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weblog von Staiger
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Staiger - “Der reale Scheiß aka The Real Shit”
Staiger guckt und schreibt.
10.03.2009
Manuellsen und der Sohn einer Prostituierten
Heute habe ich meinem Freund Manuel und einigen anderen Menschen eine e-mail geschreiben. Leider stimmt die Adresse von ihm nicht, weshalb ich es dann nochmal über myspace versucht habe. Ich hoffe er hat die Nachricht bekommen.

Sie hatte den folgenden Wortlaut:

lieber manuellsen,

wie ich neulich im internet sehen musste, hast du mich als sohn einer prostituierten bezeichnet, wobei ich mich frage, wie du zu dieser irrigen annahme kommst. aber vielleicht weißt du ja dinge über meine mutter, die ich nicht weiß und vielleicht interessierst du dich ja tatsächlich für frauen ab mitte 60. vorzustellen wäre es.
nichtsdestotrotz halte ich meine mutter für eine ehrenwerte frau und auch wenn ich nicht auf diesen araber-türken-ehre-style stehe, habe ich in den letzten jahren meine mutter doch recht lieb gewonnen.
aus diesem grund und auch weil du sowieso schon großmäulig angekündigt hast, dass ich eine aufs maul bekommen würde, möchte ich dir dazu die gelegenheit geben.

am 05 april findet in berlin der fightclub statt, eine freefight veranstaltung und wir haben die möglichkeit eine kampfpaarung zu stellen.

ich will gegen dich antreten.

als regelwerk schlage ich freefight nach denn D3 regeln der ffa vor, was bedeutet:

Techniken im Stand

Schläge zum Kopf / Ja
Schläge zum Körper / Ja
Ellenbögen zum Kopf / Nein
Ellenbögen zum Körper / Nein
Tritte zum Kopf / Ja
Tritte zum Körper / Ja
Knie zum Kopf / Ja
Knie zum Körper / Ja

Techniken am Boden

Schläge zum Kopf / Ja
Schläge zum Körper / Ja
Ellenbögen zum Kopf / Nein
Ellenbögen zum Körper / Ja
Tritte zum Kopf / Nein
Tritte zum Körper / Nein
Knie zum Kopf / Nein
Knie zum Körper / Ja
Bodyslams / Nein

Schutzausrüstung

Zahnschutz / Ja
Tiefschutz / Ja
MMA Handschuhe / 10oz
Schienbeinschützer / Nein

Rundenzeiten / 2x5

das komplette reglement kannst du auf der seite des deutschen MMA verbandes einsehen.

falls du interesse hast, wovon ich ausgehe, setze dich doch bitte mit meinem trainer Frank B. in kontakt.

bis dahin und hoffentlich bald.

es grüßt dich,

dein staiger

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05.03.2009
Yo!Majesty
Vorgestern im Berliner Club Scala, traten Yo!Majesty auf und ich war überrascht wie viele Menschen an einem Dienstag Abend ausgehen können. Alle Hartz 4, oder was. Der club war gerammelt voll und stickig als wär’s ein Samstag gewesen.


Yo!Majesty sind ein lesbisches Trio, die auflegen und rappen oder irgendwelche Sachen wie "Spank that Culo" ins Mikrophon brüllen und die mir angepriesen wurden, dass die eine immer ihre Titten zeigen würde. / Das fand ich nicht uninteressant.
Beim Konzert allerdings fand ich die Frau im extravaganten Dollar-Dollar-Bill-Ya-Outfit mit der Krone auf dem Kopf fast noch interessanter.

Beim Anschauen der Bilder musste ich an die alte Eko-gegen-Fler-Zeile denken, wenn du die Hände und die Füße einziehst, dann verwandelst du dich zur Kugel. (An diese Zeile hat mich Fler übrigens gestern beim Interview höchstselbst erinnert und dabei betont, dass er die Zeile auf jeden Fall als Anlass für ein ausgiebiges Ganzkörpertraining und bewusste Ernährung genommen hat / andere Geschichte.)


Zurück zu Yo!Majesty. Auf der Bühne waren sie dann nur zu zweit, weil sie sich anscheinend untereinander gestritten haben und die eine im Hotel geblieben ist. Da ich nicht wusste, wie es eigentlich hätte sein sollen, habe ich mich trotzdem gefreut und die Stimmung war ausgelassen und ekstatisch und ich weiß nicht, ob’s an mir, der Musik oder den Getränken lag, aber man könnte sogar sagen, die Stimmung war auch ein bisschen sexy.

