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F.R.
Interview: staiger
Fotos: staiger
28.05.2010 F.R.
"Ich musste meine Seele nicht verkaufen"

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F.R. das Wunderkind ist erwachsen geworden. Unter den Augen von Rapdeutschland wurde aus dem 13-jährigen RBA Kid ein junger Erwachsener, der sich denn auch auf dem neuen Album "Wer Bist Du?" die wirklichen elementaren Fragen nach der eigenen Identität stellt.
Diese Frage stellen wir uns zwar auch immer wieder, im Interview mit Fabian Römer tauchte sie dann aber nur am Rande auf. Vielmehr hätte uns dann doch interessiert, wann er zum ersten mal ein Groupie entjungfert hat, wie er es auf einem seiner Songs beschreibt – darauf allerdings haben wie dann leider keine Antwort bekommen.
Allen anderen Fragen ist der junge Mann aus Braunschweig aber nicht aus dem Weg gegangen und so wurde es ein sehr interessantes, wenn auch wenig lebhaftes Gespräch, mit einem der talentiertesten MCs der Rapublik. 





rap.de: Du bist derzeit auf Tour und schwer im Stress?


F.R.: Na ja, was heißt im Stress. Ich mache einfach lieber diese Nightliner Touren, weil man da viel besser schlafen kann und nicht einchecken, auschecken oder sich in einen nervigen Bus setzen muss. Aber bei einer Fünf-Tages-Tour ist klar, dass man das nicht unbedingt mit einem Nightliner durchzieht. Deswegen war es schon stressiger als so eine Nightliner Tour über fünf Wochen, aber letztendlich steht bei der Tour dann immer doch der Spaß im Vordergrund.

rap.de: Beim Savas-Konzert in Hamburg standest Du vor mehreren tausend Leuten. Wie viele kommen sonst so zu Deinen Konzerten?

F.R.: Das ist ganz verschieden, auf dieser Tour hat es sich krass gesteigert. Ich kann mich erinnern, dass 2008 zu "Vorsicht, Stufe“ Zeiten in Weinheim, das ist in der Nähe von Stuttgart, vielleicht 40 Leute kamen. Und dann haben wir in Stuttgart gespielt, in einem Club für 300 Leute, und das war echt proppenvoll. Das ist wirklich cool, da so eine Steigerung zu sehen und ja, das sind so die Sphären, in denen ich mich live gerade bewege. Natürlich hoffe ich, dass die Leute das ihren Freunden weiter sagen und so ist dieses Live-System glaube ich auch. Man überzeugt, die Leute wollen wiederkommen und sagen ihren Freunden vielleicht noch Bescheid – und dann spielt man das nächste Mal vor doppelt so vielen.

rap.de: Wie wichtig ist Dir das Live-Ding? Eigentlich bist Du ja der Original-Internetrapper.

F.R.: Ich war ja nie der exklusive Internetrapper, sondern seit ich 13 bin schon immer live unterwegs. Deswegen war mir das eigentlich schon immer extrem wichtig und das ist es mir auch geblieben. Ich fühle mich auf der Bühne wohl und von daher ist das was ganz anderes als Studioarbeit, ich sehe es aber trotzdem auf Augenhöhe mit der Albumproduktion. Wenn ich ein Album mache, dann ist es nicht nur das Projekt Album, sondern auch das Projekt Live-Show und das nehme ich mindestens so ernst wie eine Albenproduktion.

rap.de: Hast Du noch Lampenfieber?

F.R.: Also es ist nicht so, dass ich morgens aufstehe, mir denke "Boah, du musst heute Abend auftreten“ und total aufgeregt bin. Das ist dieses ganz normale Adrenalin, was jeder Künstler 20 Minuten vor dem Auftritt hat. Man hört vielleicht schon vorher die Leute, guckt schon mal durch den Vorhang und sieht, was da gleich passieren wird. Das ist dann mehr so ein natürliches Adrenalin und hätte man das nicht, würde man glaube ich viel lascher und nicht so leidenschaftlich auf der Bühne sein. Deswegen braucht man diese Grundnervosität unbedingt.

Ich hab nur Angst um meine Gesundheit, dass ich mich vorher erkälte oder so. Ich bin da sehr verantwortungsbewusst und versuche wirklich alles, dass ich gesund bleibe. Gott sei Dank ist noch nie was Schlimmes passiert und ich musste ernsthaft auch noch nie einen Auftritt wegen Krankheit absagen. Bei der großen Live-Tour 2008 habe ich davor richtig krasse Filme geschoben. Ich dachte, wenn man mit einem Nightliner unterwegs ist, sind danach bestimmt alle krank, aber es war gar nichts.


rap.de: Bist Du hypochondrisch veranlagt?

F.R.: Nee, gar nicht. Auch wenn das jetzt vielleicht so klang. Man muss sich halt einfach vorstellen, was an einer Tour so alles dranhängt. Da sind Leute in der Location, die sich den Arsch aufreissen, damit das alles aufgebaut ist. Leute zahlen Geld, um dich zu sehen. Das Schlimmste wäre für mich wirklich, wenn ich ein paar Stunden vorher merken würde, dass es mir schlecht geht und wir das absagen müssen. Klar, kann man es verschieben, aber ich will es den Leuten gerne recht machen und mir auch. Deswegen hat das nichts mit hypochondrisch zu tun. Ich will einfach nicht krank werden und einen guten Abend haben.

rap.de: Kannst Du dich noch an Deinen ersten Auftritt erinnern?

