Zahl noch dramatischer aus. Von 1,23 Millionen angebotenen Alben wurden lediglich 173.000 überhaupt verkauft, was bedeutet, dass 85% der Ware keine einzige Kopie absetzen konnten. 

Chris Anderson akzeptierte die Studie, wies aber darauf hin, dass man keine voreiligen Schlüsse ziehen solle und man erst dann darüber sprechen könne, wenn Page und Bud ihre Quellen offen legen würden. So sei zum Beispiel nicht klar, ob die Studie auch kleinere und unabhängige Seiten umfasse, auf denen Bands oder kleinere Labels ihre eigenen Downloads anbieten.

Aber selbst wenn die Studie an der einen oder anderen Stelle Lücken aufweisen solle, so hat der messianische Traum, durch digitale Downloadgeschäfte würde alles wieder ins Lot kommen, doch einen erheblichen dämpfer erhalten.
 
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Kommentare:
yippieyo   30.12.2008
wer will schon tracks runterladen und sie dann nur auf dem pc haben? ich nich... das angebot von cds sollte weiter bestehen bleiben und seitens der künstler ein wenig innovativer ausfallen (texte im booklet, reduzierungen für livekarten/t-shirts usw.). zudem sollte es eine aktion der hiphop community geben (flächenübergreifend), eine art save hiphop. man könnte sich eine menge einfallen lassen, geschehen ist bis jetzt nix. wenn ich daran denke, dass hiphop sich vorallem durch seine kreativität auszeichnet, haben es die künstler bis jetzt nicht anders verdient als auszusterben...

öhl   30.12.2008
wenn ich schon musik aus dem internet "beziehe" wiso sollte ich dann auf irgendeiner seite geld dafür zahlen wenn ich es auch umsonst haben kann? was haben die denn gedacht? aber trotzdem PSA: °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°DOWNLOADEN IST NICHT GUT!°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° grüß dich marcus

Naja   30.12.2008
Also,ich kaufe mir eher en physischen tonträger aka ne cd mit booklet als das ich mir das album kostenpflichtig downloade ! meiner meinung nach ist nicht der illegale download an sich schuld, sondern der teure physische tonträger. würde ne rap cd 10 euro kosten, hätte ich so ziemlich jedes album orginal.

dread   30.12.2008
wenn ich an so angebote wie "kauf die cd und krieg nen tshirt dazu" bei mzee, etc. denke dann klingt dieses angebot weitaus attraktiver als pur mp3s (u.U noch mit nervendem kopierschutz) aufm rechner zu haben.

sag JA zu JA   31.12.2008
bei den heutigen preisen und der wirtschaftlichen rezession ist es kein wunder das die musikindustrie kein umsatz mehr macht... die zeiten wo künstler 1 mio. cd's verkauft hat sind schon lange vorbei in deutschland... keiner ist mehr bereit geld für musik auszugeben... die rapper sagen ja selber das sie NUR NOCH ANS große geld wollen... sowas will man als konsument natürlich nicht hören.. die angebote sind zu unattraktiv, zu teuer, und zu monoton... RAP ist musik für die unterschicht,.. wenn die unterschicht kein geld hat dann kass sie auch kein geld ausgeben.. ein teufelskreislauf,... schuld ist der staat

Hitch der Date Doktor   31.12.2008
@ SagJaJA: Und Klassik dürfen nur Leute mit nem Kontostand ab 20.000€ hören. Selten so einen Bullshit gelesen.

R-ic   31.12.2008
Finanzkrise??? Nee Joke. Ich muss öhl aber zustimmen. Warum sollte ich mir in album im netz kaufen wenn ichs n paar seiten weiter mir sowieso ziehen kann?? Ich mein jeder hat schonma Mucke gezogen ich auch aber 1ens nur wenns 4 free is und Zweitens würd ich mir nie n Album ziehen weil Ich n richtiges Album vor mir liegen haben will mit Booklet usw. Ich glaub zwar das ich mir mit dem Comment hier grad keine freunde gemacht hab aber das wars wert ....oder so. Kauft lieber als zu ziehen habt ihr mehr von.

GKARRR   31.12.2008
Schuld ist der Staat??? Schuld ist deine individuelle Dummheit.

der großvater   31.12.2008
jo extrem traurig! für mich hat das 2 gründe 1stens qualität und 2tens quantität.es gibt zuwenig innovatives und gut erarbeitetes.es gibt aber zuviel müll weil jeder depp heute musiker ist.die technischen möglichkeiten erlauben es jedem sich wie ein musiker (filmemacher)aufzuführen!gelernt selbst zu kreieren hat kaum einer noch! zu rap:deshalb klingen alle wie S,eko,banjo,samy und jeder denkt wenn er genauso klingt ist er genauso gut!früher hat man sich geschämt wenn man mit jemanden bekannten verglichen wurde ,heute ist es ein kompliment!

against babylon   07.01.2009
der großvater du has recht aber ich denk dass da nur mainstream mukke verkauft wird liegt einfach daran das die jenigen die ihr geld für sowas absurdes wie kostenpflichtige downloads ausgebn einfach nich die schlausten sind ,, und nur das hörn was alle andern auch hörn ,, die jenigen die jedoch einfach auf gute musik und auch auf sachen mit nem geringeren bekanntheitsgrad stehn und des geld hamn dafür zu bezahln die holn sich die sachen im plattenladen weil des einfach ne gewisse romantik hat die die des geld nich habn holn sichs natürlich kostenlos is schade aber so ises nunmal.. man kann nur hoffen das sich leute trotzdem entschließen musiker zu werden trotz mieser finanzieller aussichten was ja auch was positives hat so zur musik zu kommn

J-nis the PAINes   10.01.2009
Ich denke das Napster-Konzept ist das einzig überzeugende. Bin jetzt kein Ökonom, aber nehmen wir mal an so gut wie alle major und indie labels würden sich auf einen webanbieter einigen. Laut dem Bundesverband der deutschen Musikindustrie wurden 2007 1,652 Milliarden € mit Tonträgern aller Art umgesetzt (CD,Platte,Handy,legaler Download,Tapes^^). Deutschland hat 82 millionen Einwohner sagen wir ein Drittel würde sich bei diesem Anbieter anmelden und 5 € im Monat zahlen dann würde der KOMPLETTE Umsatz durch dieses Webangebot gedeckt werden. NICHT eingerechnet die anderen 2 Drittel der Bevölkerung. Und wenn die gesamten 82Millionen 2€ im Monat abdrücken wäre man schon bei einem Umsatzsuwachs in der Musikindustrie.