So war’s bei „Die 50 schönsten Rapper“ [Recap]

Am Sonntag wurde von Muschi Kreuzberg und Mit Vergnügen eingeladen – und zwar in den Festsaal Kreuzberg zu „Die 50 schönsten Rapper“. Vorab: schön waren vielleicht die Rapper oder einige davon (Geschmack ist natürlich immer subjektiv), die Location am nächsten Tag aber ganz sicher nicht mehr.

Dieses Jahr wurde auf jeden Fall ordentlich in den Mai getanzt. Nachdem die rap.de-Crew sich den ein oder andere Pfeffi genehmigt hatte, ging es vom Prenzlauer Berg nach Kreuzberg. Mit leichten Startschwierigkeiten betraten wir pünktlich zum SXTN-Überraschungsauftritt den Saal: in Sachen Stimmung auf jeden Fall ein Highlight und leider auch einer der wenigen Auftritte des Abends, die sich mir eingeprägt haben.

Nicht, weil die übrigen Rapper live nicht überzeugen konnten, sondern weil wir uns im Backstagebereich komplett dem investigativen Journalismus hingaben. Leider ohne großen Erfolg, denn wie ein gewisser Kollege twitterte: es wurde ganz schön viel Alkohol reingewürgt. Und zwar nicht nur von uns, sondern auch von den Rappern selbst. Und so entstanden auf jeden Fall viele interessante Gespräche inmitten von gefühlt tausend Flaschen Schnaps – aber auch genügend „Interviews“, die ich im nüchternen Zustand vielleicht etwas anders geführt hätte.

Aber natürlich haben die meisten Rapper nicht nur am Glas, sondern auch auf der Bühne alles gegeben – Highlight war meines Erachtens auf jeden Fall Special Guest Marteria, der zusammen mit Arnim von den Beatsteaks seinen neuen Track „Aliens“ performte.

Außerdem stark waren Takt32, Manny Marc, Chefket, Haiyti und Bausa, der den Konzert-Teil des Abends mit einer Performance seines Tracks „Baron“ würdig beendete. Durch den Abend geführt wurde von niemand geringerem als Olli Schulz und Visa Vie: Visa Vie als fest verankerter Teil der deutschen Rap-Szene hat natürlich wie gewohnt überzeugt, aber auch Olli Schulz, der ja normalerweise eher in anderen Formaten stattfindet, konnte sich mit einigen Freestyles gekonnt in Szene setzen. Die wurden natürlich vom Publikum gefeiert – obwohl sie qualitativ nicht sonderlich überzeugten. Aber ist halt Olli Schulz!

Auch die Aftershowparty konnte sich sehen lassen: bis in den frühen Morgen hinein spielten die DJanes und DJs alles, was das HipHop-Repertoire zu bieten hat. Dazu wurde von den Rappern, ihren Fans und allen Leuten, die sonst noch irgendwie zur Deutschrapszene gehören getanzt oder zumindest mit dem Kopf genickt. Nicht selten sah man den ein oder anderen Musiker an der Bar – HipHop zum Anfassen also.

Fazit des Abends: nicht nur für mich rückte die Musik in dieser Nacht eher in den Hintergrund. Auch der Sound ließ manchmal etwas zu wünschen übrig und der Alkohol machte eben auch seinen Job – nicht zuletzt bei den Rappern. Trotzdem, aber auch wahrscheinlich genau deshalb ging es für die rap.de-Redaktion erst nach Hause, als es bereits taghell war. Eine letzte Insider-Info: wenn man im Festsaal Kreuzberg „Irgendwas mit Vodka“ bestellt, bekommt man Vodka mit Ingwersaft. Gibt schlimmeres.

Verlosung: 2×2 Tickets für „Die 50 schönsten Rapper“

Wer rappt am schönsten?

 

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