F.R.: Ja, an den kann ich mich noch erinnern. Das war auch eher ungewollt. In einigen Biografien von mir stand glaube ich "wurde auf die Bühne gezogen und hat freestylen müssen“ und es war auch tatsächlich so. Es hat aber trotzdem Spaß gemacht. Das war so ein bisschen dieses "8 Mile“-Feeling, dass man da wirklich rauf gezerrt wird und gar nicht weiß, vor was für einer Herausforderung man da steht. Aber wenn ich da zurück blicke war es eigentlich ganz cool, da mal ins kalte Wasser geworfen zu werden. Sonst hätte ich mich vielleicht nicht getraut, auf so einer Bühne zu stehen.

rap.de: Du hast geschrieben, dass Dir dieses Album wahnsinnig wichtig ist. Warum?

F.R.: Weil an der Produktion viel mehr hängt als an den bisherigen Alben. Ich konnte mich komplett darauf konzentrieren und deshalb haben wir uns einfach monatelang im Studio eingeschlossen. Wir haben nur Mucke gemacht und deshalb hängt da vielleicht noch mehr Herzblut drin als in den bisherigen Alben. Ich konnte dieses Vollblutmusiker-Dasein zum ersten Mal genießen und allein deshalb ist es mir sehr wichtig, dass das Album meinen Fans gefällt und ich mir neue Leute erschließen kann.
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Kommentare:
LW84   28.05.2010
"ich musste meine Seele nicht verkaufen!" - so ein Gerede schon. Man sehe Stichworte wie: Entfremdung, Kapitalismus, usw... und dann bitte nicht mehr solche Floskeln verdreschen!

www.still-hungry.de   28.05.2010
der junge ist erwachsen gewurden !!! mal sehen was dir zukunft bringt für ihn

ypz001   28.05.2010
ich kann den typen nicht ab...und was soll das wunderkind gerede?

luft   28.05.2010
Sympathischer Kerl, fährt sich keine Filme und macht gute Musik

mrfrosty   28.05.2010
mund halten, bitte lw.

Biene   29.05.2010
ER TRÄGT SCHWEIßBÄNDER???

LPGA   29.05.2010
LW84, du schlechter Hippie Rapper musst gerade reden.Auch wenn ich FR nicht hören kann, hat er im Vergleich zu dir immerhin Flow, gute Produktion und va Fans :D

nym   29.05.2010
@frosty: wieso, lw hat in diesem fall doch recht?!

Lukas   29.05.2010
Der kann ja echt rappen und hat wirklich gute Texte, trotzdem sollte der mal eine rauchen und mit dem Trinken anfangen, damit seine Stimme mal hörbar wird. Stört echt. Der ist als so als Privatmensch glaube ich so langweilig und unaufregend wie dieses Interview.

W!ckeda   29.05.2010
Man, ich mochte ihn eigentlich immer, fand seine Musik auch immer gut bis geil, aber mittlerweile kann ich ihn mir irgendwie nicht mehr geben, klingt alles gleich was er rappt und auch die Lieder von seinem neuen Album sind alle monoton und zünden nicht richtig... Und das Interview macht ja fast aggressiv, kann er nicht vernünftig antworten? Die ganze Zeit nur am Ausweichen und Nicht-Festlegen; "Ja nee, so ist es nicht, aber anders auch nicht." Komm zum Punkt!

www.hill-stungry.de   29.05.2010
"...(ich) ticke glaube ich relativ normal." - ich finde dieser Nebensatz ist zutreffend auf die komplette Künstlerpersona "FR". Ein normaler Abiturient aus einer mittleren Großstadt in Niedersachsen, der ein bisschen Gefallen an Rapmusik findet. Er hat es krass drauf, keine Frage, aber an mir (und meinem Umfeld) ging der immer ein bisschen vorbei. Vielleicht weil er einfach zu normal ist, seine Themen und Flows sind meistens unüberraschend und ich habe stellenweise schon das Gefühl, dass er mit seiner Musik auch den sprichwörtlichen "Mittelweg" sucht, am Ende fehlen mir aber in allen Bezügen die Ecken und Kanten. Normal ist eben auch nur der kleine Bruder von Langweilig.

spés   31.05.2010
Meinen Respekt hat er, er hat mit 13 ein Album hin geblättert, was andere in ihrer ganzen Karriere nicht ansatzweise erreicht haben ! Mundwerk fickt alles !

Davethoven1   01.06.2010
warum hat der immer ne mütze an? was soll des?

argh   01.06.2010
lol f.r. ist whack und das interview ist ja mal übelst mies. musste mich aber eher wegen den fragen fremdschämen, f.r. kann ja nix dafür das da so aufgesetze fragen kommen...

....   02.06.2010
viel zu arrogant der junge dafür was er bisher erst abgeliefert hat allein seine aussagen im juice interview wie "die zielgruppe die rapp hört von 12 bis 18 jahre!??!"

F R anz   03.06.2010
...wenn Mittelstand kids versuchen RAP zu machen !!! .. F.R. erinnert mich Stark an Jimi Blue Ochsenknecht. Und sein Gesichtsausdruck ist ziemlich "NIXAUSSAGEND" ..der nächste bitte^^

STECH ARR   07.06.2010
Überopfer, da ist Pferdekacke spannender als dieser Junge! Rechtlich gesehen mag er erwachsen geworden sein, aber sein Gesicht sagt uns, er ist immer noch ein kleiner Junge, der nicht wirklich etwas zu sagen hat. Er sollte in die Politik gehen...Da wird er sicher Erfolg haben mit seinem "Ich sage soviel, aber dann doch nichts" Gerede...