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Jay-Z ist ein großer Mann. Nicht nur, weil er musikalisch sehr viel Großartiges gemacht hat und ganz nebenbei auch noch unfassbar reich geworden ist. Nein, der Mann kann es sich auch einfach leisten, auf den aktuellen Haiti-Charity-Run zu scheißen und damit in Kauf zu nehmen, von der Öffentlichkeit geächtet zu werden. Ursprünglich hieß es, dass der New Yorker neben Künstlern wie dem demnächst inhaftierten Lil Wayne und unserem Lieblings-Wahnsinnigen Kanye West zugunsten der Erdbebenopfer den Klassiker "We Are The World" neu aufnehmen sollte. Schlussendlich wurde der ursprünglich von Michael Jackson und Lionel Richie aufgenommene Track dann aber doch ohne Jiggas charakteristisches Organ realisiert. Jetzt könnte man sich natürlich über fehlende Hilfsbereitschaft und ein unterdurchschnittlich ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein gegenüber anderen beschweren. Der Grund, warum Jay-Z nicht Teil der Song-Neuinszenierung sein wollte, ist aber zumindest aus musikalischer Sicht ein durchaus nachvollziehbarer. Gegenüber MTV verglich der Jiggaman "We Are The World" mit dem Jackson Track "Thriller" und gab zu, einfach nicht zu wollen, dass diese Songs in irgendeiner Art und Weise verändert werden. Dazu sei er einfach ein zu großer Fan der Musik. "I know everybody is gonna take this wrong: 'We Are the World,' I love it, and I understand the point and think it's great. But I think 'We Are the World' is like [Michael Jackson's] 'Thriller' to me. I don't ever wanna see it touched.” Natürlich. Man sollte jede Möglichkeit nutzen, Gutes zu tun und seine eigenen überdurchschnittlichen Mittel mit der Welt zu teilen. Aber nehmen wir mal an, er hat Teile seines Multimillionen Dollar Vermögens an die Hilfsbedürftigen auf Haiti gespendet. Hat er dann nicht jedes Recht der Welt, nicht an der Neuauflage eines Songs mitzuwirken, den er im Original schon als perfekt empfindet? "Es gibt Dinge, die unantastbar sind" sagt er und da möchte man ihm einfach beistimmen. Natürlich wünschen wir dem Hilfsprojekt für Haiti alles, alles Gute. Nichtsdestotrotz 5 Coolness-Punkte an Jay-Z für diesen etwas asozialen aber doch auch souveränen Move eines Musikliebhabers. Wer übrigens wissen möchte, was richtig, richtig schlechte Coversongs sind / HIER:
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