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Der Körper einer Frau - wie sollte er geformt sein, was sollte er ausstrahlen, welche Partien erscheinen einem erotischer, welche weniger?
Im Zuge meines kürzlich begonnenen Praktikums in der Rap.de Redaktion, war ich vor aller redaktioneller Arbeit zunächst einmal mit meinen beiden wunderschönen und kurvigen Mitarbeiterinnen konfrontiert. Diese beiden Prachtexemplare von Frauen, brachten mich, als Hobby-Sexualforscherin, in die Versuchung weibliche Attribute in Bezug auf ihr subkulturelles Umfeld, in diesem Fall der Welt des Hip Hop, zu analysieren.
Allgemein bekannt, ist die Welt des Rap eher männlicher Natur und genau diesem Teil der Leserschaft möchte ich eine kleine Anekdote präsentieren, um die Perspektive einer Frau, die Hip Hop konsumiert und sich dieser Subkultur zugehörig fühlt, darzustellen.
Stellt euch ein 14-jähriges Mädchen vor. Vor einem halben Jahr begann sich ihr Körper zu verändern. Ihre Brust wuchs, ihre Hüfte ging in die Breite, ihre Schenkel wurden voller und ihr kurvenreicher Körper stand erst ganz am Anfang seiner verheißungsvollen Entwicklung. Das Problem - ein 14-jähriges Mädchen in Berlin-Deutschland, das durch Medien und Kultur bereits in ihren jungen Jahren mit dem schwachsinnigen Körperkult ihrer Gesellschaft konfrontiert ist, ergibt sich bedingungslos dem Schlankheitswahn. Für ihren gerade erst reifenden Körper bedeutet das Diät und für ihre Psyche ständig lastender Druck. Nun begibt es sich allerdings, durch einen glücklichen Zufall, dass dieses Mädchen ein altes "Royal Bunker" Tape von ihrem kiffenden 16jährigen Kumpel, oder eine Masta Ace CD von ihrem neuen Baggy-tragenden Schwarm geschenkt kriegt. Sie verfällt der Welt des Hip-Hop. Wie es pubertierende Schwämme nun mal an sich haben, saugt sie alles aus Internet, Konversation und Radio, um sich ihrer neuen Passion vollkommen hinzugeben. Um sich nicht nur auf wissender, sondern auch äußerlicher Ebene darzustellen, kauft sie von ihrem knapp bemessenen Taschengeld neue Sneaker und große Kreolen. Was aber viel wichtiger ist und damit Einfluss auf meine Analyse hat, ist, dass sie im Laufe ihrer Suche, Frauen über den Weg laufen wird, die so gar nicht dem neuen schlanken, ranken Modell Ideal der westlichen Frau entsprechen wollen. Ich rede, und das meine ich jetzt ganz plakativ, von Frauen wie Foxy Brown, Beyoncé, Ashanti, Jennifer Lopez, Alicia Keys, Mary J. Blige, Jill Scott, Ce'cile, Spice und natürlich auch den Tänzerinnen aus diversen Videos. Sie wird beginnen sich an diesen zu orientieren, wird deren Kurven, deren runde Schenkel, deren große Brüste und vor allen Dingen, deren weit heraus stehende pralle Hinterteile abspeichern als sexy, erotisch und GUT!!! Gut um den Jungs zu gefallen, nach denen sie Ausschau hält. Was bedeutet, dass sie ihren Körper lieben lernen wird und sich schnell diesem durch Populärmedien geprägten Körperideal entgegen stellt.
Dass Geschmäcker verschieden sind, möchte und brauche ich hier natürlich nicht zu betonen und ich will auch gar nicht behaupten, dass jeder Hip Hopper und jeder, der sich einem der vier Elemente dieser Szene verschworen hat, auf den pralllärschigen, vollbusigen, kurvigen, temperamentvollen Typ Frau steht. Was allerdings meine zahlreichen Mini-Feldforschungen in den Berliner und auch außereuropäischen Hip-Hop- und Dancehallclubs ergeben hat, ist, und das werdet ihr sicherlich bestätigen können, dass ein weiblicheres Körperideal, mehr als es vielleicht in anderen Szenen der Fall ist, im Hip-Hop und Reggae bevorzugt wird. Das darf man natürlich nur statistisch betrachten, wie gesagt, Ausnahmen bestätigen die Regel!
Dass zum Sexy- oder Interessant Sein natürlich mehr als nur Körperbau ein Rolle spielt, ist selbstverständlich. Dass ein schönes Gesicht und eine Wahnsinns-Persönlichkeit oder ein krasser Tanzstil erotischer sind als alles andere, sei auch geklärt. Aber was ich, und das auch im Namen einer großen Anzahl von Hip-Hop Ladys, sagen will ist: DANKE!!! Danke an die Hip-Hop Welt, die kurvige Frauen mit prallen Ärschen objektiv erotischer finden als abgemagerte Laufstegmodelle. Sie ist der Grund dafür, dass wir mit Spaß essen und wenn wir ein wenig zugenommen haben, in den Spiegel gucken und sagen können: "Wow, hab ick ne' Kiste jekriegt und damit kann ick wackeln im Club, geil!", sie ist der Grund dafür, dass wir unseren Charakter nicht mit obsessivem Schlankheitswahn und Diäten verderben, sondern unseren Fokus auf Persönlichkeitsentfaltung legen können, sie ist der Grund dafür, dass wir glücklich sein können, mit dem what our mamas gave us!!!! 
DANKE!!!!!
von Tinka
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