Bei diesem Bericht hier handelt es sich lediglich um einen Vorboten zu dem, was euch splash!-mäßig noch alles bei uns erwartet. Von Interviews aus dem Backstage-Bereich und jeder Menge Fotomaterial, bis hin zu Videoreportagen von der Männertoilette und unseren spektakulären sowie großartigen "Schlag den YeLm"-Aktionen.
da wir aber keine Zeit verlieren und die euphorische Stimmung noch ein bisschen auskosten wollen gibt es vorab schon mal den ultimativen Festivalbericht. Impressionen von und mit der rap.de Redaktion. Rausch, Rap, Rucksackträger und Randale - wir liefern euch die umfassendste Nachberichtserstattung zum verregneten Spektakel am See.
Abfahrt und die Geschichte vom Defender
Wir treffen uns Donnerstagabend 19 Uhr, um loszufahren. Schließlich wollen wir ja die
K.I.Z. Record Release Party nicht verpassen. Schließlich sind wir ja alle schon heiß aufs Festival und schließlich ist 19 Uhr jetzt auch nicht die absurdeste Zeit, wenn man so gegen 22 Uhr ankommen möchte. Hahaha. Um 19 Uhr waren tatsächlich alle da. Mit Schlafsäcken und Zelten und Bier und Wodka. Wir haben getrunken und auf das Auto gewartet. Eigentlich wurde uns ein Landrover versprochen, doch die Frau, die uns den Jeep ausleihen wollte, war den ganzen Tag nicht zu erreichen gewesen, weswegen wir dann bei einem Bauern aus Gräfenhainichen einen Anhänger gemietet haben. Hinfahren wollten wir dann mit einem VW Bus. Als dieser dann kam, stellte sich heraus, dass wir da gar nicht alle rein passen. Zu viele Menschen. Zu viel Gepäck. Plan B? Es gibt keinen Plan B, aber die Frau mit dem Landrover meldet sich. Handy vergessen, deshalb nicht zurück gerufen und so weiter. Wir fahren hin. Es ist mittlerweile kurz vor 21 Uhr. Bis wir den Landrover verstanden haben und alles Papiere unterschrieben haben und tausend mal geschworen haben, dass wir gut auf das gute Stück aufpassen würden und überhaupt vergeht wieder etwas Zeit. Losgefahren sind wir um 22:30. Den
K.I.Z. Auftritt haben wir verpasst. Dafür gab’s beim
splash!-Check In einen giftgrünen Kräuterschnaps, der erst nach dem dritten Glas ganz gut schmeckte. Es wurde ein toller Abend.
Prima MC
Nach der Donnerstag-Nacht-Weisswein-mit-Redbull-plus-Jim-Bean-pur-Eskapade steht plötzlich ein junger Mann bei unserem Camp. Völlig ruhig steht er da, bis irgendwer von uns den Fehler macht und ihn anspricht. Mit schnellen Schritten ist er in unserer Mitte, tauscht ein paar Belanglosigkeiten aus, sagt dann plötzlich den verhängnisvollen Satz „Ich bin ja auch Rapper“ und fängt einfach an zu freestylen.
Während man am Anfang noch milde lächelt, und sich denkt
"Hach-HipHop-lebt-ja-auch-von-seiner-Spontanität-trotzdem-rappt-der-echt-grottenschlecht“, ist man nach zwei Minuten "
Yo, ich weiss zwar nicht was ich sagen soll, trotzdem rocke ich den Scheiß bis alle sagen, toll!“ völlig entnervt und komplimentiert den hoffnungsvollen Nachwuchsrapper hinaus. Noch während er uns verlässt, rappt er vor sich hin und dreht sich immer wieder in unsere Richtung um. Wir winken, schütteln unsere Köpfe und steigen in den Bus nach Dessau, um uns an Schweinshaxen und Kohlrouladen zu laben.
Pissen am Zaun
Warum die verbesserten hygienischen Bedingungen der neuen Location nicht genutzt wurden ist uns auch drei Tage nach Beendigung des Festivals nicht wirklich ganz klar. Vielleicht ist es einfach die bloße Befriedigung eines satten Freiluftschiffs, was Abend für Abend die Massen in die Nähe unseres Wagens kommen ließ, der dummerweise in der Nähe eines Zaunes stand. Die Tatsache ungehemmt gegen einen Zaun pissen zu können, erfüllt offensichtlich weite Teile der männlichen Bevölkerung mit so viel Wohlbehagen, dass wir dem nicht entgegen treten wollten, auch vor allem, wenn mit so viel Begeisterung auf den Schwanz des Nachbarn geschielt wird. Da halten wir doch lieber drauf und dokumentieren. Dann haben wir alle was davon.
Pension und LIDL
Während der männliche Teil der Redaktion wahnsinnig maskulin und unter massivem Einsatz von Dosennahrung und Bier gezeltet hat, verschlug es die stellvertretende Chefin samt mitgereister Freundin in eine kleine Pension. Einen knappen Kilometer von der nächsten Straße entfernt und inmitten von verlassenen Schrebergärten. Während des Frühstücks erzählt die Wirtin, dass sie kürzlich Großmutter geworden ist. Bilder gibt es davon natürlich auch, der weibliche Teil der
rap.de Redaktion bekommt alle zu Gesicht. Wirklich alle. Später bei
LIDL werden diverse splash!-Besucher angetroffen. Man erkennt sie schon von weitem daran, dass sie ausschließlich Alkoholika einkaufen. Manche schleppen auch noch Cola und Orangensaft zum Shuttle-Bus – man braucht ja auch was zum Mischen. Vor dem Discounter sitzen vier Franzosen und beweisen, dass es im Land der kulinarischen Genüsse auch bei sintflutartigem Wetter noch lustig zugehen kann. Es wird gesungen und vor sich hinkomplimentiert, dass es eine wahre Freude ist.
Unser Stand
Zugegeben, andere Festivalteilnehmer hatten stylischere Stände, aber an keinem war so viel Spaß und Unterhaltung und Action geboten, wie bei uns. Aus diesem Grund dürfte der etwas bescheidenere Auftritt locker zu verzeihen sein und auf den Spruch
"Home Of The Stars“ sind wir auch stolz, auch wenn wir manchmal selber darüber lachen mussten.
Aruba Stage
Auch wenn die Meinungen bezüglich der neuen Location sehr weit auseinander gehen, durfte man sich als
splash! Nostalgiker vor der
Aruba Stage fast wieder ein bisschen wie in Ober Rabenstein fühlen. Die Bühne lag direkt am Strand und damit am See und das Gelände war abfällig. Von oben hatte man alles fest im Blick. Man kann fast von einer Miniatur Version der alten Chemnitzer splash! Bühne sprechen.
Heltah Skeltah
Wo wir schon bei Nostalgie und der
Aruba Stage sind,
Heltah Skeltah! Während
Sean P auf dem letzten
splash! bereits einiges an Wirbel machte, gab es
Ruck und
Rock dieses Jahr wieder gemeinsam auf der Bühne zu sehen.
"Ruck and Roll", Vielmehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.