Definitiv trägt das Entledigen von Kleidungsstücken zur Losgelöstheit im Publikum bei und vermittelt den Eindruck, dass man etwas Gefährlichem und Verruchtem auf der Spur ist.
Aber genau das mag ich. Und den Rest der Gesellschaft könnt Ihr Euch in der rap.de-Galerie anschauen.
Und Yo!Majesty könnt Ihr bei myspace kennen lernen und wenn ihr Euch traut, vielleicht auch ihre Feunde werden.

Ach ja. Titten gab's tatsächlich zu sehen. Hätte ich fast vergessen.


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02.03.2009
Gangster Rapper ersticht Nachbarn
Wenn es nicht so traurig wäre, würde man am liebsten Schreien. Und gerade weil es so traurig ist, muss man schreien.

Momo Black Gangsterrapper aus Neukölln ersticht seinen gehbehinderten Nachbarn. So stand es als erstes im Berliner Kurier, so steht es in der BZ, auf Bild.deund jetzt auch im Kölner Express und weiter: "Mohammed H. gilt als ein aufsteigender Star der Berliner Rapper-Szene. Raue Stimme, harte Texte. Er nennt sich selbst den "arabkiller" und den "Nuttenfi...". Seine Songs heißen "Lauf um dein Leben" oder "Regieren das Land". Und darin droht MomoBlack: "Kommt mir nur nicht nah, bevor ich euch zerfetze!""

Freundinnen und Freunde. Vielleicht kenne ich mich in der Berliner Rapperszene nicht mehr so gut aus. Vielleicht habe ich den Kontakt zur Straße verloren und vielleicht sitze ich in einer Art Elfenbeinturm, wo mich nur noch Major Rapper besuchen dürfen. Aber! Momo Black? Nie gehört ehrlich gesagt! Weder als Möchtegern Rapper Noch als aufsteigenden Star.

Überraschend finde ich eigentlich nur, wie selbstverständlich der Begriff Rapper und Gangsterrapper als eine Art Berufsbezeichnung herhalten muss. Ähnlich natürlich wie ein Metzger oder ein Lehrer. (Metzger ersticht Nachbarn im Blutrausch/Lehrer erschießt Ehefrau.)
Nur ist das halt so, dass ein Lehrer tatsächlich als Lehrer arbeiten geht und ein Metzger tatsächlich morgens in der Fleischerei erscheint.
Vielleicht tauchte Momo Black ja tatsächlich morgens pünktlich im Studio auf und bekam regelmäßig sein Gehalt für seine "Tätigkeit im Bereich Rapmusik" überwiesen - mit einem Sicherheitszuschlag für das gefährliche Genre Gangster.
Wahrscheinlicher aber ist, dass Momo Black eine myspace-Seite und ein paar Zettel mit Lyrics unter seinem Bett. Das macht ihn natürlich zu einem der aufsteigenden Rapstars, genauso wie eine Modelleisenbahn unterm Bett, jedermann zu einem Anwärter für das gehobene Management der Deutschen Bahn macht.

Ihr versteht worauf ich hinaus will? Der Rapper an sich, passt halt ins Bild des aggressiven Mitbürgers, der mehr oder weniger grundlos seine Mitmenschen absticht. Auch wenn es noch so weit hergeholt, grundlos und hobbymäßig ist.

Kann ja aber auch sein, dass wir, die Deutsche Rap AG eine Art Problem mit der Außendarstellung haben? Wäre theoretisch ja möglich.

Obwohl. Wenn ich mir das neue Video von Sido und Alpa Gun anschaue, dann könnte man auf Ideen kommen.
Schlagen statt Bezahlen. Korrekt. Und wenn der Typ auf dem Boden liegt, dann noch die Flasche nehmen. Das hat der auf jeden Fall verrdient, das Schwein. Was glotzt der auch so blöd?! Opfer!


SIDO & ALPA GUN "GEHT NICH, GIBTS NICH" from SEKTENMUZIK on Vimeo.

Freundinnen und Freunde, wir haben definitiv ein Problem. Ob sich dieses auf ein reines Image und Außendarstellungsproblem beschränkt, wage ich zu bezweifeln. Ich glaube das Ding liegt tiefer.

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