Sony BMG heißt das 2004 gegründete Plattenunternehmen, an dem die Bertelsmann AG und Sony je 50% der Anteile besitzen. Gestern jedoch ließen beide Unternehmen verlauten, dass Bertelsmann seinen Anteil an den japanischen Partner Sony verkauft. Zukünftig wird dann unter dem Namen SonyMusic Entertainment Inc. operiert, Sony führt den Musikmajor künftig als 100-prozentige Tochter der amerikanischen SonyCorporation.
Grund für den Verkauf von Bertelsmann sind natürlich sinkende Umsätze. 2007 wurden mit Sony BMG „nur“ 1,5 Milliarden Dollar erwirtschaftet, knapp eine Milliarde weniger als noch 2006. Sony BMG stand mit diesen Zahlen hinter Universal aber immerhin noch auf Platz zwei der vier Branchenriesen (Universal Music/Sony BMG/Warner Music/ EMI). Das sich verändernde Musikgeschäft schreckt Sony nicht, gemunkelt wird, dass sie eine Milliarde Dollar für die Übernahme bezahlen werden, der Deal muss allerdings sowieso noch von Regulierungsbehörden genehmigt werden.
Allerdings steigt Bertelsmann nicht komplett aus dem Musikgeschäft aus, man habe "ausgesuchte europäische Kataloge von Musikrechten mit den Werken von mehr als 200 Künstlern übernommen“, heißt es. Dabei handelt es sich um Masterrechte an den Aufnahmen verschiedener Künstler wie den Scorpions. Die Marke BMG bleibt also erhalten.
recOGnize 06.08.2008 Massiv haben sie behalten *ugly*
Jow 06.08.2008 Wer jetz noch n Plattenlable für 1 Milliarden Dollar gönnt ist doch total bescheuert... da macht bmg das doch goldrichtig.... schön die ganze verkaufsrechte von den ganze fetten künstlern die auf jeden fall was absetzten...