Eko Fresh kann guten Gewissens als der experimentierfreudigste Mann im deutschen Rapbiz bezeichnet werden. Die einen warfen ihm vor, sich verzweifelt in allem auszuprobieren, um dann doch irgendwann einmal den großen und nachhaltigen kommerziellen Durchbruch zu schaffen, andere lobten die Vielseitigkeit des zweifelsohne außergewöhnlich talentierten MCs. In jedem Fall erlebte seine Karriere den ein oder anderen unübersehbaren Knick, was ihm eine mittlerweile wohl unüberschaubare Menge an Hatern in Fan- und auch Künstlerkreisen eingebracht hat. Dabei hatte bei einer selbst organisierten Jam in Mönchengladbach alles so gut angefangen, als der große Savas aus Berlin den damals fast 18-jährigen Ekrem unter seine Fittiche nahm. Diese Zusammenarbeit führte zu der mittlerweile Kult-Status inne habenden EP "Jetzt Kommen Wir Auf Die Sachen" und nun, nach R’n’B-Projekten, ersguterjunge-produzierten Ghettorap-Ausflügen und einem Album, bei dem Eko vom Geiste Tupacs besessen schien, schließt sich der Kreis. Der Wahl-Kölner kehrt zurück an den Anfang seiner Karriere, als er noch voller Zuversicht in die Zukunft blickte. Der ein oder andere Traum mag seither zerplatzt sein, inwiefern sich auf "Jetzt Kommen Wir Wieder Auf Die Sachen" der Geist vergangener Tage wieder beleben lässt, ist eine Frage, die uns wohl nicht nur redaktionsintern beschäftigt.
Am 21. August soll das Werk über Sony erscheinen, im Zuge des Releases wurde nun auf ekofresh.de eine Art Dokumentation über den Werdegang des German Dream-Chefs veröffentlicht, in dem gut halbstündigen Video kommen Wegbegleiter ebenso wie der Hauptakteur selbst zu Wort. In einem Interview mit der am Freitag erscheinenden JUICE spricht Herr Bora außerdem darüber, dass Bushido ihm eine Art kommerzielles CCN-Kollaboprojekt versprochen haben soll. Auf der dem Heft beiliegenden CD befindet sich außerdem ein exklusives Medley aus seiner 2001 erschienen EP.